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  1. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde es immer recht lustig, wenn wir in D oder Europa von einer Verteilungsdiskussion sprechen und diese auch noch wünschen.
    Lustig deshalb weil wir glauben, dass wir bei einer Neuverteilung besser gestellt werden.
    Es macht lediglich deutlich auf welchem hohen Ross wir sitzen und wie weit weg wir von der Lebenswirklichkeit sind.
    In über 70% der Regionen dieser Erde müssen Menschen für ein Laib Brot mehrere Stunden (in Entwicklungsländern) oder Tage (in zurückgebliebenen Ländern) arbeiten.
    Wir arbeiten zirka 5 Minuten für ein Laib Bot den Rest für wohnen und dafür, dass wir dem nachgehen können was uns Spaß macht. Und das nur 38 Stunden die Woche, zumindest glauben wir Anspruch darauf zu haben.
    In den wärmsten Regionen dieser Erde müssen viele Menschen ebenfalls mehrere Stunden für einen Liter frisches Trinkwasser arbeiten, wir nur einige Sekunden.
    Diese Dinge stehen nur begrenzt zur Verfügung, das vergessen wir dabei.
    Wie viel Stunden eurer Tageszeit seid ihr künftig bereit zu opfern um die notwendigsten Lebensmittel zu erwirtschaften?
    Wenn die Verteilung auch nur annähernd gerecht wird, dann könnt ihr knicken, dass ihr in den Urlaub fliegt und Tonnen von Kerosin für euch persönlich verpulvert, täglich hunderte Liter Wasser für Körperhygiene verplempert usw.
    Wenn ihr irgendwann mal 1 – 2 Stunden für ein Brot arbeiten müsst, dann sind wir in der Nähe von weltweiter Gerechtigkeit bei der Brotverteilung, denn als Ausgleich zu eurem Mehraufwand werden die die heute Tage dafür arbeiten auch nur noch ein paar Stunden dafür arbeiten müssen.
    Dass wäre das Brot, jetzt noch Trinkwasser, Öl, Kohle usw. …….
    V.G.
    Du vermischt aber auch alles. Es ist egal wie lange WIR brauchen um unsere Ernährung zu bewerkstelligen. Tatsache ist das andere überhaupt noch nicht mal mehr die Möglickeit dazu haben.
    Unsere Landwirtschaft kann locker die gesamte Bevölkerung versorgen.

    edit
    Was nutzt uns bitteschön die ganze tolle Technik wenn wir zu geizig sind sie einzusetzten?
    Alles soll/muss flexibel sein, aber kosten darf es nichts, das funktioniert nicht. Die Bahn soll privatisiert werden, damit teurer, aber der Ölpreis steigt, die Löhne sollen auch nicht angehoben werden.
    Irgendwie gräbt sich die sogenannte "Wirtschafts Lobby" gerade das Wasser ab.
    Geändert von Inaktiver User (08.05.2008 um 23:31 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du vermischt aber auch alles. Es ist egal wie lange WIR brauchen um unsere Ernährung zu bewerkstelligen. Tatsache ist das andere überhaupt noch nicht mal mehr die Möglickeit dazu haben.
    Unsere Landwirtschaft kann locker die gesamte Bevölkerung versorgen.

    edit
    Was nutzt uns bitteschön die ganze tolle Technik wenn wir zu geizig sind sie einzusetzten?
    Alles soll/muss flexibel sein, aber kosten darf es nichts, das funktioniert nicht. Die Bahn soll privatisiert werden, damit teurer, aber der Ölpreis steigt, die Löhne sollen auch nicht angehoben werden.
    Irgendwie gräbt sich die sogenannte "Wirtschafts Lobby" gerade das Wasser ab.
    Ich vermische nichts ich denke, dass du die Problematik zu lokal und eng siehst.
    Deine Ausführungen machen exemplarisch deutlich wie wir dieses Problem unterschätzen und uns immer noch für den Nabel der Welt halten.
    Was nutzen dir die fleißigsten und erfolgreichsten Bauern vor der Haustür, wenn du deren Ware nicht bezahlen kannst.
    Dem Bauer bist du egal, für ihn zählt der Preis für sein Produkt und wenn der Chinese ihm mehr zahlt wie du, dann bekommt er das Getreide und nicht du.
    Wie viel Länder dieser Erde produzieren Dinge, die sie sich selbst nicht leisten können.
    Noch besitzen unsere Freunde (USA) die Gelddruckmaschine mit der Geld gedruckt wird für die es Rohstoffe gibt, wenn die rohstoffbesitzenden Ländern mal eigenes Geld drucken und für Dollar nichts mehr hergeben ist der Moment da, indem auch du Eusobia darüber nachdenken solltest, was du zu verkauen hast und ob es die Rohstoffbesitzer gebrauchen könnten.
    V.G.

  3. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Habe die Diskussion jetzt verfolgt und denke wirklich, dass Frank ziemlich richtig liegt mit seinen fundiert durchdachten Ansichten ;-))

    Auf den Punkt gebracht heißt es jedoch, da die Gründe der Verteuerun bzw. Verknappung von Ressourcen ja hinlänglich bekannt sind, dass JEDER EINZELNE sein Konsumverhalten überdenken und ggfs. ändern sollte / muss über kurz oder lang. Da wird sich nicht mehr die Frage stellen, ob 3x Urlaub pro Jahr und teures Tanken bwz. teure Lebensmittel, sondern eben nur noch 2x Urlaub. Einsparungen in welche Richtung auch immer (und wenn es nur das Rauchen etc. ist) bewirken da schon Einiges. Leider sind wir dazu (noch) nicht bereit oder eben nur vereinzelt. Stattdessen hoffen wir darauf, dass ein guter Geist uns hilft so zu leben wie bisher . Das wird wohl nicht mehr so ganz funktionieren in Zukunft. Die Aussichten, dass wir jedes Jahr MEHR in der Tasche haben, waren wohl eine Illusion, der wir uns nur allzu gerne hingegeben haben.

    An der Teuerung komme ich als Konsument nicht vorbei. Deshalb ist es sehr müßig ständig zu lamentieren. Deshalb gibt es für mich nur eine Option --- ICH muss für MICH alltägliche Konsequenzen ziehen, auch wenn es ein Umgewöhnungsprozess ist

    Liebe Grüße
    pragma

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    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Irgendwie gräbt sich die sogenannte "Wirtschafts Lobby" gerade das Wasser ab.
    Ja, Eusebia, das denke ich auch!

    Aber das wurde ja schon lange vorausgesagt - man hat aber nicht geglaubt, was nicht sein sollte u. so weitergemacht wie bisher!

    Ich glaube im übrigen auch nicht, dass die "Verlierer" dieses "Spiels" dies alles einfach hinnehmen, zumindest nicht global, denn global gelten nicht unsere "Anstands -Regeln"

  5. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Mensch Leute, ihr müsst bei den Nachrichten mal genau zuhören und zwischen den Zeilen lesen.
    Das Öl steigt und steigt. Vor Monaten hat Putin laut darüber sinniert, das er keine neuen Kapazitäten an Ölraffinerien plant, warum auch, für seine Land reicht es und der derzeitige Erlös aus dem Ölverkauf reicht auch, der sitzt auf riesigen Dollar und Eurobergen, was soll der damit?????
    Genauso denken die Araber, warum immer mehr Öl verkaufen, wofür, die haben alles was sie brauchen, Wohlstand und satt zu essen und zutrinken, Steuerfreiheit im eigenen Land. Sie haben sich mit dem Erlösen des vergangenen Jahrzehnts eine eigene Industrie aufgebaut, sie haben mit Verstand gewirtschaftet und nicht das Geld verfressen.

    In den nächsten Jahren werden über eine Milliarde Menschen dazu kommen, die nach Produkten schreien für deren Herstellung Öl notwendig ist.
    Die Russen, Araber und Iraner müssen nur warten, die Nachfrage nach Öl steigt so gigantisch, dass die irgendwann das ÖL zuteilen werden.
    Heutiger Stand, 125$ und es geht weiter.
    Mit en Lebensmitteln wird es nicht anders werden.
    Wir denken über Tarifabschlüsse und 38 h Woche nach, wie dämlich.
    V.G.

  6. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Genau Franky, so sehe ich das auch. Du hast ALLES gesagt.

    WIR müssen bei UNS anfangen und nicht darauf hoffen, dass ANDERE dies für uns tun. Dies gilt im Kleinen genauso wie im Großen.

    Die Raffgier vieler Lobbyisten bei uns hat uns dahin gebracht wo wir jetzt sind. Wir wären technisch schon länger in der Lage, uns von dem Ölkampf zu distanzieren. Aber wer verkauft schon gerne seinen Goldesel. Insofern muss sich die Politik auch fragen lassen, warum man juristisch nicht neue innovative Motoren fördert. Stattdessen hat man die Autoindustrie noch ermuntert, möglichst viele spritfressende Jeeps zu bauen und unters Volk zu bringen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt

    Schönen sonnigen Abend noch ...

    pragma

  7. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Diesen Gedanken mit dem selbst säen und pflanzen und im Herbst ernten hatte ich gestern mit meinem Mann besprochen.

    Wir haben ja das Glück am Rande einer Kleinstadt zu leben. Eine Straße weiter beginnt der Teutoburger Wald.
    Um unser Haus gibt es viel Grund, dass aber mit Tannen bzw. einfach nur Wiese bewachsen ist.

    Hier könnten wir wirklich wieder Selbstversorger werden.
    Ich habe auch schon daran gedacht einen Kohleofen an einem unserer 3 Schornsteine anzuschließen.
    Wer weiß... Denn auf Dauer kann man sich auch bald das Heizöl nicht mehr leisten.
    Dann wird eben nur ein großer Raum im Winter beheizt.
    Das Holz liegt vor unserer Haustür...

    Ich kenne das von meinem Elternhaus.
    Auch wir hatten damals Kohleöfen, einen Gemüsegarten und statt Nutella einfach nur Zucker auf dem Brot...

    Wir gehen wirklich nicht gerade guten Zeiten entgegen...

    Da heißt es mit den vorhandenen Dingen zufrieden zu sein und nicht auf den Nachbarn zu schielen, der sich angeblich mehr leisten kann...

    Aber vielleicht reißen die Politiker ja noch das Ruder herum...

  8. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich vermische nichts ich denke, dass du die Problematik zu lokal und eng siehst.
    Deine Ausführungen machen exemplarisch deutlich wie wir dieses Problem unterschätzen und uns immer noch für den Nabel der Welt halten.
    Was nutzen dir die fleißigsten und erfolgreichsten Bauern vor der Haustür, wenn du deren Ware nicht bezahlen kannst. Dem Bauer bist du egal, für ihn zählt der Preis für sein Produkt und wenn der Chinese ihm mehr zahlt wie du, dann bekommt er das Getreide und nicht du.
    Ich kann aber was, was der Bauer nicht kann, ABER braucht.

    Ah! Wieso kann denn ein deutscher Bauer in China mehr Geld verdienen, bei den Transportkosten? War das hier in diesem Strang, das Beispiel wie die EU afrikanische Tomatenfarmer mit subventionierten Tomaten platt macht? Müsste DER REELLE Preis in aufgerufen werden lägen die EU Tomaten bei über 0,50 Cent, die einheimischen bei 0,38 Cent. Wie lange meinst du machen diese afrikanischen BAuern das noch mit? Nicht mehr lange, denn sie haben keinen! Vorteil von den Verträgen die ihre Regierungen unterschreiben um sich dann die Kredite in die Tasche zu stecken.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie viel Länder dieser Erde produzieren Dinge, die sie sich selbst nicht leisten können.
    Noch besitzen unsere Freunde (USA) die Gelddruckmaschine mit der Geld gedruckt wird für die es Rohstoffe gibt, wenn die rohstoffbesitzenden Ländern mal eigenes Geld drucken und für Dollar nichts mehr hergeben ist der Moment da, indem auch du Eusobia darüber nachdenken solltest, was du zu verkauen hast und ob es die Rohstoffbesitzer gebrauchen könnten.
    V.G.
    Weißt du um uns Deutsche mache ich mir da eh keine Sorgen, wir haben noch immer "unsere" Geschäfte gemacht, notfalls eben mit den bösen Mullahs im Iran und die wollen eh mit Euro zahlen. Du siehst, ich bin in meiner "Denke" durchaus flexibel.

  9. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mensch Leute, ihr müsst bei den Nachrichten mal genau zuhören und zwischen den Zeilen lesen.
    Das Öl steigt und steigt. Vor Monaten hat Putin laut darüber sinniert, das er keine neuen Kapazitäten an Ölraffinerien plant, warum auch, für seine Land reicht es und der derzeitige Erlös aus dem Ölverkauf reicht auch, der sitzt auf riesigen Dollar und Eurobergen, was soll der damit?????
    Genauso denken die Araber, warum immer mehr Öl verkaufen, wofür, die haben alles was sie brauchen, Wohlstand und satt zu essen und zutrinken, Steuerfreiheit im eigenen Land. Sie haben sich mit dem Erlösen des vergangenen Jahrzehnts eine eigene Industrie aufgebaut, sie haben mit Verstand gewirtschaftet und nicht das Geld verfressen.

    In den nächsten Jahren werden über eine Milliarde Menschen dazu kommen, die nach Produkten schreien für deren Herstellung Öl notwendig ist.
    Die Russen, Araber und Iraner müssen nur warten, die Nachfrage nach Öl steigt so gigantisch, dass die irgendwann das ÖL zuteilen werden.
    Heutiger Stand, 125$ und es geht weiter.
    Mit en Lebensmitteln wird es nicht anders werden.
    Wir denken über Tarifabschlüsse und 38 h Woche nach, wie dämlich.
    V.G.
    Die Tarifabschlüsse haben aber damit etwas zu tun, wie sich was wohin entwickelt.

    Die globale Frage ist und bleibt was machen die Reichen mit dieser Unmenge an Hungerleidern???
    Die es nebenbei bemerkt auch in Saudi Arabien gibt, oder in Russland, und wir reden hier nicht von alten Mütterchen!

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