Zitat von Yeti
Kürzlich wurde Helmut Schmidt zu diesem Thema befragt und er kam zu dem Schluss, dass sich die Regierungsprogramme der einzelnen Kandidaten nicht unterscheiden.
Insofern ist es egal, wer drann kommt.
Er empfahl den USA, mehr Akzeptanz gegenüber dem Islam zu zeigen und zweitens, ihren Drang, die Demokratie überall in die Welt zu tragen (mit Hilfe von Kriegen), mal etwas kritischer zu hinterfragen.
Sinngemäß natürlich, wörtlich kann ich mich nicht erinnern.
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Ergebnis 31 bis 40 von 55
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11.03.2008, 13:55
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
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12.03.2008, 09:35Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Sie unterscheiden sich vermutlich so viel oder so wenig wie die Programme der beiden großen Volksparteien in Deutschland.
Zitat von trambahn100
Wichtiger als das Regierungsprogramm ist die politische Struktur in den USA: das Präsidialsystem, das den Präsidenten mit einer sehr großen PERSÖNLICHEN Macht ausstattet. Das bedeutet, dass die Person in USA - anders als in Deutschland - erheblich wichtiger ist als die Partei.Geändert von Inaktiver User (12.03.2008 um 09:38 Uhr)
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12.03.2008, 09:47
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Seit zig Jahrzehnten benutzen Präsidentenanwärter in de USA das Wort Frieden um anschließend neue Kriege zu machen.
"Für ein neues Amerika und eine neue Welt"
Damit könnte also Obama auch den totalen Krieg und die totale Diktatur meinen. Geschichtlich betrachtet kann man den USA das nun unterstellen.
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12.03.2008, 10:03Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
habe gerade in den nachrichten gehört, dass in den USA das verbot des '"water boardings" (verhörmethode: kopf des verhörednden solange unter wasser drücken, bis er denket er ertrinkt) nicht durchgegangen ist. veto durch bush und die republikanische mehrheit hat gegen das verbot gestimmt.
da muss wirklich schnell was passieren
demokratie ist anders
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12.03.2008, 10:14Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Die denkbare Spannweite US-amerikanischer Politik ist groß: sie liegt im Prinzip zwischen Jimmy Carter und George Bush jun.
Zitat von Yeti
Barack Obama ist kein Jimmy Carter, aber es gibt dennoch keinen Grund ihm zu unterstellen er sei so übel wie Bush.
Die Zeiten haben sich in USA aber leider zum Schlechten hin geändert. Das Land ist durch Misswirtschaft, soziale Ungerechtigkeit und skandalöse Außenpolitik in eine Krise gekommen. Vom moralischen Bankrott durch Folter und Entführung ganz zu schweigen.
Kein Präsident wird das Rückgrat der Wirtschaft, die Rüstungsindustrie, angreifen. Jetzt, angesichts der Finanz- und Bankenkrise weniger denn je.
Und wenn mit gigantischem finanziellem Aufwand Rüstungsgüter produziert werden, müssen sie entweder auf Halde oder verbraucht werden ...
Ich weiß nicht, ob wir als Europäer Grund haben uns über Obama oder Clinton zu freuen. Ich bin skeptisch. Aber ich bin zugleich überzeugt, dass McCain Amerika und die Welt zurück in ein Deja-vu führt: zurück in einen kalten Krieg, der für den Vietnamveteran nie zu Ende war.
Auch wenn Republikaner für Europa angeblich meistens vorteilhafter waren als Demokraten - mit McCain wird m.E. eine neue Eiszeit zwischen USA und Russland anbrechen, mit Folgen für Europa.
Außerdem ist der Mann für mich erledigt, seit er das, was er gegen Folter gesagt hat, zurückgenommen und zwar nicht dem Militär (da sei es "unnötig") aber dem CIA einen Freibrief für "besondere Maßnahmen" erteilt hat.
*kotz*
.Geändert von Inaktiver User (12.03.2008 um 10:21 Uhr)
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12.03.2008, 10:26Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Genau das ist Demokratie in USA. Leider.
Zitat von Inaktiver User
Denn der Durchschnittsamerikaner findet Folter voll in Ordnung.
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14.03.2008, 00:15
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Meine Meinung: ein alter Mann von mehr als 70 Jahren mit den Verletzungen, die ihm das Leben durch die Kriegsteilnahme eingebracht hat, ist vollkommen ungeeignet, USA in das neue Jahrtausend in eine neue Welt zu führen.
Eine Welt, der Deeskalation, der Zusammenarbeit mit der EU und Asien und dem Abschied von dem Credo: Amerika ist die einzig legitimierte Weltmacht. Alles, nur kein McCain.
Clinton ist auch alt, mit 60. Aber nicht so verletzt, sondern durch ihr arbeitsreiches Leben sehr tough. Sie ist eine kluge Frau, der ich zutraue, eine Politik des Pragmatismus zu führen, eine Politik der Erfordernisse und nicht eine der amerikanischen Allmachtüberzeungen.
Obama kann ich nicht einschätzen. Er könnte toll sein, genauso gut ein Durchhänger mit viel Wind und viel Elan ohne politisches Alltagsgespür. Das Risiko, mehr als 4 Jahre einen Versager als Präsidenten zu haben, wäre mir als Wählerin zu gross.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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14.03.2008, 16:11
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Die Welt mußte zwei Legislaturperioden einen Dabbljuh ertragen, der zigtausend Tote, Blut, Elend und Zerstörung auf dem Gewissen hat. Hinzu kommt noch eine desaströse Wirtschaftslage.
Wir können ihm deshalb danken, weil durch einen stärkeren Dollar das Öl für uns noch teurer wäre.
Ein jeder neue Präsident aber wäre besser für die Welt.
Wahlkämpfe dürfen aber nur 3 Monate dauern. Deutschland macht Amerika alles nach. Wie ist es sonst möglich gewesen, daß auch hier ein schlechter Schauspieler zweimal gewählt wird, dieser den Imperialismus auf Kosten des kleinen Mannes und des Mittelstands ermöglicht? Außerdem mußten unter ihm und den sogenannten Grünen zum erstenmal seit 1945 wieder Deutsche Soldaten in den Krieg ziehen.
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15.03.2008, 18:38Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Also Clinton wäre schön; sie scheint mir nicht so eine Blenderin zu sein, wie Obama.
Es ist nur nicht sicher, wieviel Macht sie hat (sie regiert schliesslich nicht alleine), wirklich etwas zu bewegen.
Gruss Colonna
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15.03.2008, 19:15Inaktiver User
AW: US-Präsidentschaftskandidaten aus US- und aus deutscher Sicht
Wie oben schon gesagt: Ich kann in den USA nicht wählen, muss mich aber darauf verlassen, dass die Amis eine vernünftige Wahl treffen.
Zitat von Lukulla
Keiner der Kandidaten ist für mich überzeugend. Und natürlich werden die Amerikaner nach ihren eigenen Interessen wählen, mit sehr vielen wichtigen innenpolitischen Fragen (u.a. Krankenversicherung).
Allerdings sehe ich in der Außenpolitik bei McCain die Kriegserfahrung positiv. Anders als der Drückeberger Bush war er in Vietnam, war in Gefangenschaft, und ist gefoltert worden. Vielleicht kann diese Erfahrung dazu beitragen, dass er einmal mehr als Obama oder Clinton überlegt, ob man den nächsten Krieg wirklich anfangen sollte.
Aber er hat wohl kaum Chancen, wenn der Sieger bei den Demokraten keine großen Fehler macht.



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