@Frank62: "Überall in Russland ist Aufbruchstimmung": Es stimmt, dass es den Leuten heute WIRTSCHAFTLICH insgesamt besser geht als zu Zeiten Jelzins, weswegen Putin ja in Russland selbst auch in einem höheren Ansehen steht. Es sind dabei aber auch die Rentner, Ärzte und Lehrer auf der Strecke geblieben, weil die eben nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren können. Diese wirtschaftliche Aufbruchsstimmung muss allerdings ganz klar von der politischen Entwicklung getrennt werden.
Was Deine Zahlen anbelangt - 70% des Yukos-Konzerns (?) sollten von ausländischen Investoren übernommen werden - würde ich Dich bitten, Deine Quellen anzugeben. Ich habe im Netz nur sehr vage Hinweise gefunden
http://www.wsws.org/de/2005/jan2005/juko-j06.shtml
Grundsätzlich von mir die Anmerkung, dass ich bei der Erwähnung von amerikanischen Juden, die sich in Russland einkaufen wollen, immer den Verdacht habe, dass man hier in Russland Stimmungsmache mithilfe bestehender antisemitischer Ressentiments machen möchte.
Dass es in Russland gigantische Städte und völlig abgeschiedene Mini-Dörfer gibt, sollte übrigens bekannt sein. ;-)
Gruß, Ehrenpreis
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11.10.2007, 12:20Inaktiver User
AW: Putin als russischer Ministerpräsident?
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11.10.2007, 12:31Inaktiver User
AW: Putin als russischer Ministerpräsident?
@setshu:
Ja, leider verlassen nach Möglichkeit auch viele junge Leute Russland, die dort für sich keine Perspektive mehr sehen, weil sie sich nicht in die Unis einkaufen können.
Das Problem ist aber, dass wir nicht nur von Putin reden können, sondern von einem ganzen "System Putin". Irgendwie hat er es geschafft, zwischen FSB, den Oligarchen und dem Militär eine Position zu finden. Und präsentiert sich selbst als starken Mann, was natürlich auch wieder auf bestimmte Rollenbilder abhebt, die in Russland mit dieser hochmilitarisierten Gesellschaft weit verbreitet sind.
Zu den Demokratieproblemen in Russland scheint mir vor allem das erst wenige Jahre alte Recht Putins zu zählen, missliebige Gouverneure aus den Provinzen abzusetzen, damit sich auch innerhalb der politischen Landschaft keine Opposition etablieren kann.
Ehrenpreis


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