Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 39 von 39
  1. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Hast du eigentlich eine Vorstellung wie intensiv die Nazizeit im Westen aufgearbeitet werden musste?

    Jeder musste durch die Entnazifizierung, weit über hunderttausend Leute wurden wegen ihrer Zugehörigkeit zu NS Strukturen bestraft (und ich meine nicht wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit!)

    Sicher, das war unter dem Druck der Besatzungsmächte, lief aber auch in den ersten Jahrzehnten der BRD weiter.

    Ich finde es gut, dass wir dies bei der Wiedervereinigung vermieden haben und nur sehr wenige Leute wegen tatsächlicher Verbrechen verurteilt wurden - und niemand allein wegen der Zugehörigkeit zu einer Partei, die die Menschenrechte mit Füßen trat.

    Was nichts daran ändert, dass eben sehr viele SED Funktionäre und Aktivisten weiter in en Nachfolgeorganisationen der SED tätig sind ohne dass sie auch nur den Eindruck erwecken, sich von den Verbrechen der SED distanzieren zu wollen.

    In der NPD finden wir viele (viel zu viele!!) "Möchtegern-Antidemokraten", die wir daran hindern sollten, ihre Ideen jemals umzusetzen.

    in der PDS/ bei den Linken finden wir Leute, die sich tatsächlich aktiv gegen die Grundsätze der Menschenrechte vergangen haben - und sich nicht von ihrer Vergangenheit distanzieren.

  2. User Info Menu

    AW: NPD überholt SPD

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    .......................................

    Was nichts daran ändert, dass eben sehr viele SED Funktionäre und Aktivisten weiter in en Nachfolgeorganisationen der SED tätig sind ohne dass sie auch nur den Eindruck erwecken, sich von den Verbrechen der SED distanzieren zu wollen.

    .................................................. ......
    Es wäre schön, wenn Du Roß und Reiter nennen würdest.
    Wer ist denn von den ehemaligen SED-Funktionären und Aktivisten in "Die Linke" in Amt und Würden?
    Wiederholungen sind nicht hilfreich, Fakten könnten Deiner Glaubwürdigkeit in dieser Hinsicht helfen.

    Wenn die eigene Pfründe (ich spreche jetzt von Politikern, nicht von Dir) gefährdet ist, greift man mangels Fakten gerne Verleumdungen auf. Das Verhalten gegenüber "Die Linke" zeigt das exemplarisch.

    Staatstragend zu sein, ist übrigens oft ein Persönlichkeitsmerkmal, was dazu führt, daß gerade diejenigen sich am meisten über z.B. ehemalige SED-Funktionäre ereifern, die im Falle der eigenen Geburt in der DDR sich besonders scharf über die Funktionsträger der BRD geäußert hätten.
    Aber das ist alles Spekulation.

    Wichtig ist, daß effektiv für die Zukunft gearbeitet wird. Das kann man mit dem ständigen Blick zurück nicht leisten.

    Die SPD kann ihre Wähler vielleicht wieder gewinnen, wenn sie wieder für das steht, was sie groß gemacht hat. Zur Zeit bin ich da eher pessimistisch.

    Gruß
    Cook3
    Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
    ------------------------------------------------------

    Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)

  3. User Info Menu

    AW: NPD überholt SPD

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hast du eigentlich eine Vorstellung wie intensiv die Nazizeit im Westen aufgearbeitet werden musste?

    Jeder musste durch die Entnazifizierung, weit über hunderttausend Leute wurden wegen ihrer Zugehörigkeit zu NS Strukturen bestraft (und ich meine nicht wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit!)
    Bei wievielen Mitgliedern? Drei, vier, fünf Millionen?

    Zitat aus Wikipedia:

    In den westlichen Besatzungszonen war das Vorgehen zunächst recht gründlich, Meilenstein im Zuge der Entnazifizierung war der Nürnberger Prozess. Als allerdings der Kalte Krieg ernsthaft begann, geriet die Entnazifizierung aus dem Blickfeld. Viele verurteilte Kriegsverbrecher wurden begnadigt und ein NSDAP-Parteibuch besessen zu haben, war kein Hinderungsgrund beim politischen Aufstieg. Der mangelnde kritische Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in der Bundesrepublik war einer der Gründe für die deutsche Studentenbewegung der 60er Jahre.

    Es folgen einige Politiker oder Wirtschaftsführer, die nach dem Krieg trotz ihrer Mitgliedschaft in der NSDAP in höhere Positionen gelangten oder anderweitig Bekanntheit erlangten. Sie hatten in der Regel keine herausgehobene Rolle in der NSDAP gespielt.
    Walter Bartram, 1950–1951 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein (CDU)
    Gerhard Beil, 1986–1990 Minister für Außenhandel der DDR
    Wernher von Braun, Leiter des US-amerikanischen Mondfahrt-Programms
    Karl Carstens, auch Mitglied der SA, 1979–1984 Bundespräsident der BR Deutschland (CDU)
    Hans Filbinger, ab 1933 Mitglied des NSDStB, 1934–1937 Mitglied der SA, 1943–1945 Militärrichter, 1966–1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg (CDU)
    Friedrich Flick, Unternehmer
    Willy Fritsch, Schauspieler
    Arnold Gehlen, konservativer Philosoph und Soziologe
    Hans-Dietrich Genscher, 1974–1992 Außenminister der BR Deutschland (FDP)
    Heinrich Harrer, 1938 eingetreten, auch SS, österreichischer Forscher und Bergsteiger, sein Leben wurde im Film „Sieben Jahre in Tibet“ verfilmt
    Walter Jens, linksliberaler Literaturhistoriker und Schriftsteller
    Herbert von Karajan, Dirigent
    Kurt Georg Kiesinger, 1933 Mitglied der NSDAP, 1966 bis 1969 Bundeskanzler (CDU)
    Hans Krüger, 1963–1964 Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte (CDU)
    Konrad Lorenz (1938 eingetreten), österreichischer Verhaltensforscher (Nobelpreis 1973)
    Friedrich Peter (auch SS-Mitglied), 1958 bis 1978 Parteiobmann der FPÖ
    Hans-Joachim Rehse, Richter am Volksgerichtshof
    Anton Reinthaller, 1956 bis 1958 erster Parteiobmann der FPÖ
    Walter Scheel, 1974 bis 1979 Bundespräsident (FDP)
    Oskar Schindler, durch seine Rettung von 1200 Juden bekannt gewordener Unternehmer
    Carl Schmitt, konservativer Staatsrechtler und Philosoph
    Hans Ernst Schneider (auch SS-Mitglied), unter dem Decknamen „Hans Schwerte“ bis zu seiner Enttarnung 1995 ein angesehener Literaturwissenschaftler
    Franz Schönhuber (auch SS-Mitglied), Gründer der rechtsextremen Partei Die Republikaner
    Hanns Martin Schleyer (auch SS-Mitglied), Manager, Arbeitgeberfunktionär und RAF-Opfer
    Gerhard Schröder (1941 wieder ausgetreten), 1953–1969 Bundesminister (nicht identisch mit Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder)
    Fritz Thyssen (bereits 1931 eingetreten), Unternehmer

    Zitatende

    Übrigens hat sich auch die DDR der braunen Genossen bedient. Das liegt wohl im Wesen der Bürokratie, die meiner Meinung nach sowieso wesentlich langlebiger ist als irgendeine Ideologie.


    Gruß
    cook3
    Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
    ------------------------------------------------------

    Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)

  4. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Beispiele sind Herr Modrow, der Ehrenvorsitzende der PDS, der als Bezirksvorsitzender der SED in Dresden u.a. auch dem ZK angehörte und für die Politik der SED die Mitverantowrtung trägt, wie auch u.a. Herr Krenz, von dem sich die PDS trotz seiner Verurteilung nicht distanziert hat.

    Daneben gibt es immer noch eine Vielzahl von SED Funktionären, deren Namen im Westen nichts sagen, die aber trotzdem die Kontinuität der Politik von SED über PDS zur Linken illustrieren.

    Übrigens waren auch u.a. die Herren Bisky und Gysi so intensiv in die Machenschaften der SED involviert, dass sie nach den Standards der Entnazifizierung aus allen politischen Ämtern ausgeschlossen worden wären.

  5. User Info Menu

    AW: NPD überholt SPD

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Beispiele sind Herr Modrow, der Ehrenvorsitzende der PDS, der als Bezirksvorsitzender der SED in Dresden u.a. auch dem ZK angehörte und für die Politik der SED die Mitverantowrtung trägt, wie auch u.a. Herr Krenz, von dem sich die PDS trotz seiner Verurteilung nicht distanziert hat.
    In welcher Funktion in "Die Linke"?

    Daneben gibt es immer noch eine Vielzahl von SED Funktionären, deren Namen im Westen nichts sagen, die aber trotzdem die Kontinuität der Politik von SED über PDS zur Linken illustrieren.
    Smile. Reichlich hilflose Argumentation, ist es überhaupt eine?


    Übrigens waren auch u.a. die Herren Bisky und Gysi so intensiv in die Machenschaften der SED involviert, dass sie nach den Standards der Entnazifizierung aus allen politischen Ämtern ausgeschlossen worden wären.
    ...und ebenfalls nach dem Standard der Entnazifizierung innerhalb 2 - 3 Jahren wieder in allen Gnaden und für sämtliche Ämter verwendbar in den Schoß der Volksgemeinschaft aufgenommen worden.
    Wie kommt es, daß Menschen, die bewiesenermaßen die viehischten Verbrechen in unserer Geschichte zu verantworten hatten, so leicht davon kamen?
    Will man es jetzt ganz besonders genau machen? Praktischerweise ist es ja der ideologische Gegner von einst.

    Gruß
    cook3
    Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
    ------------------------------------------------------

    Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)

  6. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Ich gewinne hier den Eindruck, dass man die Verbrechen der SED vernachlässigen kann, weil nicht - wie bei den Nazis - Millionen sondern nur Tausende von Menschen umgebracht wurden?

    Warum verfolgen wir dann Leute, die nur mal gelegentlich einen Menschen umbringen?

    Die Verbrechen in der DDR sind das Produkt des SED Systems und der Leuet, die es getragen haben.

    Und ich werde überlegen, die LINKE als verfassungstreue Partei zu betrachten, wenn man sich ausdrücklich und überzeugend von der Politik und den Verbrechen der Vorläuferpartei SED distanziert statt sie zu beschönigen und zu rechtfertigen.

  7. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich gewinne hier den Eindruck, dass man die Verbrechen der SED vernachlässigen kann, weil nicht - wie bei den Nazis - Millionen sondern nur Tausende von Menschen umgebracht wurden? Warum verfolgen wir dann Leute, die nur mal gelegentlich einen Menschen umbringen?
    Wen meinst du? Wer in der Linken ist konkret verantwortlich, wer hat sich persönlich schuldig gemacht und ist dafür nicht zur Rechenschaft gezogen worden? Bisky und Gysi sind jedenfalls von Verdächtigungen reingewaschen.
    Du kannst nicht einfach die Sippenhaft einführen und alle Ostdeutschen oder alle PDS-Mitglieder für das verantwortlich machen, was die SED-Funktionäre verbrochen haben.


    Und ich werde überlegen, die LINKE als verfassungstreue Partei zu betrachten, wenn man sich ausdrücklich und überzeugend von der Politik und den Verbrechen der Vorläuferpartei SED distanziert statt sie zu beschönigen und zu rechtfertigen.
    Ich warte immer noch auf ein konkretes Beispiel eines PDS/Linke-Mitglieds, das sich auch nur annähernd so verfassungsfeindlich präsentiert wie Schäuble. Bis jetzt kam da aber nichts.
    Geändert von Inaktiver User (10.09.2007 um 15:47 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Wie gesagt halte ich Herrn Schäuble und die Politik, die er vertritt, grundsätzlich für verfassungskonform - auch wenn ich kein Unionswähler bin.

    Im Gegensatz dazu bezweifle ich die Verfassungstreue der PDS/Linke wie auch der NPD.

  9. Inaktiver User

    AW: NPD überholt SPD

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wie gesagt halte ich Herrn Schäuble und die Politik, die er vertritt, grundsätzlich für verfassungskonform
    Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Nochmals:

    Zu Schäuble's Vorschlägen gehören
    - Verwendung von erfolterten Aussagen durch Polizei und Justiz,
    - Einrichtung von Internierungslagern für sogenannte "Gefährder",
    - Einsatz der Bundeswehr im Inneren,
    - Legalisierung von polizeilichen Todesschüssen, und
    - heimliches Eindringen in Wohnung und PC (auch ohne richterliche Genehmigung).

    Die Verfassungsfeindlichkeit bzw. die populistische Koketterie mit dem Verfassungsbruch ist bei ihm einfach zu offensichtlich. Wenn du das nicht erkennst, bezweifle ich, dass du Verfassungsfeindlichkeit (so vorhanden) anderswo, z.B. bei der PDS überhaupt erkennen könntest. Das sind bei dir wohl eher wohlgepflegte Vorurteile.
    Und damit ist dieses Thema für mich persönlich abgehakt.
    Geändert von Inaktiver User (10.09.2007 um 16:15 Uhr)

Antworten
Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •