Antworten
Seite 11 von 101 ErsteErste ... 9101112132161 ... LetzteLetzte
Ergebnis 101 bis 110 von 1004
  1. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    hallo,
    erst einmal - ich bin aufgrund begeisterter Äusserungen einer Freundin hier auf das Forum gestoßen, lese jetzt einige Zeit diesen Strang hier mit und verstehe ihn trotzdem nicht so recht.

    Das Christentum ist mit über 2,1 Milliarden Anhängern vor dem Islam (ca. 1,3 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 800 Millionen) die größte Religion der Erde.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum )
    Der römisch-katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,1 Milliarden Gläubige an [Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6...olische_Kirche

    Es gibt weltweit also alleine soviele Katholiken wie Muslime, und viele davon kommen aus bevölkerungsreichen Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum wie aus Süd- und Mittelamerika (mit den traditionell guten Beziehungen zu Portugal und Spanien) oder den Philippinen.
    Rechnet man jetzt noch die Christen in Afrika dazu, die ja ebenso in Staaten mit sehr hohen Geburtenraten leben, dann müssten doch eher die Muslime befüchten, von den Christen noch mehr verdrängt zu werden.

    Das Problem der Integration in Deutschland liegt doch nicht an den Muslimen allgemein, sondern daran, dass Deutschland jahrelang Muslime als "Gastarbeiter" geholt hat (womit schon ausgedrückt wurde, dass diese "Gäste" irgendwann wieder gehen sollten), diese Gäste aber geblieben und heimisch geworden sind - und dass es sich dabei überwiegend um Menschen handelte, die auch in ihrem Land nicht der Oberschicht angehören sondern eher dem ländlich konservativen Raum entstammen. Es ist also auch eine Problematik der Unter-/Mittel-/Oberschichten, die in der Türkei in dem Wohlstandsgefälle zwischen Istanbul und dem anatolischen Osten und sogar in Istanbul selbst zwischen verschiedenen Stadtvierteln ebenso besteht.
    Diese "Gastarbeiter" haben sich natürlich in den billigsten Wohngegenden ansiedeln müssen, und damit einen Prozess der Ballung (ich mag das Wort "Ghettoisierung" nicht) eingeleitet, den es in allen großen Städten von Berlin über Bombay und New York bis Rio de Janeiro ebenso gibt. Bei uns fällt das nur leichter auf, weil es sich um Menschen einer anderen Kultur handelt - die anders sprechen, anders essen und damit auch andere Geschäfte haben. Aber auch London und New York kennen die "China Town".

    Die Auswirkung - Straßen, die überwiegend von Muslimen aus der (auch im eigenen Land als "Unterschicht" betrachteten Bevölkerungsgruppe) bewohnt werden - hat mit dem Islam selbst nichts zu tun. Die Bevölkerung der "westlichen Stadtviertel" in Istanbul unterscheidet sich in nichts von der einer europäischen Stadt. Gegen diese westlich aufgeklärten Muslime würde niemand etwas sagen, weil sie auch in unseren Städten nicht auffallen würden.

    Wir haben also kein "Islamproblem" sondern ein "Unterschichtproblem". Wir versteifen uns in der Analyse auf Symptome (wie Moscheen oder den "Ehren"mord), gehen aber der Ursache des Problems und dem nur so erreichbaren "Gesundungsprozess" aus dem Weg.
    Wir haben versäumt, den Zuzug auch und gerade von Mitgliedern der "Mittel-" und "Oberschicht" etwa aus der Türkei zu fördern. Das war unser Fehler, und das muss - bei stagnierender und sinkender Bevölkerungszahl und der daraus resultierenden Notwendigkeit, ein Einwanderungsland zu werden - korrigiert werden, indem man gerade den Zuzug gebildeter Eliten auch aus den islamischen Ländern fördert.
    Geändert von Inaktiver User (18.07.2007 um 22:33 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    hallo,
    erst einmal - ich bin aufgrund begeisterter Äusserungen einer Freundin hier auf das Forum gestoßen, lese jetzt einige Zeit diesen Strang hier mit
    Ich grüße Dich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das Christentum ist mit über 2,1 Milliarden Anhängern vor dem Islam (ca. 1,3 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 800 Millionen) die größte Religion der Erde.
    (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Christentum )
    Der römisch-katholischen Kirche gehören weltweit etwa 1,1 Milliarden Gläubige an [Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6...olische_Kirche

    Es gibt weltweit also alleine soviele Katholiken wie Muslime, und viele davon kommen aus bevölkerungsreichen Ländern mit hohem Bevölkerungswachstum wie aus Süd- und Mittelamerika (mit den traditionell guten Beziehungen zu Portugal und Spanien) oder den Philippinen.
    Rechnet man jetzt noch die Christen in Afrika dazu, die ja ebenso in Staaten mit sehr hohen Geburtenraten leben, dann müssten doch eher die Muslime befüchten, von den Christen noch mehr verdrängt zu werden.
    Folgende christliche Kontinente/ Großregionen haben eine hohe oder bestandserhaltende Geburtenrate, und werden voraussichtlich nicht muslimisch werden :
    - Südamerika (hohe Geburtenrate)
    - Nordamerika (mittlere Geburtenrate)
    - südliches und mittleres Afrika (hohe Geburtenrate)
    - Australien (mittlere Geburtenrate)

    Folgende christliche Kontinente/ Großregionen haben eine niedrige Geburtenrate und werden, falls keine extremen Diskontinuitäten eintreten, voraussichtlich muslimisch dominiert werden:
    - Europa (niedrige Geburtenrate)
    - Rußland (sehr niedrige Geburtenrate)


    Zahlen:
    http://www.welt-auf-einen-blick.de/b...rkeitsrate.php
    (von Eusebia, sind zum Rechnen o.k.)

    Literatur:
    Samuel P. Huntington: The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order.
    Der Klassiker.

    Walter Laqueur: Die letzten Tage von Europa. Ein Kontinent verändert sein Gesicht
    Bierernst, etwas langweilig.

    Mark Steyn: America Alone: The End of the World as We Know It
    Amüsant geschrieben, aber eher journalistisch und ziemlich polemisch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das Problem der Integration in Deutschland liegt doch nicht an den Muslimen allgemein, sondern daran, dass Deutschland jahrelang Muslime als "Gastarbeiter" geholt hat (womit schon ausgedrückt wurde, dass diese "Gäste" irgendwann wieder gehen sollten), diese Gäste aber geblieben und heimisch geworden sind - und dass es sich dabei überwiegend um Menschen handelte, die auch in ihrem Land nicht der Oberschicht angehören sondern eher dem ländlich konservativen Raum entstammen. Es ist also auch eine Problematik der Unter-/Mittel-/Oberschichten, die in der Türkei in dem Wohlstandsgefälle zwischen Istanbul und dem anatolischen Osten und sogar in Istanbul selbst zwischen verschiedenen Stadtvierteln ebenso besteht.
    Diese "Gastarbeiter" haben sich natürlich in den billigsten Wohngegenden ansiedeln müssen, und damit einen Prozess der Ballung (ich mag das Wort "Ghettoisierung" nicht) eingeleitet, den es in allen großen Städten von Berlin über Bombay und New York bis Rio de Janeiro ebenso gibt. Bei uns fällt das nur leichter auf, weil es sich um Menschen einer anderen Kultur handelt - die anders sprechen, anders essen und damit auch andere Geschäfte haben. Aber auch London und New York kennen die "China Town".

    Die Auswirkung - Straßen, die überwiegend von Muslimen aus der (auch im eigenen Land als "Unterschicht" betrachteten Bevölkerungsgruppe) bewohnt werden - hat mit dem Islam selbst nichts zu tun. Die Bevölkerung der "westlichen Stadtviertel" in Istanbul unterscheidet sich in nichts von der einer europäischen Stadt. Gegen diese westlich aufgeklärten Muslime würde niemand etwas sagen, weil sie auch in unseren Städten nicht auffallen würden.

    Wir haben also kein "Islamproblem" sondern ein "Unterschichtproblem". Wir versteifen uns in der Analyse auf Symptome (wie Moscheen oder den "Ehren"mord), gehen aber der Ursache des Problems und dem nur so erreichbaren "Gesundungsprozess" aus dem Weg.
    Erst mal ist die Diskussion, auch in den Medien, völlig auf Deutschland verengt, sollte aber besser mindesten im europäischen, besser im globalen Maßstab gesehen werden.

    Ab davon: Die Analyse aus traditionellen schichten-soziologischer Sicht ist sicherlich wertvoll, aber nicht hinreichend. Es bedarf auch einer kultur-soziologischen und eben der demografischen Sichtweise.

    Europa braucht mit 1,4 K.p.F. Einwanderer UND Kinder, und zwar dringend.

    Durch die Einwanderung nach Europa von fast ausschließlich Muslimen (ansonsten handelt es sich bei europäischer Migration nämlich meist um binnen-europäische Wanderung, die zwar erwünscht ist, aber ein demografisches Nullsumenspiel darstellt) wird das demografische Problem Europas gelöst, aber auf Kosten mehrerer neuer.

    Unter anderem entsteht so keine multikulturelle Gesellschaft wie in in den USA, sonder eine bikulturelle Gesellschaft, bzw. neudeutsch zwei Parallelgesellschaften. Solche Gesellschaften sind aber als konfliktträchtig bekannt (Hutus und Tutsis als extremes Beispiel) .

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wir haben versäumt, den Zuzug auch und gerade von Mitgliedern der "Mittel-" und "Oberschicht" etwa aus der Türkei zu fördern. Das war unser Fehler, und das muss - bei stagnierender und sinkender Bevölkerungszahl und der daraus resultierenden Notwendigkeit, ein Einwanderungsland zu werden - korrigiert werden, indem man gerade den Zuzug gebildeter Eliten auch aus den islamischen Ländern fördert.
    Der mobile Teil der Eliten kommen heute zumeist aus Europa, Indien und China (natürlich auch z.T. aus islamischen Ländern, aber nicht in der Masse) und wandern zumeist aufgrund einer verfehlten europ. Einwanderungspolitik in die USA aus.


    LG
    hareike



    PS:
    Das Leseintresse (=Hits) an diesem Thread ist ja schon recht hoch, aber wir benötigen mehr Diskutanten! Also....
    Geändert von Inaktiver User (19.07.2007 um 01:22 Uhr) Grund: Link gefixed

  3. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    hallo ich habe eben nur mal die letzten Eintragungen gelesen -
    ... werde aber eine Zeit lang Eure Beiträge weiterverfolgen.

    Was klar ist - Deutschland - ja ich sage Europa wird irgendwann nicht mehr existieren -

    ob Russland uns letztendlich vereinnahmt -das ist im Moment das aktuelle Thema - oder wir einfach durch Überbevölkerung nicht mehr anwesend sind - so lange gab es den DEUTSCHEN in der Geschichte ja gar nicht, ist offen.
    Tatsache ist, Deutschland ist nicht das Land, in dem wir meinten, über alles erhaben "made in Germany" autark langfristig einen wirklichen Boden unter den Füssen zu finden.
    fax

  4. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...ob Russland uns letztendlich vereinnahmt - das ist im Moment das aktuelle Thema ...
    Kulturen ohne Kinder sterben und die Zukunft wird anderen gehören. Das gilt auch für Rußland:
    Rußland bekommt nur 1.27 K.p.F., vergeht also noch schneller als das alte Europa.

    Deswegen wird Europa nicht von Russland vereinnamt werden.
    Geändert von Inaktiver User (19.07.2007 um 11:15 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Wenn ich dieser Tage ins Schwimmbad gehe, kommt es mir gar nicht so vor als wenn Europa aussterben würde.


  6. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn ich dieser Tage ins Schwimmbad gehe, kommt es mir gar nicht so vor als wenn Europa aussterben würde.

    Solltest Du eigentlich schon sehen könne. Wenn nicht in Deinem Schwimmbad, dann wie folgt.

    Vergleiche die Zusammensetzung von Orten, wo sich
    a) alte Menschen aufhalten (Altersheim, Seniorenkegelen, Helgolandurlauber etc.) mit Orten, wo sich
    b) junge Menschen aufhalten (Kindergarten/ Kinderkrippe, Kinderspielplatz/ spielende Kinder, Familienausflugsziele, Rummelplatz, Diskotheken).

    Ergebnis:
    Einheimische in a) sehr zahlreich, in b) abnehmend.

  7. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Deswegen wird Europa nicht von Russland vereinnamt werden.
    Bist du da sicher?


    http://de.rian.ru/society/20070709/68623639.html

    Russlands Bevölkerungsstatistik verzeichnet positive Werte

    SAWIDOWO (Gebiet Twer), 09. Juli (RIA Novosti). Die positive demographische Tendenz, die Russland zu Beginn des Jahres verzeichnete, hält an. Die Sterblichkeit sinkt, die Geburtenrate steigt. Das sagte der russische Vizepremier Dmitri Medwedew in einer Sitzung von Präsident Putin mit den Regierungsmitgliedern.
    Medwedew äußerte, dass sich der natürliche Bevölkerungsrückgang von Januar bis Mai 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent verringert habe. Seinen Angaben zufolge war das auf die Verringerung der Sterblichkeit (um 6 Prozent im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres) sowie auf die Erhöhung der Geburtenrate zurückzuführen. In Russland wurden von Januar bis Mai 625 000 Kinder geboren, das sind um 34 000 (6 Prozent) mehr als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

  8. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Bist du da sicher?


    http://de.rian.ru/society/20070709/68623639.html

    Russlands Bevölkerungsstatistik verzeichnet positive Werte

    SAWIDOWO (Gebiet Twer), 09. Juli (RIA Novosti). Die positive demographische Tendenz, die Russland zu Beginn des Jahres verzeichnete, hält an. Die Sterblichkeit sinkt, die Geburtenrate steigt. Das sagte der russische Vizepremier Dmitri Medwedew in einer Sitzung von Präsident Putin mit den Regierungsmitgliedern.
    Medwedew äußerte, dass sich der natürliche Bevölkerungsrückgang von Januar bis Mai 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent verringert habe. Seinen Angaben zufolge war das auf die Verringerung der Sterblichkeit (um 6 Prozent im Vergleich zur gleichen Periode des Vorjahres) sowie auf die Erhöhung der Geburtenrate zurückzuführen. In Russland wurden von Januar bis Mai 625 000 Kinder geboren, das sind um 34 000 (6 Prozent) mehr als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.
    Zitat:
    "...Rede zur Lage der Nation bezeichnete Präsident Putin vor kurzem die demographische Situation seines Landes als "alarmierend", das "Überleben der Nation" sei in Gefahr." http://www.diw.de/deutsch/produkte/p...s/00-31-2.html
    und
    "Alexandra Dokuchayeva, Chefin der Abteilung für Diaspora und Integration am Institut für GUS-Staaten in Moskau, prognostizierte ein Schrumpfen der russischen Bevölkerung von derzeit ca. 144 Mio. Personen auf ca. 86,5 Mio. (-40 %) bis 2050, wenn das derzeitige Niveau von Fertilität und Sterblichkeit sowie der leicht negative Wanderungssaldo konstant bleiben. Gegenwärtig liegt die Gesamtfruchtbarkeitsziffer bei 1,1 Kindern pro Frau."
    http://www.migration-info.de/migrati...kel/020609.htm

    Der allerletzt Stand ist allerdings, das es wieder leicht bergauf geht, aber ausgehend von einem sehr niedriegen Niveau.
    Geändert von Inaktiver User (20.07.2007 um 22:24 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    @ hareike

    Vielleicht bemühst du neuere Links!

    last update: 15.05.2004 soviel zum Putin Link

    Und der andere ist gar von:

    Ausgabe 06/02 (Juli 2002)

    Wie war das mit den "Mittwerten"?

  10. Inaktiver User

    AW: Europa wird muslimisch werden

    Ich sagte doch das der allerletzt Stand ist, das es wieder leicht bergauf geht.
    Geändert von Inaktiver User (20.07.2007 um 22:53 Uhr)

Antworten
Seite 11 von 101 ErsteErste ... 9101112132161 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •