Für mich ist die Frage, wie weit unsere Gesellschaft den TÄTERN entgegen kommen muss, die für alle Probleme, denen sie nach Verbüßung ihrer Strafe ausgesetzt sind, selbst verantwortlich sind.
Es ist in unserem Interesse zu vermeiden, dass Straftäter rückfällig werden, aber meiner Meinung nach nicht, ihnen das Leben leicht zu machen.
Genauso, wie wir nicht daran denken, die zivilrechtlichen Forderungen an Straftäter vom Staat abdecken zu lassen, so sehe ich auch keinen Grund, einer Mörderin zu ermöglichen ihrer Verantwortung zu entfliehen - es sei denn, dies gilt für alle Straftäter nach Verbüßung ihrer Strafe.
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13.08.2007, 14:39Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
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13.08.2007, 14:40Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Zitat von Kappuziner
Bei fünfmal Lebenslänglich, im übrigen die höchste jemals in der Bundesrepublik verhängte Strafe, halte ich 24 Jahre schon für etwas kurz. Aber das ist nicht das Thema.
Eine Distanzierung vom Terrorismus hätte ihr schon gut angestanden, oder mal ein Wort der Entschuldigung an die hinterbliebenen der Opfer wäre auch nicht zuviel gewesen. Aber wie gesagt, sie hat ihre Strafe noch nicht verbüßt. Sie ist auf Bewährung draußen. Sie ist keine freie Person.
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13.08.2007, 15:06
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Ist es ein "Entgegenkommen", die Täter vor den der Boulevardpresse aufgeheizten selbsternannten Rächern und Richtern zu schützen?
Zitat von Inaktiver User
Der Verwaltungsakt mit der Namensänderung wird den Staat nicht mal was kosten, aber darum geht es auch gar nicht.
Es geht darum, dass ein "erwachsener" Staat sich nicht auf das Niveau eines Lynchmobs herablässt. Und nichts anderes wäre es, eine der bekanntesten Ex-Terroristinnen zum Leben mit ihrem alten Namen zu verurteilen.
Eva Haule, lange nicht so bekannt wie die Mohnhaupt wurde von der Berliner Boulevardpresse auf Schritt und Tritt verfolgt (sie macht hier als Freigänger eine Ausbildung), bis es von einem Gericht untersagt wurde.
Ich finde, irgendwo muss eine Grenze sein - Menschenwürde gilt in einem souveränen Staat für alle.
Sonst könnten wir die Leute auch gleich an den Pranger stellen und teeren und federn.
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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13.08.2007, 15:06Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Ulina
Zitat von Inaktiver User
Das hättest Du aber verhindern können, dafür gibts doch Schöffen. Aber manche Schöffen halten bloß den Mund. Wie hast Du versucht diese Unurteil zu verhindern ?[/QUOTE]
Das war in der Berufung und da war ich nicht dabei.
Es sollte nur ein Beispiel sein wie mit zweierlei Maß gemessen wird.
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13.08.2007, 15:15Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Davon sind wir ja wohl sehr weit entfernt.
Zitat von Kappuziner
Frau Mohnhaupt hat sich alle Folgen ihrer Taten selbst zuzuschreiben. Und man kann es auch nicht auf jugendlichen Übermut schieben. Sie ist eine eiskalte, berechnende Mörderin die keinerlei Mitleid mit ihren Opfern und deren Angehörigen hat.
Wieso soll man sich Gedanken um ihr Seelenheil machen ??
Ich denke da eher an die Angehörigen der Opfer. Wie mögen die sich fühlen ? Wer kümmert sich um sie ?
Frau Mohnhaupt hat sich einen Dreck um die Menschenwürde ihrer Opfer geschärt. Sie hat deren Recht auf Leben mit Füßen getreten.
Nein, sie soll sehen wie sie klar kommt.
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13.08.2007, 15:16
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Ihnen das Leben künstlich schwer zu machen, ist aber auch selten zweckdienlich. Das dient doch nur diffusen Rachegefühlen und wie Kapuzziner schon sagte, ist Rache nicht Sinn des Strafrechts. Dies ist in meinen Augen eine große zivilisatorische Errungenschaft.
Zitat von Inaktiver User
Die Ente bleibt draußen.
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13.08.2007, 15:19Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
"Sonst könnten wir die Leute auch gleich an den Pranger stellen und teeren und federn."
...
Besteht Hoffnung, daß der Pranger wieder eingeführt wird?
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13.08.2007, 15:21
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Die macht sich hier keiner.
Zitat von Inaktiver User
Ich mache mir Gedanken um das Ansehen eines Staates. Würde der so aussehen, wie du ihn dir vorstellst, dann wären wir von der Gewaltenteilung weit entfernt.
Zum Glück urteilen hier Richter und nicht die Bildzeitung.
Frag dich doch mal, was deinen Vorschlag von dem Vorgehen der RAF unterscheidet: auch die wollten, dass das Volk, bzw. das, was sie dafür hielten und zu deren Sprechern sie sich aufschwangen, Todesurteile aussprechen und ausführen konnte.
Nichts anderes ist die Konsequenz deiner Worte, wenn man es zu Ende denkt.
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Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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13.08.2007, 15:31Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Das ist allerdings eine extreme Beleidigung mich mit der RAF gleichzusetzen.
Zitat von Kappuziner
Die RAF war eine Mörderbande die politische Motive vorschub um hemmungslos morden zu können.
Wo habe ich denn ein Todesurteil gefordert ???
Ich bin absolut gegen die Todesstrafe, allerdings würde ich mir Wünschen das solche niederträchtige Mörder nie mehr aus dem Gefängnis rauskämen.
An keiner Stelle habe ich zum Lynchmord aufgerufen. Ich brachte lediglich zum Ausdruck, daß ich keine Notwendigkeit sehe einer Mörderin Zucker in den Arsch zu blasen.
Ich möchte dich wirklich bitten solche beleidigende Äußerungen zu unterlassen. Ich respektiere deine Meinung und habe eine andere, dennoch habe ich es nicht nötig andere zu beleidigen und mit Mördern gleichzusetzen.
Wenn das dein Stil ist, werde ich mit dir nicht weiterdiskutieren.
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13.08.2007, 15:35Inaktiver User
AW: namensänderung für ex-terroristin ?
Ich mache mir Gedanken um die Sicherheit in unserem Staat.
Und deswegen sehe ich keinen Grund es Verbrechern leicht zu machen - haben sie es ihren Opfern leicht gemacht?
Wenn es zu leicht erscheint, kann die Vorstellung entstehen, man könne die Strafe auf einer Pobacke absitzen und sich danach aus der Verantwortung stehlen.


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