Ja, so habe ich das auch in Erinnerung.Zitat von Sisma
Die Freiheitsdemonstranten riefen "Wir sind das Volk".
Als es sicher war zu demonstrieren, übertönten die Wirtschaftsdemonstranten mit "Kommt die DM nicht nach hier (oder "zu mir"), dann geh ich zu ihr" die Freiheitsdemonstranten - woraufhin die Freiheitsdemonstranten mit "Wir bleiben hier" konterten und bei der ersten "freien" Wahl 1990 richtig abgestraft wurden. Denn es siegte mit überwältigender Mehrheit: "Helmut nimm uns an die Hand – führ uns ins Wirtschaftswunderland" ... !
Die DDR war 1989 absolut bankrott "gewirtschaftet" - noch ein paar Wochen später, und sie hätte die Renten und Volksgehälter nicht mehr auszahlen können.Zitat von Sisma
Antworten
Ergebnis 351 bis 360 von 502
-
08.10.2007, 10:27Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
-
08.10.2007, 10:37
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
man muss aber auch sagen, dass es in der Masse sehr einfach war, mitzuschreien! irgendwie war es dann auch mächtig cool, sollche "phrasen" zu dreschen! man "durfte" das ja vorher nicht. mein Respekt gilt, die mit den Demonstrationen angefangen haben!
Zitat von Inaktiver User
die, die der DM gefolgt wären, wären auch ganz ganz schnell zurück gekommen. ich kenne einige, die auch in der Prager Botschaft waren und auf den Zug in Dresden aufgesprungen sind, die ganz schnell wieder "nach Hause" gekommen sind. und glücklich waren, dass sie weider heim konnten. vieles sagten: "wir wollten doch nur mal schauen"
und ich wage nochwas zu behaupten. viele von denen, die damals wirklich "großfrech" und ohne Nachzudenken die Chance nutzten, um auf die DDR zu schimpfen, sind heute auch die "früher-war-alles-Besser"-Schreier.
-
08.10.2007, 11:26Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
...und leben jetzt von hartz 4 oder halten heut wieder ihre klappe,allerdings aus angst den job zu verlieren.....
Zitat von Sisma
Geändert von Inaktiver User (08.10.2007 um 11:34 Uhr)
-
08.10.2007, 11:37Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Und viele, die früher linientreu waren, haben ihr Fähnchen ganz schnell wieder in den Wind gehalten und haben sich die schönsten Posten gesichert. Die sogenannten Wendehälse waren das.
Zitat von Sisma
-
08.10.2007, 11:52
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
aber hallo!
Zitat von Inaktiver User
und die richtig schlimmen SED und Stasi-Leute und Wendehälse war die ersten die ihren Job verloren und sich schnell die neuen gesichert haben!
was ich mich frage: warum hat man mit der SED denn so schnell seinen Job verloren? und warum ist eine SED-Vergangenheit heute noch so verwerflich! ich dachte in der neuen Zeit gibt es Meinungsfreiheit?
ich kann nur von einem Nachbarn sprechen, eine liebe netter Mann, der an das System wirklich geglaubt hat. der hat keiner Fliege was zu leide getan, niemanden bespitzelt. für den ist eine Welt zusammengebrochen, als er von den Machenschaften der SED erfuhr! Heute hat ers immer noch schwer, weil er eben in der SED war!
-
08.10.2007, 12:00Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
das auch...aber dieser sinneswandel fand meistens erstmal still und leise statt,bevor man sich dann als "neuer mensch" präsentierte..
Zitat von Inaktiver User
-
08.10.2007, 12:06
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
Das kann ich ja noch nachvollziehen, denn es war die staatstragende Partei.
Zitat von Sisma
Aber was ich nicht nachvollziehen kann, warum muss ich, wenn ich im oeffentlichen Dienst eine befristete Stelle antrete, sogar angeben, ob ich Mitglied der Pionierorganisation und der FDJ war? Dafuer konnte mir noch niemand eine vernuenftige Begruendung geben? Soll ich fuer Sachen haftbar gemacht werden, die ich selbt nicht entschieden habe als Kind?
Finde ich sehr befremdlich.

PischtiMan sollte sich nicht ueber Dinge aergern,
denn das ist ihnen voellig egal.
Euripides
Man soll nicht das Leben veraendern, man soll nicht die Welt veraendern. Man muss das Leben vielgestaltiger machen, ... Man muss die Unterschiede wuerdigen. Unterschiede staerken die Identitaet.
Carlos Fuentes "Die Jahre mit Laura Diaz"
-
08.10.2007, 12:22Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
ist das tatsächlich so?
Zitat von Pischti_H
da kam man doch damals als kind praktisch garnicht drumherum...
ich war als jugendliche damals die einzige,die nicht in die "deutsch-sowjetische freundschaft" (dsf) eingezahlt hat,aber auch nur,weil meine eltern dagegen waren.
ansonsten war das irgendwo selbstverständlich,ich wäre nie von selbst auf die idee gekommen,das zu boykotieren.
meine eltern waren nie in der partei,für sie war die DDR nicht besonders schön,wir hatten keine privilegien,nicht mal ein auto.
als kind hat mich das nicht gestört,ich konnte sie nicht verstehen,es war schön,in der DDR kind zu sein.
heute versteh ich es.
meinem vater kommen heut noch die tränen,wenn bilder von früher und vom mauerfall gezeigt werden.
ich bin trotzdem der meinung,der grundgedanke des sozialismus/kommunismus ist ein guter,aber die menschheit ist noch nicht soweit,diesen auch tatsächlich umzusetzen.
deswegen ist das "projekt DDR" auch gescheitert,man hat dabei zu mitteln gegriffen,bei denen sich karl marx wahrscheinlich mehrfach im grab rumgedreht hätte.
das war sicher nicht sein ziel.Geändert von Inaktiver User (08.10.2007 um 12:33 Uhr)
-
08.10.2007, 12:40
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
ist das echt so? das ist ja der Hammer! hat das Konsequenzen wenn man das war?
Zitat von Pischti_H
-
08.10.2007, 12:46Inaktiver User
AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"
und helden sind für mich die menschen,die ihren kindern zuliebe auf ein scheinbares leben voller überfluß verzichtet haben und nicht die,die spektakulär geflüchtet sind und ihre kinder einfach zurückgelassen haben!


Zitieren