Na, dass erklär mal ner brutalen Pappnase, also die, die Ufuk hören: Die kapieren das das nämlich nicht.Zitat von Inaktiver User
Und Dein Posting war ziemlich heftig.
Over and out.
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Thema: Integration ?
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28.07.2007, 00:31Inaktiver User
AW: Integration ?
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28.07.2007, 00:36Inaktiver User
AW: Integration ?
Zitat von Inaktiver User
Wieso sollte er "daneben" sein? Es geht hier in dem Strang um Integration, nun integriert das ist er, nach den u.a. von dir aufgestellen Kriterien, keine Frage.
Zitat von Inaktiver User
Das er in seinen Texten "mit der Klinge schlitzt" ist nicht "nett" aber da er nicht dazu aufruft ist es nicht strafrechtlich relevant.
Seine Texte sind für mich ausdruck der Situation in seinem Umfeld.
Und das auch in einem deutschen Ghetto zur Waffe gegriffen wird oder das es Bandenrivalitäten mit Waffen, Verletzten und Toten gibt ist leider nichts Neues. Es gehört zu deren Alltag, es interessiert keinen "nur reden..".
Tut sich aber etwas positives wie z.B. in Marxlohe, dann schauen wir mal wieder weg und betrachten die Moschee und ihre Glaubigen als potenzielle Terroristen bzw. Islamisten oder fundamentalistische Islamisten.
Du schielst nach dem Splitter im Auge deines Nächsten und siehst den eigenen Balken nicht.
Ja, auch aus meinem Mund.
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28.07.2007, 01:10Inaktiver User
AW: Integration ?
Er verkörpert Disintegration, und er ist selbst nicht integriert.
Zitat von Inaktiver User
Wie man es als zivilisierter, erwachsener Mensch anders sehen kann, und dem Typen zustimmen kann, die guten Reime loben oder das irgendwie lustig finden kann, ist mir komplett schleierhaft.
Und übrigens: Bei dem sind das keine Hip-Hop-Sprüche, der meint das ernst:
"ich mach kein scherz,
verrecke, denk nich das ich nur Rappe."
Und er ist wirklich einfussreich im Ghetto:
"Liedertext ich bin präsent auf der Straße in jeder Ecke,...
sie sorg für angst und schrecken,"
Das stimmt allerdings: Integrationsprobleme sind für die Opfer physisch.
Zitat von Inaktiver User
Und gerade deswegen finde ich die Abwiegeleien nicht richtig.Geändert von Inaktiver User (28.07.2007 um 01:24 Uhr)
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28.07.2007, 01:25Inaktiver User
AW: Integration ?
Weißt du, ich wiegele nicht ab, aber ohne Verständis für Ursache und Wirkung, kommt man nicht weit.
Zitat von Inaktiver User
Dann hat man genau solche Leute wie Ufuk & Co. und würden sie nicht solche Texte singen, sondern wären sie, wie die anderen, einfach nur still, würde keiner was sagen, gell.
So aber hauen sie uns mit ihren Texten ihre Realität um die Ohren. Und was machen wir? Wir fordern Integration.
Gute nacht...
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28.07.2007, 01:30Inaktiver User
AW: Integration ?
Dein "Verständnis" geht nur leider zu weit.
Zitat von Inaktiver User
Gute Nacht.
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28.07.2007, 09:46Inaktiver User
AW: Integration ?
Diese Songs sind nicht verantwortlich für Integrationsprobleme, sondern diese Songs sind entstanden weil Integrationsprobleme vorhandenen sind.
Zitat von Inaktiver User
In dem von dir verlinkten Spiegel-Artikel heisst es:
In diesen Liedern spiegelt sich eine unglaubliche Brutalität wider, aber es nützt nichts die Musik zu verbieten, wenn die Realität, auf der sie basieren, die gleiche bleibt."Du musst so werden wie das System, und du kannst das System nicht ändern." Das System, das ist für Sahin eine Gesellschaft, in der Jungs wie er nie eine Chance kriegen.
...
Wenn nur Haft oder Hartz IV warten, wenn soziale Spielregeln außer Kraft gesetzt sind und lediglich das Recht des Stärkeren gilt, dann ist die Brachial-Rhetorik von Sahin tatsächlich kaum mehr als die Bestätigung der Verhältnisse. Kritische oder gar visionäre Perspektiven, wie sie sich der Bildungsbürger vom Pop immer noch erhofft, sind hier nicht zu haben. Gangster-Rap aus Neukölln oder Wedding ist in hohem Maße konservativ: Er bewahrt den Status quo der gescheiterten Bildungs- und Integrationspolitik in drei Minuten langen Songs - Miniaturen des sozialen Elends, aufgemotzt mit Testosteron-Phantasien vom großen Geld und schnellen Sex.
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28.07.2007, 10:05Inaktiver User
AW: Integration ?
Die Rapper sind verantwortlich (wenn auch nur mitverantwortlich), und zwar als Vorbilder und "Kulturschaffende" in der Parallelgesellschaft.
Zitat von Inaktiver User
Schau Dir die Untaten der Ostheimer Bands und Banden „Gernsheimer T.N.G.O.G“ (The New Generation Ostheim Gangsters) an, der "Harlem Killers", "Ghetto Brothers", alle aus Köln-Ostheim, und wie sie sich dessen rühmen (Spiegel-TV Reportage):
http://www.youtube.com/watch?v=kNKrlry1Z4Y
Darin auch die verzweifelte weinende Schwester von Waldemar W., die nicht weiß, ob ihr einziger Bruder aus dem Koma erwacht, sowie Waldemars W.'s Sohn.Geändert von Inaktiver User (28.07.2007 um 10:10 Uhr)
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28.07.2007, 10:06Inaktiver User
AW: Integration ?
In diesem Punkt werden wir uns wohl nicht einig.
Ich frage mich, weshalb du den Spiegel-Artikel überhaupt verlinkt hast; er bestätigt deine Auffassung nicht.
Aber das nur so am Rande. Ist eigentlich nicht wichtig.
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28.07.2007, 10:32Inaktiver User
AW: Integration ?
Ich erinner Dich nochmal an den Brief des Lehrerkollegiums der Rütli-Schule. Darin hieß es schlicht:
Zitat von Inaktiver User
"Der Intensivtäter wird zum Vorbild."
http://www.welt.de/politik/article73...m_Vorbild.html
Warum wohl?
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29.07.2007, 22:21Inaktiver User
AW: Integration ?
http://www.ard.de/zukunft/kinder-sin...0al/index.html
Rütli – es geht auch anders
Die Rütli-Schule in Neukölln gilt seit dem Hilferuf ihrer Lehrer in 2006 als Beispiel für die Verwahrlosung an Schulen in Problemvierteln. Das Gegenteil beweist mit kreativen und ungewöhnlichen Ideen die Erika-Mann-Grundschule aus dem Berliner Bezirk Wedding.
Der Weg zur Berliner Erika-Mann-Grundschule ist bedrückend. Vorbei an Schnäppchenangeboten für 99 Cent, an Kiosken und einem Stehcafé durchquert man den Stadtbezirk Wedding. Der Ausländeranteil der Schüler liegt bei etwa 85 Prozent, mehr als die Hälfte der Eltern sind arbeitslos, viele davon verstehen die deutsche Sprache nicht. Trotzdem schaffen es zwei Drittel der Schüler auf die Realschule oder das Gymnasium.
Vor den Döner- und Imbissbuden bauen sich dickbäuchige Menschen mit strähnigen Haaren und trüben Augen auf. Sie sehen aus, als ginge es ihnen nicht gut, schlürfen mit verlangsamten Bewegungen ihren Kaffee aus Plastikbechern und machen ansonsten einfach nichts. Viele von ihnen sind Eltern und viele von ihnen könnten ihre Kinder auf die Erika-Mann-Grundschule schicken. Eine Schule – mitten in der Unterschicht – die es nach ganz oben geschafft hat: als viel zitierter "Leuchtturm" der Berliner Bildungslandschaft.
Es geht auch anders als in der Rütli-Schule
Es ist gerade einmal ein Jahr her, da war eine andere Berliner Schule in den Schlagzeilen: ein Hilferuf von Lehrern aus der – mittlerweile auch überregional bekannt gewordenen – Rütli-Schule aus dem Stadtteil Neukölln war in ganz Deutschland zu hören. Mit dem, was dann folgte, hätten selbst die Hilfe suchenden Lehrer damals nicht gerechnet: Die ganze Republik diskutiert seither über das Bildungssystem und den Umgang mit Kindern aus sozial schwachen Familien, Kindern mit Migrationshintergrund und aus Problembezirken.
Und obwohl mittlerweile die Schulleitung zum zweiten Mal gewechselt hat und einige medienwirksame Projekte gestartet wurden, hat die Rütli-Schule weiter mit ihrem schlechten Image zu kämpfen. Da geht es ihr wie vielen Schulen, deren Schülerschaft sich vergleichbar zusammensetzt. Aber es gibt auch Ausnahmen – wie zum Beispiel die Erika-Mann-Grundschule im so genannten Problembezirk Wedding.
An ihr geht man fast vorbei, so unscheinbar ist sie von außen. Doch dann blickt man auf die kunstvoll buntbemalten Bänke unweit vom Eingangstor und wundert sich, weil die so gar nicht in die grauen Häuserreihen passen wollen. "Wir hatten irgendwann das Problem, dass sich hier die Alkoholiker getroffen haben. Täglich. Die haben sich auf den ausgedienten Bänken wohl gefühlt. Dann haben wir sie bemalt und rundherum alles freundlicher gestaltet", erzählt die Direktorin der Erika-Mann-Schule, Karin Babbe. Mit Erfolg, denn die Alkoholiker halten sich seitdem fern von der Schule.
Mit Farbe gegen Probleme
Die Gänge des Schulgebäudes sind gestaltet mit den Spuren eines silbernen Drachen. Die Aufenthaltsräume sind bunt, von Schülern gemalte Bilder hängen an den Wänden. Kunst und Kreativität, wohin das Auge schaut. Kein Gekratze, kein Geschmiere, nichts Hässliches. Architektonisch mitgestaltet von den Schülern, ist das ganze Gebäude ein großzügiger Ort mit vielen Nischen zum Lernen. Mathe, Deutsch, Sachunterricht – man merkt, hier wird gepaukt.
Aber auch im schuleigenen Theater treffen sich die Schüler regelmäßig zum Unterricht: zwei Theater-Stunden die Woche. Geprobt wird in der Aula. Das ist ein pädagogischer Ansatz, der Wirkung zeigt, sagt die Rektorin: "Die Schüler bekommen so ein Gefühl für die deutsche Grammatik, lernen, sich zu artikulieren und bekommen mehr Selbstwertgefühl."
Eine Schule, die Selbstbewusstsein vermittelt
Genau davon bekommen viele Kinder zu Hause zu wenig vermittelt. Das haben die Rektorin und ihr Team oft erkennen müssen. Meist seien es nur kleine Anzeichen, die von den Erziehern registriert würden. Anzeichen, die darauf hindeuten, dass ein Kind geschlagen, misshandelt oder gar missbraucht wird. Dann spricht Karin Babbe mit den Eltern, mit Psychologen, mit Sozialarbeitern, dem Kinderschutzbund. Ein enges Netz, das von der Rektorin gespannt wird und durch das bereits einige Kinder aufgefangen wurden.
Gerade mit dem Kinderschutzbund und der Polizei hält Karin Babbe regelmäßigen Kontakt. Ganz aktuell startet die Schule im März 2007 ein Anti-Gewalt-Projekt. Titel: "Was guckst Du?" Dazu wird geredet, gelesen und gerappt. Nicht weggucken, so handelt die Rektorin und davon profitieren die 640 Kinder – von der ersten bis zur sechsten Klasse – an dieser Schule. Hier gehen sie zum Unterricht und werden dazu noch betreut. Wenn Kinder Hilfe brauchen, finden sie sie bei den Sozialarbeitern, den Erziehern, den Lehrern und auch bei den ehrenamtlichen Vorlesern. Ein Rundum-Sorglos-Paket namens Schule.
Bildung und soziales Netz als Zauberformel
Karin Babbe kam vor zehn Jahren hierher. Damals war es die "20. Grundschule im Wedding", kein schöner Name, erinnert sich die Rektorin. Seitdem hat sich so einiges verändert. Jetzt hat es die Erika-Mann-Grundschule geschafft, dass die Vergleichsarbeiten der Viertklässler 20 Prozent besser sind als der Landesdurchschnitt.
So ein Ergebnis erwartet man nicht von einer Schule, deren Ausländeranteil bei etwa 85 Prozent liegt, in deren Einzugsbereich mehr als die Hälfte der Eltern arbeitslos sind, viele Eltern die deutsche Sprache nicht verstehen und zu Lehrerbesprechungen auf einen Übersetzer angewiesen sind. Trotzdem schaffen es zwei Drittel der Schüler auf die Realschule oder sogar das Gymnasium.
Bildung und soziales Netz, das bietet die Erika-Mann-Grundschule im rauen Wedding. Eine Schule, von der auch die Erwachsenen noch was lernen können. Zum Beispiel, sich nicht von schlechten Voraussetzungen abschrecken zu lassen. Bereits jetzt gibt es mehr Bewerber für die Schule, als aufgenommen werden können. Ein Erfolg ist das sicherlich. Doch auch ein Skandal. Denn warum kann es scheinbar nur eine Schule unter vielen schaffen, mit solch schlechten Voraussetzungen in einem sozial schwachen Gebiet ihre Schüler zu so guten Leistungen zu bringen? Woran scheitern die anderen Schulen?
Autor: Aud Krubert


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