Es sind nicht deine Fakten, sondern deine Beurteilungen dieser, die dich zum Anti-Amerikanisten machen, wie zum Beispiel deine gehäßige Aussage, dass der Wiederaufbau Deutschlands nicht ohne Eigennutz geschah....Zitat von Yeti
Ja, was fällt den Amis auch ein, in ihrer Außenpolitik auch ihre eigenen Interessen zu verfolgen. WIR Deutschen, Franzosen und Engländer und Russen und alle anderen machen Außenpolitik ja schließlich NUR aus Nächstenliebe und völlig uneigennützig, nicht wahr?
Also wirklich, der zweite Weltkrieg war ja nun gerade für die nicht so schlimm mit ihren 200.000 Soldaten, die wir bei ihnen umgebracht haben und da stellen die sich noch an und verfolgen eigene Ziele, anstatt uns aus purer Selbstlosigkeit zu Reichtum und Wohlstand zu verhelfen...
Aber ich weiß, bei Amerika ist es eben was anderes. Die haßt es sich einfach so schön, die haben ja schließlich auch keine Kultur bzw. immer noch die aus dem Wilden Westen, als Indianer Abschlachten ein vornehmes Hobby war - ganz anders als bei uns. Unsere Kultur und Geschichte trieft ja förmlich so vor Humanimus, Menschenrechten, Anstand und Philantropie und der Achtung vor anderen Völkern und "Rassen".
Ja Amerika,dich haßt es sich besser. Dich haßt es sich so schön für den Vietnamkrieg, nicht aber die Australier, obwohl die genauso mitgemacht haben - ist halt was anderes. Dich haßt es sich so schön für Afghanistan, dass der Rest des Westens mitmacht - auch was anderes.
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29.06.2008, 06:01Inaktiver User
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Geändert von Inaktiver User (29.06.2008 um 08:25 Uhr)
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29.06.2008, 08:02
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
brumby, danke für die klaren worte. wer die geschichte des antiamerikanismus bei axel schildt und anderen nachliest, wird feststellen, dass dieser speziell hierzulande schon vor 1933 aufs engste mit dem antisemitismus und dem antidemokratischen kulturpessimismus verwandt war. braucht kein schwein.
die politik der vereinigten staaten fundiert zu kritisieren ist eine komplett andere baustelle."That life exists/
And identity/
That the powerful play goes on/
And you may contribute a verse."
Walt Whitman
“Eine Gesellschaft, die ihre Freiheit zugunsten ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.”
Benjamin Franklin
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29.06.2008, 08:40
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Mich als Anti-Amerikanist zu bezeichnen ist Unsinn und eine Beleidigung.
Wer Zeitung liest undsich anderweitig interessiert ist in deinen Augen Antiamerikanist.
Mir geht es um die Abschaffung der Todesstrafe, die in vielen Bundesstaaten fast zum Volkssport ausarten.
Wenn du das als Anziamerikanismus bezeichnest, dann bin ich gern Anti-Amereikanist.
Du aber bist eher nicht bereit dich zu informieren.
Die USA sind erst sehr spät in den 2. Weltkrieg gewgen Nazi-Deutschland eingetreten. Auch hat die USA Deutschland nicht wiederaufgebaut, ganz im Gegenteil. Sämtliche Güter wurden demontiert und außer Landes geschafft. Während wir uns neue Maschinen bauten, verrosteten die alten auf den Schrottplätzen der USA.
Vielleicht hast du mal was von "Trümmerfrauen" gehört. Es handelt sich nicht um zertrümmerte Frauen. Es sind Deutsche Frauen, die aus den Trümmern des Krieges neue Städte bauten. Das sind Deutsche Tugenden und kein Amerikanerin hat dabei auch nur einen Finger gekrümmt.
Widerleg mal eine miner Aussagen! Dazu bist du nicht in der Lage. Du weißt nicht mal was du hier willst. Deine Unterstellungen sind nicht Grundlage der Diskussion, es sind wohl aber die Fakten.
Wenn du aber Kriegsmaschinerie, Ausländer- und Rassenhaß und die Todesstrafe gutheißt, dann bist du für mich voll im Abseits, ach was, du bist außerhalb des Stadions und wohl für fast alle anderen hier auch.
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29.06.2008, 09:00
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Um die Todesstrafe oder sonstige politische Entscheidungen der USA zu kritisieren, braucht man solche geschichtsklitternden Darstellungen nicht!
Richtig ist:
Im Rahmen des Marshallplans erhielten die Westdeutschen 1,4 Milliarden US-Dollar Aufbauhilfe. Solche politischen Entscheidungen werden nicht aus Altruismus getroffen, das behauptet auch keiner. Aber zu behaupten, es habe keine substanziellen Beiträge auf dieser Ebene gegeben, ist schlicht falsch. 200 000 amerikanische Soldaten sind im Kampf gegen den Faschismus gestorben.
Und deine "Trümmerfrauen" waren genau wie ihre Männer in hohem Maße mit verantwortlich für den deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg, der (ohne den Krieg in Asien) 40 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, die Hälfte davon allein auf dem Gebiet der Sowjetunion.
"Deutsche Tugenden" - pffft, ich kann's mir nicht verkneifen: Topf und Söhne waren auch sehr gründliche Leute, wissen wir.Geändert von Ariela (29.06.2008 um 09:06 Uhr)
"That life exists/
And identity/
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And you may contribute a verse."
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29.06.2008, 09:02Inaktiver User
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Zitat von Ariela
Dann wollen wir diese Kritik mal weiter führen.
Vor der moralischen Keule des "Antiamerikanismus" verstärkt durch den Vorwurf des "Antisemitismus" und der angeblichen Verwandtschaft mit einem "antidemokratischen Kulturpessimismus" fürchte ich mich nicht, sachliche Argumente sind mir willkommen.
Wir haben Amerika, und den anderen Ländern der Antihitlerkoalition die Befreiung vom Faschismus zu verdanken.
Die demokratischen Werte, die Amerika damals verteidigte, kamen auch im Nürnberger Kriegsverbrechertribunal gegen die Nazis zum Ausdruck.
Dieses Tribunal verurteilte Joachim von Ribbentrop wegen Verbrechen gegen den Frieden und gegen die Menschlichkeit zum Tode.
Ein Verbrechen gegen den Frieden, so befand das Nürnberger Tribunal damals, sei durch die Teilnahme an der Vorbereitung und Planung eines Angriffskriegs in Verletzung internationaler Verträge gegeben - eine Definition, die auf den Irak- und den Afghanistankrieg voll zutrifft. «Die Entfesselung eines Angriffskrieges ist das schwerste internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich alle Schrecken der anderen Verbrechen einschliesst und anhäuft», urteilten die Nürnberger Richter.
Deshalb gehören Colin Powell, Condoleeza Rice, Donald Rumsfeld und andere vor ein internationales Kriegsgericht wegen des Überfalls und der fortdauernden Besetzung des Irak.
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29.06.2008, 09:13
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
sorry, das ist keine moralische keule, sondern der stand der historischen forschung zum thema antiamerikanismus in der weimarer zeit und den geistesgeschichtlichen grundlinien. nachzulesen bei den Professoren Schildt, von Saldern, Marßolek, Sywottek, etc. pp. (und sehr viel früher schon bei Ralf Dahrendorf). muss man nicht wissen, kann man aber.
Zitat von Inaktiver User
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29.06.2008, 09:16Inaktiver User
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Ja, Ariela, ich sehe das (fast) wie du - wenn man nicht vergißt, wer die Hauptverantwortlichen waren: deutsche Schwer- und andere Industrie, Deutsche BanK und viele andere.
Zitat von Ariela
Die Ausstellung über "Topf und Söhne" habe ich mir angesehen. "Deutsche Tugenden" waren es auch, mit denen die deutsche Reichsbahn in Pflichterfüllung bis zu den letzten Kriegsmonaten die Unglücklichen aus ganz Europa nach Auschwitz und Treblinka gefahren hat.
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29.06.2008, 09:18
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
BTW
Sicherlich gefallen dir aber die Deutschen Tugenden im Fußball. Gerade nach der schlechten Leistung unserer Jungs gegen Kroatien war unsere Mannschaft beim nächsten Spiel wie verzaubert."Deutsche Tugenden" - pffft, ich kann's mir nicht verkneifen: Topf und Söhne waren auch sehr gründliche Leute, wissen wir.
Dies wurde sehr stolz mit "Deutsche Tugenden" begründet.
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29.06.2008, 09:23
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Ich muss ja nicht jeden Kram nachlabern, den ich im Fernsehen höre.
Zitat von Yeti
Du bezogst Dich mit "deutschen Tugenden" ausserdem auf die Menschen damals und in diesem Zusammenhang wurde die deutsche Gründlichkeit eben auch für andere Zwecke eingesetzt - und zwar auch von Frauen, weswegen ich dem Gejubel über die "Trümmerfrau" nicht viel abgewinnen kann. Die war vorher oft mit Begeisterung dabei gewesen und räumte jetzt halt den Schutt weg, der durch den von Deutschen angezettelten Krieg entstanden war. So what. Mein Mitleid und meine Bewunderung liegen für diese Zeit eindeutig bei anderen Gruppen - und da fallen mir die "deutschen Tugenden" nun wirklich als allerletztes ein.Geändert von Ariela (29.06.2008 um 09:27 Uhr)
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29.06.2008, 09:26Inaktiver User
AW: Die USA - Eine grausame Wahrheit
Das will ich nicht bestreiten, ich habe mich mit dieser Forschung nicht beschäftigt.
Zitat von Ariela
Für mich war die Trennungslinie nie zwischen den Nationen sondern zwischen Arm und reich. Ich lese viele amerikanische Autoren - Howard Zinn, Noam Chomsky u.a., studiere die amerikanischen Anti-War Internetseiten und denke an die vielen demokratischen und rebellischen Bewegungen , die es in den USA gab - ich bin nicht anti-amerikanisch, und viele, die die Politik der USA kritisieren, sind es ebensowenig.
Ich wüßte garnicht, auf wen das Etikett "Antiamerikanismus" so richtig passen sollte.


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