Ich möchte engagiertere Lehrer. Lehrer die nicht nur Noten verteilen. Setzen sechs. In Bayern gibt es ja seit ein paar Jahren das G8. Ich kann gar nicht sagen, wie grauenhaft ich das finde. Es wurde einfach ein Gesetz geschaffen, ohne vorher die Lehrpläne neu zu überdenken. Leidtragende sind hier auch wieder die Kinder, das Lernpensum ist immens, zumal die Bayern ja auch Streber bei der PISA Studie sein wollen.
Ich wünsche mir personell besser ausgestattet Kitas und Erzieherinnen, die angemessen bezahlt werden (meiner Meinung werden diese viel zu schlecht bezahlt und zu wenig gesellschaftlich anerkannt).
Ich wünsche mir kostenloses Mittagessen an Hort oder Schule. Ich wünsche mir bessere Berufsberatungen, kostenlosen Musikunterricht, kostenlosen Sportunterricht und zwar für alle Kinder. Egal, ob arm oder reich.
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22.05.2008, 15:12Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
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22.05.2008, 15:13Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Schön und zu den Zeiten als Wünschen noch half, wäre das eine tolle Idee. Ich vermute aber mal, dass Deine Wünsche nicht in Erfüllung gehen. Jedenfalls gehe ich davon aus, dass mein Kind in 8 Jahren seinen Schulabschluß hat (wenn alles gut geht) und sich an den Strukturen nichts weiter geändert hat.
Zitat von Inaktiver User
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22.05.2008, 15:54Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@Vita
das Wort "aufwärmen" verwende ich nicht gerne, es hat einen abqualifizierenden Beigeschmack und wird häufig da eingesetzt, wo Ideen vom Tisch gewischt werden sollen, die nicht die schlechtesten sind.
Aber ich will das Thema Grundsicherung wegen des Zeitaufwandes nicht nochmals aufrollen und weil es vermutlich nichts weiterbringt; die Politik wäre am Zug, jedoch getraut sich niemand, das heisse Eisen anzufassen und solange Leute wie Zumwinkel als Einzeltäter herausgestrichen werden, muss auch über Verschwendung am falschen Platz nicht diskutiert werden.
In dem von dir verlinkten Bericht fällt mir sofort der Vergleich der Armut mit Armut in anderen Ländern auf.
Dieser Vergleich ist nur dann zulässig, wenn sämtliche Lebenshaltungskosten mit verglichen werden.
Nun ist mir nicht ganz klar, woraus sich die 2200,-- Euro für ein Ehepaar mit zwei Kindern zusammensetzen.
In Österreich wäre das Arbeitslosengeld, Sozialhilfeaufstockung, diverse Erleichterungen bei Miete und Telefon, und Familienbeihilfe.
Die Mieten in Wien belaufen sich für Durchschnittswohnungen von etwa 80m2 in Durchschnittslage auf € 700,-- bis € 1000,--, die Mitbeihilfe abgerechnet, bleiben einer Familie mit 2 Kindern im Durchschnitt € 1400,-- bis 1500,-- zum Leben.
Verhungern müssen die ja nicht gerade, und besser als in Ghana ist es schon.
Aber wenn jemand, der unter € 5000,-- mtl. vermutlich nicht seinen PKW besteigt, davon redet, dass man mit € 900,-- nicht arm ist, dann wünsche ich dem von Herzen, davon mal zwei Jahre in einer Stadt leben zu müssen.
Wie schon gesagt, Gerechtigkeit wird es kaum je irgendwo geben, aber so zu tun, als wäre eh alles in Butter, ist die grösste Chuzpe. Und die beste Ausrede für totale Unbeweglichkeit.
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22.05.2008, 15:57Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@Colonna,
ich wollte nicht die Ideeen vom Tisch wischen, denke aber, dass wir auch nach der Zeit keinen Konsens erzielen werden.
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22.05.2008, 16:03Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Schade, dass ich keine Zeit habe, ich bin überzeugt, ich könnte dich überredenich wollte nicht die Ideeen vom Tisch wischen, denke aber, dass wir auch nach der Zeit keinen Konsens erzielen werden.
schon deshalb, weil du den Ideen drei e verschaffst
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22.05.2008, 16:08Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Du siehst, ich bin zu abgelenkt. Andere haben Feiertag und hier ist keine Ruhe rein zu kriegen - ich sollte nicht weiterhin versuchen Multitaskingfähigkeit unter Beweis zu stellen
Zitat von Inaktiver User
Hab einen schönen Tag
vita
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22.05.2008, 19:33Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Das Sein ändert das Bewußtsein. Ich bleib dabei, wenn es uns nicht gelingt, ausgegrenzte Kinder in einem so reichen Land wie unserem zu integrieren und zu unterstützen, dann finde ich das ...arm...
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22.05.2008, 19:45Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@lorenaDas Sein ändert das Bewußtsein
Den Satz unterstreiche ich!
Jedoch können nur Taten etwas Grundlegendes ändern, nicht Ratschläge.
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22.05.2008, 21:26Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Der Artikel stammt von:
Zitat von Inaktiver User
Dazu einige Links von mir.Johann Eekhoff ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln und war von 1991 bis 1994 Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft. Eekhoff ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).
Wiki
INSMwatch
Die Zeit über INSM, aus 2005
Nachdenkseiten
Hieraus ein Auszug :
Der Spiegelfechter geht ausführlich auf den Sternartikel ein, hat auch Zahlenmaterial und ein, wie ich finde, völlig richtiges Fazit:Das ist zumindest der Eindruck, den der alte INSM-Haudegen Johann Eekhoff im STERN zu vermitteln versucht. Eekhoff war zu Zeiten der Wiedervereinigung Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und auch damals schon ein kompromissloser Verfechter neoliberaler Standpunkte.
Im Stern „darf“ Eekhoff seine Thesen zum Armutsbereicht kundtun – ohne das der Leser groß darauf hingewiesen wird, dass Eekhoff kein Wissenschaftler ist, der sich um Objektivität bemüht, sondern ein einflussreicher Sprecher und Lobbyist einer arbeitgebernahen PR-Agentur ist, deren politische Ziele er medial aufbereitet. Dies ist ganz im Stil der INSM, die immer versucht den Unterschied zwischen dem redaktionellen Teil eines Mediums zu verwischen und den Anschein zu erwecken, ihre Mietfedern und Mietmäuler verträten einen objektiven wissenschaftlichen Standpunkt.
Zitat aus dem Stern:Der Staat soll also alles tun, um niedrig bezahlte Arbeit zu subventionieren, um zu verhindern, dass die Betroffenen die Möglichkeit bekommen, in die Sozialsysteme einzuzahlen, anstatt aus ihnen bezahlt zu werden? Welch perfide Logik. Es fehlt in Eekhoffs Propagandatext im STERN der Hinweis auf das eigentliche Motiv seines Beitrags – die Wirtschaft hätte gerne staatlich subventionierte Billigarbeitskräfte, die auch ruhig arm sein dürfen. Wer am Rande des Existenzminimums lebt, ist leicht klein zu kriegen. Der Staat – und das sind die Leser Eekhoffs – bezahlt schließlich diese arbeitenden Armen, während Eekhoffs Finanziers mitten in Europa asiatische Hungerlöhne zahlen können.
„In jedem Fall muss die Gesellschaft verlangen, dass jeder Bürger seinen Lebensunterhalt so weit wie möglich selbst verdient - auch wenn ergänzende soziale Hilfen in Anspruch genommen werden müssen. Andernfalls ist die soziale Sicherung nicht zu bezahlen.“
Geändert von Inaktiver User (22.05.2008 um 21:32 Uhr)
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23.05.2008, 10:22Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@Eusebia
Wie wäre es dann mit dem Artikel?
Gruss zum Wochenende
vita


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