Wie ich geschrieben hatte, ist die Technologie grundsätzlich vorhanden; sie basiert auf der Kohleverflüssigung (Weiterentwicklung vom Fischer-Tropsch Verfahren) wie sie im Krieg schon verwendet wurde.
Allerdings ist die Technologie sehr teuer, und im Übrigen dauert es vom erfolgreichen Laborexperiment über das Technikum und Kleinserien bis zur breiten Anwendbarkeit mindestens ein Jahrzehnt dauert, eher mehr - man denke daran wie lange es dauert die Photovoltaik umzusetzen, trotz der gewaltigen Subventionen.
Die spezielle Technik wird allerdings seit Jahren wie sauer Bier angepriesen, ohne dass sich bisher jemand gefunden hat, der sie kommerziell entwickeln wollte. Und wenn es tatsächlich eine IN DER PRAXIS FUNKTIONIERENDE exotherme Reaktion gäbe, dann sollte sich doch jedes Unternehmen sämtliche Finger nach diesem Perpetuum Mobile lecken ....
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24.01.2008, 21:26Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
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24.01.2008, 22:51Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Ich schätze auch, dass das alles Luschen und Ökoträumer sind beim Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung
Zitat von Inaktiver User
WW
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25.01.2008, 09:53
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Ob Du es glaubst oder nicht, selbst ich habe dies schon hin und wieder in meiner Küche gezeigt.
Zitat von Inaktiver User
Bei dem obigen Verfahren bekommt man allerdings einen wässrigen Kohlebrei, der zur Gewinnung von Kraftstoff in weiteren Syntheseprozessen "veredelt" werden muss. Diese Verfahren sind übrigens schon seit knapp 100 Jahren bekannt.Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
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25.01.2008, 09:54Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
@ Wannenwichtel
Ich bin sicher, dort sitzen hervorragende Leute, die aber vielleicht zu wenig Praxisbezug haben.
Meine Erfahrung zeigt, dass von 11 Patenten, an denen ich beteiligt war - und die in einem Industrieunternehmen entwickelt wurden! - im Ergebnis eines eine tatsächliche Anwendung gefunden hat (vielleicht kommt ja noch ein zweites dazu). Beim Rest haben die Praxistests gezeigt, dass sie sich (bisher jedenfalls) nicht rechnen.
Aber bei allen Erfindungen waren wir anfangs so hoffnungsvoll, dass die Firma das teure Geld für eine Patentanmeldung in die Hand genommen hat ...
Meine einzige Ausage zu dieser Technologie ist, dass sich bisher kein Unternehmen gefunden hat, um Geld hinein zu stecken. Trotz des "Perpetuum Mobile" Effekts!
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25.01.2008, 10:06Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat

Zumal sich dieses Verfahren sogar dazu eignet neuen Mutterboden für ausgelaugte Landstriche zu erzeugen.
WW
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25.01.2008, 10:06Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Zitat von setshu
Das Wasser wird verdampft- das ist alles
zurück bleibt die Kohle
WW
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25.01.2008, 11:04Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Dass dieses Verfahren angeblich bereits seit 100 Jahren bekannt ist, bedeutet nicht, dass es schlecht ist - sondern lediglich, dass bis dato offensichtlich kein Bedarf bestand, es weiter zu erforschen und zu verbessern da man mit der Ausbeutung und dem Verheizen fossiler Brennstoffe wie Öl und Kohle, ausreichend beschäftigt war.
Zitat von setshu
WW
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25.01.2008, 11:15Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Und es einfach auch vielleicht günstiger war, das Öl aus der Erde zu pumpen? Stichwort Ölsand. Hat sich bis vor einigen Jahren auch keiner drum gekümmert, nun lohnt sich das.
Zitat von Inaktiver User
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25.01.2008, 11:22Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Da ja offenbar kein Mensch hier den entsprechenden Link lesen will , sondern lieber olle 100jährige Kamellen ausgebuddelt werden.. hier noch mal zum besseren Verständnis ein Zitat aus diesem Link:
Rezept aus der Natur
Inkohlungsprozess enträtselt
Die Natur hat es uns vorgemacht: Kohle, Erdöl und Erdgas entstanden in Jahrmillionen tief in den Schichten der Erde aus abgestorbenen Pflanzen, also letztlich aus Biomasse. Das lernt man schon in der Schule. „Aber niemand hat sich bisher darüber Gedanken gemacht, wie das wirklich geschieht“, wundert sich Antonietti.
Energierohstoff Kohle
© USGS
Seine eingehende Literaturrecherche ergab zwar viele Vermutungen und Gemeinplätze – häufig ist vom „Inkohlungsprozess“ die Rede –, aber zum Kern der Frage, nämlich wie dieser wirklich abläuft, war bisher noch kaum jemand vorgestoßen. Antonietti hatte den Mut dazu. „Ich nehme mir heute die Freiheit, solche Fragen zu stellen“, sagt der 46-jährige Chemiker, „auch auf die Gefahr hin, als Spinner zu gelten. Aber lieber setze ich meinen Ruf aufs Spiel, als der Wahrheit nicht näher zu kommen“.
Im Fall der Kohle hat das sogar schon beim ersten Versuch geklappt. Der Forscher ist nicht nur der Entstehung der Kohle auf die Spur gekommen, sondern hat ganz nebenbei einen Prozess entdeckt, der die Energiegewinnung revolutionieren könnte.
Welch große Bedeutung eine nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft unserer Gesellschaft hat, weiß zwar grundsätzlich auch die breite Öffentlichkeit. Weit weniger bekannt ist allerdings, dass es noch viel zu erforschen gibt; und es geht nicht nur um Verfahrenstechnik und Prozessführung, um Steigerung der Ausbeuten und Wirkungsgrade. Nein, es geht auch heute noch um ganz fundamentale Probleme, die sich nur mittels echter Grundlagenforschung lösen lassen – und die damit zur angestammten Domäne der Max-Planck-Gesellschaft zählen.
WW
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25.01.2008, 13:21Inaktiver User
AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)
Genau was ich oben sage: Es ist ein seeeeehr weiter Weg von der Identifizierung eines wissenschaftlichen Konzepts bis zur Umsetzung in die industrielle Großproduktion ...
Zitat von Inaktiver User
Wahrscheinlich muss noch viel Arbeit von den Forschungsinstituten wie Max Planck gemacht werden, ehe es für Praxistests einsetzbar wird, die zeigen können, ob es in der Praxis verwendet werden kann ....


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