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  1. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Ich finde, das gesamte System gehörte umstrukturiert! Denn irgendwo "beißt sich der Hund immer in den Schwanz"! Ein wirklich soziales marktwirtschaftliches System sollte so strukturiert sein, dass jeder (auch unsere sogen. Elite) seinen fairen (auch finanziellen) Beitrag leisten muss! Da dies aber auf Grund unserer globalisierten Wirtschaft schwer nur in einem Land zu realisieren ist, müssten Organisationen wie WHO o. z. B. IWF Maßnahmen beschließen, die auch weltweit greifen. Das werden die aber nur tun, wenn aus den einzelnen Ländern (demokratischer) Druck in Form von Wahlverhalten ausgeübt wird. Dieser wird aber nur ausgeübt, wenn in der jeweiligen Bevölkerung ein Umdenken stattfindet. Dies findet wiederum nur statt, wenn man sich besser informiert u. diese Informationen in Handeln umsetzt: u. genau hier liegt der "Knackpunkt", gelle? Der Theorie müsste ein Handeln folgen!

    Diese Abfolge müsste verstanden werden, aber: nichts ist so unbequem, wie die Wahrheit u. das ist auch nicht wirklich eine neue Erkenntnis!

  2. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    "Mir kommt es so vor als würden die Leute nur noch im Internet aktiv aber nicht mehr im realen Leben. Nur, das Internet und die Passivität vor dem Computer hilft uns allen doch nicht weiter."
    Aminata, man muss doch vor dem Computer nicht passiv sein: Du bist es nicht u. andere auch nicht, gell? Es kommt drauf an, wie im gesamten Leben, wo man die Prioritäten setzt. Das Internet ersetzt fehlende Kommunikation u. schafft neue Formen der K...! Daran ist nichts Schlechtes, m. E. - es birgt ja auch eine Chance, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen! Ich finde jeder sollte an seinem Platz u. mit seinen Möglichkeiten alles tun, was in seiner Macht steht - in einer Partei, als Wähler, in der Kommunikation mit anderen(egal wo u. wie) o. in gemeinnützigen Organisationen - Möglichkeiten gibt es wirklich viele!

  3. gesperrt

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    AW: Was soll die Politik

    Hallo Kalina,

    Wir hatten mit einigen 100 Leuten versucht aktiv zu werden, sind es auch bis heute noch. Richtig ist das die meisten wirklich keine Lust haben, warum auch immer? Da mit der Wahrheit ist was dran.

    So hatten wir z. B. ein Projekt einer Jobbörse vor langen Jahren angefangen und zwar eine die wirklich gratis ist, für die Suchenden so wie für die, die Stellen auszuschreiben haben. Und zwar so, dass die Leute unkompliziert miteinander in Kontakt treten können. Aufgefallen war, das es damals schon einige wenige Stellenbörsen gab, die auch vorgaben gratis zu sein, es aber für die Arbeitgeber nicht waren. D. h. Arbeitgeber mußten für jeden Kontakt zum Suchenden ein paar hunderte, damals noch DM hinblättern. Das kann sich nicht jeder leisten, und warum soll man denn an der Arbeitslosigkeit auch noch verdienen. Vielleicht war die Ansicht zu sozial, keine Ahnung. Das Ding gibt es bis heute noch, nur wenn wir versuchten es publik zu machen dann wurde es geblockt, sogar damals vom Arbeitsamt, die wiederum hatten aber die komerziellen auf ihren Internetseiten eingebunden. Wir wollen zeigen das es auch ohne partizipieren an der Arbeitslosigkeit geht.

    Die, die es zu nutzen wußten hatten damit gute Erfolge. Seit zig Jahrzehnten haben immer einige Leute, und ich im sozialen Bereich etwas aktiv gemacht. Ohne dafür etwas zu erwarten, es waren oft auch Projekte der Hilfe zur Selbsthilfe. So konnte ich u. a. auch etliche Unternehmer für ein Pilotprojekt gewinnen, bei einem TV-Sender stieß das Projekt auf großes Interesse, leider kamen aber auch andere Strömungen dagegen.

    Wir dachten das die Menschen die keinen Job haben und Jugendliche die noch nicht wissen was sie werden wollen, oder können. Bei vielen Firmen eine Berufserkundungstour machen zu lassen. Also z. B. heute beim Schreiner, morgen beim Floristen, übermorgen in der Medienagentur usw.. Dabei die Menschen nicht nur auf einen Stuhl oder in die Ecke stellen, sondern in Begleitung des Chefs überall, alles umfassend erklärt bekommen, und hier und da auch aktiv etwas ausprobieren können. Darüber hinaus hätten die kleinen Unternehmen aus diesem Kreis, so Personalbedarf vorhanden, die Leute auch eingestellt. Firmen die sich beteiligten waren mehr als genug am Start, nur kriege das mal an die Menschen verbreitet.

    Lag wohl auch daran das wir damals dann eine Partei gründeten. Die Überlegung war: Es ist genug gejammert, jetzt versuchen wir es eben einmal selber. Mit dem Erfolg das wir in nur 3 Monaten auch tatsächlich bei den Wahlen gewählt wurden. Im Wahlkampf haben wir uns natürlich auch viel Schimpfe anhören müssen, wir wären wie alle andern, wir wollen nur das Wahlgeld. Es war mühsam zu erklären das wir diese Geld gar nicht erhielten. Dafür braucht man wenigstens 3% an Wählerstimmen, dann bekommt man etwas ersetzt. Das zeigte uns wie uninformiert viele Menschen doch sind.

    Wir machten weiter bis heute. Leider ist der Druck der anderen ein ziemlich hoher, denn und das hatten wir nicht bedacht wir traten in harte Konkurenz. Was dann passierte bis heute waren u. a. auch Bloßstellung einzelner Personen, Diffamierungen und mehr. Diese werden natürlich lieber geglaubt als das es tatsächlich noch Idealisten gibt, die etwas tun möchten.

    Heute überlegen wir ob wir weiter machen, oder ob wir doch lieber einen Verband der Hilfe zur Selbsthilfe gründen sollten. Nur, und deshalb wurde es damals eine Partei: Die ganzen Dinge die man so angeht, die drücken sind eben politisch. Einige von uns hatten Jahrzehnte soziale und politische ehrenamtliche Tätigkeiten ausgeübt. Es ging uns irgendwie nicht weiter. Na ja, wie ich neulich von ein paar alten Grünen, sie waren Leute der ersten Stunde erfuhr, hatten auch die mit allen diesen Widrigkeiten zu kämpfen. Das beruhigt einen dann wenigstens wieder etwas.

    Nun stelle ich mir die Frage: Wie kann man etwas ändern, wenn niemand es möchte, oder immer gleich das Schlechte sucht/und oder glaubt? Wenn niemand sich sachkundig machen will, nicht bereit ist hinter die Kulissen zu schauen und aktiv zu werden? Wir dachten es ist besser Politik mit Betroffenen zu machen die wissen um was es geht. Einer der von Hartz IV lebt, der weiß ein Lied zu singen, einer der im Pflegebereich arbeite, sowie z. B. der Senior der im Heim sitzt usw., auch. Sie alle wissen doch wie es aussieht, wären die denn nicht in der Gemeinschaft geradezu berufen es zu versuchen?

    Du hast sicher Recht im Internet sind wir, die wir schreiben auch alle aktiv. Nur wie weit bringen uns die Diskussionen tatsächlich weiter?
    Geändert von Aminata (20.04.2008 um 13:18 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Nur wie weit bringen uns die Diskussionen tatsächlich weiter?
    Ja, das frag ich mich auch - aber haben wir eine andere Wahl? Auch ich habe mich mit anderen so gut ich konnte u. so lange ich denken kann politisch eingebracht innerhalb u. außerhalb der Institutionen - aber die anderen sind stärker, solange kein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung eintritt. Der kommt aber leider erst, wenn "Not am Mann" ist o. wenn Meinungsführer (Kirchenvertreter, Politiker, Medien usw.) umschwenken. Die denken aber (noch) nicht dran - ich weiß auch nicht, was erst noch passieren muss, damit die merken was läuft!

    Wenn man mit den Menschen redet, sind fast alle der Meinung, dass man was tun muss - sie selbst haben aber Angst, aktiv zu werden! Dabei heißt "man" ja "jeder einzelne"! Und wir haben die Möglichkeit in diesem Land unsere Regierung zu wählen, würde man dies entsprechend nutzen, wäre schon viel gewonnen. Aber die Wahlbeteiligung ist niedrig - es gibt anscheinend "wichtigeres"!

    Eine große Rolle spielen natürlich die Massenmedien: die Leute werden in eine bestimmte Richtung gelenkt o., noch schlimmer, in viele verschiedene, was dann wieder verunsichert! Da die Medien nicht immer zur Information genutzt werden, sondern einfach konsumiert, ist die Gefahr einer Desinformation natürlich groß!

    Ich hoffe auf einen Wertewandel auf breiter gesellschaftlicher Ebene - hierzu können wir unseren Beitrag leisten, schon allein dadurch, dass wir sagen was wir denken u. uns nicht leise verdrücken, wenns eng wird!

  5. gesperrt

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    AW: Was soll die Politik

    Kalina die meisten Menschen sind auf der Straße schon nicht mehr bereit ein Flugblatt entgegen zu nehmen. In einem politischen Forum wo tausende von User sind, da habe ich mal gefragt: "Wer macht mit bei einer Demo am ..... zum Thema "Soziale Kälte und Armut. 2 Haben sich gemeldet. Der Rest hat gemoppert oder gleich gekontert das sollte man den Gewerkschaften, respektive Profis, überlassen. Die konnten ja nicht wissen wer ich bin und wieviel Demos ich schon organisierte. Das meiste was ich tat im sozialen Bereich habe ich auch immer nur als Privatperson gemacht. Doch das war einmal, heute kriegst Du kaum mehr jemanden auf die Straße, oder in vernünftige Gespräche. Selbst bei Mahnwachen findest Du heute kaum noch einen Menschen der bereit ist mit zu machen. Es ist ein Werteverfall in der Gesellschaft, der ist ganz klar zu erkennen. Denen gegen die meisten nur meckern, aber nichts aktiv tun, ist das mehr als recht.

    So wird sich nie etwas bewegen oder im Positven verändern lassen. Dabei kann ein Einzelner soviel bewegen wenn er nur will.
    Geändert von Aminata (20.04.2008 um 17:41 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Aminata
    (...)
    Ich würde gerne wissen wo in solchen Dingen der Sinn liegt? Und ich frage mich ob das denn auch allen so bekannt ist, und wer sich damit gedanklich mal beschäftigt?
    Also das mit den Gärtnern ist noch irgendwie nachvollziehbar, denn die 1 Euro Löhner arbeiten auf staatischen Grünanlagen, das bedeutet die Stadt spart direkt!
    Man SOLLTE (die Politik) sich die Träger und die zu erbringenden Arbeiten genau anschauen! Es nutzt nichts wenn ordentliche Jobs umgewandelt werden, bzw. ganze Branchen wegbrechen.

    Wie gesagt, der eigentliche Gewinn daran, der Politik ist, dass die 1 Euro Löhner die Arbeitslosen-Statistik nicht "belasten".
    Und dafür sind die "paar Millionen" die für "Werbung" ausgegeben werden, "geschenkt", hauptsache die Arbeitslosen Statistik sinkt und untermauert damit den Neolibkurs der Wirtschaft und Politik.

    Link

    Datum: 26.03.2008
    Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert


    Arbeit und Soziales/Antwort
    Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

  7. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Also das mit den Gärtnern ist noch irgendwie nachvollziehbar, denn die 1 Euro Löhner arbeiten auf staatischen Grünanlagen, das bedeutet die Stadt spart direkt!
    Ja ja als dass aufkam haben sie bei uns hier auch sofort öffentlich geschrieben dass sie einen grossen Bedarf an 1 Eurojobbern haben . So richtig gespart wird damit aber auch nichts weil dafür externe Unternehmen keine bzw weniger Aufträge mehr bekommen . Die müssen wieder Leute entlassen zahlen weniger Steuern usw usw . Wie Kalina schon schreibt " Der Hund beisst sich in den Schwanz "

  8. gesperrt

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    AW: Was soll die Politik

    Könnte es sein, dass uns eine wahre, ausgleichende Politik der Mitte fehlt? Die SPD war und ist die Arbeiterpartei und die Partei der Gewerkschaften, die CDU setzt sich eher für die Großunternehmen ein, die FDP für die Mitte der Akademiker, die Linken sind zwar sozial lassen aber auch die Wichtigkeit der kleinen Unternehmen und die Arbeitsplätze die daraus resultieren, die sehr wichtig sind ausser acht, die Grünen da läuft einiges aber irgenwie verwischt, oder?

    Wer hat wirklich ein Gespür für die Sorgen die, die Menschen drücken? Also das was eigentlich immer aller fordern, die Globalität. Brauchen wir nicht etwas das, dass gesamte Spektrum von allen Seiten beleuchtet und sich damit beschäftigt und zwar nicht immer nur für eine bestimmte Gruppe? Menschen die am Puls der Zeit sind. Die Sorgen und Nöte auch aus eigenen Erfahrungen kennen. Nur mal so als Frage.
    Geändert von Aminata (22.04.2008 um 21:01 Uhr) Grund: Ergänzungen im Text

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