Den Aufschrei möchte ich aber nicht ins Ohr bekommen, wenn der Staat die Mittelstandsideale auf die Art an die Unterprivilegierten weiter gibt, indem er ihnen in die Erziehung greift.Zitat von Inaktiver User
Das widerspricht zum einen unserem Grundgesetz und zum anderen wohl dem, was sich in Parlament und Bevölkerung durchsetzen läßt.
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22.05.2008, 13:54Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
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22.05.2008, 14:06Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Wieso? Es sind ja nur Angebote. Es wird ja keiner gezwungen, diese anzunehmen. Und wer sagt denn, dass die Kinder enteignet werden. Heißt es nicht so schön "zur Erziehung eines Kindes benötigt man ein ganzes Dorf"? Was ist denn die Alternative. Die Alternative sind Ghettos von Transferempfänger und polizeibewachte Viertel von Leistungsträger.
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22.05.2008, 14:15Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Die Angebote existieren bereits zum großen Teil.
Zitat von Inaktiver User
Welchen Grund sollten aber Eltern haben, andere in ihre Erziehung reinreden zu lassen?
Wir waren doch schon an dem Punkt, hatte ich den Eindruck, dass es verschiedene Ideen von Familie, Erziehung, Zusammenleben gibt und die der Familien, die unserer Meinung nach Hilfe brauchen, nicht unsere sind.
Die Hilfe brauchen sie aber nur, wenn sie dahin kommen sollen, wo wir sie haben wollen - richtig?
Für viele ist das scheinbar kein Problem, wegen dem sie Hilfe von Aussen annehmen und verordnen kann man sie kaum.
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22.05.2008, 14:18Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Nicht bös sein, Vita, "Standart" gefällt mirKinder aus den Familien, wenn sie nicht unserem Standart entsprechen?
(da du weisst, wie frau's schreibt, glaube ich) ich sehe es als Freudsche Fehlleistung: unsere Stand-Art!
Vielleicht wolltest du wirklich sagen, dass sie nicht so dastehen, wie wir, so gefestigt, so gesichert, so von sich selbst überzeugt?
Nun jedenfalls, es gäbe genügend Lösungen für die Malaise der vielen Arbeitslosen, der Unterschicht-Kinder, etc, es bräuchte nur Gesetze, die nicht durch drohende (und am Ende doch durchgeführte) Unternehmens-Abwanderungen aufgeweicht werden.
Denn, wie sich zeigt, wandern Lebensmittelsupermärkte auch nicht ab, einfach deshalb, weil sie hier ihre Waren verkaufen, anderswo gibt's schon Geschäfte, die meist sogar billiger sind.
Da Zauberwort heist: Grundsicherung statt Sozialfürsorge.
Nur leider wird das keine konservative Regierung durchsetzen, und auch keine, die ein sozialdemokratisches Mäntelchen über dem konservativen Anzug trägt. Und deren Zigarrenraucher einen neuen Job bei ihrem besten Freund Putin finden.
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22.05.2008, 14:25
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
stimmt. da entwickelt sich im laufe der zeit ein ganz eigenes werte- und normensystem, waehrend die orientierung an der mitte nicht oder immer weniger stattfindet.
Zitat von Inaktiver User
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22.05.2008, 14:31Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
nein, bin in keinem Fall böse, Colonna, :
War einfach nur schlurig.
Was ich meinte war vielmehr, dass wir anderen Menschen nicht unsere Werte als das allein seelig machende verkaufen können. Ich habe vor einiger Zeit mal einen Teil von Super-Nanny geschaut und war entsetzt, wie manche Menschen Familie leben. Für die abgebildeten Menschen schien das lange normal zu sein und die Vorschläge zur Änderung kamen nicht gut an.
Das meine ich.
Ich habe über die Grundsicherung einiges gelesen und mit Verlaub, wir haben sie doch. ALG II ist doch die Grundsicherung, die jedem zusteht.
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22.05.2008, 14:48Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
[QUOTE=Inaktiver User]Die Angebote existieren bereits zum großen Teil.[QUOTE=Inaktiver User]
Sicher. Ein Mitarbeiter vom Jugendamt "betreut" vielleicht 150 Familien (vermute ich). Angeboten wird es, aber wie sieht die Betreuung denn aus? Haupt-, Realschulen und Gymnasien gibt es auch. Aber wie sieht das Lehr(er)angebot denn dort aus? Angebote an guten Privatschulen, Kitas, Nachhilfe, Musikunterricht, Sport gibbet auch, wenn man Geld hat. Stimmt. Hat man aber keins, schaut man in die Röhre, weil es nicht kostengünstig oder kostenlos ist.
Wie refinanzieren sich eigentlich die Transferempfänger, wenn es keine Transfereinzahler mehr gibt?
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22.05.2008, 14:52Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Zitat von Inaktiver User
Du möchtest mehr Lehrer? Bessere Kitas? Grundsätzlich oder nur für Menschen mit familiären Problemen?
Übrigens können Kinder aus solchen Familien kostenlos als Maßnahme des Jugendamtes in sehr gute Ganztagskitas untergebracht werden. Bei uns waren es ca. 10 %, die aus dieser Richtung kamen.
Wieso soll es keine Transfereinzahler mehr geben? Letztes Jahr betrug die Summe der Transferleistungen 700 Mio Euro in Deutschland und die wurden nur von den Einzahlern zusammen getragen.
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22.05.2008, 15:04Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@Vita
Das ALG II meine ich nicht, das ist ganz etwas anderes.
Über Grundsicherung wurde hier schon mal diskutiert, deshalb will ich das Ganze nicht wieder aufrollen, wäre zu lange, zu kompliziert, zu zeitraubend.
Kurz gesagt: Grundsicherung vom Baby bis zum Opapa, Wegfallen von Familienbeihilfen, Renten, etc., Abrechnung durch die Finanzämter, Zuverdienstmöglichkeiten, steuerliche Vereinfachung von Erwerbssteuern in Grundsicherungsbeiträge, etc.
Kein aufgeblähter Sozialapparat, der ineffizient und teuer arbeitet, usw.
Zu den von dir angeführten und den Betroffenen abgelehnten Vorschlägen (ich kenne die angesprochene Sendung nicht):
Es sind Erwachsene (nehme ich an), die ihr Leben nicht ändern, nicht verbessern konnten, wie sollten sie Vorschläge annehmen können? Sie schaffen das nicht, selbst wenn wir das noch so sonderbar, unvernünftig und vielleicht sogar dumm finden.
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22.05.2008, 15:07Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
@Colonna
diese Debatte brauchen wir nicht aufwärmen. Ich sehe nur keinen Vorteil, weshalb ich die Grundsicherung ablehne. Aber egal.
Hier noch ein Artikel, den ich noch ganz interessant in der Diskussion um Armut empfand.
Gruss
vita


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