„China verbittet sich Einmischung des Auslands“
... lese ich heute in der „Mittelbayerischen“ Zeitung.
China kann uns – dem Rest der Welt - vielleicht den Mund verbieten. Es kann uns aber nicht befehlen es zu besuchen.
Wer einen Funken Anstand und Mitgefühl besitzt, der kann nicht mit Freude und sportlichem Siegeswillen die Verletzungen der Gefühle der Tibeter, Mongolen und anderer unterdrückter Minderheiten in China und die Verletzungen der Menschenrechte missachtend an den Olympischen Spielen teilnehmen.
Wenn die Geschäfte-witternden Funktionäre der Olympiade aber auch die um wirtschaftliche Beziehungen bangenden Politiker schon nicht die Courage besitzen, eine Teilnahme an den Olympischen Spielen von der Einhaltung der Menschenrechte, von Meinungs- und Religionsfreiheit - abhängig zu machen, dann sollten die Sportler das selbst in die Hand nehmen.
Die Tibetischen Mönche bitten die Welt um Hilfe, indem sie einen Boykott fordern und wir überlegen noch und lassen sie zappeln. Schämen sollten wir uns!
Der erste Sportler, der aufsteht und China die Stirn bietet und sagt: China, so nicht! Nicht mit mir! ,
der kann zeigen, dass es noch Menschen mit Charakter und einem Gewissen gibt.
Aber bis jetzt wartet man vergeblich auf Menschen mit Gesicht.
Aber das große China steht da - hat sich sein Gesicht bewahrt. Sein grinsendes Gesicht, das uns zeigen will, was man mit Macht alles erreichen kann. Dass Macht stärker ist wie Menschlichkeit.
Kann sich in China ernsthaft jemand auf und über eine Medaille freuen?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 47
Thema: Olympia boykottieren
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26.03.2008, 12:17
Olympia boykottieren
Geändert von Streuner (26.03.2008 um 12:26 Uhr)
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26.03.2008, 12:37
AW: Olympia boykottieren
Ganz klarer Fall !!
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26.03.2008, 13:03
AW: Olympia boykottieren
ich halte einen Olympia-Boykott für falsch. Man bestraft die Athleten.
Meines Wissens gab es bisher zwei Olympia-Boykotts: Moskau 1980 und Los Angelos 1984. Einige Länder haben auch aus anderen Gründen Spiel boykottiert. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Spiele
Sie haben nie etwas bewirkt.
Allerdings habe ich die Entscheidung des IOC, Peking als Austragungsort zu bestimmen nie verstanden.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.03.2008, 13:03
AW: Olympia boykottieren
genausowenig verstehe ich die Entscheidung der FIFA die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, einem der unsichersten Länder der Welt, durchzuführen. Aber die kriegen die evtl. die Stadien nicht fertig und dann finden die Spiele in Europa statt.
Geändert von Opelius (26.03.2008 um 13:11 Uhr)
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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26.03.2008, 13:23Inaktiver User
AW: Olympia boykottieren
So sehr ich mich aus persönlichen/weltanschaulichen Gründen mit dem Land Tibet verbunden und solidarisch fühle:
"trotzdem" bin ich nicht für den Boykott der Olympiade, denn ich befürchte, dass ein Boykott nicht zur Entschärfung der Situation beitragen wird (eher befürchte ich das Gegenteil).
Des Weiteren bin ich der Ansicht, dass das "normale chinesische Volk" nicht für das verantwortlich gemacht werden kann, was die Regierung tut und das durch den Boykott nicht "ausbaden" soll.
Von daher schliesse ich mich auch dem an, was die Tibetinitiative in Deutschland selbst aussagt:
"Bringt Tibet mit ins Spiel".
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26.03.2008, 14:33Inaktiver User
AW: Olympia boykottieren
Zitat von Opelius
Ich glaube, der IOC ist absolut korrupt.
Zitat von Opelius
FIFA wird auch nicht besser sein.
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26.03.2008, 14:51Inaktiver User
AW: Olympia boykottieren
Ich schätze doch immer wieder die hochkompetente und ausgewogene Meinung von Blautanne!
Mit ihrem Insiderwissen beeindruckt sie doch jedesmal wieder neu. Es fehlt im Posting nur der Preis für die Meinungsänderung der einzelnen IOC oder FIFA Mitglieder.
Ich halte einen Olympiaboykott für wenig hilfreich: Wie oben erwähnt, haben die Boykott-Versuche 1980 und 1984 nichts gebracht. Im Zweifelsfalle sind Aktionen vor Ort, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, ein möglicherweise geeignetes Mittel.
Falls ein Boykott beschlossen werden sollte, dann kann dies nur durch die Politik geschehen, also die regierungen, nicht durch die Vertreter der Sportler, die über Jahre für ihren Lebenshöhepunkt bei Olympia trainiert haben.
Niemand hier würde von sich aus auf eine solche Erfahrung verzichten - aber es von anderen zu verlangen ist natürlich einfach!
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26.03.2008, 14:54
AW: Olympia boykottieren
Dass China seit langem Menschenrechte mit Füßen tritt, ist weltweit bekannt und hat bisher offenbar kaum jemanden interessiert. Und wenn, dann nur mal kurzzeitig aus irgendeinem aktuellen Anlass.
Auch das Gerangel um Tibet ist nicht neu.
(Für mich war China aus Austragungsort immer schon völlig undiskutabel. Aber mich hat leider niemand gefragt.
)
Fragt sich aber doch, warum das Thema ausgerechnet jetzt, ein halbes Jahr vor der Olympiade, so medienwirksam um die Welt geht.
Mir erscheint dies als gezielte Absicht und nicht zufällig.
Was nicht bedeutet, dass ich das Vorgehen Chinas (seit Jahrzehnten) billige oder gutheiße.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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26.03.2008, 15:14Inaktiver User
AW: Olympia boykottieren
Mit konkreten Preisen und Details kann ich nicht dienen; allerdings ist über dieses unerfreuliche Thema v.a. im Zusammenhang mit diesem unsäglichen Samaranch mehrfach in den Medien berichtet worden.
Zitat von Inaktiver User
Mich interessieren sowohl Fußballmeisterschaften als auch Olympiaden herzlich wenig, so dass ich solche Dinge nur am Rande mitbekomme. Bei Bedarf also bitte selber recherchieren.
Zum Beispiel so: *klick*
Viel Spaß.Geändert von Inaktiver User (27.03.2008 um 17:48 Uhr)
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26.03.2008, 15:17Inaktiver User
AW: Olympia boykottieren
Es ist schon deshalb nicht zufällig, weil auch die Tibeter sich einiges von der erhöhten Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit versprochen haben.
Zitat von Rotfuchs


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