Ein Problem in den USA (vielleicht auch in Russland) ist, dass wegen der Größe des Landes sich die politischen Diskussionen und der Wahlkampf fast ausschließlich nach innen richten. Sogar Diskussionen zum Einsatz im Irak sind schwerpunktmäßig darauf gerichtet, was es für die USA bedeutet (tote Soldaten, Kosten, Bekämfung des Terrorismus gegen die USA, ..) und kaum darauf, was dies für die vom Krieg betroffenen Länder und Menschen bedeutet - aber vor Ort im Irak oder Afghanistan fallen die Entscheidungen, die Amerika in eine Richtung zwingen.

Manche Nicht-Amerikaner haben schon vor dem Angriff der USA auf den Irak festgestellt, dass es leicht ist einen Krieg zu beginnen, aber sehr schwer ihn zu beenden - und vielleicht sogar Frieden zu schaffen. Vielleicht sogar auch ein paar Amis, aber sicher niemand, der im Weißen Haus zu tun hatte.

Vielleicht sind wir in Deutschland und Europa doch etwas mehr sensibilisiert, wenn es um Krieg geht: Wir kennen ihn zumindest aus Erzählungen unserer Eltern oder Großeltern, manche haben ihn selbst erlebt oder zuminderst die Trümmer des Krieges gesehen.

Die USA kennen keinen Krieg im eigenen Lande und snd vielleicht deswegen gern bereit bis zum letzten Mann zu kämpfen.

Vorausgesetzt dieser letzte Mann ist Vietnamese oder Iraker ....


Und der Realismus, was Krieg angeht, bestimmt auch das Handeln der Russen - jedenfalls mehr als das der USA.