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    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Auch bei den palästinensischen Selbstmordattentätern trifft zu dass jeder Tote einer zu viel ist (Jude und Palästinenser).

    Allerdings würde ich die Palästinenser eher mit den Aufständischen im Warschauer Ghetto vergleichen als mit den Mauerschützen. Denn sie führen einen Verzweiflungskampf gegen eine unrechtmäßige fremde Besatzung, die ihnen die Grundlage für ihre Existenz raubt.
    Gehört das hier zum Thema?

    Wenn Du das diskutieren möchtest, mach doch bitte einen neuen Strang auf.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: "Warum sind den ständig Menschen aus der DDR getürDie Frau vom Checkpoint-charly"

    Rebellin, nach Deinem letzten, unsäglich peinlichem und vor allem undifferenzierten Posting bereue ich fast, mit Dir diskutiert zu haben.

    Mondschaf

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    AW: "Warum sind den ständig Menschen aus der DDR getürDie Frau vom Checkpoint-charly"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Rebellin, nach Deinem letzten, unsäglich peinlichem und vor allem undifferenzierten Posting bereue ich fast, mit Dir diskutiert zu haben.

    Mondschaf
    mondschaft, ignorieren hilft gewaltig! da sich die gute frau nur das für ihre gegenargumentation herauspickt was sie braucht und nur ausschnitte angreift, anstatt den gesamtkontext zubetrachten (oder auch zu lesen), hat alles andere keinen sinn!

  4. gesperrt

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    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Deutschland einig Vaterland....wann wird das soweit sein?

  5. Inaktiver User

    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Ja, das frage ich mich auch, corvus. Jedenfalls nicht solange, wie man sich verteidigen muss, dass man im Osten großgeworden ist. Zum Glück gibt es die Schranken im Kopf in meiner Generation nicht mehr *toi toi toi*

    @Sisma

    Das hab ich jetzt auch kapiert.

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    geschockt AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    [QUOTE=Sisma]\Und die anderen: Sie wissen alle was wir NICHT hatten, aber sie werden nie verstehen WAS wir hatten! Diese Menschen werden immer auf uns herunterblicken, abfällige Bemerkungen machen, alles besser wissen, das letzte Wort haben wollen und sich ungerechtfertigt gönnerhaft geben! Sie werden nie verstehen, was wir meinen, sondern uns immer die Worte im Mund umdrehen und uns klein und dumm halten wollen.

    OK Leute - Zeit für eine kurze Blutdruckmessung!

    Ich habe mich nun durch diesen ganzen Strang gearbeitet, und jetzt muss ich auch mal was sagen. Und zwar ganz ruhig.

    Dürfte ich im Zusammenhang mit diesem Thema einmal daran erinnern, dass die "Widerstandskämpfer" der DDR doch eigentlich überhaupt nicht vom Westen "annektiert" werden wollten? Das die Leute, die die Freiheitsbewegung in der DDR anführten, die Vision einer EIGENEN, selbsterschaffenen Demokratie hatten?

    Ich erinnere mich noch an die Diskussionen, die diesbezüglich vor und kurz nach dem Mauerfall geführt wurden. Die Artikel in den Zeitungen und Zeitschriften darüber, wie das denn alles jetzt so läuft. Disneyland - Happy ever after?

    Ich erinnere mich auch, dass diese Visionäre und Aktivisten sehr enttäuscht wurden und dass die "Bevormundung" durch Westdeutschland sehr schnell einsetzte und diese Träume platzen liess. Schade eigentlich.

    Ja, es ist schon eigenartig mit uns Deutschen. Eigentlich sollten wir ja EIN Volk sein, aber so einfach ist das nicht (oder war es zumindest nicht). Ich wette, die Mehrzahl der Westdeutschen hatte 1989 keine Ahnung, was da auf sie zukam.
    Die DDR'ler, naja, das waren Leute, die einem leid taten und über die man nur den Kopf schütteln konnte und für die man wohl so ein Gefühl zwischen Liebe und Abscheu hegte.
    Und dann war auf einmal die Grenze offen ....

    Auf einmal hatte der Westen gewonnen! Das Problem ist nur, dass sich viele DDR-Bürger nicht als Verlierer verstanden (und verstehen), sondern eher als gleichberechtige Bürger.

    Vergangenheit hin und her: der Sieger schreibt Geschichte.

    Wessis, bitte versteht doch, dass - genau wie ihr - die meisten DDR-Bürger den zweiten Weltkrieg erlebt hatten, ihre Existenz verloren hatten, und nach dem Krieg politisch wieder völlig umgekrempelt wurden. Ganz nach den Wünschen der Sieger. Und die meisten Bürger waren froh, dass Frieden war. Die meisten wollten einfach leben. Haben sich gefügt (wenn viele auch mürrisch) und von neuem eine Existenz und eine neue Identität aufgebaut. Als die Mauer fiel, haben viele der älteren Bürger, die 50 Jahre in der DDR gelebt hatten, auch diese Existenz und ihre Identität (Arbeit, Wohnung etc.) wieder verloren. Ich selbst habe in meinem Freundeskreis einen Mann, der das einfach nicht verkraftet hat.

    Ich war kurz nach dem Fall der Mauer in Berlin. Ich erinnere mich, ich stand auf dem Ostbahnhof und um mich herum standen traurige Leute mit knallbunten Tüten, werde ich nie vergessen.

    Ich bitte euch, zeigt etwas Mitgefühl und Verständnis und Respekt. Nicht für alle war der Mauerfall sofort ein Segen. Es war eine sehr tief greifende Umwälzung, ein sehr tiefer Einschnitt in das Leben der Westdeutschen sowohl als der Ostdeutschen.
    Das hat nichts mit Undankbarkeit zu tun, jedoch viel mit Identität und Selbstbewusstsein.

    Die Zeiten sind schwer, wir sind von Ungewissheit umgeben. Wen wundert es, dass wir uns gern an unsere unbesorgte Kindheit und Jugend erinnern.

    Wie sagte Bert Brecht doch in seinem Gedicht:
    "An die Nachgeborenen" (in freier Anlehnung)


    Gedenkt
    Wenn ihr von unseren Schwächen sprecht
    Auch der finsteren Zeit
    Der ihr entronnen seid.

    Dabei wissen wir doch:
    Auch der Hass gegen die Niedrigkeit
    Verzerrt die Züge.
    Auch der Zorn über das Unrecht
    Macht die Stimme heiser. Ach, wir
    Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit
    Konnten selber nicht freundlich sein.

    Ihr aber, wenn es soweit sein wird
    Dass der Mensch dem Menschen ein Helfer ist
    Gedenkt unsrer
    Mit Nachsicht.

  7. Inaktiver User

    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Danke Mitleser2, für dieses tolle Posting

  8. Inaktiver User

    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Wobei ich nicht ganz verstehe, was Du mit der Westen hat gewonnen meinst. Ist das nicht wieder eine Auseinanderdividierung? Ich finde, dass jeder in einer solch neuen Situation seinen Weg finden muss. Niemand wusste, was passieren wird. Man kann nur das beste draus machen und nachher nicht versuchen, einen Schuldigen für sein eigenes Scheitern oder Unzufriedenheit zu finden.

  9. User Info Menu

    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    Mondschaf,

    Danke für den Hinweis. Du hast völlig recht.

    Was ich meinte, ist der Kapitalismus (in diesem Fall repräsentiert von Westdeutschland) gewonnen hatte, und die Bürger von Westdeutschland mehr oder weniger ungewollt in die "Siegerrolle" gedrängt wurden. Ich nehme an, für sie bedeutete diese plötzliche Wendung erst einmal eine ungeheure Belastung.
    Ich beziehe mich auf das Ende des "kalten Krieges" zwischen Ost und West.

    Im Übrigen stimme ich dir völlig zu!

  10. Inaktiver User

    AW: "Die Frau vom Checkpoint-charly"

    ...an dieser Stelle möchte ich nochmals hinweisen, dass der Verlauf der letzten Beiträge nicht mehr im Zusammenhang mit meinem eröffneten Thema steht. Ich habe mit meinen Beiträgen verdeutlicht, dass ich die Gefühle und Kindheitserinnerungen aller Menschen respektiere und achte.

    Doch hier entwickelt sich jetzt ein Themenkreis im beharrlichen Austausch der individuellen „Vorteile“ der ehemaligen DDR. Besonders krass wird es durch die wage Behauptung, dass sich „pro und contra“ in diesem Strang die Waage halten. Ich schlage vor, hierfür ein neues Thema zu eröffnen...

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