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Thema: Integration ?

  1. User Info Menu

    AW: Integration ?

    Dazu kommt noch ein Problem in unserem Bildungssystem: Hauptschullehrer kämpfen ziemlich allein, siehe jene Schule in Neukölln.

    Renomee kann man als Lehrer nur an erfolgreichen Gymnasien erwarten. Hauptschullehrer in Brennpunkten wie Dortmund-Nord werden(wahrscheinlich auch in Duisburg-Maxloh) wie ihre Zöglinge gesehen: einfach randständig und erfolgslos.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    PS:
    Im übrigen sollten wir für (fast) jeden Asylanten mit Hochschulabschluß dankbar sein, der sich nach Deutschland verirrt, und zwar besonders dann, wenn die "politische Verfolgung" ein Bluff seines Anwalts ist und der Betreffende über "sichere Drittländer" einreist - denn das besagter Hochschulabschluß ein super Qualitätskriterium für die Einwanderung ist, darauf sind unsere "Volksvertreter" offenbar noch nicht gekommen!
    Auszug aus Wiki:

    Die Tiefststände lauten demgegenüber für das Jahr 2006: 30.759 / 251 / 0,8%.

    251 ist der Zahl der Anerkennung des Asylstatus.

  3. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Nein. Nicht die Asylanerkennungsquote, sondern die die folgenden Zahlen zur Zuwanderung markieren das Problem:

    "2005 kamen laut BAMF (Nürnberger Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge) rund 450000 Zuwanderer ins Land.
    ...
    Im Jahr 2005 kamen nur etwa 900 Hochqualifizierte ins Land. Bei den Selbstständigen liegen die Schätzungen noch darunter – bei mageren 500. Politiker aus Union und SPD sind sich mittlerweile unter dem Druck der Wirtschaft einig geworden, dass die Hürden für diese Gruppen im Zuwanderungsgesetz viel zu hoch sind. Hochbegabte müssen nämlich ein Gehalt von mindestens 84000 Euro erzielen. Für die Inder und Chinesen, die deutsche Mittelständler gern beschäftigen wollen, ist das kaum zu schaffen.

    Selbstständige müssen bisher eine Million Euro in Deutschland investieren und zehn Arbeitsplätze schaffen, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Das Zuwanderungsgesetz entpuppt sich als Gesetz zur Verhinderung von Einwanderung."
    http://images.zeit.de/text/2006/24/Einwanderung

    Man rechne:
    900 Hochqualifizierte + 500 Selbständige = 1400 Hochqualifiziert u. Selbständige.

    In Prozent ausgedrückt:
    Nur 0,31% der 450.000 Migranten sind durch Gesetze für Hochqualifizierte u. Selbständige eingewandert.

    Diese skandalöse Politik der "Volksvertreter" von Rechts (Ablehnung von Einwanderung generell oder Ausländerfeindlichkeit), von Links (Protektionismus gegenüber den einheimischen Arbeitnehmern) und besonders der Grünen (Ablehnung nicht-humanitärer Auswahlkriterien, "Multi-Kulti" Ideologie) ist die entscheidende Ursache der fehlgeschlagenen Integration.
    Geändert von Inaktiver User (25.07.2007 um 19:13 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    (...) von Links (Protektionismus gegenüber den einheimischen Arbeitnehmern)
    Ist off topic, aber dennoch, den "Protektionismus" finde ich nicht falsch, denn schließlich haben sie (die Arbeitgeber) sich jahrelang darum gedrückt Einheimische auszubilden bzw. qualifizieren zu lassen.
    Das "Geschrei" nach Hochqualifizierten kann durchaus ein Schuß in den Ofen werden, denn Einheimische werden dann irgendwann nicht mehr gebraucht, sie werden arbeitslos, sie können ihre Kinder, usw.

    Wer weiß, wer weiß, vielleicht treffen wir zwei uns in ein paar Jahren wieder zum Thema "Europa wird Taoistisch".

  5. User Info Menu

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist übrigens auch das Problem der Pariser Vorstädte: das Gefühl eben gerade NICHT integriert sondern ausgegrenzt zu werden.
    Werden viele ausgerenzt oder grenzen sie sich selbst aus?

    Es ist ja altbekannt, gleich und gleich gesellt sich gern. Wer im Ausland lebt sucht erst einmal die Nähe von Landmännern und -männinen. So beginnt Ghettobildung und es besteht zunächst auch nicht die Notwenigkeit aus diesem geschützen Raum herauszutreten.

    Nur verpasst man viele Notwendigkeiten (wie z.B. Sprache lernen) und Möglichkeiten (wie z.B. Ausbildung) des Gastlandes.

    Ich glaube je zahlenmässig größer eine eingewanderte Volksgruppe ist, desto schwieriger wird es für sie sich zu integrieren, weil sie Ausweichmöglichkeiten haben.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  6. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von setshu
    Werden viele ausgerenzt oder grenzen sie sich selbst aus?

    Es ist ja altbekannt, gleich und gleich gesellt sich gern. Wer im Ausland lebt sucht erst einmal die Nähe von Landmännern und -männinen. So beginnt Ghettobildung und es besteht zunächst auch nicht die Notwenigkeit aus diesem geschützen Raum herauszutreten.

    Nur verpasst man viele Notwendigkeiten (wie z.B. Sprache lernen) und Möglichkeiten (wie z.B. Ausbildung) des Gastlandes.
    Du kennst die Verhältnisse in Frankreich offenbar nicht.
    Es gibt dort - ähnlich wie in Grossbritannien - keine Sprachprobleme. Französisch ist eine Weltsprache; in den Herkunftsländern dieser Einwanderer spricht das fast jeder und auch das Schulsystem in Frankreich fördert die französischen Sprachkenntnisse. - Daran liegt es also nicht.

    Merkwürdig, nicht wahr? Dabei gelten die fehlenden Sprachkenntnisse in Deutschland als Hauptproblem. Anscheinend ist die fehlende Sprachkenntnis (in Deutschland) zwar tatsächlich ein Hindernis für die Integration, aber das bedeutet nicht, dass entsprechende Sprachkenntnis automatisch eine entsprechende Integration mit sich brächte.

    Die Zahlen bezüglich der Jugendarbeitslosigkeit in Frankreich sind übrigens eindeutig: sie liegen bei Jugendlichen, die aus dem Ausland stammen, mindestens doppelt so hoch wie bei französischstämmigen Jugendlichen. Vielfach reicht es, den falschen Nachnamen zu haben ...
    Ich glaube nicht, dass diese Jugendlichen sich selber ausgrenzen, allenfalls aus Zorn, Enttäuschung, als Reaktion auf die Ausgrenzung durch die Mehrheitsgesellschaft.
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2007 um 10:54 Uhr)

  7. User Info Menu

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich glaube nicht, dass diese Jugendlichen sich selber ausgrenzen, allenfalls aus Zorn, Enttäuschung als Reaktion.
    Ich sage doch garnicht das man sobald man die Sprache des Gastlandes kennt integriert ist. Sie ist nur der erste Schritt zur Integration.

    Aber was braucht man noch außer Sprachkenntnissen (z.B. für das Bewerbungsgespräch) um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, z.B. ein gutes Schulzeugnis mit möglichlichst wenigen Fehltagen.

    Wie sieht es solchen Ghettos mit der Schulmoral der Jugendlichen aus? Wie sehr sind die Eltern dahinter her das ihre Kinder zur Schule gehen?

    Die Probleme sind vielfältig und eben doch oft hausgemacht. Den Jugendlichen kann man nicht einmal einen Vorwurf machen, sie überblicken die Situation noch nicht und finden es nur cool, die Schule zu boykottieren (sei es indem sie nicht hingehen, die Mitarbeit verweigern oder den Unterricht stören). Dummerweise stehen hinter ihnen keine Eltern die den Ernst der Lage überblicken.

    Interessant und treffend finde ich in diesem Zusammenhang auch den Beitrag von Sehnsuchtsvolle.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  8. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von setshu
    Wie sieht es solchen Ghettos mit der Schulmoral der Jugendlichen aus? Wie sehr sind die Eltern dahinter her das ihre Kinder zur Schule gehen?
    Gescheiterte Integration zu individualisieren, und sie so auf mangelnden Integrationsfährigkeit des einzelnen zurückzuführen, statt die die zugrundeliegenden Ursachen zu berücksichtigen - wie insbesondere das meist sehr niedrige Bildungsniveau der allermeisten Migranten, ferner die extreme Ballung nur wenige Herkunftsländer und Regionen - halte ich für etwas kurz gegriffen bzw. eine unpolitische Sichtweise.

    Die gute gemeinte aber im Ergebnis fatale "humanitäre" Einwanderung ist die entscheidende Ursache von ethnischer Separation, Armut, Kriminalität und einer langfristig sehr düsteren Perspektive für die Bevölkerungsstruktur und den Zusammenhalt unseres Landes.

    Mit einem Punktesystem nach Herkunftsland, Bildung, Alter, außerdem Sprach-, Wissen-, und Intelligenzest und vielleicht ein paar weiteren Qualitätsmerkmalen für Einwanderern, wie in angelsächsischen Länderen üblich, gäbe es diese sog. "Integrationsprobleme" bzw. in Wahrheit die bewußte und fast komplette Separation der Migranten nicht.
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2007 um 15:10 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Mit einem Punktesystem nach Herkunftsland, Bildung, Alter, außerdem Sprach-, Wissen-, und Intelligenzest und vielleicht ein paar weiteren Qualitätsmerkmalen für Einwanderern, wie in angelsächsischen Länderen üblich, gäbe es diese sog. "Integrationsprobleme" bzw. in Wahrheit die bewußte und fast komplette Separation der Migranten nicht.
    Davon war ich bis zu den Londoner Anschlägen ebenfalls überzeugt. Doch da bomben normale junge Leute, die in England geboren sind, Schulen besucht haben, deren Eltern als (nahezu) integriert gelten, sich und wildfremde Menschen in die Luft. Da insziniert junges medizinisches Personal dilletantisch aber immerhin Autobombenanschläge, die gottlob mißlangen.

    Um ehrlich zu sein, ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich verstehe es nicht. Und habe das Gefühl, egal, was wir machen, es scheint intregationsresistente Typen zu geben, die uns einfach nur hassen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  10. Inaktiver User

    AW: Integration ?

    Zitat Zitat von Opelius
    Davon war ich bis zu den Londoner Anschlägen ebenfalls überzeugt. Doch da bomben normale junge Leute, die in England geboren sind, Schulen besucht haben, deren Eltern als (nahezu) integriert gelten, sich und wildfremde Menschen in die Luft. Da insziniert junges medizinisches Personal dilletantisch aber immerhin Autobombenanschläge, die gottlob mißlangen.

    Um ehrlich zu sein, ich weiss nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich verstehe es nicht. Und habe das Gefühl, egal, was wir machen, es scheint intregationsresistente Typen zu geben, die uns einfach nur hassen.
    Das ist ein kulturell-religiöser Aspekt. Diese Leute sind ja nicht irgendwelche Terroristen - Krieg gegen den Terror ist übrigens eine ziemliche Begriffsverwirrung und irreführende Bezeichnung - sondern um islamistische Terroristen.

    So etwas kann man bei der Einwanderungsprüfung berücksichtigen, denn die Leute haben ja eine Herkunft und eine Biografie. Die USA machen das.

    Oder hast Du schon mal was von indischen IT-Terroristen, chinesischen Bankangestellten als Terroristen oder Jihadisten aus Chile gehört?
    Geändert von Inaktiver User (26.07.2007 um 17:56 Uhr)

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