@ lorelei
das weiß ich, weil ich regelmäßig in Saudi-Arabien gearbeitet habe. Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen der gut (und oft westlich) ausgebildeten Elite und der Masse der Bevölkerung, die eben die Traditionen einschließlich Scharia als selbstverständlich ansieht. Deswegen fürchtet die Familie Saud auch wesentlich mehr die Islamisten als jede "demokratische" Opposition!
Ändert für mich nix dran, dass ich erwarte, dass sich die Moslemorganisationen bei uns an unserer Definition der Menschenrechte orientieren und dies auch nach außen kommunizieren. Denn hier haben sie nicht die Ausrede, dass sie sich nicht äußern dürften!
Dass sich die Leut in Saudi-Arabien zurückhalten, kann ich sehr gut verstehen: Wenn man weiß, dass in Sichtweite unseres Büros freitags Urteile nach der Scharia öffentlich vollstreckt werden überlegt man sich mindestens zweimal, ob die Äußerung einer abweichenden Meinung ne abgehackte Hand wert ist ...
Wer bei uns hier fordert, dass die Leut vor Ort selbst Widerstand leisten sollten, möge doch bitte seine eigene Hand (oder andere Körperteile) zur Amputation oder sonstigen Behandlung zur Verfügung stellen.
Auch deswegen ja die Erwartung an muslimische Organisationen!
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28.11.2007, 14:10Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
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29.11.2007, 10:40
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Es mag sein, dass mein Beitrag ein Totschlagargument für diese "Diskussion" ist.
Zitat von Hummelchen
Ich frage mich aber, was es in dem beschriebenen Fall zu diskutieren gibt.
Sag mir, was ich tun kann, damit so etwas nicht geschieht.
Ich habe bisher fast nur gelesen, was andere tun sollten, damit es nicht geschieht.Im Zweifel tu einfach das Richtige
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29.11.2007, 12:59Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
@ Jonas
Ich denke ein Grund für unsere Diskussionen hier ist, dass wir uns alle hilflos fühlen, weil wir nichts tun können, und dann hoffen wir eben, dass andere - z.B. auch Muslimorganisationen in Deutschland - vielleicht etwas tun und eher als wir etwas erreichen.
Aber vielleicht fängt so ein bisschen Empörung in Diskussionen wie unserer ja doch an, so gaaanz langsam auch in der Realität etwas zu bewegen.
Man darf doch hoffen - oder sollte man gleich aufgeben?
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29.11.2007, 17:35
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Es ist doch gar nicht nötig, in Resignation zu verfallen, vielleicht weil man in fernen muslimischen Ländern von zuhause aus nichts erreichen kann, außer Empörung zu üben.
Zitat von Inaktiver User
Denn warum in die Ferne schweifen, wenn das Schlechte ist so nah? Wer sich über muslimische Rechtsanwendungen in deren eigenen Ländern aufregt, darf nicht darüber hinwegsehen, dass wir mittelfristig einen muslimischen Anteil an der deutschen Bevölkerung haben, der -milde ausgedrückt- mit dem Grundgesetz auf Kriegsfuss steht und nur allzugerne die Scharia hier in Deutschland einführen möchte.
Und zu glauben, dass hiesige Muslimorganisationen sich im positiven Sinne (aus westlicher Sicht) einmischen werde, nun, dieser Glaube ist an Naivität nicht zu überbieten.
Leider ist solche Naivität in erschreckender Weise auch in den höchsten politischen Kreisen nicht unbekannt: Es sei hier nur an die aktuelle Debatte um Steinmeiers gemeinsames Geträllere mit einem muslimischen Extremisten erinnert.
Wer sich also hilflos fühlt angesichts steinzeitlicher Riten in fremden Ländern, der sei herzlichst animiert, Empörung in Wort und vor allem Tat zu üben, wenn wieder einmal deutsche Muslime ihre weiblichen Familienangehörigen im Namen der Ehre abschlachten. Tipp: Teilnahme an einer Demo, Wählen der richtigen Parteien usw.
Grüsse
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29.11.2007, 17:43
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
hier eine urgent action von amnesty international, an der man sich beteiligen kann:
UA 69/07-1 ai-Index: MDE 23/040/2007 19. November 2007 – mr
Weitere Informationen zu UA 69/07 (MDE 23/013/2007, 16. März 2007)
PRÜGELSTRAFE / GEWALTLOSE POLITISCHE GEFANGENE MISSHANDLUNG UND FOLTER
Saudi-Arabien: eine 19-jährige Frau (Name unbekannt)
sieben Männer (Namen unbekannt)
Am 15. November 2007 hat ein Gericht im Osten Saudi-Arabiens die Urteile gegen eine 19-jährige Frau, die nur unter der Bezeichnung „das Mädchen aus al-Qatif" bekannt ist, und ihren männlichen Begleiter nach der Rechtsmitteleinlegung durch die junge Frau und ihren Anwalt überprüft. Die junge Frau und ihr männlicher Begleiter waren 2006 schuldig befunden, sich privat mit einer Person des anderen Geschlechts getroffen zu haben, die nicht aus ihrem engsten Familienkreis stammte, was nach den in Saudi-Arabien angewandten Scha¬riah-Gesetzen ein Vergehen ist, welches als „Khilwa“ bezeichnet wird. Die ursprüngliche Verurteilung zu 90 Peitschenhieben wurde dabei auf 200 Peitschenhiebe und sechs Monate Gefängnis erhöht.
Die Frau und ihr männlicher Begleiter waren kurz nach ihrer Verabredung von einer Gruppe von sieben Män¬nern mit Messern bedroht und entführt worden. Während die Täter den Mann zunächst tätlich angriffen, dann aber freiließen, wurde die Frau von ihren Entführern vergewaltigt. Im November 2006 wurde die Gruppe schließlich wegen Entführung und Vergewaltigung für schuldig befunden. Vier der Entführer wurden im Novem¬ber vergangenen Jahres zu Haftstrafen von ein bis fünf Jahren sowie zu jeweils 80 bis 1000 Peitschenhieben verurteilt. Die drei übrigen Angeklagten haben sich Berichten zufolge kurz vor Prozessende gestellt. Die gegen die sieben Entführer verhängten Haftstrafen wurden kürzlich auf zwei bis neun Jahre Gefängnis erhöht.
Die gegen das Vergewaltigungsopfer verhängte Prügelstrafe hat in Saudi-Arabien unter Menschenrechtsvertei¬digerinnen und -verteidigern und in der Öffentlichkeit Empörung ausgelöst. Das Urteil führte zu einer in der Form bislang nicht gekannten öffentlichen Diskussion über die eklatanten Mängel und Widersprüche im Justiz¬system, was sich in der fehlenden Berücksichtigung der von der Frau erlittenen Straftaten widerspiegelt. amnesty international hat bereits in der Vergangenheit immer wieder auf gravierende Defizite im Rechtssystem des Landes hingewiesen. So werden Frauen in der Regel auch in Zusammenhang mit sehr sensiblen, die Pri¬vatsphäre betreffenden Sachverhalten ausschließlich von männlichen Beamten und Richtern vernommen. Nach Überzeugung von amnesty international ist die Kriminalisierung von zwischenmenschlichen Kontakten durch den Schariah-Straftatbestand „Khilwa“ mit internationalen Menschenrechtsstandards, insbesondere mit dem Recht auf Privatsphäre, unvereinbar. Daher sollten die gegen die junge Frau und ihren Bekannten gefällten Schuldsprüche umgehend aufgehoben werden.
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Die Prügelstrafe wird in Saudi-Arabien bei einer Reihe von Tatbeständen zwingend angewandt. So wird sie unter anderem bei Sexualdelikten verhängt und kann nach Ermessen der Richter auch als zusätzliche Strafe bzw. an Stelle anderer Strafen angeordnet werden. Die Anzahl der Peitschenhiebe kann zwischen mehreren Dutzend und mehreren Tausend Hieben betragen. Gewöhnlich wird die Prügelstrafe in Intervallen von zwei bis vier Wochen vollstreckt.
Der UN-Sonderberichterstatter über Folter stellt hinsichtlich körperlicher Strafen fest, dass „die Prügelstrafe dem Verbot von Folter und anderen grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Strafen zuwiderläuft“. Eine hohe Anzahl an Peitschenhieben, wie in diesen Fällen verstößt als Strafe insbesondere gegen das Verbot der Folter. Das Verbot von Folter und anderen grausamen, unmenschlichen und erniedrigenden Strafen gilt im Völ¬kerrecht uneingeschränkt und ist ein Prinzip des Völkergewohnheitsrechts. Saudi-Arabien hat das UN-Überein¬kommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Strafe unterzeichnet und verstößt somit nicht nur gegen seine Vertragsverpflichtungen, wenn es solche Strafen auferlegt, sondern auch gegen das Völkergewohnheitsrecht.
EMPFOHLENE AKTIONEN: Schreiben Sie bitte Telefaxe oder Luftpostbriefe, in denen Sie
• sich darüber besorgt zeigen, dass „das Mädchen aus al-Qatif" und ihr Bekannter zu Prügelstrafen verurteilt worden sind;
• die Behörden auffordern, die Prügelstrafen unverzüglich einzustellen, da die Anwendung körperlicher Stra¬fen eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Form der Behandlung oder Strafe und somit einen Verstoß gegen die Verpflichtungen des Landes gemäß des UN-Übereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe sowie gegen Artikel 5 der Allgemei¬nen Erklärung der Menschenrechte darstellt, in dem es heißt: "Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden";
• darauf dringen, dass die Verurteilung der Frau und ihres Bekannten wegen des Schariah-Straftatbestands „Khilwa“ umgehend für nichtig erklärt wird, da sie gegen internationale Menschenrechtsstandards wie das Recht auf Privatsphäre verstößt;
• sich darüber bestürzt zeigen, dass die Frau zu Peitschenhieben verurteilt worden ist, nachdem sie Opfer einer Massenvergewaltigung wurde, und dass ihr durch das Strafverfahren gegen sie und die Verurteilung zu 200 Peitschenhieben zusätzliches psychisches und körperliches Leid zugefügt wurde bzw. droht;
• darauf dringen, dass sie allen nötigen Beistand erhält einschließlich medizinischer Betreuung;
• fordern, dass die Prügelstrafen gegen die Personen, die der Vergewaltigung überführt wurden, in menschen¬rechtlich unbedenkliche Strafen umgewandelt werden.
APPELLE AN:
König
King Abdullah Bin ’Abdul ’Aziz Al-Saud,
The Custodian of the Two Holy Mosques,
Office of His Majesty The King, Royal Court, Riyadh, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Majesty)
Telefax: (00 966) 14031185
Innenminister
His Royal Highness Prince Naif bin 'Abdul-'Aziz,
Minister of the Interior, Ministry of the Interior,
PO Box 2933, Airport Road, Riyadh 11134, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness)
Telefax: (00 966) 1-403 1185
Außenminister
His Royal Highness, Prince Saud al-Faisal bin 'Abdul 'Aziz Al-Saud,
Minister of Foreign Affairs, Ministry of Foreign Affairs, Nasseriya Street, Riyadh 11124, SAUDI-ARABIEN
(korrekte Anrede: Your Royal Highness)
Telefax: (00 966) 1-403 0645
KOPIEN AN:
Staatliche Menschenrechtskommission
Mr. Turki bin Khaled Al-Sudairy, President Human Rights Commission
PO Box 58889, Riyadh 11515m King Fahad Road, Building No. 373, Riyadh, SAUDI-ARABIEN
Telefax: (00 966) 1 4612061
Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien, Herrn Prof. Dr. med. Ossama Abdulmajed Ali Shobokshi
Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin
Telefax: 030-8892 5179; 030-8892 5176
Bitte schreiben Sie Ihre Appelle möglichst sofort. Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch. Da Informationen in Urgent Actions schnell an Aktualität verlieren können, bitten wir Sie, nach dem 31. Dezember 2007 keine Appelle mehr zu verschicken.************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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30.11.2007, 01:01Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Nein, in diesem Fall an saudische!
Zitat von Inaktiver User
Zur Opposition:
http://www.tagesschau.de/ausland/meldung49398.html
vom März 2007
Abgegeben wurden sie und auch eine Unterschriften Liste von saudischen Frauen gegen das Fahrverbot. Interessant daran ist, das es schon einmal zu einem Protest dagegen kam, 1993 sind 47! Frauen unerlaubter Weise gefahren, die "Antwort" war eine Ausweitung des Fahrverbots auf ALLE Frauen, auch Ausländerinnen.In Saudi-Arabien regt sich die Opposition
Der Kampf für eine Verfassung
Das Königreich Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie: Das Königshaus regiert das Land, Religionspolizei und Geheimdienst kontrollieren das Volk. Seit einigen Jahren regt sich eine zaghafte Opposition: Sie fordert eine Verfassung und die Verwandlung des Staates in eine konstitutionelle Monarchie. Derzeit sammelt die Opposition Unterschriften im Internet – Ende des Monats werden sie sie der Regierung präsentieren.
Saudi-Arabien muss sein Staatssystem ändern, forderte Abdallah al Hamid im Jahr 2003, als islamistische Selbstmordattentate das Land erschütterten. Der Professor wurde in den 90er Jahren zwangsemeritiert, vier Mal saß er für seine Ansichten im Gefängnis. Dennoch bezeichnet er die Regierung auch heute offen als pharaonisches System: Diese Unterdrückung der Menschenrechte sei nicht vereinbar mit dem Islam, auch wenn die wahabitischen Religionsgelehrten dies immer wieder behaupteten. So geht es nicht weiter sagt Abdallah al-Hamid: "Meiner Meinung nach soll die Monarchie bestehen bleiben, aber als konstitutionelle Monarchie. Nur so werden das Land und die königliche Familie gerettet. Wenn der König die Verfassung nicht akzeptiert, dann haben wir hier in zehn Jahren ein islamisches System wie im Iran."
Es geht nicht um eine Demokratie nach westlichem Vorbild
Acht Freunde hat al Hamid eingeladen, die das Risiko eingehen, mit einer deutschen Journalistin zu sprechen. Weihrauchschwaden hängen im Empfangszimmer, der kleine Sohn des Hausherren bringt arabischen Kaffee und Süßigkeiten. Keine Demokratieversuche nach westlichem Vorbild, schweben al-Hamid vor, sondern eine islamische Verfassung: "Wenn wir erst die Verfassung haben, kann alles weitere folgen. Etwa die Frage ob Frauen Auto fahren dürfen, und arbeiten, wird dann das Parlament entscheiden. Aber wenn wir diese Fragen per Dekret durchsetzen, sind wir ja wieder im Zeitalter der Unterdrückung", meint er. Nicht die Regierung solle über das Erziehungssystem oder über Frauenrechte entscheiden. "Das Volk entscheidet – das ist unsere Vision."
Die Bewegung hat Mitglieder und Sympathisanten im ganzen Land und in allen gesellschaftlichen Schichten, sagt Khaled al-Umair. Der 36-jährige Familienvater saß sechs Monate in Haft, weil er sich im Fernsehsender Al-Dschasira offen über das saudische System beklagt hat: "Bei uns gibt es alle Ideologien: Liberale, Nationalisten und aufgeklärte Islamisten. Wir spiegeln die Mehrheit der saudischen Gesellschaft wieder."
Frauenrechte sind Teil der Forderungen
Dass sogar die Islamisten mitmachen, ist bemerkenswert. So kann sich die Bewegung eine breite Basis in der mehrheitlich religiös orientierten saudischen Gesellschaft sichern.
Noch gehören nur Männer dazu, doch Frauenrechte sind Teil ihrer Forderungen. Frauen machen schließlich die Hälfte der Bevölkerung aus, sagt Muhammad al-Halabi, ein Menschenrechtsaktivist aus Medina: "Wir fordern Menschenrechte – ob nun für Frauen oder für Männer. Wir fordern für Frauen die Rechte, die der Islam ihnen zugesteht. Wir sind gegen Traditionen, die sich hinter dem Islam verstecken." Frauen sollten ihre volle Gleichberechtigung erhalten, meint er und fragt: "Wie soll eine Gesellschaft oder ein Land funktionieren, wenn nur die Hälfte der Kraft zur Verfügung steht?" Für al-Halabi ist dies auch eine Frage des Respekts: "Nur wer Frauen ihre Rechte natürlichen zugesteht, respektiert sie wirklich."
Jeder kann die Erklärung im Netz unterschreiben
Ein Parlament, eine Verfassung und weniger Macht für das alles kontrollierende Innenministerium fordert die Erklärung der Gruppe, die jeder im Netz unterschreiben kann. Auch die Festnahme von zehn Mitgliedern letzten Monat - angeblich, weil sie Geld für Terroristen gesammelt haben - konnte die Sympathisanten nicht einschüchtern. Langsam aber stetig wächst die Zahl der Unterschriften. Ende des Monats will die Gruppe sie dem König überreichen.
Der König steht der Initiative positiv gegenüber, sagt Abdallah Alhamid: "König Abdallah gehört zu den ersten Reformern im Land. Die Menschen bewundern ihn, er ist aufrichtig und ehrlich. Aber sein Weg führt durch die Wüste: Es gibt Hügel und Berge, Täler und Krisen." Dabei könnte die Reformbewegung helfen: "Wir Reformer könnten seine ersten Unterstützer werden, wenn man uns atmen lässt. Im Jahr 2003 hat er sich unsere Forderung nach einer Verfassung angehört und gesagt: 'Eure Vision ist mein Projekt und ihr seid meine Soldaten'. Aber es gibt sicher Leute in der Königsfamilien, die einer Verfassung im Weg stehen."
Noch vor wenigen Monaten sah es so aus, als habe die saudische Regierung keine Veranlassung mehr, ihr System zu ändern: Der militante Islamismus schien besiegt. Doch als letzten Monat in der Wüste bei Medina vier Franzosen erschossen wurden, kehrte die Angst zurück. Wenn friedliche Reformer verurteilt werden, nur weil sie ihre Meinung sagen, sagt Abadallah Hamid, ist das für die Gewaltbereiten wie eine Aufforderung weiter zu machen.
Noch etwas zu dem Urteil.
http://afp.google.com/article/ALeqM5...R1TD-QclMUXYBg
Fast "typisch", verurteilt werden fast ausschließlich Frauen der Minderheiten bzw. ausländische Gastarbeiterinnen (Haushaltshilfen). Interessant auch hier das die Täter überhaupt bestraft wurden UND ihr Urteil AUCH angehoben wurde. Es läßt vermuten das es um die saudische Opposition doch "besser" bestellt ist als wir vermuten. Zumindest sahen sich die Richter genötigt, schon mit etwas Medieninteresse, eine gewisse "Gerechtigkeit" an den Tag zu legen.(...)
Das Gericht gab als Grund für die Verschärfung der Strafe an, die Frau habe durch das Einschalten der Medien versucht, Druck auf das Gericht auszuüben. Auch die Haftstrafen der Täter wurden verlängert.
Der Fall hat nicht nur Empörung im Ausland, sondern auch konfessionelle Spannungen innerhalb Saudi-Arabiens ausgelöst, da das Opfer eine Schiitin ist, die Täter dagegen den Sunniten angehören. Das Justizministerium betonte am Samstag, der Prozess sei "ausgeglichen" gewesen. Schon in einer vorangegangenen Erklärung hatte die Behörde darauf verwiesen, dass das Gesetz eine Berufung ermögliche.
Das Haus Saud sollten wir getrost den Frauen "überlassen".
Wie wir überhaupt etwas mehr Vertrauen in die Frauen dieser Welt setzen sollten! Wir haben mittlerweile Internet und somit nicht mehr Zustände wie im Mittelalter.
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30.11.2007, 17:03Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Wo wir gerade beim Thema Auspeitschen sind:
da soll eine ältere englische Lehrerin im Sudan, die auf Vorschlag eines Schülers einen Teddybären Mohamed genannt hat, ausgepeitscht werden. Und damit nicht genug: Tausende von Hardlinern fordern in Massendemonstrationen sogar den Tod der Frau, natürlich in Gottes Namen.
Natürlich war es dämlich und unsensibel, ein Stofftierchen ausgerechnet so zu benennen. Aber gleich hysterisch brüllend den Tod dieser engagierten Frau zu verlangen?
Gewisse Teile des Islam werden mir immer fremd bleiben...
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30.11.2007, 18:26Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Im gleichen Sinne: In Dubai ist jetzt ein 12jähriges Mädchen verhaftet und angeklagt worden, weil es sexuelle Beziehungen zu vielen Männer hatte.
Kein Wort darüber, dass die Männer etwa auch angeklagt würden ....
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30.11.2007, 18:28
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
...weil es seit seinem 10 Lebensjahr sexuell mißbraucht/ ausgebeutet wurde trifft es vielleicht besser.
Zitat von Inaktiver User
Drink in your summer, gather your corn
M. Jagger
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30.11.2007, 20:27Inaktiver User
AW: Vergewaltigungsopfer wird ausgepeitscht ...
Eben - aber das ist dort kein Grund das Kind nicht zu bestrafen.


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