wie im christentum.Zitat von born_realist
wer hat da noch mal festgestellt, dass die frau dem manne untertan ist?
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11.08.2007, 01:32Inaktiver User
AW: Europa wird muslimisch werden
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11.08.2007, 01:39Inaktiver User
AW: Europa wird muslimisch werden
das ist ein ganz anderes thema und durchaus diskussionswürdig.
Zitat von born_realist
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11.08.2007, 01:49Inaktiver User
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Fein.
Zitat von Sehnsuchtsvolle
Dann darf ich mal als erstes dafür "werben" das unsere WERTE erhalten bleiben. Und dafür bin ICH. Ein Wert ist das säkualare Staatswesen was wir in Deutschland und der EU haben.
Es ist nicht auszudenken, wenn wir je wieder religösen Eiferern ausgeliefert wären. Mir fallen was den Eifer angeht, aber eben nur die Christen ein.
Nun ist es ja so, das Europa christliche Wurzeln hat und ansich ist Religion nichts schlechtes, aber es ist eben eine persönlich Angelegenheit. Und unterliegt der freien Wahl.
Der Strang handelt von der "Islamisierung" und dem "wegschauen", aber was hier wirklich vor sich geht ist eine "Re-Christanisierung". Einige Posts habe ich ja schon zu dem Thema gemacht, u.a. zum Thema "Christliche Schulverweigerer".
Nun habe ich einen hochinterssanten Artikel gefunden, aus einem nicht minder interessanten Forum. Wer selber nachsehen möchte "wird schnell wissen wohin der Hase läuft".
Nichtsdestotrotz, ist es erstaunlich das hier etwas erklärt wird was mir zumindest schon länger klar ist.
Alles was "wir" im Namen unserer Religion (Christentum) zulassen und/oder ermöglichen, steht anderen Religionen genauso zu.
Wäre dem nicht so, wäre einer UNSERER WERTE TOT.
DIE GLAUBENSFREIHEIT.
Christliche Schulverweigerer
Die christlichen Schulverweigerer machen wieder Schlagzeilen. Eine „segensreiche Zeit“ sei für sie der Gefängnisaufenthalt gewesen, gibt Elvira Block in diesen Tagen zu Protokoll. Die neunfache Mutter aus Paderborn ist Schulverweigerin aus ganzem Herzen. Weil sie ihre schulpflichtigen Kinder vor drei Jahren trotz Bußgeldes nicht in die Schule geschickt, sondern zu Hause unterrichtet hatte, wurde sie am 17. Juni einfach von der Polizei zu Hause abgeholt – wie schon ihr Mann im Oktober zuvor.
13 Tage musste die Christin in der Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen fristen. „Durfte verbringen“ würde sie es hingegen nennen. In staatlicher Obhut hat sie zahlreiche Gespräche über ihren Glauben führen können und über 100 ermutigende Briefe von Freunden und Unterstützern bekommen. Das hat sie aufgebaut und ermutigt. Denn nach wie vor ist die Evangeliumschristen-Baptistin überzeugt, mit ihrem Verstoß gegen das nordrheinwestfälische Schulgesetz nichts Unrechtes getan zu haben.
Hehre Anliegen fernab der Realität
Um ganz ehrlich zu sein: Es fällt mir schwer, über dieses Verhalten nicht zu urteilen. Ja, Elvira Block und alle anderen streitbaren Schulverweigerer haben ein hehres Anliegen, nämlich das, ihre Kinder vor den Tücken der weltlichen Gesellschaft zu schützen und sie wohlbehütet in einer heilen Welt aufwachsen zu lassen. Welche Eltern wollten das nicht?
Aber leider ist die Realität anders. Denn es hilft natürlich in keinster Weise, die Kinder vor allen Gefahren und Unwägbarkeiten des stürmischen Lebens abzuschotten und sie bar aller Drangsal im Bauch des Familienschiffes groß zu ziehen. Irgendwann werden sie an Deck kommen müssen, um das Steuer zu übernehmen. Und spätestens dann sind sie den Böen und Orkanen des Alltags in der Gesellschaft voll ausgesetzt; einer Gesellschaft, die eben nicht die gleichen (guten) Maßstäbe an Sozialverhalten, Ehrlichkeit und Nächstenliebe ansetzt wie es die Christen im Großen und Ganzen tun. Wir leben halt in einer sündigen Welt.
Wer zum Zeitpunkt seines ersten einsamen Deckgangs nicht gelernt hat, mit aggressiven Schulkameraden, verführerischen Drogen und verwirrenden Harry-Potter-Romanen umzugehen, der wird es schwer haben, den Umgang mit diesen Dingen später nachzuholen. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr…
Schulpflicht aus Überzeugung
So ist die Schulpflicht nicht umsonst Teil deutscher Pädagogiküberzeugung. Im Zusammensein und auch in der Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen werden Sozialkompetenz, Konfliktbewältigung und Krisenmanagement trainiert und der Charakter geformt - gerade wenn es nicht die heile Welt ist, in die man geworfen wird.
Und in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Denkansätzen, Weltanschauungen und philosophischen Überzeugungen wird Sachkompetenz vermittelt und Urteilsvermögen geschult. Und dazu gehören nun mal auch Sexualkundeunterricht mit (igitt!) nackten Menschen, Informationen über die Evolutionstheorie oder die Beschäftigung mit ungeliebten Zauberlehrlingen.
Argumente, die die Schulverweigerer allerdings wenig anfechten. Genauso wenig wie die Tatsache, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen, sie ihren Kindern den Stoff ohne fundiertes pädagogisches Knowhow beibringen und sie die Chance, ihre Kinder gezielt durch ausgebildete Fachkräfte fördern zu lassen, schlicht verpassen.
Kompetenzvermittlung vom sicheren Küchentisch aus
Stattdessen fühlen sie sich in ihrer selbst zurecht gelegten Märtyrerrolle offensichtlich wohl. „Das ist so ein Segen, den man dabei empfängt, wenn man in solch einer Finsternis vom Herrn zeugen darf“, beschreibt Elvira Block nach ihrer Entlassung ihr Gefühl als Opfer der christenfeindlichen Staatsmacht.
Ich gebe zu: Einerseits bewundere ich ehrlich einen solchen Glauben und eine solche Leidensbereitschaft für Jesus! In vielen Situationen könnte ich mir hier eine Scheibe abschneiden.
Andererseits bin ich davon überzeugt: Die Gelegenheiten, für Gott zu „leiden“, sollten wir uns nicht gezielt und bewusst suchen. Nicht jede Konsequenz von weltentfremdendem Verhalten ist gleich „Leiden um Christi Namen“ willen. Nicht jede Anfeindung aufgrund eigenwilliger Bibelauslegung ist geeignet, den Glauben zu stärken – gerade bei Heranwachsenden.
Viel hilfreicher wäre eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Versuchungen und Anfechtungen der westlichen Gesellschaft – statt einer Abschottung und einer Heranführung an selbige nur in der bloßen Theorie vom sicheren Küchentisch aus. Das erfordert aber auch einen kompetenten Umgang mit Fehlern und Versagen. Vielleicht ist es das, wovor man sich in diesen Kreisen fürchtet.
Christen als unfreiwillige Wegbereiter des Islamismus
Was ich allerdings als das dringlichste Problem sehe: Kinder, die dem staatlichen Schulsystem entzogen werden, erfahren keinerlei Korrektiv zu den eventuell ziemlich verqueren und abgedrehten Ansichten der Eltern. Das beziehe ich noch nicht einmal auf die christlichen Familien, die momentan als „Schulverweigerer“ ihre Runden durch die Medien drehen.
Ich habe vielmehr Sorge, dass andere – namentlich streng gläubige Muslime – ihre Kinder lieber heute als morgen aus dem staatlichen Schulsystem und damit aus der Reichweite unserer demokratischen, freiheitlichen Gesellschaftsordnung entfernen würden.
Was das bedeuten würde, dürfte klar sein: Muslimische Kinder würden noch weniger Einblick in das normale Leben unserer Gesellschaft erhalten. Die Vermittlung von verkrusteten Geschlechterrollen, demokratiefeindlichen Justizauffassungen und intoleranten Glaubensansichten würden keinerlei Bremse mehr durch konstruktive Auseinandersetzung mit westlichen Werten im Schulunterricht erfahren – der oft einzigen Verbindung zur hiesigen Gesellschaft, die muslimische Einwandererkinder noch haben.
Die christlichen Schulverweigerer kämpfen also ungewollt Seite an Seite mit dem islamischen Fundamentalismus. Mit jedem Schritt, den sie aus christlichen Motiven auf ihrem Weg hin zum Homeschooling erkämpfen, torpedieren sie gleichzeitig die jahrelangen Bemühungen um Integration der Einwanderer und die Eindämmung der gesellschaftsfeindlichen Kräfte, die es unter den muslimischen Mitbürgern leider immer noch gibt.
Inzwischen lässt Familie Block ihre Kinder an einer staatlich anerkannten Privatschule in Heidelberg unterrichten. Eine gute Entscheidung. Auch wenn mit dem Zusammenscharren der aktiven Christen in separaten Bildungsstätten natürlich wieder Salz in der Suppe der glaubensfernen Gesellschaft verloren geht. Aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema.Geändert von Inaktiver User (11.08.2007 um 02:01 Uhr) Grund: Link gekürzt
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11.08.2007, 01:57Inaktiver User
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
satyr hat die argumentation, dass wir alle auf der basis des säkularen staatswesens zu agieren haben, dankenswerterweise sehr logisch durchgezogen.
Zitat von Inaktiver User
zum zweiten: mir fallen religiöse eiferer aus allen großen religionen ein. sogar die buddhisten können eifern. harald martenstein beschimpfte kürzlich in der zeit den buddhismus, nur so aus spaß. daraufhin bekam er haufenweise böse briefe von buddhisten.
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11.08.2007, 02:31Inaktiver User
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Ganz sicher können alle Gefahren durch deutsche Gesetze geregelt werden.
Zitat von Satyr
Genial.



Hut ab.
Vor allem folgende Gefahr:
Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas seltenes - aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.Geändert von Inaktiver User (11.08.2007 um 10:59 Uhr)
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11.08.2007, 11:18Inaktiver User
AW: Europa wird muslimisch werden
Mal was Lustiges, von Broder. Er hat zum 60'sten Geburtstag des Nachrichtenmagazins Der Spiegel beschrieben, wie der 120 Geburtstag des Spiegel, dann im Jahr 2067, aussehen könnte.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...456899,00.html
EURO-ISLAM 2067
Wehe, wer den Muezzin stört
DER SPIEGEL wird heute 60. SPIEGEL ONLINE blickt 60 Jahre in die Zukunft. Henryk M. Broder springt in das Jahr 2067: Der Bundespräsident heißt Mahmoud Watan-Sadr, Pornokinos und Strip-Bars sind verboten - und um Moscheen gibt es eine Schweinefleisch-Bannmeile.
"Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist", heißt es in einem Lied aus der "Fledermaus" von Johann Strauss. Ein kluger Satz, dem man auch Tiefe und praktische Vernunft attestieren muss. Allerdings: um zu ermessen, wo wir heute stehen, müssen wir uns gelegentlich auch erinnern, wo wir einmal gestanden haben. Nicht aus nostalgischer Wehmut, sondern um bessere Voraussagen für die Zukunft machen zu können. Denn es gilt nicht nur der Satz von Johann Strauss, sondern auch der des jüdischen Gelehrten Baal Schem Tow (Herr des guten Namens) aus Okop in der Ukraine: "Die Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung."
Egal, ob man es nun mit Johann Strauss oder Baal Schem Tow hält, ob das Vergessen der Schlüssel zum Glück ist oder die Erinnerung der Weg zur Erlösung - das Heute ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg aus dem Gestern in das Morgen, ein kurzer Augenblick, nicht mehr und nicht weniger.
Deswegen hat Bundespräsident Mahmoud Watan-Sadr zu Recht in seiner Neujahrsansprache an die historische Zäsur vor genau 60 Jahren erinnert, die damals gar nicht als solche wahrgenommen wurde. Im Gegenteil, man war in Berlin sehr stolz auf die Aufführung einer Mozart-Oper, die damit endete, dass die abgeschlagenen Köpfe von Jesus, Buddha und Mohammed vorgezeigt wurden. Man sah dies als einen Sieg der säkularen Kultur über religiösen Kleinmut an und feierte das Ereignis mit viel Sekt und guter Laune.
Was die Teilnehmer der Party allerdings nicht mitbekamen, war das, was um sie herum passierte, ohne dass es größere Schlagzeilen machte.
In Amsterdam hatte das holländische Rote Kreuz zu einem "Weihnachtsessen" eingeladen, bei dem es nur "halal" zubereitete Speisen gab, also unter anderem kein Schweinefleisch.
In England verzichteten die meisten Arbeitgeber auf Weihnachts-Dekoration in ihren Firmen - aus Rücksicht auf die Gefühle der nichtchristlichen Mitarbeiter. Britische Banken wollen ihren Kunden keine "Sparschweine" mehr anbieten, weil Schweine im Islam als unrein gelten.
Aus Oberösterreich wurde bekannt, dass zwei Mütter muslimischer Schüler gegen die Benutzung des Kreuzes als Pluszeichen bei Rechenaufgaben protestierten - ein christliches Symbol sei ihren Kindern nicht zumutbar.
Der Name des Propheten:
Soweit solche Geschichten noch in den Bereich des Anekdotischen und Folkloristischen gehörten, konnten sie leicht als "unmaßgeblich" abgetan werden. Es gab aber auch andere Ereignisse und Trends, die mehr Beachtung verdient hätten. Das britische Amt für Statistik veröffentlichte die Liste der beliebtesten Vornamen für das Jahr 2006. Die meisten Eltern nannten ihre Söhne "Jack", aber schon auf Platz fünf der Liste stand "Mohammed", noch vor Harry, William, James und George. Bereits 2005 war der Name des Propheten beliebter als die Namen der Prinzen.
Ein britischer Moslem, der im Verdacht stand, eine Polizistin bei einem bewaffneten Überfall getötet zu haben, konnte ungehindert über den Flughafen Heathrow ausreisen, weil er den Pass seiner Schwester und auch deren Kopfbedeckung benutzte, die nur die Augenpartie offen ließ. Er wusste, dass die britischen Grenzer aus Gründen der Sittlichkeit darauf verzichten, die Identität verschleierter weiblicher Reisender zu kontrollieren.
Ein Schweizer Politiker der konservativen SVP machte auf einem Plakat Werbung für das "Kopftuch" für alle: "Mädchen, schützt Euch mit einem Kopftuch vor sexuellen Übergriffen!" Die unausgesprochene, aber unmissverständliche Botschaft, die er verbreiten wollte, war: Moslems belästigen keine Frauen, die ein Kopftuch tragen. Und Frauen, die kein Kopftuch tragen, sind selber schuld, wenn sie sexuell belästigt werden.
Zeichen an der Wand:
Etwa zur gleichen Zeit startete die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) eine Kampagne gegen die Freigabe der Ladenöffnungszeiten am Sonntag: "Wir haben schon immer Sonntags geöffnet". Ein anderer Grund der Plakataktion war: Den Kirchen liefen die Kunden davon, immer mehr Gemeinden mussten aus Kostengründen zusammengelegt, Gotteshäuser aufgegeben oder zweckentfremdet vermietet werden - als Restaurants mit einem speziellen Ambiente zum Beispiel.
Ein Jahr zuvor, im Dezember 2005, hatte der Leiter des Zentralinstituts Islam-Archiv in Soest, Salim Abdullah, in einem Zeitungsgespräch erklärt, zum ersten Mal innerhalb eines Jahres wären über 1.000 Deutsche zum Islam übergetreten. Dies wäre ein "beachtlicher Anstieg", der vor allem mit Frauen zu tun hätte; 62 Prozent der deutschen Neu-Moslems wären Frauen, darunter "überwiegend Akademikerinnen, gut situiert und gut ausgebildet". Nur ein geringer Teil der Frauen sei wegen einer Ehe mit einem Moslem zum Islam übergetreten.
Alle diese "Zeichen an der Wand" wurden registriert, aber nicht wirklich wahrgenommen. Nicht einmal als der holländische Justizminister Piet Hein Donner erklärte, er könnte sich die Einführung der "Scharia" in Holland vorstellen, wenn die Mehrheit der Holländer sich dafür entscheiden würde, kam so etwas wie Erstaunen auf. Ein Gutachten des nordrhein-westfälischen Innenministeriums über die Vereinbarkeit der Scharia mit dem Grundgesetz stand zwar im Internet, aber niemand hatte es wirklich gelesen.
Islamischer Speise- und Bettenplan:
Wie fast immer in der Geschichte war es dann eine Nebensächlichkeit, die, für sich genommen belanglos, in Verbindung mit den vielen anderen Nebensächlichkeiten den letzten Impuls für eine historische Zäsur ergab. Der Utrechter Unternehmer Paul Sturkenboom, ein Katholik, gab Ende 2006 seine Absicht bekannt, im Süden von Rotterdam, wo besonders viele Moslems leben, ein "islamisches Krankenhaus" zu bauen, das erste seiner Art in Holland. "Wir haben mehr als eine Million Muslime im Land, warum haben sie kein Krankenhaus?"
Es sollte natürlich "jedermann offen stehen", aber die muslimischen Patienten könnten sicher sein, "nach den islamischen Regeln bekocht und nur von Ärzten und Pflegern ihres Geschlechts behandelt zu werden". Auch ein Gebetsraum und ein Imam als Seelsorger würden den Muslimen zur Verfügung stehen.
Der Plan wurde nicht verwirklicht, unter anderem auch deswegen, weil sich die als besonders orthodox geltende islamische Gemeinschaft Milli Görüs dagegen aussprach. Imame als Seelsorger, Gebetsräume und ein islamische Bedürfnisse respektierender Speiseplan zählten in den meisten Krankenhäusern längst zum Standard. "Die meisten bemühen sich auch redlich, auf den Wunsch muslimischer Patientinnen einzugehen, sich nur von Ärztinnen untersuchen zu lassen."
Umma di Roma:
Auch wenn eine Kausalität aus dem Abstand von fast 60 Jahren schwer zu belegen ist, es dürfte kein Zufall gewesen sein, dass die Moslems von Rotterdam-Zuid im Frühjahr 2007 rebellierten und ihre Gegend zu einem "autonomen Quartier" erklärten, in dem das Leben nach den Regeln der Scharia geführt werden sollte. Und während in den holländischen Medien noch darüber diskutiert wurde, wie man auf diese "Sezession" reagieren, ob man sie überhaupt ernst nehmen oder besser nicht beachten sollte, erklärten sich überall in Holland islamische Gemeinden für "autonom", zum Teil mit Unterstützung, zum Teil gegen den Widerstand ihrer eigenen Vertreter, nicht nur in Rotterdam, Amsterdam, den Haag, Leiden und Utrecht, sondern auch in kleinen Gemeinden wie Alkmaar, Sneek und Zwolle. "Es war die größte Umwälzung, die Holland seit der Ausrufung der Batavischen Republik 1795 erlebt hat", sagt der Historiker Jan Pieter de Beukelaer von der Uni Groningen.
Wie schon zuvor bei der teilweisen Freigabe der Drogen, der Entkriminalisierung der Abtreibung und der Legalisierung der Euthanasie erwies sich Holland wieder einmal als die staatliche Avantgarde Europas. Es dauerte nicht lange, und das holländische Beispiel fand viele Nachahmer: In Deutschland, Österreich, Italien (wo quasi in Sichtweite des Vatikans eine "Umma di Roma" entstand), in Dänemark, Schweden und Norwegen, in England und Frankreich sowieso. Die europäischen Regierungen wurden von der Entwicklung überrollt. Und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als einen Zustand, der sich sozusagen organisch ergeben hatte, gesetzlich zu sanktionieren.
Das Wort zum Freitag:
In allen westeuropäischen Ländern, Island, Finnland und die Schweiz ausgenommen, wurden "Autonomie-Statute" verabschiedet, mit denen den islamischen Gemeinden weitgehende Rechte übertragen wurden. In allen Fragen, die Ehe, Familie, Schule und Erziehung betreffen, entscheiden "Muslim-Räte" in eigener Verantwortung über die Inhalte und das Procedere. In allen Fragen, die das Zusammenleben von Muslimen und Nicht-Muslimen betreffen, wurden paritätisch besetzte "Kooperationsräte" eingerichtet, die nach Auswegen und Kompromissen im Interesse beider Seiten suchen.
In Schulen mit einem Anteil muslimischer Schüler von 50 Prozent - und das sind in den Großstädten praktisch alle - wurde die Koedukation abgeschafft, Mädchen und Jungen werden separat unterrichtet, von Lehrerinnen bzw. Lehrern. In den öffentlichen Schwimmbädern wurden Männer- und Frauentage eingeführt. Neben dem "Wort zum Sonntag" wurde auch ein "Wort zum Freitag" eingerichtet, das von einem Imam gesprochen wird. Ein fast vergessener Plan eines inzwischen vergessenen grünen Abgeordneten wurde reaktiviert und Mohammeds Geburtstag zum staatlichen Feiertag erklärt.
Der Gotteslästerungsparagraf wurde - gegen den Rat der beiden christlichen Kirchen - so verschärft, dass jede Konfession darüber entscheiden kann, wodurch sie sich beleidigt oder verletzt fühlt. Worauf als erstes der Wikipedia-Eintrag mit den 12 Mohammed-Karikaturen gelöscht wurde, die in der dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" am 30. September 2005 abgedruckt wurden und in der ganzen islamischen Welt einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten.
Störe nicht den Muezzin:
Rückblickend betrachtet, muss man zugeben, dass die schlimmsten Befürchtungen sich nicht erfüllt haben. Ist es wirklich eine Zumutung für eine Zivilgesellschaft, dass im Umkreis von 1000 Metern um eine Moschee kein Schweinefleisch verkauft werden darf? Jeder Ernährungsberater weiß, dass Schweinefleisch nicht gesund ist. Kann es eine egalitäre Gesellschaft nicht hinnehmen, dass bei Kirchen-Neubauten der Kirchturm nicht höher sein darf als das Minarett der nächsten Moschee und dass beim Läuten der Glocken darauf geachtet werden muss, dass der Muezzin nicht gestört wird?
Hat der Verzicht auf provokante Kleidung (Bikinis), unsensibles Benehmen in der Öffentlichkeit (Miss-Wettbewerbe), verletzende Statements bei Diskussionen, wie sie um das Jahr 2000 herum noch an der Tagesordnung waren, vor allem wenn es um Fundamentalismus ging, nicht auch sein Gutes? Waren diese Verzichte nicht ein angemessener Preis, um einen endlosen Kulturkampf zu vermeiden?
Hat das Verbot von Pornokinos, Strip-Bars und Spielhallen nicht erheblich dazu beigetragen, unsere Städte wieder schöner, sauberer und sicherer zu machen? Und was die Freiheit der Kunst angeht, die angeblich zur Disposition stand: "Nathan der Weise" ist heute, im Jahre 2067, immer noch das meistgespielte Stück auf deutschen Bühnen, genau wie vor 60 Jahren.
Kommen wir zum Anfang zurück. Welcher Satz gilt nun? Der von Johann Strauss: "Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist." Oder der von Baal Schem Tow: "Die Erinnerung ist das Geheimnis der Erlösung."
"Tertium non datur", sagen die Lateiner, "ein Drittes gibt es nicht". Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte lehrt uns jedoch, dass es mehr als zwei Optionen gibt. Auch das Vergessen kann ein Weg zur Erlösung sein. Man muss ihn nur gehen wollen.Geändert von Inaktiver User (11.08.2007 um 11:22 Uhr)
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11.08.2007, 11:34
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Wir wärs wenn Du endlich aufhörst hier irgendwelche Artikel zu posten und selbst sachlich argumentierst?
Zitat von Inaktiver User
Wie gesagt, es ist ein leichtes Dir für jeden Artikel auch einen zu zeigen wo Christliche Jugendliche Mist bauen. Das hat doch keine Aussagekraft über "alle" Christen oder, in Deinem Fall, "alle" Muslime.
Also welche Gefahren gehen nun, von "allen" Muslimen aus, vor denen wir durch deutsche Gesetze nicht geschützt sind?
Klar ist Irrsin in der Politik nichts tolles. Aber warum wählen dann so viele die CDU? *fg*
Was ich damit sagen will.. es ist dann der frei vom Volk gewählte Irrsinn. Und selbst dieser hat, glücklicherweise, seine Grenzen und muss seinen Irrsin durch viele Instanzen kämpfen, bis er Gesetz werden kann. Und selbst das kann vom Bundesverfassungsgericht dann noch gekippt werden.
Also was denkst Du, was in Deutschland passieren wird, das dabei nicht gegen unsere Gesetze verstößt?
Werden wir ein "Irrsinniges Volk"? Dafür brauchen wir keine Muslime, das schaffen wir auch so, wenn die dafür "richtigen" wieder gewählt werden und das Volk das so will. Glücklicherweise sieht es abern icht danach aus.
Also? Kannst Du auch selbst argumentieren anstatt nur irgendwelche Artikel zu kopieren und auf diese zu verweisen?
Diese haben nämlich im gesammten null Aussagekraft, vor allem weil Du sie ständig in einen falschen Kontext stellst und teils Sachen weglässt die wichtig sind um zu verstehen.
Also, was genau wird Deiner Meinung nach WIE (das WIE finde ich ganz wichtig!) passieren und was soll Deiner Meinung nach dagegen getan werden?
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11.08.2007, 12:12Inaktiver User
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Nichts für ungut, aber das war von Nietzsche.
Zitat von Satyr
Wie auch das folgende:
Im Kampf mit der Dummheit werden die billigsten und sanftesten Menschen zuletzt brutal.
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11.08.2007, 12:16Inaktiver User
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Also in der Sache:
Zitat von Satyr
Deine Dauer-"Argumentation"
wo siehst Du da die Gefahren, die nicht durch die Gesetze in Deutschland geregelt werden?
finde ich so bescheiden, dass mir einfach nichts dazu einfällt. Tut mir leid.
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11.08.2007, 12:28
AW: Europa wird nicht muslimisch werden
Das waren jetzt Deine Argumente?
Zitat von Inaktiver User
Du bestreitest hier seit Tagen eine Diskussion, die sich von Dir inhaltlich dadurch prägt, das Du irgendwelche Artikel zitierst.
Und wenn man Dich konkrert was fragt, findest Du es bescheiden und antwortest deshalb nicht?
Ich denke damit dürfte klar sein, was Du hier vermitteln möchtest. Wie so oft, ist keine Antwort manchmal eben doch eine :)


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