Genaugenommen kann ich mich nicht daran erinnern, dass das jemals anders warZitat von Inaktiver User
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09.01.2008, 23:23Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
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10.01.2008, 00:13
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Was das neueste Wahlplakat der CSU leider bestätigt.
Zitat von Inaktiver User

So sehr ich der Meinung bin, dass dringend etwas gegen die Gewalt auf unseren Straßen geschehen muss, so abstoßend und übel finde ich, die Problematik für einen Wahlkampf zu missbrauchen.Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
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10.01.2008, 00:35Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
http://www.tagesschau.de/inland/koch18.html
JA! Ich spende auch!!!!!!Zentralrat der Juden kritisiert Koch
"Wahlkampf nahe dem NPD-Niveau"
Die Wahlkampfkampagne der hessischen CDU gegen jugendliche Gewalttäter mit ausländischem Pass hat erneut heftige Reaktionen hervorgerufen. "Das Niveau des Wahlkampfes von Herrn Ministerpräsident Roland Koch unterscheidet sich kaum noch von dem der NPD", sagte der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer. Er warnte davor, Vorurteile gegenüber Ausländern zu schüren. Es gebe bereits "erste Anzeichen, dass vor allem die NPD und andere rechtsextreme Gruppen die Debatte nutzen". Kramer nannte es unverantwortlich, wenn Politiker hier mit dem Feuer spielen. "Wir brauchen scheinbar keine Programme gegen Rechts, sondern Erziehungs- und Ethikkurse für einige Politiker", kritisierte er.
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10.01.2008, 07:56
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Nur bei den kriminell gewordenen Ausländern, die keine Aufenthaltsgenehmigung haben, die schon bestehende Gesetze anwenden.
Zitat von Inaktiver User
§ 223 Körperverletzung
(1) Wer eine andere Person körperlich mißhandelt oder an der Gesundheit schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
§ 224 Gefährliche Körperverletzung
(1) Wer die Körperverletzung
1. durch Beibringung von Gift oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen,
2. mittels einer Waffe oder eines anderen gefährlichen Werkzeugs,
3. mittels eines hinterlistigen Überfalls,
4. mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich oder
5. mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung begeht, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
§ 226 Schwere Körperverletzung
(1) Hat die Körperverletzung zur Folge, daß die verletzte Person
1. das Sehvermögen auf einem Auge oder beiden Augen, das Gehör, das Sprechvermögen oder die Fortpflanzungsfähigkeit verliert,
2. ein wichtiges Glied des Körpers verliert oder dauernd nicht mehr gebrauchen kann oder
3. in erheblicher Weise dauernd entstellt wird oder in Siechtum, Lähmung oder geistige Krankheit oder Behinderung verfällt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren.
(2) Verursacht der Täter eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen absichtlich oder wissentlich, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren.
(3) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 2 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
Einer der Ausländer, die in der Müncher U-Bahn einen Rentner fast zu Tode geprügelt haben, ist ein 20 jähriger Türke, der 39 Einträge bei der Polizei - von gefährlicher Körperverletzung bis hin zu Raub - hat.
Er kann also nach "Erwachsenenstrafrecht" verurteilt werden und dürfte wohl auch als Wiederholungstäter eingestuft werden.
Sein Begleiter, ein 17-jähriger Grieche bringt es immerhin schon auf 23 Eintragungen bei der Polizeit, von Raub über Bedrohung bis hin zur Körperverletzung.
Auch er ein Wiederholungstäter.
Das Höchstmaß der Jugendstrafe für Heranwachsende beträgt zehn Jahre.
Also in beiden Fällen (selbst wenn der 20-jährige Türke unter das Jugendstrafrecht fällt) könnten Strafen von 5 Jahren oder mehr verhängt werden, da beide mehrfache Wiederholungstäter sind.
Damit wäre auch den, von Dir angeführten, EU-Verträgen Rechnung getragen.
Dieser Strang trägt den Titel "Zu viele kriminelle Ausländer?" und nicht "Jugendkriminalität". Du weichst vom Thema ab.
Zitat von Inaktiver User
Geändert von setshu (10.01.2008 um 07:59 Uhr)
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
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10.01.2008, 09:16Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
"statistisch-mathematisch"? Das ist doch lächerlich. Diese Journalisten wissen nicht einmal wie man 'Statistik' buchstabiert. Oder aber sie wissen es, haben aber für diesen Wahlkampf Vorgaben ihres Verlegers zu erfüllen.
Zitat von Inaktiver User
Lass uns nicht vergessen, dass Zeitungsverleger und Chefredakteure für gewöhnlich nicht unpolitisch sind. Es gab vor Jahren die Schlagzeile, dass eine Redaktionskonferenz der Financial Times Deutschland über eine konkrete Wahlempfehlung entschieden hat. Der Springerverlag ist keineswegs unpolitischer als die FTD.
Und lass uns auch nicht vergessen, wie die derzeitige Diskussion (unabhängig von den tatsächlich bestehenden Problemen) einzuordnen ist: als Wahlkampfstrategie des Populisten Roland Koch, der mitsamt seinen CDU-Kollegen einen Weg gesucht hat um dem Umfragetief vor den kommenden Landtagswahlen zu begegnen.
Um zu den "Fakten" zurück zu kommen: Wer 'Statistik' buchstabieren kann, weiß, dass eine Stichprobe von 25 niemals Aussagekraft haben kann. Die Daten sind für einen willkürlichen Zeitraum und einen willkürlichen geografischen Raum erhoben worden. Es wäre ein Leichtes, eine ebensolche "Statistik" anzufertigen, von anderen Gegenden, anderen Zeiträumen, die exakt das Gegenteil ergeben.
Die Auswahl ist also manipulativ. Die Definition von "Ausländer" und "Deutscher" darüber hinaus höchst unüblich (neutral ausgedrückt).
Es ist nicht nur - wie du schreibst - grober Unfug daraus zu schließen, dass Deutsche keine Gewalttaten begehen. Es ist vielmehr grober Unfug solche merkwürdigen Daten überhaupt zum Thema eines Zeitungsartikels zu machen.
Aber ich finde es hoch interessant zu sehen, wie stark die latente Ausländerfeindlichkeit offenbar doch ist. Denn nur dadurch ist zu erklären, dass diese lächerlichen, unglaublichen und gesellschaftspolitisch höchst bedenklichen Aussagen dieses Springerblattes als vermeintliche Wahrheit hingenommen werden.
Der Zentralrat der Juden sieht nicht umsonst große Ähnlichkeit zu Wahlkämpfen der NPD. Es ist interessant zu sehen, dass viele Menschen darauf ansprechen, wenn man auf der gleichen Flasche das Etikett "NPD" gegen das Etikett "CDU" austauscht.
.Geändert von Inaktiver User (10.01.2008 um 17:08 Uhr)
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11.01.2008, 09:56
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Die BILD-Zeitung in diesem Bereich berichtet Fakten. Sie nicht. Sie schützen die Täter und verhöhnen die Opfer.
Zitat von Inaktiver User
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11.01.2008, 10:01Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
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Wen es interessiert: hier findet man ein paar sehr interessante Grafiken zum Thema Ausländerkriminalität und Jugendkriminalität sowie deren Bearbeitung vor den Gerichten:
Fakten
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11.01.2008, 10:51
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Zur Zeit leben in der BRD ca. 82,5 Millionen Einwohner, davon 6,7 Mill. Einwohner mit nichtdeutscher Staatsbürgerschaft.
Zitat von Inaktiver User
d.h. prozentual: 92% deutsche und 8% ausländische Bürger.
Ich habe jetzt mal den Mittelwert aus allen 16 Bundesländern gebildet und komme auf 20 % Straftaten, die von Ausländer begangen werden.
Wenn man jetzt noch berücksichtigt, das ehemalige Ausländer mit jetzt deutscher Staatbürgerschaft nicht unter diese 20% fallen, heißt dies:
von den 8% ausländischer Bevölkerung werden 1/5 aller Straftaten begangen.
Alle Achtung.Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
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11.01.2008, 11:11Inaktiver User
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Zitat von Inaktiver User
Ich habe oben geschrieben, dass, selbst wenn man die begrenzte Auswertung durch Die Welt bezweifelt, es keinen Zweifel gibt, dass in der Kriminalstatistik allgemein und besonders unter den Jugendlichen Täter mit Migrationshintergrund weit überrepräsentiertt sind.
Oder meldest du hierzu Zweifel an???
Wenn ja, auf welcher Basis ??
Die Aussage in Der Welt bezieht sich auf die Taten, die sie in einem begrenzten Zeitraum in einer kleinen Region ausgewertet haben, es wird nicht behauptet, dass die Zahlen für ganz Deutschland repräsentativ seien.
Du hast keinerlei Daten um zu zeigen, dass die Auswertung in Die Welt nicht fachlich korrekt war. Oder hast du präzise Informationen aus dem Zeitraum und der Region, die diesen Zahlen widersprechen?
Alle Kriminalstatistiken bestätigen, dass, wie gesagt, Menschen mit Migrationshintergrund unter den Tätern weit überrepräsentiert sind.
Zweifel an der Korrektheit dieser Aussage?
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11.01.2008, 11:11
AW: Zu viele kriminelle Ausländer?
Das ist doch kein neues Phänomen. In den 50-ern und 60-ern Jahren hättest Du diese Statistik auch über die Flüchtlingskinder aufmachen können. Herausgerissen, Lagererfahrung, Eltern (odt nur noch die Mutter) traumatisiert, als "Volks-" Deutsche diffamiert. Sie bildeten damals den Bodensatz, der wenn er nicht psychisch krank werden wollte, ein hohes Maß an krimineller Engergie hervorbrachte. Keineswegs alle, aber die Jugendschutzstellen, Erziehungsheime und Jugendgefängnisse waren voll mit ihnen. Irgendein Pädagoge der damaligen zeit prägte dann auch dn Satz: die vaterlosen Kinder verwahrlosen.
Zitat von setshu
Wenn aber der Mann, der angeblich Volkes Stimme wiedergibt, im Fernsehen auf Nachfrage zugegeben muss, dass in seinem Bundesland jugendliche Straftäter besonders lange auf ihren Prozeß und ihren Strafantritt warten müssen, so stellt er sich selbst am deutlichsten an den Pranger.
Jeder, der Kinder und Jugendliche erzieht, weiss, dass nur schnelle Strafen irgendetwas bewegen können. Wer während seiner Regierungszeit 120 Staatsanwaltstellen streicht, die Polizei ausdünnt, gar nicht genügend Haftplätze hat, um einzulochen, der lügt seinem Wählervolk etwas vor.
Und wer behauptet, dass nicht genügend Straftäter abgeschoben werden, lügt ebenfalls. Soeben habe ich in den Nachrichten gehört, dass allein der Regierungsbezirk Ostwestfalen-Lippe (etwa 1 Million Einwohner) im letzten Jahr 280 Abschiebungen vorgenommen hat.
Weder bei Kindern, noch bei Jugendlichen, und eigentlich auch nicht bei Erwachsenen ist eine Strafandrohung, egal wie hart, eine Schranke gegen kriminelle Handlungen. Da hilft nur eins: viel mehr Streifenpolizisten, viel mehr Personal in der Justiz, um zügig aburteilen zu können und auch ausreichende Haftplätze. Die fehlen bekanntlich auch, denn sonst wäre vor einem Jahr nicht dieser fürchterliche Mord in der JVA Siegburg passiert. Dort waren 4 Häftlinge in einem für max. zwei ausgelegtem Haftraum untergebracht und haben offentsichtlich aus Langeweile einen Mithäftling massakriert.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel


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