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  1. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Jugoslawien hatte offene Grenzen zu Österreich.
    Kein einziges Ostblockland hatte offene Grenzen zum Westen.

    Die meisten Ostblockstaaten hatten genauso offene Grenzen zum Westen wie Jugoslawien - Polen, Tschechen, Ungarn konnten in den westen reisen, wenn es keine politischen Hindernisse gab und wenn sie irgendwie die Devisen organisieren konnten. Beides genauso wie Jugoslawien.

    Das einzige Land, das sich eingemauert hat, war die DDR, weil dorthin die Leute eben nicht zurück gekommen wären. Und Länder wie Rumänien oder Albanien mit besonders repressiven systemen (es gab eben noch Steigerungsmöglichkeiten!)

  2. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wo findest du im Wikipedia-Artikel das Wort "Jugoslawien"? Offensichtlich war Jugoslawien kein COMECON-Mitglied.

    Offensichtlich war Jugoslawien - man staune und wundere sich - tatsächlich blockfrei, also auch nicht Teil des westlichen Blocks. Vielmehr hat das Land mit beiden Blöcken Beziehungen gepflegt, ohne zu einem davon zu gehören.
    Wikipedia ist nicht "alleinseeligmachend" !

    In Meyers Großem Taschenlexikon von 1995 wird unter dem Stichwort COMECON darauf hingewiesen, dass Jugoslawien einen besonderen (in heutigen Begriffen: assoziierten) Status zum COMECON hatte.

  3. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mazedonien ist bereits ein vollkommen eigenständiger Staat mit 2 Millionen Einwohnern. Allerdings werden wir hier in absehbarer Zeit sicher eine SPaltung erleben. Der westliche, albanisch geprägte Teil wird sich an das Kosovo anhängen und der mazedonische Teil an Serbien. Meine Prognose.
    Es ist durchaus möglich, dass auch Mazedonien an den Konflikten der Volksgruppen scheitert, allerdings gibt es dort zumindest ein verbindendes Element: Die gemeinsame Unterdrückung durch die Serben.

    Insofern würde ich mal vermuten, dass bei einer Aufspaltung von Mazedonien sich die slawisch sprechenden Mazedonier eher an Bulgarien anschließen würden (was im Frieden von San Stefano 1877 und nach dem ersten Balkankrieg 1912 schon vorgesehen war, und dann von 1941 - 1944 auch umgesetzt wurde) als an Griechenland (oder das griechische Mazedonien) mit einer komplett anderen Sprache, Schrift und Kultur.

    Noch eher würden sie aber in einem kleineren Staat unabhängig bleiben, denke ich mal - mit der gleichen (In)Kompetenz wie du.

  4. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    All diese Fälle sind im wesentlichen nicht mit dem Kosovo vergleichbar. Denn dort lebten ursprünglich in den letzten Jahrzehnten wesentlich mehr Serben, als jetzt noch. Die wurden umgekehrt jetzt von den Albanern vertrieben, zusätzliche Albaner ins Land geholt. Wenn, dann ist die Situation mit Israel vergleichbar, wo auch Juden von heute auf morgen in einen Landstrich geholt wurden und die bisher dort ansässigen Araber vertrieben wurden. (Übrigens auch von den Amerikanern iniziiert)
    Lies doch einmal mein Posting # 10 mit einer Beschreibung der Bevölkerungsentwicklung im Kosovo seit dem Mittelalter ....

    Schon zum Ende der Türkenzeit bestand eine überwiegend albanisch sprechende Mehrheit im Kosovo.

  5. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Lukulla
    Eine Frage an die Experten: warum heisst es nicht Albanien, sondern Kosovo?

    Kosovo Metohija ist die traditionelle serbische Bezeichnung für die Region (und die ehemalige autonome Provinz innerhalb Serbiens), die albanische Bezeichnung ist Kosove (mit einem Umlautzeichen über dem "e").

    Auch Albanien nennt sich ja nicht selbst so - der "richtige" Name ist Shqiperia (wieder mit dem "Umlaut" e), Albanien ist die traditionelle italienische Bezeichnung für das Land der weißen Berge (die Küste gehörte lange zu Venedig und Neapel).

    Auch bei den Ländern, die eine Unabhängigkeit des Kosovo unterstützen gibt es praktische keine Unterstützung für die Bildung eines "Großalbanien" aus Albanien, Kosovo und ggf. dem Westen von Mazedonien. Insofern wird die Bezeichnung "Kosovo" wohl für einige Zeit bestand haben.

    Wie ja auch Mazedonien sich international nicht so nennen darf, sondern bei der UNO wegen des griechischen Widerstandes offiziell als "Ehemalige jugoslawische Republik Mazdonien" firmiert: Griechenland beansprucht das "Copyright" auf den Begriff Mazedonien.

  6. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wikipedia ist nicht "alleinseeligmachend" !

    In Meyers Großem Taschenlexikon von 1995 wird unter dem Stichwort COMECON darauf hingewiesen, dass Jugoslawien einen besonderen (in heutigen Begriffen: assoziierten) Status zum COMECON hatte.
    Mit anderen Worten: Es war kein Mitglied des COMECON.
    Das Schwarze sind die Buchstaben.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die meisten Ostblockstaaten hatten genauso offene Grenzen zum Westen wie Jugoslawien - Polen, Tschechen, Ungarn konnten in den westen reisen, wenn es keine politischen Hindernisse gab und wenn sie irgendwie die Devisen organisieren konnten. Beides genauso wie Jugoslawien.
    Es hat keinen Sinn mit dir und Brumby über dieses Thema zu diskutieren. Daher werde ich mich an dieser Stelle ausklinken.
    Ihr halluziniert russische Panzer in Jugoslawien und eine Abhängigkeit von der Sowjetunion, die es zu keiner Zeit gegeben hat. Und das nur deshalb, weil Jugoslawien sozialistisch war.
    Jugoslawien war wesentlich offener als die Ostblockstaaten. Es war auch in einer völlig anderen Situation als die Ostblockstaaten, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch als auch politisch.
    Geändert von Inaktiver User (19.02.2008 um 09:02 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Beim Kosovo geht es nicht um Nationalismus oder die Kosovo Albaner. Es geht um US-Landebasen, haufenweise Rohstoffe, Mafia und viel Geld.

    Alles andere ist nur die Fassade.
    Das erklärt, wieso sich die Amis so beeilt haben die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen.
    .

  8. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    [QUOTE=Inaktiver User]Mit anderen Worten: Es war kein Mitglied des COMECON.
    Das Schwarze sind die Buchstaben.
    QUOTE]


    Niemand hat hier behauptet, dass Jugoslawien Mitglied im Comecon war, es war ausschließlich von einer Assoziierung die Rede, wie es sie ja auch gab. Jugoslawien war ein sozialistischer Staat mit weitgehender Planwirtschaft und einem privaten Sektor, der mit dem z.B. in Polen vergleichbar war. Und im Rahmen der Planwirtschaft und der "sozialistischen Arbeitsteilung" war die Planung eben so, dass manches von Jugoslawien produziert bzw. eben nicht produziert wurde.

  9. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    [QUOTE=Inaktiver User]
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mit anderen Worten: Es war kein Mitglied des COMECON.
    Das Schwarze sind die Buchstaben.
    QUOTE]


    Niemand hat hier behauptet, dass Jugoslawien Mitglied im Comecon war, es war ausschließlich von einer Assoziierung die Rede, wie es sie ja auch gab. Jugoslawien war ein sozialistischer Staat mit weitgehender Planwirtschaft und einem privaten Sektor, der mit dem z.B. in Polen vergleichbar war. Und im Rahmen der Planwirtschaft und der "sozialistischen Arbeitsteilung" war die Planung eben so, dass manches von Jugoslawien produziert bzw. eben nicht produziert wurde.
    Es ging aber darum, ob Jugoslawien ein Blockstaat war oder nicht. Und da entscheidet eben die Zugehörigkeit zum RGW. Im Artikel über die Geschichte dieses Landes steht im Brockhaus multimedia:

    Obwohl Jugoslawien zunächst zum Ostblock gehörte, kam es im Frühjahr 1948 wegen sowjetischer Einmischungen in die Innenpolitik zum jugoslawisch-sowjetischen Konflikt. Dem ideologischen und politischen Druck der UdSSR setzte Jugoslawien ein eigenes Sozialismusmodell entgegen (Titoismus). Durch amerikanische Wirtschaftshilfe, zahlreiche Kontakte zum Westen und Zusammenarbeit mit den blockfreien Staaten (Balkanpakt) suchte Jugoslawien seine unabhängige Politik nach außen abzusichern.
    (c) Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2007 [Hervorhebungen von mir]
    Wenn man den Begriff Blockstaat sehr weit dehnt, und es als ausreichend findet, dass ein Land unter Sowietische Hegemonie geriet, könnte man das sicher für einzelne Perioden - ja nach definition des Hegemoniebegriffs - für Jugoslawien gelten lassen. Genau betrachtet zählt die Mitgliedschaft beim RGW, und das war Jugoslawien halt nicht. Es ist absolut unsinnig und albern historisch eindeutig definierte Begriffe wie "Blockstaat" nun neu definieren zu wollen, nur weil man unbedingt recht haben will.

    ----

    Ich finde Kleinstaaterei in den meisten Fällen auch national borniert und unsinnig - allerdings ist es die Haltung die eine ungeteilte Nation erzwingen will die es aber real nicht gibt noch umso mehr. Insbesondere wenn sich dadurch die wirtschaftlich schwächste Region verabschiedet ist das doch nur gut für Serbien. Und ich habe vollstes Verständnis dafür, dass sich die Kosovaren mit ihrer Erfahrung unter serbischer Herrschaft abtrennen möchten.

  10. Inaktiver User

    AW: Kosovo erklärt Unabhängigkeit

    Es ist absolut unsinnig und albern historisch eindeutig definierte Begriffe wie "Blockstaat" nun neu definieren zu wollen, nur weil man unbedingt recht haben will.
    Das macht doch keiner. Es ging mir nur darum zu verdeutlichen, dass Jugoslawien genau wie Kuba trotz des Prädikats "blockfrei" natürlich sehr wohl zu einem Block tendierten.
    Im Übrigen beschäftigen sich Historiker sehr viel mit solchen Problemen, denn nur weil etwas "de jure" so und so ist, muss es "de facto" noch lange nicht genauso sein.

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