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  1. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Ich denke wir sollten überlegen, ob "verdeckte Ermittler" jugendlichen Alters helfen können, den illegalen Verkauf von Alkohol, Zigaretten, Gewaltvideos usw. an Jugendliche zu verringern.

    Wenn das der Fall ist (was ich -allerdings nur - vermute), sollten wir dies tun, auch wenn wir wissen, dass es das Problem nicht lösen sondern bestenfalls verringern kann. Es wird immer solche "Krawattentypen" geben, die den Kids dann doch den Stoff besorgen (oder sie räumen ganz einfach die Vorräte der Eltern ab, wie wir es früher auch mal gemacht haben).

    Ich stimme Blautanne zu, dass man aber darüber hinaus insgesamt eine Kultur der Selbstverantwortung fördern sollte. Meine Erfahrung ist ebenfalls, dass man in Frankreich (aber auch bei uns!) weniger Alkoholexzesse wahrnimmt als in Ländern wie USA oder Skandinavien, wo der Staat dem Bürger die Verantwortung entzieht.

    Mal ganz provokativ gefragt: Kann man nicht auch (z.B.) die Zigarettenhersteller mit einbinden, indem man ihnen für jede Packung ihrer Marken, die bei Minderjährigen gefunden werden, eine Strafe von - sagen wir mal - € 10 aufbrummt? Einschließlich Packungen ohne Banderole?

    Kaum durchsetzbar? Würde ich aber trotzdem gut finden!

  2. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    ch denke wir sollten überlegen, ob "verdeckte Ermittler" jugendlichen Alters helfen können, den illegalen Verkauf von Alkohol, Zigaretten, Gewaltvideos usw. an Jugendliche zu verringern.
    ..darüber braucht man nicht mehr nachzudenken, da es schon in manchen Kommunen z.B. in NRW praktiziert wird und man von Erfolgen spricht..

    Dennoch gibt es Bedenken unterschiedlichster Art ( juristisch , moralisch, pädagogisch .. :-) ..) die ja auch hier diskutiert wurden..

  3. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Der Punkt der Diskussion ist ja, ob die Erfolge real sind und eine Lösung der angeblichen juristischen Probleme erfordern, und ob man sich einigen kann, ob es wirklich moralische oder pädagogische Probleme gibt.

    Gibt es vernünftige Auswertungen?

    Ich persönlich halte solche Maßnahmen für sinnvoll und nützlich, lasse mich aber gern durch Fakten vom Gegenteil überzeugen. Nicht aber durch Bemerkungen, wie sie am Beginn des Stranges gemacht worden sind, dass Nazis und die Kommunisten in der DDR Kinder als Spitzel missbraucht hätten. Ich habe in demselben Beitrag übrigens das Wort "und" entdeckt, das schon auf der ERSTEN Seite von Mein Kampf in kritischer Position gebraucht wird.

    Beide Hinweise sind unsinnig und völlig irrelevant in einer solchen Diskussion.

  4. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Inzwischen hat sich auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung für den Einsatz von jugendlichen "Testkäufern" eingesetzt. Ein Viertel aller Jugendlichen in der Pubertät geben sich mindestens einmal pro Woche die Kante, und sogar 1 % der 11-jährigen trinkt mindestens einmal pro Woche Alkohol.

    Ich halte "moralische" Einwände gegen einen solchen Einsatz für unsittlich vor dem Hintergrund solcher Entwicklungen!

  5. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Der Punkt der Diskussion ist ja, ob die Erfolge real sind und eine Lösung der angeblichen juristischen Probleme erfordern, und ob man sich einigen kann, ob es wirklich moralische oder pädagogische Probleme gibt.
    Sicher, die gibt es: ein Vierzehn-, Fünfzehn-, Sechzehnjähriger befindet sich in einer besonders schwierigen Phase seiner Entwicklung, in der Pubertät. Da ordnet sich alles mögliche neu, da verwirft er Bisheriges und greift es wieder auf, seine Gefühle eiern irgendwo in der Gegend herum, er ist unausgeglichen, er ist alles andere als das, was man eine "gefestigte Persönlichkeit" nennen könnte. Aber er ist auf dem Weg dorthin.

    Nicht umsonst sind Jugendliche in diesem Alter besonders manipulierbar, u.z. nicht nur in Richtung Drogen, sondern auch, was Agitation und andere Manipulationen anlangt.

    Sie sind noch keine Erwachsenen und haben das Recht auf einen Schonraum. Ihr Einsatz als Spitzel, legalisiert durch den Staat -egal auf welchem Gebiet - ist m.E. ein Ausnutzen ihrer besonderen körperlich-geistig-seelischen Situation in dieser Zeit. Zudem nimmt es charakterliche Weichenstellungen vor, die ich mehr als bedenklich finde.

  6. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    charakterliche Weichenstellungen
    Jugendlichen wird eine Menge " charakterliche Weichenstellung " vorgegeben, die ich für noch bedenklicher halte..

    Hilflosigkeit..planloses Gerede und wildes Agieren ohne Hand und Fuß.. ohne nur annährend das Ergebnis zu erreichen, das man anstrebt.

    Angesichts der Jugendlichen, die immer wieder mit Vollrausch in Kliniken angetroffen werden ( ich erlebe es und höre Details von einem Freund : Leiter der hiesigen Kinderklinik ) erscheint mir das Diskutieren des Schutzes der Jugendlichen nun in Bezug auf diese "Hilfssheriffidee" immer reichlich scheinheilig..

    Es wird ja schon mancherorts so gehandhabt..somit dient das Gegenreden mit markigen Bedenken und dem Beschwören von ach so bedenklichen Tendenzen fast nur dem Absender, der mal wieder über Frau v. Leyen und Co schimpfen will..
    Geändert von Inaktiver User (23.10.2007 um 09:21 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von leander4
    Sicher, die gibt es: ein Vierzehn-, Fünfzehn-, Sechzehnjähriger befindet sich in einer besonders schwierigen Phase seiner Entwicklung, in der Pubertät. Da ordnet sich alles mögliche neu, da verwirft er Bisheriges und greift es wieder auf, seine Gefühle eiern irgendwo in der Gegend herum, er ist unausgeglichen, er ist alles andere als das, was man eine "gefestigte Persönlichkeit" nennen könnte. Aber er ist auf dem Weg dorthin.

    Nicht umsonst sind Jugendliche in diesem Alter besonders manipulierbar, u.z. nicht nur in Richtung Drogen, sondern auch, was Agitation und andere Manipulationen anlangt.

    Sie sind noch keine Erwachsenen und haben das Recht auf einen Schonraum. Ihr Einsatz als Spitzel, legalisiert durch den Staat -egal auf welchem Gebiet - ist m.E. ein Ausnutzen ihrer besonderen körperlich-geistig-seelischen Situation in dieser Zeit. Zudem nimmt es charakterliche Weichenstellungen vor, die ich mehr als bedenklich finde.
    In Sachen Schonraum für Jugendliche würde ich das Lesen dieses Artikels empfehlen.

    Es gibt gesundheitliche Gefahren, die weit realistischer sind, als die paranoide angst vor einem agitierenden Staat und auch schon Todesopfer kosteten. Eine charakterliche Gefährdung durch einen Testkauf dürfte dagegen kaum zu befürchten sein.

  8. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    20.000 Jugendliche sollen es letztes Jahr gewesen sein, die ins KH eingeliefert werden mussten. Ich konnte es kaum glauben.

    In Fürth(By) hat es diese Testkäufe schon gegeben, als "Aufpasser" im Hintergrund agierten die Väter der Teenager, allesamt Polizeibeamte.

  9. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    20.000 Jugendliche sollen es letztes Jahr gewesen sein, die ins KH eingeliefert werden mussten. Ich konnte es kaum glauben.

    In Fürth(By) hat es diese Testkäufe schon gegeben, als "Aufpasser" im Hintergrund agierten die Väter der Teenager, allesamt Polizeibeamte.
    Das ist auch eine alarmierende und weiter steigende Zahl. Wer hier mit einem übergriffigen Staat gegen Testkäufe argumentiert, sollte sich klar machen, womit er spielt - es ist das Leben und die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.

  10. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Warum sind es oft dieselben Leute, die sich über die Gefährdung von Jugendlichen durch Alkohol, Zigaretten, Gewaltvideos usw. empören, aber wirksame Gegenmaßnahmen (gerade auch "des States") aus "moralischen" Gründen ablehnen?

    Es ist unmoralisch nichts gegen diese Gefahren zu unternehmen!

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