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    AW: Was soll die Politik

    Hallo Aminata,

    ein sehr interessantes Thema, für denjenigen, der seine Einkäufe im Wagen auf den Cent genau mit addiert, für den ein Flughafenausbau völliger Nonsens ist und der die Tageszeitung, wenn überhaupt, einen Tag später vom Nachbarn bekommt. Und das geht mittlerweile, wie wir gestern in den Nachrichten gehört haben, nicht nur den Arbeitslosen- und Hartz IV-Empfängern so, sondern auch noch 22 % der Erwerbstätigen.
    Diese Welt hat nichts mit der der Politiker zu tun, von denen jeder Bundestagsabgeordnete monatlich das Jahresgehalt eines Geringverdieners hat. Und ich denke, solange alles gut geht, wird sich da auch keiner drum kümmern, weil sonst die zwei, drei medienoffensivsten Wirtschaftsführer sich wieder öffentlich beschweren, dass ein soziales Deutschland nicht überlebensfähig ist.
    Nun, wir eifern gerade unseren amerikanischen Vorbildern nach, die noch eine geringfügig höhere Quote von Mindestlohnempfängern haben und viel mehr Gewalt, viel mehr Gefängnisse, viele die ihre Häuser nicht mehr halten können und ihre Plastikkartenkredite bis zum Anschlag ausgereizt haben oder ausreizen mussten, eine massive Wirtschaftskrise.
    Tja was also, in welches Land sollen die Politiker schauen? Um uns herum haben alle Mindestlohn, viele haben Ganztagesschulen, alle haben ohne HartzIV überlebt - das können wir uns nicht leisten.
    Also doch die USA als Vorbild, mit Wohnwagensiedlungen, statt Reihenhäuschen, Slums, für die einen und private Schutzleute und Videoüberwachung für die Anderen.


    Aber erstmal kommt die EM!!!!

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    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Aminata
    Chevelle, hat die Frage auch jemand geäußert als wir tausenden von Menschen aus den Kassen Gelder zahlten die zuvor nichts, aber auch wirklich gar nichts einzahlten? Ich weiß das ist heiß, aber so ist und war es doch.
    Ist doch dasselbe mit der Rentenversicherung. Man spart nix an, sonden alimentiert die aktuelle Generation von Bedürftigen. Insofern ist eine Bezeichnung wie "Versicherung" sowohl bei Arbeitslosen-.. wie auch Renten-.. vollkommen dämlich. Weil es suggeriert, da würden Rücklagen für den eigenen Bedarf gebildet. Nix dergleichen, das sind Unterhaltszahlungen an andere, die sofort verfrühstückt werden. Und da gehören eben auch Leute mit zu, die wenig bis gar nichts einbezahlt haben. Die Übernahme der ex-DDR auf die da angespielt wird, hat den Bankrott lediglich beschleunigt.

    Ich kann doch nicht erwarten das einer z. B. den geschenken Silberschmuck vom Ehemann verkaufen muss, oder die Vorsorge um im Alter zu überleben.
    Das Thema ist aber schwierig. Man kann es auch so drehen, dass Ersparnisse, oder auch Erbschaften / Geldgeschenke der Eltern, etc. gehortet werden um gleichzeitig andere zahlen zu lassen, die damit keine Chance haben selber zu sparen. M.E. knifflig da zu differenzieren.

    Unter den Gesichtspunkten wäre es ratsam erst gar nichts mehr anszusparen als Altersvorsorge, oder?
    Eindeutig konform. Ich habe tatsächlich mal mit der Linken geliebäugelt. Bis ich Lafontaine in einem Disput mit Blüm erlebt habe. Das ging in etwa so:
    Wer angespart hat, schön. Wer nicht, ist eben bedürftig und hat Anspruch auf den Staat.
    Fazit: Mein Nachbar verkneift sich alle Vergnügungen und spart um Rücklagen fürs Alter zu bilden.
    Ich (gleichaltrig) sch**sse drauf, lebe mein Leben und bilde keine Rücklagen. Ergebnis: Mein Nachbar darf mich später über Steuern/Abgaben alimentieren, weil ich ja arm bin und er ja Vermögen hat.

    Ergo: Wer für sich selbst spart, darf dann an Andere zahlen, die ihre eigene Vorsorge an die Wand gefahren haben. Also verprassen; sonst nimmt man es Dir doch weg, je nachdem wer regiert.


    PS. Ich erkläre Dir welche Gefahr ich darin auch noch sehe. Wenn die Menschen jetzt die Altervorsorgen und alles aufbrauchen, dann hat eine Generation später das Problem mit der absoluten Altersarmut. Das Problem wird so nur nach hinten verlagert.
    Verstehe ich nicht ganz. Meinst Du private Altesvorsorge, wie z.B. den geschenkten Silberschmuck? Das dürfte kaum jahrzehntelang lebenserhaltend sein.
    Ansonsten gibt es in einem Umlagesystem eigentlich keine Altersvorsorge, sondern nur Unterhaltszahlungen von Arbeitenden an Rentner.

  3. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von chevelle
    Fazit: Mein Nachbar verkneift sich alle Vergnügungen und spart um Rücklagen fürs Alter zu bilden.
    Ich (gleichaltrig) sch**sse drauf, lebe mein Leben und bilde keine Rücklagen. Ergebnis: Mein Nachbar darf mich später über Steuern/Abgaben alimentieren, weil ich ja arm bin und er ja Vermögen hat.
    Stimmt so nicht. Dein Nachbar käme ja dann mit dir in Rente.
    Der Unterschied wäre, er sitz im Häuschen, sofern er nicht vorher arbeitslos wurde und es evtl verkaufen mußte, und du sitz in einer Sozialwohnung oder, wenn es so weitergeht, im Obdachlosenasyl.

  4. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Stimmt so nicht. Dein Nachbar käme ja dann mit dir in Rente.
    Der Unterschied wäre, er sitz im Häuschen,

    Bei den Rentenzahlungen die zu erwarten sind in ein paar Jahren und den Hausnebenkosten die wir heute schon haben denke ich nicht das noch so viele im eigenen Häuschen wohnen werden bzw das Haus noch halten können . Somit wäre der Unterschied wieder dahin .

  5. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Aminata
    Was mich auch wundert ist das für die 1 Eurojober die Träger ein paar hunderte Euro mtl., sowie die vermittelnde Agentur ebenfalls erhält. Bei Panorama oder einer ähnlichen Sendung, zeigte man es mal, so werden diese Leute ja regelrecht interessant. Lohnt sich dann ja eher mit 1 Eurojobern zu jonglieren als ausreichendes Fachpersonal einzustellen, oder?
    Ja, lohnt sich. Und lohnt sich auch für die Statistik, denn 1 Eurojober sind NICHT arbeitslos!
    Man muß mal überlegen, Wohnungsentrümpelung war früher mal ein Geschäft, heute nicht mehr, man verdient selbst "schwarz" nichts mehr. Elektronik-Recycling geht billiger per Hand.

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    AW: Was soll die Politik

    Das gilt wenn er sein Geld in ein Haus investiert hat, o.k.
    Tut und kann nicht jeder.
    Ausserdem will ich nicht meine Pfote dafür ins Feuer legen, dass Wohneigentum für alle Zeiten unantastbar bleibt. Bei dem Umverteilungsbedarf, der künftig anfallen wird.

  7. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bei den Rentenzahlungen die zu erwarten sind in ein paar Jahren und den Hausnebenkosten die wir heute schon haben denke ich nicht das noch so viele im eigenen Häuschen wohnen werden bzw das Haus noch halten können . Somit wäre der Unterschied wieder dahin .
    Nebenkosten? Die hat dann jeder.

  8. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nebenkosten? Die hat dann jeder.

    Schon klar nur bei denen die nicht vorgesorgt haben kann man ja nichts holen . Das Haus geht halt in die Zwangsversteigerung aus der Traum vom schönen Leben in alten Tagen .

  9. Inaktiver User

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von chevelle
    Das gilt wenn er sein Geld in ein Haus investiert hat, o.k.
    Tut und kann nicht jeder.
    Ausserdem will ich nicht meine Pfote dafür ins Feuer legen, dass Wohneigentum für alle Zeiten unantastbar bleibt. Bei dem Umverteilungsbedarf, der künftig anfallen wird.
    Die Anlage in Imobilien ist so alt und so konservativ, da mach ich mir keinen Kopf.

    Was denn für eine Umverteilung?

  10. User Info Menu

    AW: Was soll die Politik

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Anlage in Imobilien ist so alt und so konservativ, da mach ich mir keinen Kopf.

    Was denn für eine Umverteilung?
    Immer mehr Empfänger vs. immer weniger Einzahlende. Was sonst?

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