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  1. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Für mich ist die Frage, wie weit unsere Gesellschaft den TÄTERN entgegen kommen muss, die für alle Probleme, denen sie nach Verbüßung ihrer Strafe ausgesetzt sind, selbst verantwortlich sind.


    Es ist in unserem Interesse zu vermeiden, dass Straftäter rückfällig werden, aber meiner Meinung nach nicht, ihnen das Leben leicht zu machen.

    Genauso, wie wir nicht daran denken, die zivilrechtlichen Forderungen an Straftäter vom Staat abdecken zu lassen, so sehe ich auch keinen Grund, einer Mörderin zu ermöglichen ihrer Verantwortung zu entfliehen - es sei denn, dies gilt für alle Straftäter nach Verbüßung ihrer Strafe.

  2. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Jeder Deutsche kann aus wichtigem Grund seinen Namen ändern lassen. Aufrufe zur Selbstjustiz dürften zu diesen wichtigen Gründen zählen...
    Die Verwaltungsgeühr wird sie wohl selber zahlen und auch sonst würde ich keinen Anlass sehen, eine Bevorzugung zu vermuten. Oder hast du gehört, dass ihr Vater Staat eine neue Nase zahlt?

    Und im übrigen zählt Reue nicht zum "Büßen" - bei keinem Straftäter. Und ebensowenig ist 24 Jahre eine kurze Zeit, auch für eine lebenslängliche Haftstrafe nicht. So viel zu der hier vermuteten Bevorzugung.

    Bei fünfmal Lebenslänglich, im übrigen die höchste jemals in der Bundesrepublik verhängte Strafe, halte ich 24 Jahre schon für etwas kurz. Aber das ist nicht das Thema.

    Eine Distanzierung vom Terrorismus hätte ihr schon gut angestanden, oder mal ein Wort der Entschuldigung an die hinterbliebenen der Opfer wäre auch nicht zuviel gewesen. Aber wie gesagt, sie hat ihre Strafe noch nicht verbüßt. Sie ist auf Bewährung draußen. Sie ist keine freie Person.

  3. User Info Menu

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für mich ist die Frage, wie weit unsere Gesellschaft den TÄTERN entgegen kommen muss, die für alle Probleme, denen sie nach Verbüßung ihrer Strafe ausgesetzt sind, selbst verantwortlich sind.
    Ist es ein "Entgegenkommen", die Täter vor den der Boulevardpresse aufgeheizten selbsternannten Rächern und Richtern zu schützen?
    Der Verwaltungsakt mit der Namensänderung wird den Staat nicht mal was kosten, aber darum geht es auch gar nicht.

    Es geht darum, dass ein "erwachsener" Staat sich nicht auf das Niveau eines Lynchmobs herablässt. Und nichts anderes wäre es, eine der bekanntesten Ex-Terroristinnen zum Leben mit ihrem alten Namen zu verurteilen.
    Eva Haule, lange nicht so bekannt wie die Mohnhaupt wurde von der Berliner Boulevardpresse auf Schritt und Tritt verfolgt (sie macht hier als Freigänger eine Ausbildung), bis es von einem Gericht untersagt wurde.

    Ich finde, irgendwo muss eine Grenze sein - Menschenwürde gilt in einem souveränen Staat für alle.
    Sonst könnten wir die Leute auch gleich an den Pranger stellen und teeren und federn.

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  4. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe z.B. als Schöffin miterleben müssen, wie ein Betrunkener (1,8 pro Mill) einen 17 jährigen tot gefahren hat. Der hat in der Berufung eine Strafe auf Bewährung bekommen, keine 15 Jahre und der 17 jährige hätte noch sein ganzes Leben vor sich gehabt.
    Ulina
    Das hättest Du aber verhindern können, dafür gibts doch Schöffen. Aber manche Schöffen halten bloß den Mund. Wie hast Du versucht diese Unurteil zu verhindern ?[/QUOTE]


    Das war in der Berufung und da war ich nicht dabei.
    Es sollte nur ein Beispiel sein wie mit zweierlei Maß gemessen wird.

  5. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Ist es ein "Entgegenkommen", die Täter vor den der Boulevardpresse aufgeheizten selbsternannten Rächern und Richtern zu schützen?
    Ja !

    Der Verwaltungsakt mit der Namensänderung wird den Staat nicht mal was kosten, aber darum geht es auch gar nicht.

    Ach nee ? Womit bezahlt sie das denn ? Mit Sozialhilfe !!!

    Es geht darum, dass ein "erwachsener" Staat sich nicht auf das Niveau eines Lynchmobs herablässt. Und nichts anderes wäre es, eine der bekanntesten Ex-Terroristinnen zum Leben mit ihrem alten Namen zu verurteilen.
    Verurteilt hat sie sich selbst durch ihre Taten. Damit muß und hat sie zu leben. Ob es ihr gefällt oder nicht.


    Eva Haule, lange nicht so bekannt wie die Mohnhaupt wurde von der Berliner Boulevardpresse auf Schritt und Tritt verfolgt (sie macht hier als Freigänger eine Ausbildung), bis es von einem Gericht untersagt wurde.

    Ich finde, irgendwo muss eine Grenze sein - Menschenwürde gilt in einem souveränen Staat für alle.
    Sonst könnten wir die Leute auch gleich an den Pranger stellen und teeren und federn.
    Davon sind wir ja wohl sehr weit entfernt.

    Frau Mohnhaupt hat sich alle Folgen ihrer Taten selbst zuzuschreiben. Und man kann es auch nicht auf jugendlichen Übermut schieben. Sie ist eine eiskalte, berechnende Mörderin die keinerlei Mitleid mit ihren Opfern und deren Angehörigen hat.
    Wieso soll man sich Gedanken um ihr Seelenheil machen ??
    Ich denke da eher an die Angehörigen der Opfer. Wie mögen die sich fühlen ? Wer kümmert sich um sie ?
    Frau Mohnhaupt hat sich einen Dreck um die Menschenwürde ihrer Opfer geschärt. Sie hat deren Recht auf Leben mit Füßen getreten.

    Nein, sie soll sehen wie sie klar kommt.

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    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Für mich ist die Frage, wie weit unsere Gesellschaft den TÄTERN entgegen kommen muss, die für alle Probleme, denen sie nach Verbüßung ihrer Strafe ausgesetzt sind, selbst verantwortlich sind.


    Es ist in unserem Interesse zu vermeiden, dass Straftäter rückfällig werden, aber meiner Meinung nach nicht, ihnen das Leben leicht zu machen.
    Ihnen das Leben künstlich schwer zu machen, ist aber auch selten zweckdienlich. Das dient doch nur diffusen Rachegefühlen und wie Kapuzziner schon sagte, ist Rache nicht Sinn des Strafrechts. Dies ist in meinen Augen eine große zivilisatorische Errungenschaft.
    Die Ente bleibt draußen.

  7. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    "Sonst könnten wir die Leute auch gleich an den Pranger stellen und teeren und federn."
    ...
    Besteht Hoffnung, daß der Pranger wieder eingeführt wird?

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    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wieso soll man sich Gedanken um ihr Seelenheil machen ??
    Die macht sich hier keiner.

    Ich mache mir Gedanken um das Ansehen eines Staates. Würde der so aussehen, wie du ihn dir vorstellst, dann wären wir von der Gewaltenteilung weit entfernt.
    Zum Glück urteilen hier Richter und nicht die Bildzeitung.

    Frag dich doch mal, was deinen Vorschlag von dem Vorgehen der RAF unterscheidet: auch die wollten, dass das Volk, bzw. das, was sie dafür hielten und zu deren Sprechern sie sich aufschwangen, Todesurteile aussprechen und ausführen konnte.
    Nichts anderes ist die Konsequenz deiner Worte, wenn man es zu Ende denkt.

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  9. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Die macht sich hier keiner.

    Doch, sonst würdest du dich nicht so vehement für ihre Namensänderung einsetzen.

    Ich mache mir Gedanken um das Ansehen eines Staates. Würde der so aussehen, wie du ihn dir vorstellst, dann wären wir von der Gewaltenteilung weit entfernt.

    Das ist doch wohl Quatsch. Auf Tat folgt Strafe. Ganz einfach. Und mit den Konsequenzen hat jeder Täter zu leben.

    Zum Glück urteilen hier Richter und nicht die Bildzeitung.

    Solch ein Abfallblatt brauche ich nicht.

    Frag dich doch mal, was deinen Vorschlag von dem Vorgehen der RAF unterscheidet: auch die wollten, dass das Volk, bzw. das, was sie dafür hielten und zu deren Sprechern sie sich aufschwangen, Todesurteile aussprechen und ausführen konnte.
    Nichts anderes ist die Konsequenz deiner Worte, wenn man es zu Ende denkt.
    Das ist allerdings eine extreme Beleidigung mich mit der RAF gleichzusetzen.

    Die RAF war eine Mörderbande die politische Motive vorschub um hemmungslos morden zu können.
    Wo habe ich denn ein Todesurteil gefordert ???
    Ich bin absolut gegen die Todesstrafe, allerdings würde ich mir Wünschen das solche niederträchtige Mörder nie mehr aus dem Gefängnis rauskämen.
    An keiner Stelle habe ich zum Lynchmord aufgerufen. Ich brachte lediglich zum Ausdruck, daß ich keine Notwendigkeit sehe einer Mörderin Zucker in den Arsch zu blasen.

    Ich möchte dich wirklich bitten solche beleidigende Äußerungen zu unterlassen. Ich respektiere deine Meinung und habe eine andere, dennoch habe ich es nicht nötig andere zu beleidigen und mit Mördern gleichzusetzen.

    Wenn das dein Stil ist, werde ich mit dir nicht weiterdiskutieren.

  10. Inaktiver User

    AW: namensänderung für ex-terroristin ?

    Ich mache mir Gedanken um die Sicherheit in unserem Staat.

    Und deswegen sehe ich keinen Grund es Verbrechern leicht zu machen - haben sie es ihren Opfern leicht gemacht?

    Wenn es zu leicht erscheint, kann die Vorstellung entstehen, man könne die Strafe auf einer Pobacke absitzen und sich danach aus der Verantwortung stehlen.

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