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  1. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Weiß ich, aber das trifft eben nicht auf alle zu. Und diese andere Gruppe, die wirklich auf bezahlbare Lebensmittel angewiesen ist, die kann man nicht plötzlich auf Öko zum doppelten Preis umstellen. Abgesehen davon bedeutet ja nicht, daß Nicht-Öko unbedingt qualitativ schlechter sein muß und die Umwelt mehr belastet. Stiftung Öko-Test hat sich da ja schon mehrmals mit Frau Kühnast gezofft...
    Selbstverständlich belastet der konventionelle Landbau die Umwelt, die Böden, das Wasser, die Luft, den Menschen, mehr als biologischer Landbau. Das liegt nun mal in der Natur der Dinge.

    Ich könnte jetzt über Humuswirtschaft, Bodenleben und dergleichen referieren... Erkenntnisse allein dazu, gibt es seit vielen vielen Jahren Ich verkneifs mir aber

    WW

  2. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Selbstverständlich belastet der konventionelle Landbau die Umwelt, die Böden, das Wasser, die Luft, den Menschen, mehr als biologischer Landbau. Das liegt nun mal in der Natur der Dinge.
    Also, die Freiluftkühe, die die Wiese zu kacken belasten die Umwelt weniger als die Stallkühe, deren Output in einer Biogasanlage sinnvoll genutzt werden? Nee, man kann durchaus differenzieren.

  3. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Genau ein wichtiger Punkt, den du da ansprichst.... die 365 Tage.... Habe ich schon immer kritisiert, dass z.B. mitten im Winter, z.B. frische Tomaten in den Bioläden zu finden sind.
    Nicht nur das. Da haben 2 (Sterne?) Köche einen CO2-Test gemacht. Der eine ein Gericht mit saisonalen Zutaten aus der Umgebung, der andere mit exquisiten Produkten aus aller Welt. Fazit: Beides war sich sehr ähnlich, beides schmeckte hervorragend, nur daß der eine die Umwelt schonte, während der andere mit seinem Thaispargel (nur als Beispiel für eines der Zutaten) die Umwelt rigoros belastet hatte (ich glaube, der saisonal kochende Koch verwendete statt Spargel Schwarzwurzeln).

  4. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also, die Freiluftkühe, die die Wiese zu kacken belasten die Umwelt weniger als die Stallkühe, deren Output in einer Biogasanlage sinnvoll genutzt werden? Nee, man kann durchaus differenzieren.
    Der Output...also die Scheisse der Freilaufkühe verwandelt sich sanft und natürlich in Dünger für Wiesen und Landschaft.

    Deine Stallkühe erzeugen erstmal jede Menge Gülle deren Nitratgehalt beim Ausbringen das Grundwasser verseucht da die Böden im konventionellen Landbau häufig kaum in der Lage sind, das Nitrat pflanzenverfügbar zu halten, sondern es direktewegs ins o.g. Grundwasser abzugeben pflegen.

  5. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Deine Stallkühe erzeugen erstmal jede Menge Gülle
    Die in Biogasanlagen verwertet wird.

  6. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die in Biogasanlagen verwertet wird.
    Biogasanlagen rentieren sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten ( rund 500.000 € aufwärts ) nur für größere Betriebe und nur bei voller Auslastung.

    Häufig sind sie ( die Anlagen ) aber nicht ausgelastet und müssen mit Rohstoffen zugefüttert werden . ( Mais , Getreide, Grünzeugs, Rüben, etc. )

    Die übriggebliebene Gülle zum Schluss stinkt zwar nicht mehr so infernalisch wie übliche Gülle... ist auch etwas boden- und Grundwasser verträglicher - das ändert dennoch nichts an der Tatsache, dass Massentierhaltung in Ställen, mit naturgemäßer Tierhaltung, absolut nix zu tun hat.

    Zum Thema Grundwasservergiftung durch Gülle-bedingtes Nitrat, kannst du dich mal gerne mit Leuten der örtlichen Wasserversorgungen in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten unterhalten.

    WW
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2008 um 19:07 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Biogasanlagen rentieren sich aufgrund der hohen Anschaffungskosten ( rund 500.000 € aufwärts ) nur für größere Betriebe und nur bei voller Auslastung.

    Häufig sind sie ( die Anlagen ) aber nicht ausgelastet und müssen mit Rohstoffen zugefüttert werden . ( Mais , Getreide, Grünzeugs, Rüben, etc. )

    Die übriggebliebene Gülle zum Schluss stinkt zwar nicht mehr so infernalisch wie übliche Gülle... ist auch etwas boden- und Grundwasser verträglicher - das ändert dennoch nichts an der Tatsache, dass Massentierhaltung in Ställen, mit naturgemäßer Tierhaltung, absolut nix zu tun hat.

    Zum Thema Grundwasservergiftung durch Gülle-bedingtes Nitrat, kannst du dich mal gerne mit Leuten der örtlichen Wasserversorgungen in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten unterhalten.

    WW
    dafür gibts eine gute Methode von Plocher.com

  8. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von dieterS
    dafür gibts eine gute Methode von Plocher.com

    Warts mal ab gleich werden unsere Berufsskeptiker anmerken, dass er ja derzeit nur Plantsche-Seen sanieren kann und nicht die Weltmeere von Kuhscheisse auf der Wiese mal ganz abgesehen


    Motto... Alles oder nix ....

    WW
    Geändert von Inaktiver User (29.01.2008 um 00:53 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Selbstverständlich belastet der konventionelle Landbau die Umwelt, die Böden, das Wasser, die Luft, den Menschen, mehr als biologischer Landbau. Das liegt nun mal in der Natur der Dinge.
    Man lebt nicht automatisch gesünder in dem man Produkte aus ökologischer Landwirtschaft ißt, aber allein der Wegfall konventioneller Pestizide und Insektizide in der biologischen Landwirtshaft schützt unsere Umwelt.

    Und mit den Kühen und Schweinen ist es wie mit uns Menschen. Wer den ganzen Tag nur in der Bude hockt und sich kaum an der frischen Luft bewegt wird fett, träge und anfällig für Krankheiten. Die Antibiotika-Rückstände haben wir dann im Fleisch und über die Gefahren der immer weiter fortschreitenden Antibiotika-Resistenzen brauchen wir ja wohl nicht zu diskutieren.

    Ganz abgesehen davon, dass eine 2-jährige, ununterbrochene Tierhalten im Stall, angeketten mit Eisenketten damit sich die Tiere nicht gegenseitig verletzen, nicht viel mit artgerechter Tierhaltung zu tun hat.

    Das statistische Bundesamt hat erst kürzlich festgestellt, dass in Deutschland jeder 2. Bundesbürger zu dick ist. Es ist nämlich nicht so, dass der der Bundesbürger sich kein gutes Essen leisten kann, er kann sich zuviel vom billigen leisten.

    In anderen EU-Ländern wird wesentlich mehr Geld für Lebensmittel ausgegeben und zwar v.a. nicht weil sie dort so teuer sind sonder weil sich die Bürger dort keine mindere Qualität aufschwatzen lassen, wie wir hier in Deutschland.

    In Frankreich, Spanien oder Italien ist das Essen ein gesellschaftliches Event, das celebriert wird, in Deutschland eine üble Pflicht, die schnell erledigt werden muss.

    Diese Einstellung beeinflusst nicht nur unser Essverhalten sondern auch unsere Einstellung zu Lebensmitteln.

    Und so fängt es an bzw. wird es gefördert. Ein kleiner Auszug:

    Pommes statt Gemüse, Hamburger statt Hirse - an deutschen Schulen diktieren nicht Ernährungspläne, sondern leere Geldbeutel die Mahlzeiten. Dabei ist jedes sechste Kind in Deutschland zu dick. Schulleiter fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. ...

    ... Deutsche Schüler essen Döner. "Wunderbar frisch" schmecke der, meint ein Schüler, "einfach lecker", sagt ein anderer. Das Essensangebot an Schulen dagegen begeistert nur wenige. Solange die Mensa an ihrer Schule noch nicht eröffnet sei, gebe es beim Hausmeister Brezeln im Angebot, die seien "total weich und aufgequollen", klagt eine Schülerin. Deshalb essen sie und ihre Mitschüler in der Mittagspause häufig Chips und Gummibärchen, Hamburger, Pommes und Cola - Hauptsache satt. ...

    ... Ein Blick ins Nachbarland kann helfen, denn französische Schüler essen besser. Dort sind nicht nur die Ernährungsregeln streng. Sondern die Speisen müssen laut Vorschrift auch liebevoll dekoriert werden - Essen soll Spaß machen. Chefkoch Yves Dehesdin bereitet täglich zwei Hauptgerichte und zahlreiche frische Vorspeisen für die Schüler eines Fachgymnasiums in Paris zu. Dafür zahlen die Eltern 2,60 Euro pro Tag. Wer wenig oder nichts verdient, bekommt Hilfen aus einem Sozialfonds. Der Rest wird mit öffentlichen Geldern finanziert. Damit die Qualität des Essens stimmt, muss Dehesdin Proben der Mahlzeiten an ein Prüflabor schicken. ...
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  10. Inaktiver User

    AW: Umwelt- und Klimapolitik in Deutschland (und EU)

    Und wenn wir schon in die Nachbarländer schauen - Kennt doch bestimmt jeder: Die Kochgeschichten von J. Oliver aus England, der mühsam versucht in den Schulen entsprechend qualitatives Essen hin zu stellen. Keine leichte Aufgabe, wenn man die Kosten mit betrachtet...

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