Hoffentlich wird es nicht von irgendwelchen Linken zur Schlammschlacht gemacht!
Aber ich hoffe sehr, dass die Diskussion weiter geht, damit wir Lösungen finden. Denn die Statistiken zeigen, dass es zu viele Kriminelle gibt und dass Ausländer und andere Menschen mit Migrationshintergrund besonders bei den Wiederholungstätern weit überrepäsentiert sind.
Es gibt keine Daten, die dem widersprechen, und auch die Diskussion, wer denn einen Migrationshintergrund habe, räumt die Fakten nicht aus der Welt, dass unter den Wiederholungstätern Leute mit türkischen, arabischen, albanischen oder russlanddeutschen Wurzeln (einschließlich derer mit deutschem Pass) weit überproportional vertreten sind.
Wer dies bestreitet lügt!
Man kann darüber streiten, mit welchen Maßnahmen man das Problem handhaben kann.
Weiter verbesserte Maßnahmen zur Integration sind sicher ein wichtiger Weg zur Prävention. Dabei sollte man auch z.B. überlegen, ob Eltern (egal welcher Herkunft), die den Schulbesuch ihrer Kinder nicht sicher stellen, das Kindergeld gestrichen werden sollte. Eine solche maßnahme würde sie sicher motivieren ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Wie ich immer wieder schreibe, kann unsere Gesellschaft aber nur angebote machen - annehmen und umsetzen müssen sie die zuwanderer selbst: Nur sie selbst können die Sprache lernen als Voraussetzung für ihre soziale und berufliche Integration!
Oder bietet jemand eine alternative Lösung wie den Nürnberger Trichter an ????
Und es muss klar gemacht werden, dass für Wiederholungstäter (egal welcher Herkunft) das Strafmaß unserer Gesetze ausgeschöpft werden muss.
Bei Wiederholungstätern ohne deutschen Pass schließen solche Maßnahmen auch die Ausweisung ein, die nach den Regelungen des Ausländerrechts (AufenthG) "in der Regel" bei Kriminellen, die zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren verurteilt worden sind, vorgesehen ist, wie auch für Ausländer, die die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland bedrohen. Diese Regelungen sollten klar durchgesetzt werden, und es gibt keinen Grund, dass man nicht (wie aus Bayern vorgeschlagen) die Grenze auf eine einjährige Freiheitsstrafe reduzieren könnte.
All dies sind Optionen, die in der politischen Diskussion durchgearbeitet werden müssen, um zu einer Lösung zu kommen.
Und um es noch einmal zu betonen: Solche klaren Maßnahmen gegen KRIMINELLE sind auch im Interesse aller positiv integrierten und gesetzestreuen Migranten, die ja die bei weitem überwiegende Mehrheit in dieser Gruppe stellen.
Antworten
Ergebnis 441 bis 449 von 449
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09.02.2008, 10:49Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
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09.02.2008, 11:23Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
es gibt zwei Wege, ein gesellschaftliches Problem anzugehen;
Zitat von Inaktiver User
der eine ist der Weg der "harten Strafe" - der aber nach eindeutigen Untersuchungen nicht Abschreckend wirkt und sogar die Wiederholungsgefahr verstärkt, etwa weil die Gefängnisse u regelrechten "Schulungscentern" für Kriminelle geworden sind,
und der Tip mit der Ausweisung funktioniert gerade dort nicht, wo die Kriminellen einen deutschen Pass haben --- trotz Migrationshintergrund;
der andere Weg ist der Weg der "Prävention", also die Ursachen der Kriminalität zu erforschen und die Ursachen zu bekämpfen,
und wenn man da nachforscht, dann wird man sehr schnell feststellen, dass (Jugend-)Kriminalität vor allem ein "Schichtproblem" ist,
dass Jugendliche - unabhängig von der Frage, welche Farbe der Pass in der Tasche hat - mit geringer Bildung und ohne Zukunftsperspektive besonders anfällig sind.
Ja, es ist richtig:
In den so genannten Problemvierteln leben viele Familien mit Migrationshintergrund, diejenigen, die zugewandert sind (ganz egal ob mit deutschem Pass oder einem anderen) und die noch nicht die gesellschaftliche "Hühnerleiter" erklommen haben, die noch nicht Karriere gemacht haben - also "vulgo" nicht integriert sind,
aber die Problematik trifft genauso auf die "Absteiger" zu, auf diejenigen, die - aus welchen Gründen auch immer - abgestürzt sind und nur noch in den Problemvierteln ein "zuhause" finden.
Dazu gehört die ehemalige bürgerliche Familie, die den Arbeitsplatz verloren hat und ins gesellschaftliche Abseits gerutscht ist, vielleicht noch mit einem Elternteil, der wegen der unbewältigten Problematik zum Alkoholiker wurde, also "deintegriert" ist ....
Nur: mit Strafen kann man dieses Problem nicht beseitigen, da ist "das Kind schon in den Brunnen gefallen" - und harte Strafen verschärfen das Problem nur noch, wenn am Ende der Strafe dieselbe aussichtslose Lage besteht wie vorher.
Also brauchen wir Prävention und Eingliederungshilfen durch Jugendbetreuung, Sozialpädagogen, Ausbildungsplätze und und und .... und zwar vordringlicher als die platte "harte Strafen Attitüde". Das ist die EINZIGE wirklich sinnvolle Maßnahme.
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09.02.2008, 17:01Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
@ Schimanski
Auch wenn ich mich wiederhole:
Als erste Priorität müssen wir weiterhin die Angebote zur Integration fortführen und wo nötig verbessern - mit dem Erlernen der Sprache als erste Voraussetzung für eine erfolgreiche gesllschaftliche und berufliche Integration. Dies ist der Königsweg auch für die Prävention krimineller Entwicklungen.
Bei den sozial schwachen "Deutschen" spielt die Sprachbarriere keine so große Rolle, auch wenn in manchen Fällen hier ebenfalls einiges im Argen liegt.
Das Problem ist aber diejenige Minderheit - egal welcher Herkunft -, die sich der sozialen Integration verweigert, die immer wieder auffällig und dann straffällig wird.
Diese Minderheit von Mehrfachtätern, bei denen die Sozialisierung versagt hat (oder zu oft: Die sich der Sozialisierung versagt haben!) muss meiner Meinung nach die volle Härte unserer Gesetze spüren.
Und bei denjenigen in dieser Gruppe, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, sieht das Ausländerrecht "in der Regel" bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 2 Jahren auch die Ausweisung vor; bei einer Freiheitsstrafe von mindestens 3 Jahren ist die Ausweisung (eigentlich) zwingend vorgeschrieben (nachzulesen im Ausländerrecht - AufenthG).
Wir stehen also ganz offensichtlich nicht vor der Wahl "Prävention oder Strafe" sondern wir brauchen beides: Prävention, um das Risiko zu verringern, dass jemand sich außerhalb der Gesellschaft stellt, und Strafe, bei denen weder Prävention noch (Re)Sozialisierung gewirkt haben.
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09.02.2008, 22:21Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
ich stelle mich eigentlich immer mit einer Frage vor "Versagen" - warum?
Erst wenn das "Warum versagt" klar ist, kann an einer Veränderung gearbeitet werden.
Strafe hilft nichts, wenn die Umstände zwangsläufig zu einem Versagen führen müssen.
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09.02.2008, 22:27Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Welche Zwangsläufigkeit? Sind tatsächlich ganze Bevölkerungsgruppen durchgehend kriminell?
Zitat von Inaktiver User
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09.02.2008, 22:33Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
nein, aber in bestimmten Vorstadtgebieten ist die Kriminalitätsrate signifikant höher - in München z.B. am "Hasenbergl", und da gibt es durchaus Projekte wie das Kinderhaus "Lichtblick Hasenbergl", das gute Prävention bis hin zur Vermittlung von Ausbildungsplätzen leistet, aber halt zu klein ist um alle zu erreichen ....
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11.02.2008, 11:40Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Das ist richtig, ändert aber nichts an der Notwendigkeit Maßnahmen für diejenigen umzusetzen, die bereits kriminell geworden sind und soclhe, die auch in Zukunft kriminell werden, bei denen also Prävention versagt (hat).
Denn es gibt keine Gesellschaft und keine Maßnahmen, die Kriminalität verhindern, bestenfalls Maßnahmen, die das Risiko verringern
Ich lasse mich aber gern belehren, wenn mir jemand eine kriminalitätsfreie Gesellschaft nennen kann, der wir nacheifern könnten!
Es bleibt also unwiderlegt, dass wir Prävention UND Strafen brauchen.
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11.02.2008, 22:48Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Strafe ist das Versagen der Prävention,
unwidersprochen
- Strafe ist ein Element der Erziehung, aber dieses Element muss verbunden sein mit weiteren Schritten
- Strafe alleine führt nur zur "Knastakademie" und ist insofern Kontrapoduktiv
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12.02.2008, 16:03
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
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