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  1. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    zu nadine@

    man kann die standards frueherer zeiten nicht als masstab fuer heute verwenden. armut definiert sich immer in relation zur allgemeinen wirtschaftlichen situation und danach, ob es einem die fianziellen mittel erlauben, einen als normal geltenden lebensstandard aufrechtzuerhalten. diese "normalitaet" wird von immer mehr menschen nicht oder nur noch gerade so und mit grosser muehe erreicht. das war frueher nicht so. wer wirklich wollte, der bekam meist auch arbeit. und sofern es sich um einen vollzeitjob handelte, konnte man sich in aller regel davon auch einen normalen lebensstandard leisten. heute ist das sehr viel schwerer geworden. einen vollzeitjob zu haben, heisst nicht, dass man davon auch leben kann. dass der lebensstandard generell angestiegen ist, aendert daran wenig. wenn man in einer geschossbauwohnung lebt, die vor 40 jahren mal als ganz modern galt, in die aber heute kaum noch jemand einziehen wuerde, so nuetzt der vergleich mit vergangenen tagen wenig.
    Seit man vom Kinderschutzbund vor ca. 2 Jahren in einer Pressemitteilung verbreitete, dass es ein Zeichen von Armut in Familien sei, dass Kinder sich Kinderzimmer teilten, bin ich bei der Betrachtung relativer Armut in diesem Land mehr als skeptisch, wobei das nur eins von vielen Beispielen ist.

    Gruss

    vita

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    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von otto42
    Das alles hier hat mit wahrer Kinderarmut nichts zu tuen! Fahrt nach Rumänien oder in den Kosovo oder nach Äthiopien und schaut euch mal die wahre Kinderarmut an!
    eine sehr bequeme sichtweise, mit der sich ueber die misstaende im eigenen land leicht hinwegtaeuschen laesst.

  3. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    eine sehr bequeme sichtweise, mit der sich ueber die misstaende im eigenen land leicht hinwegtaeuschen laesst.
    So lange wirtschaftliche Missstände und Bildungsunwillen mit den jeweiligen Folgen in einen Topf geworfen werden, sollte man sich vielleicht zunächst einmal an die Analyse machen, bevor man die Schuldigen mit dem Stichwort "Armut" behängt.

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    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Seit man vom Kinderschutzbund vor ca. 2 Jahren in einer Pressemitteilung verbreitete, dass es ein Zeichen von Armut in Familien sei, dass Kinder sich Kinderzimmer teilten, bin ich bei der Betrachtung relativer Armut in diesem Land mehr als skeptisch, wobei das nur eins von vielen Beispielen ist.

    Gruss

    vita
    wurde das wirklich so pauschaliert dargestellt? wie sehr ein kind ein eigenes zimmer braucht, ist m. e. stark altersabhaengig. zwei kleinkinder in ein mittelgrosses zimmer - das ist voellig okay. bei der 16jaehrigen tochter, die mit dem 13jaehrigen bruder das zimmer teilen muss, sehe ich das ganz anders.

  5. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    wurde das wirklich so pauschaliert dargestellt? wie sehr ein kind ein eigenes zimmer braucht, ist m. e. stark altersabhaengig. zwei kleinkinder in ein mittelgrosses zimmer - das ist voellig okay. bei der 16jaehrigen tochter, die mit dem 13jaehrigen bruder das zimmer teilen muss, sehe ich das ganz anders.
    Ja, wurde es und ich habe mich damals sehr aufgeregt und auch noch ein Interview zum Thema Kinderarmut damals speziell wegen dieser zuvor gelesenen Bemerkung verfolgt.

    Die Definition von Armut variiert je nach verlautbarender Stelle und werden zum Teil sogar über die Jahre erheblich modifiziert.

    Es geht nicht um solche Feinheiten, sondern scheinbar darum, dass sich eine Familie mit drei Kindern keine 5 - 6 Zimmer-Wohnung leisten kann, was aber auch vor diversen Jahren kaum der Fall gewesen sein dürfte. Das nenn ich eine sehr heftige Verzerrung des Armutsbegriffs, die aber in anderen Bereichen auch zu finden ist.

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    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    So lange wirtschaftliche Missstände und Bildungsunwillen mit den jeweiligen Folgen in einen Topf geworfen werden, sollte man sich vielleicht zunächst einmal an die Analyse machen, bevor man die Schuldigen mit dem Stichwort "Armut" behängt.
    armut ist armut, ob selbst verschuldet oder nicht. und zu den misstaenden gehoeren natuerlich nicht nur wirtschaftliche probleme, sondern auch das bilden von unterschichten und vor allem einer gewissen unterschichtsmentalitaet.

  7. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    armut ist armut, ob selbst verschuldet oder nicht. und zu den misstaenden gehoeren natuerlich nicht nur wirtschaftliche probleme, sondern auch das bilden von unterschichten und vor allem einer gewissen unterschichtsmentalitaet.
    Nun ja, das scheint selbst in Sozialwissenschaftler-Kreisen umstritten. Aber wenn Du das alles unter einen Punkt subsummieren magst, sollte das wohl so sein.

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    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es geht nicht um solche Feinheiten, sondern scheinbar darum, dass sich eine Familie mit drei Kindern keine 5 - 6 Zimmer-Wohnung leisten kann, was aber auch vor diversen Jahren kaum der Fall gewesen sein dürfte. Das nenn ich eine sehr heftige Verzerrung des Armutsbegriffs, die aber in anderen Bereichen auch zu finden ist.
    von solchen masslosen uebertreibungen halte ich auch nichts. das ist kontraproduktiv und erweckt vielerorts den eindruck, als sei das armutsproblem nur herbeigeredet.

  9. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    von solchen masslosen uebertreibungen halte ich auch nichts. das ist kontraproduktiv und erweckt vielerorts den eindruck, als sei das armutsproblem nur herbeigeredet.
    Da der Begriff seit einigen Jahren inflationär benutzt wird und jegliche Versuche der Differenzierung mit Floskeln wie Deiner: "Armut ist Armut" beantwortet werden, kann man da wohl kaum drüber diskutieren.

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    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Da der Begriff seit einigen Jahren inflationär benutzt wird und jegliche Versuche der Differenzierung mit Floskeln wie Deiner: "Armut ist Armut" beantwortet werden, kann man da wohl kaum drüber diskutieren.
    ich schrieb "armut ist armut, ob selbst verschuldet oder nicht". wenn man natuerlich den zweiten teil des satzes weglaesst, ist's wirklich nur noch eine bedeutungslose floskel, da eruebrigt sich jede diskussion.

    es gibt aber auch offizielle definitionen der armut, die eher geringfuegig voneinander abweichen und mit denen sich auch arbeiten laesst.

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