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  1. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    @ setshu:
    Ich habe das jetzt nicht nachgerechnet, aber das wäre schon mal erheblich weniger als 100%

    Was die Statistiken nicht klären können, sind die Ursachen dieser Situation. Dazu bräuchte es andere Statistiken:

    Damit meine ich:
    - ausländische Professoren u.a. hochqualifizierte Fachkräfte sowie Künstler, verglichen mit ihren deutschen Pendants
    - ausländische Hartz4-Empfänger, verglichen mit ihren deutschen Pendants
    usw.

    Das heißt: Wenn man die sozialen Umstände mit berücksichtigen würde, dann käme man vermutlich zu recht geringen Unterschieden zwischen Deutschen und Ausländern.

    Nachtrag: Falls irgendwer solche Statistiken kennt, wäre ich sehr dankbar, wenn sie hier vorgestellt würden. Es wäre die m.E. einzige Basis, auf der eine sachliche Diskussion über kulturelle Gründe der Ausländerkriminalität überhaupt möglich wäre.


    @ opelius:
    Volle Zustimmung.
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2008 um 11:40 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Aussage in Der Welt bezieht sich auf die Taten, die sie in einem begrenzten Zeitraum in einer kleinen Region ausgewertet haben, es wird nicht behauptet, dass die Zahlen für ganz Deutschland repräsentativ seien.
    Sie sind nicht einmal für den Ort, an dem sie erhoben worden sind, repräsentativ. Sie sind für nichts repräsentativ - außer für die politische Ausrichtung des Blattes und die Stimmung im Lande.


    Du hast keinerlei Daten um zu zeigen, dass die Auswertung in Die Welt nicht fachlich korrekt war. Oder hast du präzise Informationen aus dem Zeitraum und der Region, die diesen Zahlen widersprechen?
    Das brauche ich nicht, denn ich habe zwei andere Dinge, die völlig ausreichen: meinen gesunden Menschenverstand plus logisches Denkvermögen einerseits und gewisse Grundkenntnisse im Erstellen von Statistiken andererseits.
    Das reicht völlig aus, um diesen Zeitungsartikel beurteilen zu können.

    Von dir hätte ich dieses Urteilsvermögen übrigens ebenfalls erwartet, aber so kann man sich täuschen.
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2008 um 11:24 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Klasse!

    Gesunder Menschenverstand ersetzt Fakten!

    Dann bringen wir doch am besten auch das "gesunde Volksempfinden " wieder zurück, das verzichtet ebenfalls auf Fakten!

  4. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Das gesunde Volksempfinden brauchst du nicht extra zurückzubringen, es ist längt zurückgekehrt. Auch in diesem Forum.

    Um deinen gesunden Menschenverstand dennoch zu strapazieren:

    Was wäre eigentlich gewesen, wenn ein Blatt, z.B. die TAZ, getitelt hätte: 98% aller Gewalttaten werden von Deutschen verübt. Sie hätten das auch exakt belegen können. Sie hätten sich einfach nur einen entsprechenden Zeitraum in irgendeinem Ort im Osten aussuchen müssen, und die "Fakten" wären unbestreitbar gewesen.
    Wie wäre ein solcher Artikel aufgenommen worden?

    Lautes, ja schrilles Lachen, oder? Dabei ist das genauso ein Teil der Realität wie das, was die WELT geschrieben hat. Nur käme irgendwie so gar keiner auf die Idee, aus diesen Zahlen irgend etwas zu schließen, außer dass die TAZ anscheinend einen an der Waffel habe, oder sachlich, dass es anscheinend im Osten wenig Ausländer, aber viel rechte Szene gäbe.

    Warum ist man im umgekehrten Fall zu keinem Augenmaß fähig?
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2008 um 14:33 Uhr)

  5. User Info Menu

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Zitat Zitat von Opelius

    Und wer behauptet, dass nicht genügend Straftäter abgeschoben werden, lügt ebenfalls. Soeben habe ich in den Nachrichten gehört, dass allein der Regierungsbezirk Ostwestfalen-Lippe (etwa 1 Million Einwohner) im letzten Jahr 280 Abschiebungen vorgenommen hat.
    Waren dies 280 Ausländer, die straffällig geworden waren oder waren darunter auch Ausländer, die keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland hatten, weil z.B. ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

    Es passiert leider häufig, auch in der Bricom, dass diese unterschiedlichen Gruppen in einen Topf geworfen werden, wenn es um Ausweisung/Abschiebung geht.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  6. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Auch Journalisten - sogar die der TAZ - bemühen sich um Fakten, die für den Leser relevant sind.

    Die Vermutung, dass es in irgendwelchen Dörfern so wenige "Ausländer" gibt, dass die Mehrzahl der Verbrechen von "Deutschen" begangen wird, ist fair, aber für die Mehrzahl der Leute außerhalb dieses Dorfes irrelevant.

    Die Zahlen der Welt reflektieren die Erfahrung der Öffentlichkeit, dass in den Großstädten des Westens "Ausländer" (definiert als Menschen mit Migrationshintergrund") weit überproportional an Straftaten beteiligt sind, insbesondere an Gewalttaten und Eigentumsdelikten, die viele von uns direkt betreffen.

    Und dieser Feststellung widersprichst auch du ja nicht, oder ?

  7. User Info Menu

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Zitat Zitat von Opelius
    Weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen, und eigentlich auch nicht bei Erwachsenen ist eine Strafandrohung, egal wie hart, eine Schranke gegen kriminelle Handlungen.
    Da stimme ich Dir zu. In den Diskussion hier wird ja nicht einmal unterschieden zwischen einem Ersttäter und einem mehrfach vorbestraften Täter.

    Bei einem erstmalig auffälligen Jugendlichen, ob ausländer oder nicht, gibt es vielschichtige Möglichkeiten, ihm sein Unrecht und die daraus entstehenden Folgen vor Augen zu führen. Die sollte man dann auch erst einmal versuchen. Da muss man nicht gleich mit Knast oder der Ausweisung kommen.

    Bei den einen funktioniert es und sie werden nie wieder auffällig, bei anderen nicht.
    Und die Frage ist doch, was mache ich mit denen, die im Alter von 18-20 Jahren schon eine Strafakte mit 20 oder mehr Einträgen haben?

    Ob hier ein Boxcamp wirklich weiterhilft?
    Und müssen wir wirklich allen straffällig gewordenen Ausländern eine Heimat bieten bzw. warum sollten wir sie nicht zurück in ihre Heimat schicken, wenn sie sich augenfällig nicht in unsere Gesellschaft eingliedern wollen?
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  8. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    @ setshu

    Formell machen sich auch Ausländer, die sich illegal in Deutschland aufhalten, strafbar.

    Aber unsere Diskussion hier bezieht sich auf Straftäter in Bereichen, die auch für Menschen mit deutschem Pass relevant wären.


    Separater Punkt:

    Herr Kolat, der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland, fordert einen Verhaltenskodex bei der Diskussion über Straftaten von Ausländern in Deutschland.

    Ich finde er sollte ebenfalls (betone: EBENFALLS!) einen Codex für das Verhalten der Ausländer (Türken) in Deutschland vorschlagen, den auch die kleine kriminelle Minderheit annimmt!

  9. User Info Menu

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nachtrag: Falls irgendwer solche Statistiken kennt, wäre ich sehr dankbar, wenn sie hier vorgestellt würden. Es wäre die m.E. einzige Basis, auf der eine sachliche Diskussion über kulturelle Gründe der Ausländerkriminalität überhaupt möglich wäre.
    Laut der Opferorganisation "Weißer Ring" werden 3x soviel türkische Jugendliche wie deutsche Jugendliche straffällig.
    Bei Deutschen mit Migrationshintergrund liegt das Verhältnis 2:1.

    Welche Art von kulturellen Gründen meinst Du?
    Etwa in der Art: "In meiner Heimat wird gesteinigt, also schlage ich hier gleich zu, wenn mir etwas nicht passt?
    Oder mehr: "Aus Frust weil ich aufgrund meiner schlechten Schulbildung keine Job habe schlage ich schwächere Deutsche zusammen."
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  10. Inaktiver User

    AW: Zu viele kriminelle Ausländer?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Zahlen der Welt reflektieren die Erfahrung der Öffentlichkeit, dass in den Großstädten des Westens "Ausländer" (definiert als Menschen mit Migrationshintergrund") weit überproportional an Straftaten beteiligt sind, insbesondere an Gewalttaten und Eigentumsdelikten, die viele von uns direkt betreffen.

    Und dieser Feststellung widersprichst auch du ja nicht, oder ?
    Oh doch, in jeder Hinsicht.

    Erstens beweisen seriöse Statistiken, dass die Zahlen der "Welt" Unsinn sind.

    Zweitens reflektieren sie die Stellungnahme des Springerverlages zu den anstehenden Wahlkämpfen, wie ich oben bereits ausgeführt habe.

    Drittens reflektiert die unkritische Aufnahme dieses Artikels und die Tatsache, dass mancher selbst bei den absurdesten Zahlenspielen nicht zusammenzuckt, eine latent vorhandene Ausländerfeindlichkeit.


    Aber ich will darüber gar nicht mehr diskutieren. Jeder hat aus dem Aritikel in der WELT und der sich daran anschließenden Diskussion seine Schlüsse längst gezogen. Ich auch.
    Geändert von Inaktiver User (11.01.2008 um 12:49 Uhr)

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