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  1. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Ward ihr testkaufen oder was?

    Heimatland ........

  2. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    [ editiert ]
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2007 um 14:50 Uhr) Grund: beleidigende Äusserung gelöscht

  3. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Bei diesem Thema habe ich sehr gemischte Gefühle.

    Mein erster Impuls war ähnlich wie von der Strangeröffnerin: will man in diesem Land die Kinder bereits zu Denunzianten/Petzen erziehen?! Aber andererseits: was ist eigentlich Denunziation?

    Denunziert man, wenn man jemanden anzeigt, der auf einem Spielplatz die Seile einer Schaukel durchschneidet? eine Telefonzelle zerstört? Frauen in der Tiefgarage belästigt? ... das falsche Fernsehprogramm ansieht?

    Wo ist die Grenze zwischen Nicht-tatenlos-Zusehen und Petzen bzw. Denunzieren? Der Gradmesser für diese Einteilung hängt doch letztlich nur davon ab, wie man das entsprechende Verhalten bzw. das Gesetz, gegen das verstossen wurde, beurteilt.

    Natürlich muss es Möglichkeiten geben wenigstens stichprobenweise die Einhaltung der Gesetze zu überprüfen. Ich habe keine juristischen Bedenken gegen von der Leyen's Vorschlag. In der Tat: die Kinder werden nicht dazu aufgefordert Zigaretten, Alkohol und Gewaltvideos zu konsumieren sondern lediglich dazu angehalten festzustellen, wer beim Verkauf solcher Produkte gegen Jugendschutzgesetze verstösst.

    Und doch ist mir nicht wohl dabei, denn ich finde, die Verhältnismässigkeit ist nicht durchgehend gewahrt. Aus meiner Sicht ist es unangemessen, wenn ums Rauchen ein solcher Terz veranstaltet wird. Geht es hingegen um Gewaltvideos, dann habe ich mit entsprechenden Testkäufen überhaupt kein Problem.
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2007 um 18:59 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Aus meiner Sicht ist es unangemessen, wenn ums Rauchen ein solcher Terz veranstaltet wird. Geht es hingegen um Gewaltvideos, dann habe ich mit entsprechenden Testkäufen überhaupt kein Problem.

    Aha, interessant.
    Weil du der Meinung bist, das Rauchen ist für Jugendliche weniger schädlich, als Gewaltvideos?

    Habe ich dich richtig verstanden?


    Naja, ich habe auch schon als Jugendlicher geraucht ... von daher kann ich da wenig gegen sagen, wenngleich es ja bekannt ist, dass rauchen für Teenager sehr schädlich ist und sie später auch weniger davon loskommen.

  5. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zitat Zitat von Matze101
    Aha, interessant.
    Weil du der Meinung bist, das Rauchen ist für Jugendliche weniger schädlich, als Gewaltvideos?

    Habe ich dich richtig verstanden?
    Ja.


    P.S.: Aber bevor das hier in eine off-topic-Diskussion über das Rauchen mündet, möchte ich hinzufügen, dass es mir um etwas anderes geht, nämlich darum, wann man eine Handlung als Petzen bzw. Denunziation und wann man sie als angemessen und notwendig empfindet:
    Ob man Testkäufe durch Jugendliche richtig findet, hängt - wie gesagt - entscheidend davon ab, wie man die zugrunde liegenden Regelungen jeweils beurteilt.
    Geändert von Inaktiver User (16.10.2007 um 20:18 Uhr)

  6. gesperrt

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    AW: Ursula von der Leyen

    Bist du dann generell gegen Testkäufer oder nur, wenn es Minderjährige tun?

    Und: Dürfen Minderjährige andere Übertretungen von Vorschriften melden oder liegt das an der "Verhältnismäßigkeit" - also: an der Schwere des Vergehens?

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    AW: Ursula von der Leyen

    Ursula von der Leyen`s Vorschlag ist vom Tisch. Die Ausbildung von 14jährigen zu Denunzianten "V-Leuten", Provokateuren und Schnüfflern wird staatlicherseits nicht stattfinden. Das finde ich gut!
    Barbarus hic ergo sum, quia non
    intellegor ulli.

  8. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Naja, dann kann ja das fröhliche Verkaufen von Alkohol, Tabak und Pornos weitergehen ................

    Ich halte es nämlich nicht für Denunziation, wenn Unrecht aufgezeigt, wird. Wenn ohne jegliche Gewissensrührung jungen Menschen der Zugang zur Abhängigkeit ermöglicht wird.

    Unterhaltet euch mal mit Menschen, die in ihrer Jugend alkoholabhängig waren ....

  9. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Jetzt sind wir mit der Diskussion doch ein grosses Stück weiter:

    Es geht um 2 Fragen:

    1. Wie beurteilt man es, dass Jugendliche unter 18 Jahren nicht rauchen dürfen, dass sie keinen Alkohol kaufen dürfen und dass sie keine Videos und Computerspiele kaufen dürfen, die für Jugendliche nicht freigegeben sind. - Je schwerwiegender man die Gefahr von Alkohol für Jugendliche, für Zigaretten und harte Pornos/Gewaltvideos/Computerspiele sieht, desto eher ist man bereit, die Einhaltung der Schutzbestimmungen zu erzwingen.

    2. Wie beurteilt man es, wenn die Testkäufe durch diejenigen durchgeführt wird, die zum Kreis der durch das Gesetz Geschützten gehören? Was für sonstige Möglichkeiten hat die Polizei, hat der Gesetzgeber, die Einhaltung der Vorschriften zu überprüfen und zu erzwingen?



    Zitat Zitat von RebellinOA
    Ursula von der Leyen`s Vorschlag ist vom Tisch. Die Ausbildung von 14jährigen zu Denunzianten "V-Leuten", Provokateuren und Schnüfflern wird staatlicherseits nicht stattfinden. Das finde ich gut!
    Es ist meines Wissens noch nicht vom Tisch, sondern vertagt. Es wird ein Diskussionskreis stattfinden, der die Alternativen erörtert.
    Geändert von Inaktiver User (17.10.2007 um 09:23 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Ursula von der Leyen

    Zum Glück ist der Vorschlag von Frau von der Leyen nicht vom Tisch sondern wird in modifizierter (verbesserter?) Form weiter bearbeitet.

    Ich stimme Blautanne zu, dass man überlegen muss, ob eine Maßnahme vor dem Hintergrund des erhofften Ergebnisses gerechtfertigt ist. Selbstverständlich wird es da Unterschiede in der Interpretation geben: Der eine hält Gewaltvideos, der andere auch Rauchen und Alkohol für unangebracht, beschränkt auf Jugendliche oder allgemein.

    Was ich aus den Diskussionen hier (ausgehend von Nellies ursprünglichem Beitrag) gelernt habe ist, dass man eben auch die praktische Umsetzbarkeit berücksichtigen muss.

    Dabei geht es allerdings nicht um den Einsatz von Jugendlichen als "Kontrolleure" sondern um die praktischen Auswirkungen des dahinter sehenden Verbotes des Verkaufs an Jugendliche: Inwieweit können wir von unterbezahlten Verkäuferinnen verlangen, dass sie sich anpöbeln und bedrohen lassen müssen für die Interessen unserer Gesellschaft.

    Wir haben hier einige Diskutanten, die Prinzipen hochhalten, aber im Zweifelsfalle eben nicht bereit sind den Nellies dieser Welt beim Aufräumen zu helfen. Andere - mich eingeschlossen - erkennen (jetzt) ein Problem "an der Front" und überlegen, ob es dafür praktikable Lösungen geben könnte.

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