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  1. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum sind es oft dieselben Leute, die sich über die Gefährdung von Jugendlichen durch Alkohol, Zigaretten, Gewaltvideos usw. empören, aber wirksame Gegenmaßnahmen (gerade auch "des States") aus "moralischen" Gründen ablehnen?

    Es ist unmoralisch nichts gegen diese Gefahren zu unternehmen!
    Wenn man sich dabei "hübsch" über imanginierte Gefahren durch einen übergriffigen Staat nach Art von totalitären Regimen aufregen kann, scheint es für manche schon seinen Zweck erfüllt zu haben.

  2. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum sind es oft dieselben Leute, die sich über die Gefährdung von Jugendlichen durch Alkohol, Zigaretten, Gewaltvideos usw. empören, aber wirksame Gegenmaßnahmen (gerade auch "des States") aus "moralischen" Gründen ablehnen?

    Es ist unmoralisch nichts gegen diese Gefahren zu unternehmen!

    Es gibt andere Möglichkeiten, gegen diese Gefahren vorzugehen. Sie liegen hauptsächlich im Bereich von Prävention, einem Bereich, den der Staat sträflich vernachlässigt. Der Bereich, in dem die Gelder gestrichen werden.

    Prävention heißt z.B. Jugendzentren nicht zu schließen, sondern weiter auszubauen und großzügig mit pädagogischen Mitarbeitern zu besetzen, die stets erreichbare Ansprechpartner sind und zudem Angebote haben, mit denen sie Jugendliche erreichen.

    Prävention heißt, Zigarettenautomaten abzuschaffen und Zigaretten nur in speziellen Geschäften oder Abteilungen von Supermärkten anzubieten und unter Vorlage des Ausweises zu verkaufen.
    Prävention heißt, Alkoholika ebenfalls nur in speziellen Geschäften anzubieten, in denen das Vorzeigen des Personalausweises Pflicht ist.
    Prävention heißt, Jugendliche in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und ihnen berufliche Perspektiven zu eröffnen.

    Außerdem hat auch heute schon jeder Jugendliche die Möglichkeit, Verstöße dem Jugendamt oder der Polizei zu melden. Wir brauchen keine staatlich anerkannten Kinderspitzel.

  3. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    20.000 Jugendliche sollen es letztes Jahr gewesen sein, die ins KH eingeliefert werden mussten. Ich konnte es kaum glauben.

    Die Hintergründe für dieses erschreckende Phänomen liegen jedoch nicht in einer angeblich zu laschen Handhabung des Jugendschutzgesetzen. Sie sind Ausdruck für eine tiefe gesellschaftliche Krise und an der muss angesetzt werden.

  4. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von leander4
    Die Hintergründe für dieses erschreckende Phänomen liegen jedoch nicht in einer angeblich zu laschen Handhabung des Jugendschutzgesetzen. Sie sind Ausdruck für eine tiefe gesellschaftliche Krise und an der muss angesetzt werden.
    Eine Krise auszurufen, aber sich ihrer Syptome nicht anzunehmen ist das typische 80er Jahre Sozialarbeiter-Gerede. Im Kreis sitzen, nichts tun und über den Staat maulen.

    So wird das nichts.

  5. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Eine Krise auszurufen, aber sich ihrer Syptome nicht anzunehmen ist das typische 80er Jahre Sozialarbeiter-Gerede. Im Kreis sitzen, nichts tun und über den Staat maulen.

    So wird das nichts.
    ..genau.. : so wird das nichts..

    Aber es muss scheinbar denjenigen, die immer wieder die gleiche Leier anstimmen, gut tun.., obwohl ich das nicht verstehe, angesichts der Realitäten..

    Mir mutet das nach Kaminzimmerplauderei an, während " da draußen " immer mehr Kinder und Jugendliche völlig haltlos und auch schutzlos bleiben, weil nur diskutiert wird und auf Nebenkriegsschauplätzen Scheingefechte zur Profilierung der eigenen Person statt finden..

    In manchen Kliniken gehen dann manche Ärzte sehr drastisch vor : aus pädagogischen Maßnahmen..
    präventiv..zur Abschreckung..aber wieder einmal auf Kosten der Jugendlichen..

    Das sollten sich die Klugredner einmal oder mehrere Male anschauen..

    Von großen gesellschaftlichen Umstürzen..von Umdenken..von den Gefahren der bösen Medien und Politik wird dann weiter geschwafelt..während so etwas täglich abläuft..

    und es muss scheinbar den Redner ein gutes Gefühl geben, ein während immer mehr mehr als ungut ist..

    Mit 70erJahre-Denken ist dem Heutigen nicht mehr zu begegnen, aber das verstehen manche nicht..

    Natürlich braucht es auch weitere Maßnahmen und dass Kürzungen nicht gut sind, ist jedem klar..
    Tiefste gesellschaftliche Krise ? Nun ja...

    Gerade hörte ich, dass in GB diskutiert wird Jugendlichen in Schuluniform Chips zu nähen und sie auf dem Schulgelände und im Schulgebäude zu überwachen..

    DAS erscheint mir ein wenig bizarrer noch..
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2007 um 11:12 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Das eine schließt das andere nicht aus:

    Ja, es mag sein, dass wir eine gesellschaftliche Krise haben, aber da es weder einen Konsens darüber gibt, ob eine solche Krise existiert noch einen Konsen wie diese Krise gelöst werden könnte brauchen wir Aktionen jetzt, die zumindest die Symptome dieser "Krise" anpacken.
    Oder wir sitzen im Kreis und maulen über den Staat, der nix tut (weil wir ihn nicht lassen!)

    Ja, wir brauchen mehr Jugendzentren, aber die allein werden das Problem nicht lösen. Denn selbst wenn wir heute die Zahl und Qualität der Jugendzentren vervielfachen, dauert es bis eine Wirkung eintritt. Und bis dahin tun wir nixxx???

    Tja, und die Maßnahmen wie Verkauf nur bei Vorlage des Ausweises, die ja vielleicht helfen können (würde ich ja auch unterstützen) müssen kontrolliert werden - und da können jugendliche Testkäufer durchaus helfen.

    Tut mir Leid, aber zu warten, bis sich die Gesellschaft geändert hat statt Probleme jetzt anzupacken ist dumm und unverantwortlich.

  7. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Gerade hörte ich, dass in GB diskutiert wird Jugendlichen in Schuluniform Chips zu nähen und sie auf dem Schulgelände und im Schulgebäude zu überwachen..

    DAS erscheint mir ein wenig bizarrer noch..
    Noch.

    Aber wenn das mit den entsprechenden Argumenten begründet und lange genug darüber palavert wird, wirst du es schon akzeptieren.

    Die Gesellschaft akzeptiert heute vieles, was sie in den Siebziger Jahren niemals akzeptiert hätte. Die Zeiten ändern sich - ob zum Vorteil, das sei dahingestellt.

    Und was die Teenager mit dem Alkohol betrifft - es wurde und wird auch anderes konsumiert: Haschisch, Marihuana, Ecstasy und Kokain. Teilweise eine reine Geldfrage, und das, obwohl diese Stoffe strenger verboten sind, als es Alkohol und Zigaretten in Europa jemals waren oder sein werden.

    Die Niederlande habe seinerzeit Haschisch und Marihuana freigegeben. Kann sich eigentlich noch jemand daran erinnern, was die Gründe waren?
    Gelten diese Gründe heute nicht mehr? Wenn die Polizei sich künftig damit beschäftigt Alkohol und Zigaretten hinterher zu jagen, fragt sich, wann sie überhaupt noch zu ernsthafter Arbeit kommen werden.

    Ich finde man muss sich fokussieren - oder einen Polizeistaat einrichten.
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2007 um 11:40 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    wirst du es schon akzeptieren.
    ach ja ?

    Was ich für mein Kind akzeptiere, weißt Du gar nicht. Ich akzeptiere jedoch nicht einmal Schuluniformen, weil " gesellschaftliche Umstände " diese dringlich machen "..wie mancher behauptet..

    Bitte unterlasse Orakeleien bezüglich meines Denkens. Danke !

    Was soll bedeuten : Man muss sich fokussieren ?

    Ich bemerke nur wieder, dass wild, krud alles durcheinander diskutiert wird..Alkohol..nicht legalisierte Drogen..etc..

    Und was " ernsthafte Arbeit " auch im Hinblick auf das Kinderwohl ist, darüber ließe sich wieder streiten..habe ich aber nicht vor :-)
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2007 um 11:56 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ach ja ?

    Was ich für mein Kind akzeptiere, weißt Du gar nicht. Ich akzeptiere jedoch nicht einmal Schuluniformen, weil " gesellschaftliche Umstände " diese dringlich machen "..wie mancher behauptet..

    Bitte unterlasse Orakeleien bezüglich meines Denkens. Danke !
    Dann sagen wir eben nicht, du wirst es akzeptieren, sondern die Mehrheit wird es akzeptieren. So, wie die Mehrheit vieles, meiner Meinung nach allzu vieles, akzeptiert.
    Auf dich oder mich kommt es dann auch schon nicht mehr an.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was soll bedeuten : Man muss sich fokussieren ?
    In Deutschland gibt es derzeit 10.000 Polizisten weniger als noch vor etwa 5 Jahren. Diese Polizisten müssen sich um Mord, Totschlag, Vergewaltigung, islamistische Konspiration, Raub, Diebstahl, Körperverletzung, Falschparken, Schäuble's Überwachungsorgien und künftig auch noch verstärkt um Zigaretten- und Alkoholkonsum von Jugendlichen kümmern. Der Tag hat aber nur 24 Stunden.

    Die Niederlande - dies zur Erinnerung - hatten seinerzeit Haschisch und Marihuana kontrollliert freigegeben, um ihre Polizei auf das ansetzen zu können, was sie wichtiger fanden: harte Drogen, Dealer. Das war eine pragmatische Entscheidung.

    Ich bemerke nur wieder, dass wild, krud alles durcheinander diskutiert wird..Alkohol..nicht legalisierte Drogen..etc..
    Es geht um von der Leyen's Vorschläge bezüglich Zigaretten, Alkohol und Videos und um den Sinn und Unsinn von staatlichen Massnahmen, die Einhaltung der entsprechenden Gesetze zu erzwingen.


    Und was " ernsthafte Arbeit " auch im Hinblick auf das Kinderwohl ist, darüber ließe sich wieder streiten..habe ich aber nicht vor :-)
    Brauchen wir auch nicht. Es geht nämlch nicht um Sozialarbeit, sondern um Polizeiarbeit.
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2007 um 12:04 Uhr)

  10. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das eine schließt das andere nicht aus:

    Ja, es mag sein, dass wir eine gesellschaftliche Krise haben, aber da es weder einen Konsens darüber gibt, ob eine solche Krise existiert noch einen Konsen wie diese Krise gelöst werden könnte brauchen wir Aktionen jetzt, die zumindest die Symptome dieser "Krise" anpacken.
    Oder wir sitzen im Kreis und maulen über den Staat, der nix tut (weil wir ihn nicht lassen!)
    Es kommt doch wohl immer noch darauf an, WAS er tut. Das sollte man schon kritisch unter die Lupe nehmen: wenn er auf der einen Seite Jugendarbeit drastisch beschneidet, auf der anderen aber restriktive Maßnahmen fördert, so ist das ein Armutszeugnis, das er sich selbst ausstellt. Zudem zeigt er damit ganz deutlich, wohin der Zug geht, nämlich weiter in Richtung Überwachungsstaat. Man muss das alles im Kontext zu anderen "Maßnahmen" sehen, dann wird dieser Trend nur überdeutlich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ja, wir brauchen mehr Jugendzentren, aber die allein werden das Problem nicht lösen. Denn selbst wenn wir heute die Zahl und Qualität der Jugendzentren vervielfachen, dauert es bis eine Wirkung eintritt. Und bis dahin tun wir nixxx???
    Willst du damit sagen, dass der Einsatz von jugendlichen Spitzeln eine fulminate Sofortwirkung hätte?


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Tja, und die Maßnahmen wie Verkauf nur bei Vorlage des Ausweises, die ja vielleicht helfen können (würde ich ja auch unterstützen) müssen kontrolliert werden - und da können jugendliche Testkäufer durchaus helfen.

    Tut mir Leid, aber zu warten, bis sich die Gesellschaft geändert hat statt Probleme jetzt anzupacken ist dumm und unverantwortlich.
    Es tut mir auch Leid: aber zu glauben, dass jugendliche Testkäufer das Problem an der Wurzel packen und lösen können, ist naiv und gleichzeitig hochgefährlich.

    Weißt du, wo die Wurzeln liegen und wo man anpacken müsste? Bei denjenigen, die verantwortlich sind für Drogenprobleme aller Art: bei den Produzenten. Die muss man kontrollieren und nicht die kleinen VerkäuferInnen oder die Jugendlichen.

    Aber da will man ja nicht ran. Auch deshalb ist die ganze Aktion nichts als verlogen.

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