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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Es gibt noch eine Gruppe Verlierer durch das neue Elterngeld: Bekannte von mir bekommen das drtte Kind, da die Mutter in den letzten drei Jahren wegen ihrer fünfjährigen Zwillinge nicht gearbeitet hat, bekommt sie jetzt nur ein Jahr lang den Mindestsatz.
    Aber anscheinend sind die ersten Kinder von Akademikerinnen deutlich wertvoller als die dritten Kinder einer Handwerksfamilie...

  2. Inaktiver User

    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Zitat Zitat von tini70
    Es gibt noch eine Gruppe Verlierer durch das neue Elterngeld: Bekannte von mir bekommen das drtte Kind, da die Mutter in den letzten drei Jahren wegen ihrer fünfjährigen Zwillinge nicht gearbeitet hat, bekommt sie jetzt nur ein Jahr lang den Mindestsatz.
    Aber anscheinend sind die ersten Kinder von Akademikerinnen deutlich wertvoller als die dritten Kinder einer Handwerksfamilie...
    Wie kommst Du auf diesen Schluß?

    Es ist kein erhöhtes Kindergeld sondern eine Lohnersatzleistung und wenn die Frau vorher nicht arbeitete, wird sie auch keinen Lohn ersetzen müssen. Genauso bekäme sie kein ALG I oder Krankengeld, die ebenfalls Lohnersatzleistungen sind.

    Das hat mit dem Wert der Kinder nichts zu tun.

  3. VIP

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    auch die väter können elternzeit nehmen. dann würde ihr gehalt zur berechnung des elterngelds genommen werden und die chancen auf ein höheres elterngeld als mindessatz steigen.

    freunde von uns machen das so. sie steigt nach 8 wochen mutterschutz wieder ein (30std) und er übernimmt dann baby und kleinkind für ein jahr.
    so haben sie mehr geld zur verfügung, wie wenn er arbeiten würde und sie zuhause bliebe. außerdem ist sie nicht so lange aus dem job draußen.

    an der kinderbetreuung muss noch gearbeitet werden.

    ps. wir haben damals erziehungsgeld beantragt. da wir freiberufler sind, waren die antragsbearbeiter überfordert. so hat es 11 monate gedauert, bis wir den bescheid hatten, dass wir erziehungsgeld bekommen. die einmalige zahlung des erziehungsgeldes (für 12 monate) kam am ersten geburtstag unseres sohnes.

    es war schön, diese summe zur erhalten. dennoch hätte ich nicht so viele stunden arbeiten müssen, wenn wir das geld zeitnaher und monatlich erhalten hätten.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie kommst Du auf diesen Schluß?

    Es ist kein erhöhtes Kindergeld sondern eine Lohnersatzleistung und wenn die Frau vorher nicht arbeitete, wird sie auch keinen Lohn ersetzen müssen. Genauso bekäme sie kein ALG I oder Krankengeld, die ebenfalls Lohnersatzleistungen sind.

    Das hat mit dem Wert der Kinder nichts zu tun.
    Der Satz ist so natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Aber die Tatsache bleibt, dass es dieser Familie mit der alten Regelung des Erziehungsgeldes besser gegangen wäre, dieses hätten sie zwei Jahre lang beziehen können.
    Meine Freundin hat ja vor den Zwillingen ein paar Jahre gearbeitet, aber verständlicherweise dann mit zwei kleinen Kindern in dem Alter pausiert.
    Wenn sie jetzt das Elterngeld in der Höhe bekommen würde, als wenn sie auch in den letzten Jahren gearbeitet hätte, dann fände ich die Regelung fair. Sie hat ja nicht auf der faulen Haut gesessen, sondern einen Haushalt mit zwei Kindern geschmissen, die auch noch starke gesundheitliche Probleme hatten.

  5. Inaktiver User

    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Zitat Zitat von tini70
    Der Satz ist so natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Aber die Tatsache bleibt, dass es dieser Familie mit der alten Regelung des Erziehungsgeldes besser gegangen wäre, dieses hätten sie zwei Jahre lang beziehen können.
    Meine Freundin hat ja vor den Zwillingen ein paar Jahre gearbeitet, aber verständlicherweise dann mit zwei kleinen Kindern in dem Alter pausiert.
    Wenn sie jetzt das Elterngeld in der Höhe bekommen würde, als wenn sie auch in den letzten Jahren gearbeitet hätte, dann fände ich die Regelung fair. Sie hat ja nicht auf der faulen Haut gesessen, sondern einen Haushalt mit zwei Kindern geschmissen, die auch noch starke gesundheitliche Probleme hatten.
    Bei den vorherigen Lösungen hat es auch viele gegeben, die max. ein halbes Jahr Erziehungsgeld bezogen, weil das Familieneinkommen bei einem Kind (ich glaube und bitte korrigiert mich, wenn ich irre) über 36.000 DM lag.

    Das sind viele leer ausgegangen, die sogar vorher gearbeitet haben und das halte ich für noch schlechter.

    Es ist keine Belohnung fürs Erledigen eines Haushalts oder Ausgleich für gesundheitliche Miseren, sondern schlicht eine Lohnersatzleistung.

    Gruss

    vita

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Ich halte das Elterngeld für eine gute Idee. Verdienende Frauen (ob Akademikerinnen oder nicht) und Frauen, die Gering-oder Nichtverdienderinnen sind, benötigen unterschiedliche Hilfen. Man kann es nicht mit einer Regelung allen Recht machen. Frauen, die vor der Geburt eines Kindes jahrelang gut verdient haben, wollen nicht plötzlich finanziell vom Gehalt des Partners abhängig sein- dazu ist diese Lohnersatzleistung gut. Aber- diese Frauen wollen auch nach 1 Jahr beruflich wieder einsteigen. Und das nicht mit einer Halbtagsvariante. Ohne vernünftige und flexible Betreuungsmöglichkeiten für Kleinkinder verfehlt das Elterngeld seinen Zweck.
    LaDiva

    ____________________________

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Ich behaupte mal, die Anzahl der Frauen, die mit einem Kind unter zwei Jahren wieder ganztags arbeiten wollen, wird äußerst gering sein.
    Ein Kind unter zwei Jahren bringt man normalerweise gegen sieben ins Bett. Bei einem Job der um halb neun anfängt, eine knappe Stunde Fahrtzeit, eine Stunde Mittag und ab und zu Überstunden würde es dazu führen, das man sein Kind fast nur noch schlafend sieht.
    Das würde für mich auch zu einer Ferbesserung der Situation beitragen:Mehr Teilzeitstellen, auch für verantwortungsvolle Positionen.

  8. gesperrt

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Gibt es eigentlich nur in BW ein Landeserziehungsgeld?

    Bei uns gibt es (einkommensabhängig) direkt im Anschluß an das Elterngeld, zusätzlich zum Kindergeld, nochmals bis zu € 205,--/Mo für das erste und zweite, sowie ab dem dritten Kind € 240,--/Mo.. Familienstand ist egal, es gelten nur andere Einkommensgrenzen.

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    AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Zitat Zitat von tini70
    Es gibt noch eine Gruppe Verlierer durch das neue Elterngeld: Bekannte von mir bekommen das drtte Kind, da die Mutter in den letzten drei Jahren wegen ihrer fünfjährigen Zwillinge nicht gearbeitet hat, bekommt sie jetzt nur ein Jahr lang den Mindestsatz.
    Aber anscheinend sind die ersten Kinder von Akademikerinnen deutlich wertvoller als die dritten Kinder einer Handwerksfamilie...
    Den Mindestsatz Elterngeld von 300 Euro (der ja früher der Höchstsatz Erziehungsgeld war) hat sie aber einkommensunabhängig sicher. Wie lange und in welcher Höhe sie das Erziehungsgeld aber nun nach dem dritten Kind bekommen hätte, hätte ja vom Einkommen ihres Partners abgehangen. Also bitte nicht so tun, als ob sie die 300 Euro garantiert zwei Jahre voll bekommen hätte, das trifft nämlich nur auf Familien mit einem sehr geringen Einkommen des Hauptverdieners zu, die Einkommensgrenzen nach 6 & 12 Monaten sind nachzulesen.
    Aber entsprechende Behauptungen, daß es ja jetzt so viel schlechter ist, sind ja immer schnell aufgestellt.

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    smirk AW: Elterngeld - mehr Verlierer als Gewinner?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bei den vorherigen Lösungen hat es auch viele gegeben, die max. ein halbes Jahr Erziehungsgeld bezogen, weil das Familieneinkommen bei einem Kind (ich glaube und bitte korrigiert mich, wenn ich irre) über 36.000 DM lag.

    Das sind viele leer ausgegangen, die sogar vorher gearbeitet haben und das halte ich für noch schlechter.

    Es ist keine Belohnung fürs Erledigen eines Haushalts oder Ausgleich für gesundheitliche Miseren, sondern schlicht eine Lohnersatzleistung.

    Gruss

    vita
    Meine Frau hat keinen Cent Erziehungsgeld gesehen, da MEIN Einkommen über den Grenzen lag - seltsam, ich hatte irgendwie doch tatsächlich mal den Eindruck, das Geld sollte den Frauen zugute kommen, die ihre Berufstätigkeit den Kindern zuliebe für eine gewisse Zeit unterbrechen. So gesehen, hat das alte Erziehungsgeld so manche Mutter notgedrungen schneller in den Job zurückgezwungen, als es dem Elterngeld hier unterstellt wird.

    Aber in D wird halt gern gejammert und subjektiv gesehen ist die Welt halt einfach ungerecht.

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