Antworten
Seite 11 von 35 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 341
  1. User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Und Du meinst, dass das so neu wäre? Selbst zu meiner Schulzeit - lang, lang ist es her - gab es die Menschen, die Schuhe trugen zu Preisen, für die andere Familien den Monat über ihre Einkäufe regeln mußten.

    Daran sieht man meiner Meinung nach nichts, denn die Einzelbeispiele gab es auch früher schon ausreichend.
    Nun, aber Fakt ist, dass die Arm-Reich-Schere sich immer mehr öffnet.
    I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)

  2. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Lisa_S
    Nun, aber Fakt ist, dass die Arm-Reich-Schere sich immer mehr öffnet.
    Welche Zeit nimmst Du für diese Aussage als Ausgangsbasis? Die letzten 20 Jahre oder schaust Du auch weiter zurück?

    Die meisten Aussagen, die ich dazu aus den Sozialwissenschaften lese, beziehen sich auf Zeiten nach den frühen 80ern, als erstmals seit langem Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation zu verzeichnen waren.

    Davor gab es diese Schere allerdings auch bereits über lange Zeiträume. Zwischendurch war dann für einen relativ kurzen Zeitraum eine Nivelierung festzustellen, auf die sich scheinbar jetzt immer gern bezogen wird.

    Das sind aber nur wenige Jahre und das sollte man nicht ausser acht lassen, da man sonst schnell ins Lamentieren verfällt.

    Gruss

    vita

  3. User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    dass es die schere immer schon gab, ist eigentlich weniger interessant als die frage, ob sie sich oeffnet oder schliesst. in deutschland hat sich die schere in den letzten jahren geoeffnet, wie lisa bereits schrieb. hier ein link:

    http://www.welt.de/wirtschaft/articl...und_Reich.html

  4. User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    auch noch interessant in diesem zusammenhang:

    http://www.welt.de/wirtschaft/articl...er_werden.html

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Um zum Thema noch mal zurückzukommen:

    Armut in Deutschland mache ich nicht an Hartz IV fest.

    Ich kenne zu genüge Leute, die durch ihre Arbeit auch nicht mehr haben, oder sogenannte "Aufstocker" sind.

    Sie alle haben auch nicht mehr Geld zur Verfügung als das Minimum.

    Ich kenne sowohl HartzIV-ler als auch Aufstocker, die alles für ihre Kinder tun, und sich im wahrsten Sinne des Wortes auch was vom Munde absparen.
    Da werden Klavierstunden und Reitstunden bezahlt.
    Da werden den Kindern kleine Reisen ermöglicht oder schicke Kleidung, oder es wird zusammen in der Stadtbibliothek gelesen...

    Ich glaube ein Kind ist erst dann arm, wenn die Eltern es innerlich verwahrlosen lassen.
    Das kann bei Millionären der Fall sein als auch bei Hartz IV-lern.
    Nur hat der asoziale Reiche die Möglichkeit sein Kind in ein First- class- Internat abzuschieben, ein asozialer Hartz IV- Empfänger kann das nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Dani
    Um zum Thema noch mal zurückzukommen:

    Armut in Deutschland mache ich nicht an Hartz IV fest.

    Ich kenne zu genüge Leute, die durch ihre Arbeit auch nicht mehr haben, oder sogenannte "Aufstocker" sind.

    Sie alle haben auch nicht mehr Geld zur Verfügung als das Minimum.

    Ich kenne sowohl HartzIV-ler als auch Aufstocker, die alles für ihre Kinder tun, und sich im wahrsten Sinne des Wortes auch was vom Munde absparen.
    Da werden Klavierstunden und Reitstunden bezahlt.
    Da werden den Kindern kleine Reisen ermöglicht oder schicke Kleidung, oder es wird zusammen in der Stadtbibliothek gelesen...

    Ich glaube ein Kind ist erst dann arm, wenn die Eltern es innerlich verwahrlosen lassen.
    Das kann bei Millionären der Fall sein als auch bei Hartz IV-lern.
    Nur hat der asoziale Reiche die Möglichkeit sein Kind in ein First- class- Internat abzuschieben, ein asozialer Hartz IV- Empfänger kann das nicht.
    Super, das ist die Gutmenschdefinition von Armut. Mit den Ergebnissen der Prekariatsforschung dürfte sich das allerdings nicht decken.

  7. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Super, das ist die Gutmenschdefinition von Armut. Mit den Ergebnissen der Prekariatsforschung dürfte sich das allerdings nicht decken.

  8. User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Dani
    Ich kenne sowohl HartzIV-ler als auch Aufstocker, die alles für ihre Kinder tun, und sich im wahrsten Sinne des Wortes auch was vom Munde absparen.
    Da werden Klavierstunden und Reitstunden bezahlt.
    Da werden den Kindern kleine Reisen ermöglicht oder schicke Kleidung, oder es wird zusammen in der Stadtbibliothek gelesen...
    weiss der kuckuck, wo der hartz-4-empfaenger das geld fuer reit- und klavierstunden hernimmt. sicher nicht von hartz 4.

    Zitat Zitat von Dani
    Ich glaube ein Kind ist erst dann arm, wenn die Eltern es innerlich verwahrlosen lassen.
    schoen waere es. leider lebt das arme kind mit den eltern nicht in einer enklave, sondern inmitten von leuten, die mehr besitzen, die schoener wohnen, die sich ein angenehmeres leben machen und ihren kindern mehr bieten koennen. diese realitaet laesst sich auch durch zuwendung von seiten der eltern nicht ausblenden.

    Zitat Zitat von Dani
    Das kann bei Millionären der Fall sein als auch bei Hartz IV-lern.
    Nur hat der asoziale Reiche die Möglichkeit sein Kind in ein First- class- Internat abzuschieben, ein asozialer Hartz IV- Empfänger kann das nicht.
    das ist eigentlich ein widerspruch in sich. der reiche, der sein kind in ein teures internat gibt, zeigt ja gerade dadurch, dass ihm an einer guten erziehung seines kindes gelegen ist. ansonsten wuerde er, wie der asoziale arme, sich nicht um das kind scheren und es sich selber ueberlassen. davon abgesehen sind die charakteristika "reich" und "asozial" nur sehr selten anzutreffen, etwa bei leuten aus der unterschicht, die im lotto gewinnen und nun auf einmal zu den "reichen" gehoeren (bsp. "lotto-lothar").

  9. User Info Menu

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Sonderzeicen
    weiss der kuckuck, wo der hartz-4-empfaenger das geld fuer reit- und klavierstunden hernimmt. sicher nicht von hartz 4.
    Es gibt ja vielleicht noch Verwandte oder Paten, die diese Kosten übernehmen.


    schoen waere es. leider lebt das arme kind mit den eltern nicht in einer enklave, sondern inmitten von leuten, die mehr besitzen, die schoener wohnen, die sich ein angenehmeres leben machen und ihren kindern mehr bieten koennen. diese realitaet laesst sich auch durch zuwendung von seiten der eltern nicht ausblenden.
    Man kann schon Kindern vermitteln, dass das Leben auch dann schön sein kann, wenn man nicht materiell "reich" ist. Ein reiches Seelenleben kann sehr viel mehr Wert sein...

    das ist eigentlich ein widerspruch in sich. der reiche, der sein kind in ein teures internat gibt, zeigt ja gerade dadurch, dass ihm an einer guten erziehung seines kindes gelegen ist. ansonsten wuerde er, wie der asoziale arme, sich nicht um das kind scheren und es sich selber ueberlassen. davon abgesehen sind die charakteristika "reich" und "asozial" nur sehr selten anzutreffen, etwa bei leuten aus der unterschicht, die im lotto gewinnen und nun auf einmal zu den "reichen" gehoeren (bsp. "lotto-lothar").
    "Reich" und "asozial" sind nicht nur Leute, die der Unterschicht angehören und im Lotto gewinnen. Zu solchen Leuten zähle ich auch diejenigen, die den Hals nicht voll kriegen und sich auf Kosten anderer bereichern. Und davon gibt es mehr als genug.
    ************************
    Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
    ************************

  10. Inaktiver User

    AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.

    Zitat Zitat von Alinaluna
    Es gibt ja vielleicht noch Verwandte oder Paten, die diese Kosten übernehmen.
    Das ist dann aber nicht der Moment, wo sich der Arme etwas vom Munde abspart von seinem begrenzten Etat, sondern der, wo monatlich ca. 120 Euro von einem anderen Menschen für die musische oder elitär-sportliche Ausbildung eines Kindes eingesetzt werden. Das hat dann aber nur noch wenig mit Kinderarmut und dem häuslichen Umgang damit zu tun.

    Man kann schon Kindern vermitteln, dass das Leben auch dann schön sein kann, wenn man nicht materiell "reich" ist. Ein reiches Seelenleben kann sehr viel mehr Wert sein...
    Super, und was vermitteln diese Menschen dann ihren Kindern? Dass sie zwar arm, ohne die bei jugendlich üblichen Statussymbole in der Vorstadt leben, als Aussenseiter selbst bei den Armen dastehen, sich aber nichts draus machen sollen, da ihr Seelenleben reich ist???

    Hey, das kann ich meinem Kind erzählen, da er sich darüber lustig machen kann, dass der mit Statussymbolen hip aufgestylte Kerl, der aus einer Hartz IV-Familie stammt und alles hat, was die Werbrung bringt, weder Museum noch Reisen in fremde Städte oder Länder oder auch nur Bücher, Konzerte oder Restaurantbesuche kennt.

    "Reich" und "asozial" sind nicht nur Leute, die der Unterschicht angehören und im Lotto gewinnen. Zu solchen Leuten zähle ich auch diejenigen, die den Hals nicht voll kriegen und sich auf Kosten anderer bereichern. Und davon gibt es mehr als genug.
    Und ein Geschäftsmann, der "den Hals nicht voll bekommt", hat arme Kinder zu Hause? Wie lange verdrehst Du das denn, bis Du bei Kinderarmut, die sich durch einige Eigenschaften schon eindeutig auszeichnet, angekommen bist.

    Das, was Du hier schreibst, ist ein Hohn für alle tatsächlich von Armut betroffenen, würde ich sagen.

Antworten
Seite 11 von 35 ErsteErste ... 91011121321 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •