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  1. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Für uns in Europa heißt das z.B.: weniger Fleisch essen, saisonal und regional ernähren, sehr viel mehr Energie einsparen, als das heute der Fall ist und alle Anstrengungen zur Erforschung alternativer Energiequellen unternehmen. Darüberhinaus die Entwicklungsländer darin unterstützen, eine nachhaltige Landwirtschaft mit kleinbäuerlichen Strukturen zu entwickeln.
    Es gibt wirklich viel zu tun - packen wir es an!
    Ja, Alinaluna: dies ist der einzige Weg, wirklich!

    Wenn wir dies nicht anpacken werden wir was erleben, was die Welt in ihren Grundfesten erschüttern wird, hört sich dramatisch an u. ist es auch

    Was die Touristen an den Stränden aus dem Meer fischen, sind die Vorboten einer Massenflucht in Gebiete die eine Hoffnung auf Überleben verheißen! Sorry, ich weiß, solche Posts sind nicht angenehm zu lesen!

  2. gesperrt

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    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Kalina, wie recht Du doch hast . Ist den Menschen die heute Kinder haben eigentlich bewußt, oder wollen sie sich eigentlich bewußt machen, was sie diesen einmal hinterlassen?

  3. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Aminata
    Ist den Menschen die heute Kinder haben eigentlich bewußt, oder wollen sie sich eigentlich bewußt machen, was sie diesen einmal hinterlassen?
    Wie gut, daß unsere Eltern und Eltern-Eltern und Eltern-Eltern-Eltern und .... so verantwortungsvoll mit ihrer Zukunft umgegangen sind.

  4. gesperrt

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    AW: Lebensmittel immer teurer

    Jetzt planen die Milchbauern einen Lieferboykott. Kann man es ihnen verdenken?

    Milchbauern drohen mit Lieferboykott
    Landwirte in Sachsen-Anhalt wollen ihre Produkte verschenken

    Aus Protest gegen die Preissenkung für Milch in den Supermärkten drohen die deutschen Milchbauern mit einem Lieferboykott ab Mitte Mai. Die Landwirte in Sachsen-Anhalt wollen ihre Milchprodukte gar verschenken. Derweil prüft das Kartellamt mögliche Absprachen.

    In einer Abstimmung unter den rund 33.000 Mitgliedern des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) sprachen sich 88 Prozent der Teilnehmer für ein Lieferboykott aus. Das bestätigte BDM-Geschäftsführer Thorsten Sehm in Freising. Die Kühlregale des Einzelhandels könnten dann leer bleiben: "Wir rechnen uns eine schnelle Wirkung aus." Zahlreiche Bauern protestierten erneut vor Supermärkten gegen die deutliche Preissenkung für Milch und Milchprodukte.
    Lieferboykott wäre einmalig

    Einen bundesweiten Lieferboykott der Milchbauern gab es noch nie. In einem solchen Fall würde dem Einzelhandel schnell die Frischmilch ausgehen, erwartet der BDM. Ein regionales Lager fasse Milchvorräte für eineinhalb Tage, sagte Geschäftsführer Sehm. Die Milch würden die Bauern dann an ihre Tiere verfüttern oder in die Gülle schütten. Die meisten Mitglieder hat der BDM in Bayern. Möglich ist dem Verband zufolge sogar eine europaweite Aktion: "Wir wollen das europaweit koordinieren", sagte der BDM-Vorstandsvorsitzende Romuald Schaber. Der BDM ist Mitglied im europäischen Verband European Milk Board. Die Situation der Milchbauern sei überall gleich, ob in den Niederlanden, in Frankreich, Österreich, Italien oder Spanien: Aktuell wird viel Milch produziert, der "hochkonzentrierte Einzelhandel" kann in seinen Verhandlungen mit den Molkereien deshalb drastische Preissenkungen durchsetzen.

    Infobox
    Milchpreise

    Der BDM fordert einen Preis von 43 Cent pro Liter Milch. Im März zahlten die Molkereien nach seinen Angaben zwischen 30 und 40 Cent. Beim Discounter kostet der Liter frische Vollmilch seit Montag nur noch 61 Cent, zwölf Cent weniger als noch in der vergangenen Woche. Auch viele Milchprodukte sind billiger geworden.
    Die Milchbauern aus Sachsen-Anhalt wollen aus Protest am kommenden Dienstag ihre Produkte demonstrativ verschenken. "Wir wollen keine Milch wegkippen, dafür ist sie uns zu wertvoll", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin des Landesbauernverbandes, Susanne Brandt, in Magdeburg. "Wir werden beispielsweise Butter an verschiedenen Standorten verschenken." Die Aktion solle flächendeckend in Sachsen-Anhalt laufen. Ziel sei, mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen und darüber zu informieren, dass die Preissenkungen im Handel zugleich die Bauern ruinierten.

    Proteste in verschiedenen Ländern

    Der BDM wirft den Molkereien vor, die Zusammenarbeit mit den Bauern zu verweigern. Nur gemeinsam könnten sie die Produktion der Milch an der Nachfrage ausrichten und so stabile Preise erzielen, sagt Schaber. Der BDM habe den Molkereien ein Ultimatum bis zum 2. Mai für Nachverhandlungen über den Milchpreis gesetzt. Dann werde der BDM noch bis Mitte Mai abwarten, wenn die Molkereien ihre Auszahlungspreise bekanntgeben. Sollte sich das Niveau in "Richtung 30 Cent pro Liter bewegen, ist das nicht akzeptabel", sagte Schaber. Dann würde das Lieferboykott beschlossen.

    Milchbauern protestierten am Mittwoch in Stuttgart vor Supermärkten, in den kommenden Tagen sollen nach Angaben des Bauernverbandes (DBV) Proteste in Mecklenburg-Vorpommern und in Nordrhein-Westfalen folgen. Die größte deutsche Supermarkt-Kette Edeka ist der Konkurrenz unterdessen gefolgt und hat die Preise für Milchprodukte gesenkt. Der Rückgang sei "im Rahmen des Wettbewerbs" erfolgt, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Hamburg. Ein Liter frische fettarme Milch kostet aktuell 0,54 Cent. Begründet wird der Rückgang in einer Anzeige mit den deutlich gesunkenen Milchpreisen auf dem Weltmarkt. "Für Edeka ist es selbstverständlich, die niedrigeren Einkaufspreise direkt an die Kunden weiterzugeben." Die Discounter Aldi und Lidl sowie die Supermarktkette REWE hatten am Montag den Preis für einen Liter frische Vollmilch von 73 auf 61 Cent gesenkt.

    Der Streit um die Milchpreise beschäftigt jetzt auch das Bundeskartellamt. Die Wettbewerbshüter prüfen nach eigenen Angaben, ob ein Verfahren wegen Preisabsprachen eingeleitet werden muss. Der Bauernverband hatte sich wegen der drastischen Preissenkungen im Einzelhandel an die Behörde gewandt.

    Quelle:http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/...227777,00.html

  5. gesperrt

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    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Länderspiegel jetzt: Münchener Tafel werden die Lebensmittel knapp. Schaut es wer oder hat es jemand gesehen? Falls ja, was soll man dazu noch sagen?

  6. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Aminata
    Länderspiegel jetzt: Münchener Tafel werden die Lebensmittel knapp. Schaut es wer oder hat es jemand gesehen? Falls ja, was soll man dazu noch sagen?
    In der ZDF Mediathek kann man sich das anschauen.

  7. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Aminata
    Länderspiegel jetzt: Münchener Tafel werden die Lebensmittel knapp. Schaut es wer oder hat es jemand gesehen? Falls ja, was soll man dazu noch sagen?
    Dass es keine Versicherung gibt, dort volle Lager zu haben, da das ganze auf Freiwilligkeit beruht.

  8. Inaktiver User

    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Link

    29. April 2008 Die Diskussion über die Rolle der Finanzinvestoren beim Anstieg der Nahrungsmittelpreise wird zunehmend lebhafter geführt. Am Dienstag protestierten Anhänger des globalisierungskritischen Netzwerkes Attac vor einer Filiale der Deutschen Bank in der Frankfurter Innenstadt gegen die Spekulation mit Agrarrohstoffen.
    Dass ausgerechnet die Deutsche Bank als Symbol für die "Geschäftemacherei mit dem Hunger" herhalten musste, hatte sie dabei selbst provoziert. Während die Branche normalerweise sehr darauf bedacht ist, eine Schuld der Finanzinvestoren an den steigenden Nahrungsmittelpreisen zu widerlegen, stieß die Deutsche Bank Bäckereikunden in den vergangenen Wochen mit der Nase darauf. Auf Brötchentüten warb sie für einen "Agriculture Euro Fonds" mit dem Slogan: "Freuen sie sich über steigende Preise?"

    „Freuen sie sich über steigende Preise?“
    Zwar hat die Bank diese Werbeaktion mittlerweile eingestellt. Im Internet versucht Deutsche Bank X-Markets, der Spezialist für strukturierte Geldanlageprodukte, jedoch immer noch mit dieser Strategie um Privatanleger zu werben. Unter der Überschrift „Attraktive Perspektiven" weist die Bank auf die Vorteile einer „signifikant steigenden Weltbevölkerung" und „historisch niedriger Lagerbestände an Agrarrohstoffen" für das eigene Vermögen hin.

    Während sich die Attac-Aktivisten über die „Steilvorlage" freuten und sich medienwirksam über den „blanken Zynismus" dieser „skandalösen Werbung" angesichts von Hungerrevolten in Haiti, Bangladesch und Westafrika ärgerten, zeigte der Protest erste Wirkung: Ein Kunde der Deutschen Bank ärgerte sich so sehr über die ungeschickte Kampagne, dass er sein Konto bei der Deutschen Bank sofort kündigte. Auch wenn das ein Einzelfall sein mag - immer mehr Menschen reagieren empfindlich auf die Idee, dass der Hunger der Einen den Gewinn der Anderen begünstigen könnte.

    Über die vergangenen drei Jahre haben sich die Weltmarktpreise für Weizen, Reis, Mais und Sojabohnen mehr als verdoppelt. Das lockte auch Spekulanten auf diese Märkte, die an physischen Lieferungen eigentlich gar kein Interesse haben. Waren dies zunächst vor allem wenig regulierte Hedge-Fonds, so hat sich die Investorenbasis inzwischen deutlich verbreitert. Seit etwa einem halben Jahr wird auch deutschen Privatanlegern aktiv der Markt für Agrarrohstoffe als Anlagethema angeboten. Der größte deutsche Anbieter von Publikumsfonds, DWS Investments, ist schon mit einem entsprechenden Aktienfonds auf dem Markt.

    Rufe nach internationaler Regulierung
    Andere bekannte Investmentgesellschaften wie etwa Allianz Global Investors stehen in den Startlöchern. Allerdings investieren diese Aktienfonds zumeist in Unternehmen, die einen Beitrag zu einer größeren Effizienz der Landwirtschaft und damit auch zu einer besseren Versorgung der Bevölkerung in den Schwellenländern leisten. Insofern tragen sie eher zur Lösung des Problems der hohen Preise für Agrarrohstoffe bei und nicht zur Verschärfung.
    Direkten Zugang zur Spekulation auf steigende Rohstoffpreise bekommen Privatanleger im Normalfall über Anlagezertifikate oder passiv geführte Fonds wie den in die Kritik geratenen „Agricultural Euro" der Deutschen Bank. Diese Anlageprodukte basieren zumeist auf einem Index, der die Preisentwicklung der zugrunde liegenden Rohstoffe nachvollzieht. Der Agrarrohstoff-Fonds aus der Investmentbankabteilung der Deutschen Bank vollzieht beispielsweise die Wertentwicklung eines hauseigenen db Agriculture Euro Index nach, der sich aus sieben der weltweit wichtigsten Nahrungsmittel zusammensetzt. In einer historischen Simulation legte dieser Index seit Anfang 2002 jährlich um gut 12 Prozent zu.
    Die Gegner der Rohstoffinvestments fordern, „die wilde Spekulation" müsse durch internationale Regulierung beendet werden. Wie diese Regulierungen aussehen sollen, vermochte Jutta Sundermann vom Attac-Agrarnetz jedoch nicht näher zu spezifizieren. Sie verweist auf das vermeintliche Allheilmittel einer Börsenumsatzsteuer. Zu der Frage, woher die dringend notwendigen Investitionen in die Agrarindustrie stammen sollen, wenn nicht von Finanzinvestoren, vermochte Sundermann ebenfalls nichts zu sagen.


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    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Lest ihr manchmal Zeitung oder interessiert ihr euch für Weltpolitik, mal ein klitzekleines bisschen?
    Da dürfte es euch sicher nicht verborgen geblieben sein, dass der Wohlstand WELTWEIT Einzug hält.
    So sieht's aus. Wir glauben immer noch, es sei unser angestammtes Recht, günstig Lebensmittel zu erwerben, die schlechten und zum Teil schlichtweg unwürdigen Lebensbedingungen der Produzenten haben uns bislang doch auch nicht interessiert.
    Lebensmittel sind unverzichtbar, wir benötigen sie, da steckt nicht von ungefähr das Wort 'Leben' drin, sie sind ein wichtiges und wertvolles Gut, davon abgesehen ist Obst und Gemüse zu kaufen ein Phänomen der letzten 30 Jahre. Zuvor hatten selbst Mietshäuser einen großen Garten, damit jede Familie selbst anbauen konnte, weil sie es sich gar nicht leisten konnten, das alles im Laden zu erwerben, so sind auch die Kleingärten/Schrebergärten entstanden. Heute sieht man überall nur noch Rasen und Zierpflanzen, weil die Preise der Discounter so günstig sind, dass es es nicht notwendig ist, Zeit und Energie für die Selbstversorgung zu verwenden.
    Die Zeiten ändern sich, vielleicht sollte man aus den Rasenflächen wieder Beete erstellen und sich daran erfreuen, im Sommer zu ernten und für den Winter einzufrieren oder zu trocknen? Das schafft Unabhängigkeit, wir müssten nur unsere Bequemlichkeit einschränken oder endlich akzeptieren, dass Nahrung käuflich nur teuer zu haben ist.

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    AW: Lebensmittel immer teurer?

    Zitat Zitat von Sehnsuchtsvolle
    Heute sieht man überall nur noch Rasen und Zierpflanzen, weil die Preise der Discounter so günstig sind, dass es es nicht notwendig ist, Zeit und Energie für die Selbstversorgung zu verwenden.
    Die Zeiten ändern sich, vielleicht sollte man aus den Rasenflächen wieder Beete erstellen und sich daran erfreuen, im Sommer zu ernten und für den Winter einzufrieren oder zu trocknen? Das schafft Unabhängigkeit, wir müssten nur unsere Bequemlichkeit einschränken oder endlich akzeptieren, dass Nahrung käuflich nur teuer zu haben ist.
    Das bedingt aber, dass wir auch die alte Arbeitsteilung wieder haben: Frauen bleiben zu Hause, Männer gehen arbeiten. Denn wenn beide voll berufstätig sind, wird das mit dem gärtnern, ernten, einkochen kaum zu schaffen sein.
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    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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