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  1. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Niemand wird gezwungen all diesen "Kikikram" aus Plastik zu kaufen, überhaupt in Urlaub zu fahren oder ein Auto zu benutzen.

    Allerdings würde ich gern das Geschrei hören, wenn all dies plötzlich untersagt oder hoch besteuert würde, denn dann würden bei uns Millionen von Arbeitsplätzen wegfallen.

    Aber das ist ja in diesem Zusammenhang nicht relevant, oder ???

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    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    [b]

    @setshu
    Du kannst hier alles in Frage stellen, selbstverständlich! Das hat aber nichts mit einer Diskussion über dieses Thema zu tun. Mit Infragestellen ändert sich nämlich nichts. Da wir aber unser Verhalten ändern müssen, auch wenn es schwer ist, sollten wir statt Infragestellen uns auf das Wesentliche konzentrieren
    Wo stelle ich den alles in Frage?
    Was ist überhaupt alles?

    Biodiesel ist doch nur ein Teilaspekt der ökologischen Energiegewinnung und da kann der liebe Herr Gabriel noch so von "synthetischem Kraftstoff aus verflüssigter Biomasse" faseln, die Probleme dieser Kraftstoffgewinnung bleiben bestehen und werden nicht nur von mir, sondern auch von allen führenden Umweltschutzorganisationen angeführt.

    Zur Gewinnung der "verflüssigten Biomasse" in derart großen Mengen, wie sie zur Synthese von Biokraft benötigt werden, müssen nämlich

    • entweder großflächige Monokulturen für die Gewinnung von Pflanzenölen,
    • oder Massenvielhaltung zur Gewinnung von tierischem Fett

    eingesetzt werden.

    Die ökologischen Folgeschäden von Monokulturen und Massenviehhaltung sind hinlänglich bekannt und können auch von Herrn Gabriel nicht wegdiskutiert werden.

    Wer sich also für den Klima- und Umweltschutz nicht nur in Deutschland sondern auf dem ganzen Globus interessiert, wird diese Problematik gerne diskutieren.
    Wer allerdings nur seinem Umweltguru Gabriel applaudieren will, dem ist dies Diskussion natürlich ein Dorn im Auge.

    Stellt sich mir die Frage, warum sich Sigmar Gabriel so sehr für die Gewinnung "synthetischen Kraftstoffs auf verflüssigter Biomasse" einsetzt.

    Immerhin saß er während seiner Amtzeit als Ministerpräsident von Niedersachsen (1999 - 2003) auch im Aufsichtsrat von VW. Zudem war er als geschäftsführender Gesellschafter der Lutz Lehmann & Sigmar Gabriel GbR von 2003-2005 mehrmals im Auftrag des VW-Konzerns in Brüssel, um dort deren Interessen vor der EU zu vertreten.
    Als Politiker sollte man ja auch an die Zeit ohne politische Ämter denken.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  3. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von setshu
    Biodiesel ist doch nur ein Teilaspekt der ökologischen Energiegewinnung
    Eine banale Aussage.
    Das sieht nämlich JEDER so, auch "der liebe Herr Gabriel".

    Zur Gewinnung der "verflüssigten Biomasse" in derart großen Mengen, wie sie zur Synthese von Biokraft benötigt werden, müssen nämlich

    • entweder großflächige Monokulturen für die Gewinnung von Pflanzenölen,
    • oder Massenvielhaltung zur Gewinnung von tierischem Fett

    eingesetzt werden.

    Die ökologischen Folgeschäden von Monokulturen und Massenviehhaltung sind hinlänglich bekannt und können auch von Herrn Gabriel nicht wegdiskutiert werden.
    Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft und aufgrund der Vorgaben aus Brüssel zum Schutz vor Gemüse- und Getreidehalden liegen derzeit beträchtliche landwirtschaftliche Nutzflächen brach und weitere Flächen könnten in Zukunft zusätzlich wegfallen - je nach EU-Agrarpolitik.
    Nun könnte man diese ungenutzten Flächen entweder renaturieren (was den bäuerlichen Eigentümern wenig gefallen dürfte) oder landwirtschaftlich anderweitig nutzen.


    Wer allerdings nur seinem Umweltguru Gabriel applaudieren will, dem ist dies Diskussion natürlich ein Dorn im Auge.

    Stellt sich mir die Frage, warum sich Sigmar Gabriel so sehr für die Gewinnung "synthetischen Kraftstoffs auf verflüssigter Biomasse" einsetzt.
    Tut er doch gar nicht ("so sehr einsetzen"). Es ist - wie du in Posting #1 dieses Strangs lesen könntest - nur eines von vielen Teilaspekten und sicher nicht der wichtigste.
    Nur du machst daraus eine solche große Geschichte, die mit (für mich unerklärlichen) Seitenhieben gegen Gabriel gewürzt werden.
    Geändert von Inaktiver User (23.01.2008 um 13:13 Uhr)

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    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Blautanne,

    wie mir scheint überblickst Du die Problematik wirklich nicht.


    Es geht nicht um die landwirtschaftlichen Flächen sondern um die ökologischen Folgen, die eine intensive Bewirtschaftung mit Monokulturen unter Verwendung von großen Mengen an Dünger und Pestiziden hat.
    Und mit der Fläche der intensiv bewirtschafteten Äcker steigen auch die ökologischen Schäden.

    --------------------------------------------


    Sind Agro-Kraftstoffe klimaneutral?

    Die Industrie behauptet, dass die Verwendung von Agro-Kraftstoffen klimaneutral sei. Ausgangspunkt dieser These ist, dass bei der Verbrennung von Sprit aus Pflanzen nur genau die CO2 - Menge ausgestoßen wird, die im Laufe des Wachstums aufgenommen wurde.

    Bei diesen Berechnungen wird jedoch regelmäßig die Art und Weise der Produktion ausgeblendet. Weder der

    • Energieverbrauch für den Transport,
    • die Herstellung der Pestizide und Düngemittel,
    • als auch der Landmaschineneinsatz
    • und die Verarbeitung der Pflanzen zu Öl bzw. Diesel oder Ethanol

    finden Erwähnung.


    Bei all diesen Vorgängen werden große Mengen an fossilen Kraftstoffen verschwendet.


    Auch bei Regenwaldrodungen bzw. der Trockenlegung von Sumpfgebieten für den Anbau von Ölpflanzen wie Ölpalmen oder Soja werden gewaltige Mengen an CO2 freigesetzt. So stammen zum Beispiel 80 Prozent der Klimagase Brasiliens aus Brandrodung und Abholzung der Regenwälder, und jede auf ehemaligen Moorflächen erzeugte Tonne Palmöl ist verantwortlich für den Ausstoß von 10-30 Tonnen CO2. Der Grund für die hohen Emissionen ist das im Torf gespeicherte Kohlendioxid, das bei der Drainierung freigesetzt wird. In Südostasien sind bereits heute 45 Prozent aller Moorflächen trockengelegt.


    Darüber hinaus stellte eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern um den Chemienobelpreisträger Paul Crutzen fest, dass bei der Verwendung von Kunstdünger große Mengen Lachgas frei gesetzt werden, das als Treibhausgas 300 mal aggressiver wirkt als CO2. Kunstdüngerintensive Sprit-Pflanzen wie Mais und Raps tragen so zusätzlich zu schädlichen Treihausemissionen bei.


    In Europa werden bei der Produktion von Agro-Kraftstoffen rund 80 Prozent der gewonnenen Bioenergie vorher in Form von fossiler Energie investiert. Der Energieverbrauch bei der Verarbeitung des Rohstoffs zu Kraftstoff ist damit fast so hoch wie der Brennwert des Endprodukts.


    Eine Studie zur Analyse der ökologischen Gesamtbilanz von Biokraftstoffen der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) kommt daher abschließend zu dem Ergebnis, dass "Bio"-Diesel aus Raps oder Soja je nach Herkunftsland in ähnlicher Größenordnung zu Treibhausgasemissionen beiträgt wie fossile Brennstoffe, wobei die gesamte Umweltbelastung die von schwefelreduziertem Benzin oder Diesel noch übersteigt.
    Geändert von setshu (23.01.2008 um 14:04 Uhr)
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    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Welche Auswirkungen haben Agro-Kraftstoffe auf Regenwälder?

    Wälder sind neben dem Boden der wichtigste Speicher für Kohlendioxid. Die Rodung der Regenwälder für Energiepflanzen-Monokulturen setzt daher große Mengen des Klimagases frei.
    Durch die massive Urwaldzerstörung trägt zum Beispiel Indonesien jedes Jahr mit über zwei Tonnen Kohlendioxid zum Klimawandel bei und emittiert damit mehr CO2 als Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Die Waldzerstörung ist aktuell für rund 20 Prozent der klimaschädigenden Emissionen verantwortlich.

    Welche Folgen hat der Energiepflanzenanbau für die Böden?

    Energiepflanzen-Plantagen führen aufgrund der agroindustriellen Anbaumethoden zur einseitigen Auslaugung der Böden und durch den daraus resultierenden Nährstoffmangel zu Bodenerosion und fortschreitender Wüstenbildung. Denn meist werden die Monokulturen auf völlig ungeeigneten Böden angelegt. In den Regenwäldern des Amazonasbeckens zum Beispiel ist nach einer Rodung keine länger anhaltende Landwirtschaft möglich. Die dünne Humusschicht ist nach zwei bis drei Jahren erschöpft, oft sogar ausgewaschen oder weggeweht.

    Genauso kurz gedacht ist ein neuer Ansatz der Agrokraftstoff-Industrie, Ölpflanzen wie die Brechnuss (Jatropha) auf marginalen Standorten bzw. Ödland anzubauen. Gerade diese Böden und Ökosysteme sind oft besonders anfällig und werden aus gutem Grund nicht ackerbaulich genutzt. Plantagenmonokulturen würden diese Böden binnen kurzem zerstören und die Bodenerosion weiter beschleunigen.

    Auch für den Anbau von Energiepflanzen hierzulande gilt, dass durch politische Weichenstellungen die Belastung der Böden massiv gefördert wird. Energiepflanzen dürfen nämlich auch auf brachliegenden Feldern angebaut werden. Brachflächen dienen eigentlich als Rückzugsflächen für Tiere und Pflanzen sowie der Bodenregeneration. Intensivanbau von Mais oder Raps für Biogasanlagen oder zur Ölgewinnung sind für unsere sowieso durch jahrzehntelange Misswirtschaft geschundenen Böden reines Gift.

    Was bedeutet der Anbau von Energiepflanzen für den globalen Wasserhaushalt?

    Die Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen ist schon heute für 75 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich. Der Anbau von Pflanzen für Agro-Kraftstoffe erhöht den globalen Bedarf an Wasser radikal. Hält der Agrosprit-Trend unvermindert an, würde im Jahr 2050 genauso viel Wasser für den Anbau von Energiepflanzen verwendet wie für die Lebensmittelherstellung. Und das, obwohl bereits jetzt 1,5 Milliarden Menschen unter Wassermangel leiden.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  6. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zur Produktion von 1 kg Sojaöl werden im Schnitt (unterschiedlich je nach Region) fast 1000 l Wasser verbraucht.

    Für die Feldbestellung, Ernte und den Transport der Feldfrüchte bis zum Verarbeitungsort (also bis zur Raffinerie und vor der Verarbeitung!) werden bei Ölsaaten in der EU mindestens 300 g (steuerbegünstigter) fossiler Treibstoff für 1 kg Erntegut eingesetzt.

    Dazu kommt der Energieeinsatz für Düngemittel, Pestizide, und die Herstellung der Maschinen selbst: Von der Gewinnung der Erze über die Eisen- und Stahlerzeugung bis zur Produktion des Traktors oder des Vollernters.

    Und dabei wird von der Pflanze (Sonnenblume, Raps, ...) kaum 1 % genutzt!

    Wer also behauptet, die Umwandlung von Lebensmitteln in Treibstoff sei "CO2-neutral" ist entweder dumm oder er lügt.

  7. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Die ökologischen Folgeschäden von Monokulturen und Massenviehhaltung sind hinlänglich bekannt und können auch von Herrn Gabriel nicht wegdiskutiert werden.
    @ setshu
    So, tut er das?

    Du bist also auch dafür, dass wir Monokulturen u. Massenviehhaltung abschaffen? Toll, dafür bin ich auch! Dies würde nämlich eine Menge Arbeitsplätze im landwirtschaftlichen Bereich schaffen, Subventionen könnten zurückgefahren werden u. die Viecher müssten auch nicht mehr um den ganzen Erdball transportiert werden bevor es ihnen an den Kragen geht!

    Die Landwirte könnten (wie z. B. in Bayern seit Jahren schon praktiziert) ihre Scheunen m. PV-Anlagen ausstatten u. brachliegende Flächen zu Wiesen umwandeln, eine Freiflächen-Anlage drauf, Kühe oder Schafe drunter zum Abweiden u. als kleines "Draufgeberle" eine Solartankstelle f. Elektro-Fahrzeuge! Wird alles längst gemacht, ist eine super Sache u. über was streiten wir:

    Biosprit!

    Und wozu brauchen wir den?
    Die Antwort weißt Du sicher

    Und ich wünsche mir, dass endlich ein "allgemeines Nachdenken" einsetzt, ob wir wirklich all dies wirklich benötigen, was wir für unverzichtbar halten. Und die "Arbeitsplatz-Verlust-Keule": bitte wo sind denn die Arbeitsplätze sicher: im Bereich Erneuerbare Energie entstehen ständig neue Arbeitsplätze u. es könnten bei einem Umdenken in der breiten Bevölkerung auch in weiteren ökolog. Bereichen noch wesentlich mehr werden.

    Es ist doch nur eine Frage der Zeit, bis uns der "schwarze Saft" ausgeht: wer kann dann noch die ganze Plaste-Sch..... bezahlen u. was bitte wird alles aus Erdöl hergestellt u. wer schert sich dann um die Arbeitsplätze? Auch aus diesem Grund sollten wir uns endlich von unseren "Gewohnheitsrechten" verabschieden!

    Irgendwann ist ein System wie dieses nun mal am Ende: man wird sein Konto auch nicht plündern, wenn nichts nachkommt oder man kriegts irgendwie nicht auf die Reihe Und z. Zt. siehts ja zum Glück so aus, als würde (so langsam) ein Umdenken auf breiter Ebene stattfinden, selbst dort wo mans nicht vermutet, z. B. in Landern wie China.
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2008 um 16:34 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Und wozu brauchen wir den?
    Haben die Oberen vorgeschrieben, daß das Zeug dem normalen Sprit beigemengt werden muß.

  9. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    @ kalina

    die Forderung von Herrn Gabriel, Biosprit auszubauen, ist nicht nur - wie oben von Setshu und mir beschrieben - dumm und absolut nicht geeignet den CO2-Ausstoß zu senken, der Ausbau führt im Gegenteil zu einem weiteren Aubau von Monokulturen.

    Aber Herr Gabriel verlangt ja, dass der Anteil von Bioethanol und Biodiesel im Kraftstoff noch erhöht wird!

    Allerdings muss man auch bei anderen Alternativen realistisch bleiben: Photovoltaik bleibt noch für lange Zeit ein reiner Zuschussbetrieb (ich profitiere davon, wenn meine Anlage fertig ist!), auch auf bayerischen Scheunendächern, und der Weg weg von der jetzigen intensiven Landwirtschaft wird unvermeidlich zu höheren Lebensmittelpreisen führen. Finanziell ok für mich und hoffentlich auch für dich, aber nicht gerade das, was ein Hartz IV Empfänger sich wünscht.

    Und bis wir wirklich unsere jetzigen Benzin- und Dieselautos durch Elektroautos ersetzen können, werden noch Jahrzehnte vergehen.

    Und bis dahin wird die Anpassung des Lebensstandards der Chinesen, Inder und Brasilianer an den unseren alles was wir fürs Klima tun können längst aufgefressen haben. Denn wir können ihnen ja nicht verwehren, was wir für uns wünschen - und ich möchte meinen Lebensstandard wiederum nicht sinken sehen.

  10. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Verflüssigung von Biomasse ist eine sehr interessante Option für die entfernte Zukunft. Genau wie bei der Kohleverflüssigung, die seit den 30er Jahren in Deutschland und während der Boykottzeit in Südafrika weit verbreitet war, leidet das Konzept an den exzessiven Kosten und der Tatsache, dass es sehr energieintensiv ist.

    Bei der Umwandlung von Pflanzenmaterial in Treibstoff gibt es sogar noch weniger Erfahrung - die Holzvergaser-Autos, die in der Nachkriegszeit noch rumgefahren sind, sind aus guten Gründen verschwunden.

    Und bei der Verarbeitung von Pflanzen geht man, im Gegensatz zur Kohle, von einem Ausgangsmaterial mit einer viel geringeren Energiedichte aus.

    Zur Glaubwürdigkeit von Herrn Gabriel: Nach einem Bericht, den ich in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift "elde" gelesen habe, kostet ein Liter regulärer Diesel ohne Steuern € 0.52, ein Liter Bio-Diesel dagegen € 1.25.

    Das bedeutet, dass der Verbrauch von Biodiesel von uns allen mit jeweils 73 cent pro Liter subventioniert wird. Und da es sich um einen Einnahmeausfall des Staates handelt, zahlen wir in der Praxis doppelt, denn das Geld muss ja trotzdem reinkommen.

    Dazu kommen die Preiserhöhungen im Supermarkt, die durch die Umwandlung von Lebensmitteln in Treibstoff mit verursacht werden. Aber das betrifft Herrn Gabriel ja nicht.
    Wenn ich den Bericht im TV gestern Abend ( hab leider den Sender vergessen ) nicht völlig missverstanden habe, dann ist die Verflüssigung und Verkohlung von Biomasse - z.B. aus Grünabfall, keine ferne Zukunft sondern recht einfach und zügig realisierbar.

    Im Laborexperiment wurde gezeigt, wie das Ganze recht einfach funktioniert.

    Kessel... Biomasse ( hier Blätter und einige Tropfen Wasser ) rein. Kessel schließen. 180 Grad Hitze im Kessel erzeugen und der Dinge harren die da kommen.

    Heraus kam Kohlenstoff in Wasser gelöst. Nach Verdampfen des Wassers - blieb der Kohlenstoff übrig. Also Kohle. Allein die Grünabfallmasse Berlins würden lt. Aussage des Forschers der dieses Experiment durchführte, 4 Wochen lang reichen, um 80.000 Haushalte zu beheizen.

    Wichtig ist an diesem Experiment, dass man u.a. die 3 Stufen... Öl.... Braunkohle.... Steinkohle erzielen kann.

    Durchführbar im größeren Maßstab ist diese Verkohlung von Grünabfallmasse in jedem Zementwerk. ( Ofentechnik )

    Hier ein Link zu diesem Verfahren das entwickelt wurde von

    Markus Antonietti, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung.

    Zitat:
    Der Clou an dem neuen Verfahren: Sämtlicher Kohlenstoff, der in Pflanzenmaterial gebunden war, liegt danach in Form von feinsten Partikeln vor, als kleine, poröse Braunkohle-Kügelchen: Sie können direkt oder (was noch effektiver wäre) in Brennstoffzellen verfeuert werden, aber auch zur Produktion von Benzin, Dieselöl oder anderen Chemikalien dienen.

    Bestechend ist die Tatsache, dass diese Umwandlung ohne jeglichen Verlust an Kohlenstoff abläuft, das Verfahren demnach mit hundertprozentiger Kohlenstoff-Effizienz arbeitet. Und dazu kommt noch, dass der Karbonisierungsprozess exotherm funktioniert, also selbst noch Energie liefert. Er könnte damit allen anderen Methoden, aus Biomasse Energie zu ziehen, weit überlegen sein.
    Das Verfahren - "hydrothermale Karbonisierung" genannt - könnte damit die Grundlage für eine nachhaltige und umweltneutrale Energiewirtschaft liefern
    .

    Tja....

    Es lohnt sich übrigens auch die anderen Teile des o.g. Links zu lesen. Die , die unter " Inhalt " aufgeführt sind.

    WW
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2008 um 20:00 Uhr)

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