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    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sumpfhuhn,

    ich verurteile keinen.

    und ich werde in die allgemeine Abtreibungsdiskussion nicht einsteigen - das führt in die immer gleichen Schleifen.

    in diesem Thread sind durchaus einige Gedanken, die darüber hinausgehen - das finde ich gut.

    in meiner PN habe ich Dir lediglich geschrieben, dass ich Deinen Ton gegenüber schloss daneben finde.
    auch wenn Du ihre Meinung nicht teilst.

    Das geht dich gar nichts an.

  2. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der Vergleich ist doch irgendwie unzulässig. Die Mutter des "unauffälligen" Embroys hat anscheinend ihre Gründe für eine Indikation. Der "auffällige" hat es mit "duck and cover" bis zu einem Zeitpunkt geschafft und die Mutter hatte bisher keine Gründe für einen Abbruch.
    Das war auch kein Vergleich, ich sagte nur: diese beiden Konstellationen können dann nebeneinander bestehen.

    Sie sind ohne Frage sehr verschieden. T.

  3. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das war auch kein Vergleich, ich sagte nur: diese beiden Konstellationen können dann nebeneinander bestehen.

    Sie sind ohne Frage sehr verschieden. T.
    Diese Konstellationen bestehen jetzt schon.
    Auch kann es jetzt schon zu einer Spätabtreibung kommen, während sich im Nebenraum sich das Ärzteteam um ein gleichaltes Frühchen kümmert, mögliche Behinderungen in Kauf nehmend.

  4. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Nein, das tun sie jetzt in der Form nicht ... (vielleicht sollten wir mal längere Passagen von Rede und Gegenrede zitieren)

    Das schrieb ich anfangs, als Frage an SpezialEdition:

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Oder wärest Du dafür, die frühere "kindliche Indikation" aus der medizinischen wieder herauszunehmen - was dann auch befremdliche Folgen haben würde, indem ein unauffälliger Embryo nach der Beratungsindikation abortiert werden dürfte - der mutmaßlich schwer behinderte nach "zu später" Diagnose jedoch nicht?
    Wir haben aber derzeit die frühere "embryopathische" Indikation unter die medizinische (Beeinträchtigung der seelischen und körperlichen Gesundheit der Frau) aufgenommen - kommen also nicht, wie im Fall der hypothetischen Streichung, in die Situation, einen Abbruch aufgrund schwerere Beeinträchtigung der Mutter durch kindliche Behinderung "verbieten" zu müssen - während in früheren Schwangerschaftsstadien nicht nach Gründen gefragt ist.

    (Ja, das doofe "wir" lässt durchblicken, dass ich mit dem Gesetzgeber ... irgendwie Mitgefühl habe.)

    Also -in diesem konkreten Fall nicht- aber ansonsten stimme ich Dir ja zu, dass auch jetzt (siehe Dein zweites Beispiel) viel Fremdes nebeneinander existiert!
    Auch der lakonische Spruch "Der Embryo ist in Deutschland so lange geschützt, bis er abgetrieben werden darf" gehört in diese Reihe - nur bitte: wie besser machen???

    Ich gebe zu, dass ich manchmal vor "halbärschigen" Lösungen wie "straffrei, aber nicht rechtens" doch Respekt habe - großen sogar, wenn ich ehrlich bin.
    Sie heißen für mich: >"Wir" kommen nicht besser 'hin - aber wir bleiben daran.<
    Gruß, T.

  5. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Ja, das ist schon heftig und ungerecht, wenn irgendwelche "gesunde" Embroys abgetrieben werden dürften, während "kranke" Embroys weiter existieren dürften, weil irgendwelche willkürlichen Fristen überschritten werden würden, die das ganze dann verbieten würden.

    In Zukunft mache ich einfach einen weiten Bogen um dieses Thema. Es triggert wohl einfach zu sehr.
    Wahrscheinlich weil ich einfach meine Geburt nicht nochmals erleben würde. Weniger weil meine Mutter eher einen Augenblick überlegen müsste, wer dieser Clooney eigentlich ist, sondern weil die Ultraschalltechnik zuweit fortgeschritten wäre und meine Eltern in irgendwelche "das Leben wird die Hölle"-Gespräche verwickelt würde.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2008 um 02:49 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Sumpfhuhn75
    Das geht dich gar nichts an.
    Sehe ich genauso, auch wenn mich das jetzt vielleicht nichts angeht.

    Ich würde mir ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl hier wünschen! Es gehört einiges dazu, persönliche Erfahrungen mit SA zu posten, wenn das Klima hier so ist. Es geht hier nicht um's Schminken oder um Erdbeermarmelade, wo man ruhig mal ein bisschen kräftiger zuhauen kann, finde ich, weil's nicht so an die Substanz geht.

    Die einzigen, die hier das Recht haben, richtig emotional zu werden, sind Frauen mit einschlägiger Erfahrung. Alles andere ist Geschnacke vom grünen Tisch. Meine Meinung.

  7. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nein, das tun sie jetzt in der Form nicht ... (vielleicht sollten wir mal längere Passagen von Rede und Gegenrede zitieren)
    ...
    Wir haben aber derzeit die frühere "embryopathische" Indikation unter die medizinische (Beeinträchtigung der seelischen und körperlichen Gesundheit der Frau) aufgenommen - kommen also nicht, wie im Fall der hypothetischen Streichung, in die Situation, einen Abbruch aufgrund schwerere Beeinträchtigung der Mutter durch kindliche Behinderung "verbieten" zu müssen - während in früheren Schwangerschaftsstadien nicht nach Gründen gefragt ist.

    (Ja, das doofe "wir" lässt durchblicken, dass ich mit dem Gesetzgeber ... irgendwie Mitgefühl habe.)

    Also -in diesem konkreten Fall nicht- aber ansonsten stimme ich Dir ja zu, dass auch jetzt (siehe Dein zweites Beispiel) viel Fremdes nebeneinander existiert!
    Auch der lakonische Spruch "Der Embryo ist in Deutschland so lange geschützt, bis er abgetrieben werden darf" gehört in diese Reihe - nur bitte: wie besser machen???

    Ich gebe zu, dass ich manchmal vor "halbärschigen" Lösungen wie "straffrei, aber nicht rechtens" doch Respekt habe - großen sogar, wenn ich ehrlich bin.
    Sie heißen für mich: >"Wir" kommen nicht besser 'hin - aber wir bleiben daran.<
    Gruß, T.
    Ja, so sehe ich es auch, es ist ethisch problematisch, wie frau/man auch sieht, wann das Leben nun entstanden ist. Es ist immer mit schmerzvollen Entscheidungen verbunden. Insofern gehört es paradoxerweise zum Leben. Vielleicht wird es nie eine befriedigende Lösung geben, es wird so aber auch weniger Situationen geben, wie sie das Gretchen in "Faust" erlebte, ohne dass ich das jetzt näher erläutern möchte.

    Sumpfhuhn75,

    ich fand Deine Beiträge zum Thema passend.

    Ich habe übrigens die PN's vor einiger Zeit bei mir abgeschaltet, weil ich es nicht mag unter der sowieso schon anonymen, jedoch frei sichtbaren Bricom-Oberfläche, in einem deutlich schärferen Ton Beurteilungen auf mein Verhalten zu bekommen, als es auf der allgemein sichtbaren Oberfläche geschah und ich mich da belästigt und bedroht fühlte. Und das kam eben immer mal vor. Ich kann sie ja nach Bedarf jederzeit wieder einschalten und das tue ich auch manchmal, aber grundsätzlich nicht für Auseinandersetzungen. Ich kann auch auf der Oberfläche einen Puff vertragen. Ich finde es so auch interessanter zu diskutieren und Inhalte im verschiedensten Licht zu beleuchten. Wir sind ja eh' anonym hier. Ich kann über das Thema jedoch auch im haptischen Leben sprechen, kommt natürlich auf die Umgebung an.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2008 um 08:06 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    guy_fka_ng73,

    falls Du doch noch einmal hineinschaust:

    Ich denke, wenn eine Frau einen kranken Embryo bewusst oder unbewusst austrägt bzw. beide Eltern ihn dann bekommen, wird er im günstigen Fall und das ist in vielen mir bekannten Fällen so, eben geliebt werden und insofern ein ebenso gleichwertiges Kind wie ein von Natur aus gesundes Kind sein, vielleicht sogar teils noch mehr, weil unter mehr Sorge. Wobei wohl jeder Mensch irgendeine gesundheitliche Beeinträchtigung hat. Ich z. B. bin kurzsichtig und habe es auf meine Kinder übertragen.

    Und ich selber liebe meine eher gesunden Kinder auch nicht immer. ich finde es auch nicht immer leicht Liebe durchzuziehen und habe durchaus manchmal das Bedürfnis auszusteigen und nur noch meine eigenen Wege zu gehen.

    Mein erstes Kind hatte die Nabelschnur um den Hals und bekam während des stockenden Geburtsvorganges eine Zeit lang keinen Sauerstoff. Wir hatten dann aber wirklich Glück gehabt.

    Ich habe während meiner Schwangerschaften immer das tiefe Vertrauen gehabt, dass meine Kinder gesund wären. Ich glaube, es ist ein mütterliches Urvertrauen. Der Vater hatte es auch. Wir haben die technischen Untersuchungen als die herkömmlichen Untersuchungen unterstützend gesehen. Es ist, glaube ich, der normale Fall. Aber ein bisschen Glück gehört auch dazu.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2008 um 08:17 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Sumpfhuhn75
    Na klar, ein Kind bekommen und zur Adoption freigeben. Und dann zurück in die Schule gehen, als sei nichts passiert.

    Hast du schon ein Kind geboren?
    ja, zwei mal;
    ich hätte nicht so ein Problem damit zu unterscheiden - was sind meine persönlichen Probleme bei der SAche u. wie schaut das ganze für das Kind aus.
    Ich würde versuchen mich zurückzustellen zumal es für den angehenden Menschen immerhin um Sein od. Nicht-Sein geht.
    Dass eine Adoptionsfreigabe sicher schwierig ist möchte ich nicht abstreiten -- wobei ich mir vorstellen kann dass man, da man immerhin monatelang Zeit hat, sich drauf einzustellen, da schon psychische Vorarbeit leisten kann.

    Aber dennoch kann doch - für mich zumindest nicht - die Lösung der Tötung des angehenden Menschen (=ist diese Formulierung okay?) sein. DAs ist doch noch viel schlimmer. Wie gesagt: für das Kind - u. für mich ist das schon da - geht es um die Existenz.
    Nur weil ich dann nicht loslassen kann soll der angehende Mensch lieber gleich gar nicht leben dürfen??
    Damit könnte ich persönlich nicht leben.

    Ich könnte dann fragen - wenn ich bei Deinem Vergleich bleibe -- tjaja, den Fötus wegmachen/abtöten/abtreiben lassen u. dann einfach so in die Schule zurück als wär nix passiert???....
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2008 um 08:33 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Abtreibung - Nur für starke Nerven

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es gehört einiges dazu, persönliche Erfahrungen mit SA zu posten, wenn das Klima hier so ist.
    Genau aus diesem Grund habe ich mich darauf beschränkt, nur die Tatsache an sich zu erwähnen. Meine Beweggründe habe ich an anderer Stelle schon einmal ausführlich erläutert und ich werde dazu keine Stellung mehr nehmen und mich auch nicht mehr rechtfertigen, dass ich diese Entscheidung als für mich richtig empfunden habe und bis heute empfinde.

    @ all
    Ich finde, wir sollten mal darauf schauen, über was wir uns hier unterhalten. Schwangerschaftsabbrüche bis zur 12. Woche sind m.E. noch etwas anderes als Schwangerschaftsabbrüche zu einem Zeitpunkt, an dem das Kind u.U. schon lebensfähig sein kann.

    @ Leonie
    Ich weiß nicht genau, was Sumpfhuhn geschrieben hat, sie hat es ja geändert. Findest du den Ton von Yeti denn angemessen? Findest du es der Schwierigkeit der Problematik angemessen, Fötuspuppen anonym irgendwo zu verteilen oder Seiten zu posten, die Aussagen wie "Babymord" enthalten?

    Nicht falsch verstehen, ich verstehe jeden, der Abtreibung für sich ablehnt oder Bauchgrummeln dabei hat. Dass es etwas anderes ist, als eine Zyste zu entfernen (auf manchen Seiten wird da euphemistisch von "Schwangerschaftsgewebe" gesprochen, das wird dem Problem von der anderen Seite ebenfalls nicht gerecht), ist den meisten Frauen durchaus klar, sonst würden sie sich eben die Entscheidung nicht leicht machen und nicht in der Regel vieles dafür tun, dass eine solche Entscheidung gar nicht erst notwendig ist. Ich freue mich für jede Frau, die sich bei einer ungeplanten Schwangerschaft für ihr Kind enscheiden kann. Und ich fand es sehr schwierig, mit den Bedenkenträgern in dem Strang von Erdbeermilch umzugehen, für die völlig klar war, dass ein Abbruch die einzige Lösung sein kann. Da wurde die emotionale Verstrickung der TE einfach weggewischt, bei der man sehr schnell merken konnte, dass sie sich das Kind eigentlich wünscht. Sie wäre bei einer Abtreibung mit Sicherheit eine Kandidatin für psychische Probleme aufgrund dieser Entscheidung gewesen.

    Die Problematik, willkürlich eine Grenze zu ziehen, wann denn das Leben beginnt und dementsprechend auch gegen den Interessen der Mutter zu schützen ist, ist aber mit Sicherheit auch Abtreibungsgegnern nicht fremd. Da gibt es die Inkonsequenten, die sagen, dass es bei Vergewaltigung vertretbar ist oder auch andere, die das sogar bei einer Behinderung auf einmal befürworten. Viele setzen den Zeitpunkt nach der Einnistung, so dass Nidationshemmer und "Pille danach" in Ordnung sind. Für andere ist der Zeitpunkt bei der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Für mich liegt der Zeitpunkt da, wo das Kind dem Grundsatz nach lebensfähig ist. Ein bisschen Willkür liegt allen diesen Zeitpunkten zugrunde.

    Eine wirkliche Lösung dieses Dilemmas, dass alle Seiten wirklich befriedigen kann, wird es nicht geben. Ich empfinde die Lösung, wie wir sie jetzt haben, schon als das Maximum, wie man einen Ausgleich der berechtigen Interessen beider Seiten hinbekommen kann.

    P.S.: Mir fällt es auch sehr schwer, bei solchen Diskussionen immer freundlich und sachlich zu bleiben. Das hängt natürlich mit meiner eigenen Betroffenheit zusammen, da kann ich auch wirklich sehr emotional werden, weil ich mich einfach nicht wie eine Frau empfinde, die eine Babymörderin ist. Und auch wenn dies hier keiner gesagt hat, so schwingt natürlich auch meine Erfahrung mit solchen Diskussionen mit, die auch von der anderen Seite nicht immer ruhig und sachlich geführt werden.
    Geändert von Inaktiver User (04.06.2008 um 09:29 Uhr)

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