ich bin nicht enttäuscht von meiner Verwandtschaft! ich fand das ehr lustig, wie er die Steuerverluste bedauerte! was durchgegangen ist und was nicht, weiß ich nicht! sie hätten uns doch nie was schenken oder schicken müssen! und wenn sie uns für 10€ was geschickt haben und 4000 absetzen! mir wars egal, ich habe mich über das Geschenk für 10€ riesig gefreut!Zitat von Inaktiver User
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09.10.2007, 12:59
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
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09.10.2007, 13:31
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Ich erinnere mich aber auch noch andere Sachen meiner Kindheit.
Meine Mutter hatte eine bestaendige Angst, dass irgendeiner von uns auffaellt. Sie versuchte uns staendig dazu anzuhalten, ueberall und immer durchschnittlich zu sein, damit wir kein Aufsehen erregen bzw. in irgendeiner Form anders sind als die anderen. Sie wollte immer die Moeglichkeit haben, in der Masse zu verschwinden, unsichtbar zu sein.
Weiterhin kann ich mich auch noch an eine Fernsehserie in den 80ern erinnern, in der Uta Schorn eine Aerztin spielte. In dieser Serie zeigten sie eine Wohnung mit Steroeanlage etc. wie sie die meisten DDR-Buerger nicht hatten, noch nicht mal kannten und hoechsten davon traeumten.
Die Wahrnehmung der Realitaet litt manchmal ganz schoen!

PischtiMan sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
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09.10.2007, 13:33Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Ich hab die Westpakete auch geliebt. Unsere Verwandschaft "drüben" hatte es auch nicht dicke mit 3 Kindern, sie haben aber jedes Jahr mindestens 2-3 Pakete geschickt. Mit Kaffee, Süßigkeiten, Zahnpasta und Kinderkleidung. Von den Süßigkeiten haben wir uns immer die Verpackung aufgehoben und Lesezeichen oder sonstwas draus gebastelt ...
Es war jedesmal wie Weihnachten, heute kann man sich irgendwie nicht mehr so freuen. Schade eigentlich.
Auf jeden Fall werde ich das meiner Verwandschaft nie vergessen!
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09.10.2007, 13:48Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Wenn Du mir auch heute noch ein Paket schickst, freue ich mich garantiert!
Zitat von Inaktiver User
Zeta, die früher die leeren Haribo-Tüten aufhob, um daran zu schnüffeln
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09.10.2007, 13:49Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Das finde ich sehr nett von Dir...
Zitat von Sisma
Ich habe da schon anderes gehört. So in etwa: "Ja, ja der billige JA-Kaffee, der war für uns DDR'ler ja gerade gut genug - Hauptsache, der Westler konnte mit seiner Großzügigkeit angeben. Heute wissen wir ja, dass es die billigste Sorte war - die Krönung war doch zu teuer für den Osten..."
Mich hat das maßlos geärgert, denn, meine Freundin schickte mehr oder weniger regelmäßig Pakete an ihre Verwandtschaft im Osten und manchmal habe ich einige Dinge beigesteuert (wir haben keinerlei Ost-Verwandtschaft), von denen ich annahm, dass sie Freude bereiten, obwohl wir selbst recht sparsam leben mußten, seinerzeit. Das waren stets Dinge, die ich mir selbst geschenkt hätte und Lebensmittel, die auch wir benutzten.
Es hätte mir nichts ausgemacht, wenn diese Geschenke anderweitig genutzt wurden z. B. verkauft, um damit etwas Passenderes zu erwerben, aber nach der Wende diese Paketsendungen so abzuwerten, dazu fällt mir nichts mehr ein. Vor allem auch deshalb, weil viele (sehr viele) Pakete ihren Empfänger erst gar nicht erreichten und später (mußte man nicht eine Inhaltsliste erstellen ?....) alle möglichen Tricks anwenden, damit die Sendungen auch ankamen.
Ich meine, es machte doch viel Mühe, bei den Ost-Verwandten nachzufragen, was genau sie benötigen und dieses "verklausuliert" in Briefen darüber zu "sprechen" und dies dann möglichst unauffällig zuzuschicken - dann die Nachfrage, ob sie ES dann auch erhalten haben ? Oh Mann, wie haben wir uns den Kopf darüber zerbrochen, wie man heißbegehrte westliche Dinge benennt, damit die Kontrollmechanismen der DDR sie nicht erkennen ?! Angeblich gab es unter diesen Kontrolleurenn keine "Langfinger".
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09.10.2007, 13:54Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Klar, für Dich immer. Und ich pack keinen Ja-Kaffee rein! *schwör*
Zitat von Inaktiver User



Siehste, die bösen bunten Dinger aus dem Westen machen süchtig, ich habs immer gewusst!
Zitat von Inaktiver User

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09.10.2007, 13:59Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Die Kaffee-Sorte ist mir egal. Ich hätte gern LUX-Seife, Haribo und die bunten langen Kaugummistangen. Viele Lutscher, Kaubonbons und alles, was sonst noch fruchtig riecht. Meinetwegen auch Ananasdosen, Feinstrümpfe (Gr.38) und Schund-Romane. Und einen alten Quelle-Katalog zum Angucken.
Zitat von Inaktiver User
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09.10.2007, 14:01
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
mit Recht ärgert das einen!
Zitat von Inaktiver User
nee nee, ich will das nie und nimmer abwerten! ich habe mich über jede kleinigkeit gefreut! und auch über die vielen ausrangierten Klamotten (außer über diesen altbackenen häßlichen Mantel mit Pseudopelzkragen, was hab ich den gehaßt, aber ich mußte ihn anziehen - "war ja ausm Westen "
)
aber was war ich cool mit den Sachen!
Meine Westverwandtschaft hat aber gegenzug ein Vermögen an Räuchermännern, Nussknackern und Klöppeldeckchen!
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09.10.2007, 14:03Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
@ Zeta
Genau! Und ein Fa-Deo! Und unbedingt Mars- und Bountyriegel! Schundromane hab ich noch von meiner Oma auf dem Dachboden liegen. Mit alten Quelle-Katalogen wird's schon schwieriger ...
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09.10.2007, 14:03Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Ich hätte auch gerne ein Paket. Vielleicht ein bißchen Rotkäppchen-Sekt oder Halloren-Kugeln so in etwa - bin gar nicht anspruchsvoll. Was gabs' da noch ?
Zitat von Inaktiver User


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