Nun, aber Fakt ist, dass die Arm-Reich-Schere sich immer mehr öffnet.Zitat von Inaktiver User
![]()
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 341
-
05.05.2008, 15:20
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
I can dodge bullets, baby! (Phil Hellmuth)
-
05.05.2008, 15:32Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Welche Zeit nimmst Du für diese Aussage als Ausgangsbasis? Die letzten 20 Jahre oder schaust Du auch weiter zurück?
Zitat von Lisa_S
Die meisten Aussagen, die ich dazu aus den Sozialwissenschaften lese, beziehen sich auf Zeiten nach den frühen 80ern, als erstmals seit langem Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Stagnation zu verzeichnen waren.
Davor gab es diese Schere allerdings auch bereits über lange Zeiträume. Zwischendurch war dann für einen relativ kurzen Zeitraum eine Nivelierung festzustellen, auf die sich scheinbar jetzt immer gern bezogen wird.
Das sind aber nur wenige Jahre und das sollte man nicht ausser acht lassen, da man sonst schnell ins Lamentieren verfällt.
Gruss
vita
-
05.05.2008, 20:17
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
dass es die schere immer schon gab, ist eigentlich weniger interessant als die frage, ob sie sich oeffnet oder schliesst. in deutschland hat sich die schere in den letzten jahren geoeffnet, wie lisa bereits schrieb. hier ein link:
http://www.welt.de/wirtschaft/articl...und_Reich.html
-
05.05.2008, 20:21
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
auch noch interessant in diesem zusammenhang:
http://www.welt.de/wirtschaft/articl...er_werden.html
-
13.05.2008, 19:04
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Um zum Thema noch mal zurückzukommen:
Armut in Deutschland mache ich nicht an Hartz IV fest.
Ich kenne zu genüge Leute, die durch ihre Arbeit auch nicht mehr haben, oder sogenannte "Aufstocker" sind.
Sie alle haben auch nicht mehr Geld zur Verfügung als das Minimum.
Ich kenne sowohl HartzIV-ler als auch Aufstocker, die alles für ihre Kinder tun, und sich im wahrsten Sinne des Wortes auch was vom Munde absparen.
Da werden Klavierstunden und Reitstunden bezahlt.
Da werden den Kindern kleine Reisen ermöglicht oder schicke Kleidung, oder es wird zusammen in der Stadtbibliothek gelesen...
Ich glaube ein Kind ist erst dann arm, wenn die Eltern es innerlich verwahrlosen lassen.
Das kann bei Millionären der Fall sein als auch bei Hartz IV-lern.
Nur hat der asoziale Reiche die Möglichkeit sein Kind in ein First- class- Internat abzuschieben, ein asozialer Hartz IV- Empfänger kann das nicht.
-
13.05.2008, 20:44Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Super, das ist die Gutmenschdefinition von Armut. Mit den Ergebnissen der Prekariatsforschung dürfte sich das allerdings nicht decken.
Zitat von Dani
-
13.05.2008, 22:38Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Super, das ist die Gutmenschdefinition von Armut. Mit den Ergebnissen der Prekariatsforschung dürfte sich das allerdings nicht decken.
-
14.05.2008, 03:15
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
weiss der kuckuck, wo der hartz-4-empfaenger das geld fuer reit- und klavierstunden hernimmt. sicher nicht von hartz 4.
Zitat von Dani
schoen waere es. leider lebt das arme kind mit den eltern nicht in einer enklave, sondern inmitten von leuten, die mehr besitzen, die schoener wohnen, die sich ein angenehmeres leben machen und ihren kindern mehr bieten koennen. diese realitaet laesst sich auch durch zuwendung von seiten der eltern nicht ausblenden.
Zitat von Dani
das ist eigentlich ein widerspruch in sich. der reiche, der sein kind in ein teures internat gibt, zeigt ja gerade dadurch, dass ihm an einer guten erziehung seines kindes gelegen ist. ansonsten wuerde er, wie der asoziale arme, sich nicht um das kind scheren und es sich selber ueberlassen. davon abgesehen sind die charakteristika "reich" und "asozial" nur sehr selten anzutreffen, etwa bei leuten aus der unterschicht, die im lotto gewinnen und nun auf einmal zu den "reichen" gehoeren (bsp. "lotto-lothar").
Zitat von Dani
-
14.05.2008, 06:43
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Es gibt ja vielleicht noch Verwandte oder Paten, die diese Kosten übernehmen.
Zitat von Sonderzeicen
Man kann schon Kindern vermitteln, dass das Leben auch dann schön sein kann, wenn man nicht materiell "reich" ist. Ein reiches Seelenleben kann sehr viel mehr Wert sein...schoen waere es. leider lebt das arme kind mit den eltern nicht in einer enklave, sondern inmitten von leuten, die mehr besitzen, die schoener wohnen, die sich ein angenehmeres leben machen und ihren kindern mehr bieten koennen. diese realitaet laesst sich auch durch zuwendung von seiten der eltern nicht ausblenden.
"Reich" und "asozial" sind nicht nur Leute, die der Unterschicht angehören und im Lotto gewinnen. Zu solchen Leuten zähle ich auch diejenigen, die den Hals nicht voll kriegen und sich auf Kosten anderer bereichern. Und davon gibt es mehr als genug.das ist eigentlich ein widerspruch in sich. der reiche, der sein kind in ein teures internat gibt, zeigt ja gerade dadurch, dass ihm an einer guten erziehung seines kindes gelegen ist. ansonsten wuerde er, wie der asoziale arme, sich nicht um das kind scheren und es sich selber ueberlassen. davon abgesehen sind die charakteristika "reich" und "asozial" nur sehr selten anzutreffen, etwa bei leuten aus der unterschicht, die im lotto gewinnen und nun auf einmal zu den "reichen" gehoeren (bsp. "lotto-lothar").************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
************************
-
14.05.2008, 09:15Inaktiver User
AW: Eure Meinung zu (Kinder)Armut in Dtl.
Das ist dann aber nicht der Moment, wo sich der Arme etwas vom Munde abspart von seinem begrenzten Etat, sondern der, wo monatlich ca. 120 Euro von einem anderen Menschen für die musische oder elitär-sportliche Ausbildung eines Kindes eingesetzt werden. Das hat dann aber nur noch wenig mit Kinderarmut und dem häuslichen Umgang damit zu tun.
Zitat von Alinaluna
Super, und was vermitteln diese Menschen dann ihren Kindern? Dass sie zwar arm, ohne die bei jugendlich üblichen Statussymbole in der Vorstadt leben, als Aussenseiter selbst bei den Armen dastehen, sich aber nichts draus machen sollen, da ihr Seelenleben reich ist???Man kann schon Kindern vermitteln, dass das Leben auch dann schön sein kann, wenn man nicht materiell "reich" ist. Ein reiches Seelenleben kann sehr viel mehr Wert sein...
Hey, das kann ich meinem Kind erzählen, da er sich darüber lustig machen kann, dass der mit Statussymbolen hip aufgestylte Kerl, der aus einer Hartz IV-Familie stammt und alles hat, was die Werbrung bringt, weder Museum noch Reisen in fremde Städte oder Länder oder auch nur Bücher, Konzerte oder Restaurantbesuche kennt.
Und ein Geschäftsmann, der "den Hals nicht voll bekommt", hat arme Kinder zu Hause? Wie lange verdrehst Du das denn, bis Du bei Kinderarmut, die sich durch einige Eigenschaften schon eindeutig auszeichnet, angekommen bist."Reich" und "asozial" sind nicht nur Leute, die der Unterschicht angehören und im Lotto gewinnen. Zu solchen Leuten zähle ich auch diejenigen, die den Hals nicht voll kriegen und sich auf Kosten anderer bereichern. Und davon gibt es mehr als genug.
Das, was Du hier schreibst, ist ein Hohn für alle tatsächlich von Armut betroffenen, würde ich sagen.


Zitieren