Eine ganz wunderbare neue Idee sind die Stadtteilmütter:
Migrantinnen (meist ältere, arbeitslose türkische Mütter) werden ein halbes Jahr ausgebildet und betreuen danach Familien, die bisher für Jugendamt und Sozialamt kaum ansprechbar waren. Im Zürcher Tagesanzeiger hieß es dazu, dass eine Stadtteilmutter jeweils zwei Familien betreue, die insgesamt 20mal pro Monat besucht werden (!)
Bisher sind in Neukölln 80 Stadtteilmütter ausgebildet worden; es sollen 70 weitere folgen. Die Stadt stellt kostenlos ein Büro im Rathaus zur Verfügung, um dem Ganzen einen offiziellen Anstrich zu geben. Finanziert wird diese Idee von der Diakonie. Kostet übrigens gar nicht mal so viel: 1-2 Mio. Euro pro Jahr, soweit ich mich erinnere.
Es hieß in dem Artikel noch, dass eine französische Ministerin auf dieses Modell aufmerksam geworden sei. Sie will es sich näher ansehen.
Ich halte die Stadtteilmütter für eine glänzende Idee, die auch in anderen Städten eingerichtet werden sollte.
Ein paar Links zum Thema:
Die Zeit
Bund- und Länder-Initiative 'Lesen in Deutschland'
n-tv
Antworten
Ergebnis 21 bis 22 von 22
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02.12.2007, 14:44Inaktiver User
Stadtteilmütter
Geändert von Inaktiver User (02.12.2007 um 15:46 Uhr)
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11.12.2007, 20:12
AW: Aussichten auf den Bürgerkrieg?
Eine kleine Meldung jüngst aus dem Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2429917Polizisten von Menschenmenge angegriffen
Zweimal musste die Polizei gestern zu Einsätzen in Gesundbrunnen ausrücken: In beiden Fällen bildete sich laut Polizei eine Menschenmenge aus Migranten, die versuchte, die Beamten anzugreifen.
Am Gesundbrunnen-Center in der Badstraße hatte gegen 19 Uhr ein 39-jähriger Polizist, der nicht im Dienst war, gesehen, wie ein Jugendlicher einem Mann in den Magen schlug und weiterging. Er kümmerte sich um das Opfer und verfolgte mit ihm den 19-jährigen Afghanen in Richtung Einkaufszentrum. Dort hielt er diesen fest. Daraufhin bildete sich eine Menschenmenge – drei aus der Gruppe der Zuwanderer schlugen den Beamten. Der 19-Jährige versetzte ihm noch einen Faustschlag, er wurde festgenommen.
Bei einem anderen Einsatz ebenfalls in der Badstraße versuchte ein 18-Jähriger türkischer Herkunft einen Festgenommenen zu befreien. Die Beamten waren gerufen worden, weil ein 17-Jähriger einem anderen eine Goldkette unterschlagen haben soll. Bei ihrer Ankunft standen dort bereits 80 Migranten. Als die Beamten den Tatverdächtigen befragen wollten, gingen einige auf sie zu. Der 18-Jährige versuchte den Festgenommenen zu befreien, in dem er einen Beamten trat. Die Polizisten versprühten Pfefferspray.
Gestaunt habe ich weniger wegen der Vorfälle als solcher, sondern wegen der hohen Zahl beim den zweiten der beiden Vorfälle, die in der Zeitungsmeldung beschrieben werden:
"Bei ihrer Ankunft standen dort bereits 80
Migranten."


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