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  1. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Dann darf kein ehemaliger DDR-Bürger Rente beziehen?
    Die haben ja nicht "eingezahlt"?

    Oder bekommen die etwas, weil sie malocht haben und ansonsten ihren Mund hielten/halten mussten??

    Ja wunderbar, damit sind wir endlich unserer finanziellen Sorgen los und ledig.

    Baselitz, ich schreibs nicht gern: .

  2. gesperrt

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    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Unsere finanziellen Sorgen wären wir los, wenn die Gelder richtig verwendet würden! Ich bin auch der Ansicht das dies auf steuerlicher Basis hätte passieren müssen. Ich kann verstehen das Menschen die 45 oder 50 Jahre arbeiten ein gleiches Anrecht auf eine zum Beispiel steuerfreie Betriebsrente haben. Das ist auch kein Neid, dass ist einfach nur wieder Ungerecht. Da hilft es auch nicht zu sagen - die DDR Bürger bekommen keine Rente - eingezahlt haben Sie nicht, aber wir sind nun ein Gemeinschaft. Unbedacht und überflüssig ist es mal wieder aus der Politik heraus geschossen. Und mal ehrlich, zu unrecht sitzen viele in dieser Welt, können wir die alle entschädigen?

  3. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Das ist nicht unbedacht und überflüssig: diese Entschädigungen gab es bereits in den 50er Jahren.
    Frau Kempowski z.B. hat diese Entschädigung viel erleichtert bei ihrem Start in der Bundesrepublik. Das waren etliche Mark pro TAG in Haft.

    Dagegen sind die 250 Euro im MONAT, die jetzt IM FALLLE von FINANZIELLER BEDÜRFTIGKEIT, ein Klacks mit der Wichsbürste.

  4. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Ich schliesse mich Baselitz an:

    Was hat eine Haftentschädigung mit dem Rentensystem zu tun?
    Einerseits ist die Rede von einer Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67, und sogar von Alter 70 konnte man vereinzelt lesen. Andererseits werden dem Rentensystem Belastungen aufgepackt, die dort wirklich nichts zu suchen haben.

    Wenn der Staat es richtig findet die politischen Häftlinge der DDR zu entschädigen, dann sollen dafür aber alle zahlen, Selbständige, Ärzte, Unternehmer und Beamte inklusive, und nicht immer nur der gleiche schrumpfende Kreis aus Arbeitern und Angestellten. Das müsste also über das Steuersystem finanziert werden, und nicht über das Rentensystem.

  5. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Blautanne hat völlig recht, dass solche Sonderzahlungen aus Steuermitteln finanziert werden sollte. Das gilt genauso für Rentenanwartschaften wegen Kindererziehung oder Ausbildung u.ä. - hat nichts mit der RentenVERSICHERUNG zu tun.

    Bis wir aber eine Lösung auf der Grundlage von Steuerzuschüssen finden, die mehrheitsfähig ist, müssen die gerechtfertigten Zahlungen/Ansprüche eben doch aus dem Topf der Rentenversicherung gezahlt werden. Oder wollen wir die Anrechnung von Kindererziehungszeiten auch streichen?

    Ich zahle auch lieber weniger Steuern oder Rentenbeiträge, aber solche moralisch richtigen Zahlungen müssen eben irgendwie aufgebracht werden. Und unsere Politiker bohren nun mal oft lieber dünne Bretter.

    djgm

  6. gesperrt

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    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Das ist keine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters sondern definitiv eine Rentenkürzung! Es soll niemand bis 67-70 arbeiten, es soll nur gekürzt werden. Und WARUM??? Weil fremde (abgezogene) Gelder die Rentenkasse katastrophal belastet haben und Sie es immer wieder auf ein neues machen! Ein Fass ohne Boden! Und in den 50`ziger Jahren hatten wir ein Wirtschaftswunder und die Kassen brachen auf, weil Sie zu voll waren! Dumm und unwissend ist dieser Vergleich. Aber wat kostet die Welt Leute, hauen wir es auf den KOPP

  7. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Das Problem mit der Rentenkasse sind nicht die (berechtigten) Rentenzahlungen an unschuldige Opfer eines Unrechtsstaates, sondern die Bedienmentalität der Politiker, die zig Milliarden der Rentenkasse entnommen, um diese für alles mögliche zu verwenden, nur nicht für Renten.

    Wie ist das nun mit Menschen, die im dritten Reich in Konzentrationslagern sassen? Bekommen die nun auch keine Bezüge mehr, denn das geschah ja nicht in der BRD??

  8. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Die geplante Heraufsetzung des Rentenalters ist KEINE Rentenkürzung: Es geht darum, einen Ausgleich dafür zu finden, dass wir alle eine steigende Lebenserwartung haben und deswegen - bei gleicher Einzahlung - länger Zahlungen aus der Rentenkasse erwarten können. Wenn die Lebenserwartung, wie erwartet, um zwei Jahre steigt, z.B. von 80 auf 82 Jahre, dann wird von 67 bis 82 genauso viel gezahlt wie bisher von 65 bis 80.

    Die Alternative wäre, dass wir alle einen höheren Beitrag in die Rentenversicherung einzahlen, was uns auch nicht gefällt.

    Ein Problem ist, wie die Renten und andere Versorgungsleistungen finanziert werden, und da ist es richtig (wie einige schon geschrieben haben), dass Leistungen, die aus politischen Gründen gewährt werden (Anrechnung von Kindererziehung, Ausbildung, Wehr/Ersatzdienst, .., und eben auch "Sonderrenten" für "DDR" oder "NS"-geschädigte) nicht aus Steuermitteln sondern aus unseren Beiträgen finanziert werden.

    djgm

  9. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    Wobei man erst einmal ausrechnen müsste, ob eine Heraufsetzung des Rentenalters bei verbesserter Wirtschaftslage (=mehr Einzahler) tatsächlich noch notwendig wäre, wenn diese sogenannten versicherungsfremden Leistungen über das Steuersystem finanziert werden würden und das Rentensystem damit nicht damit belastet wäre. Es handelt sich insbesondere bei den Ostrenten nämlich um sehr erhebliche Summen. Demgegenüber machen die Haftentschädigungen wahrscheinlich nicht mehr viel aus.

    Ich denke, letztlich müssten sogar Beamte ein Stück weit ein Interesse haben, gewisse Leistungen über Steuern mit zu tragen, denn die Heraufsetzung des Rentenalters für Arbeiter und Angestellte hat natürlich Sogwirkung auch für Beamte.
    Mit der jetzigen Lösung sind letztlich alle gekniffen.


    P.S.: Heinzelo hat mit seiner Sichtweise m.E. nicht ganz unrecht: wenn bereits 55-jährige Arbeitnehmer für die meisten Arbeitgeber zu alt sind und ausgemustert werden, dann bedeutet eine Heraufsetzung des Rentenalters faktisch eine Rentenkürzung, denn jeder weiss, dass die Betreffenden in der Praxis nicht länger arbeiten werden können.
    Geändert von Inaktiver User (20.06.2007 um 10:03 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Kleiner Trost für die Zeit im (DDR) Knast ?

    In der heutigen Situation ist es wirklich problematisch, aber bis zu dem Zeitpunkt, wenn der spätere Renteneintritt wirklich relevant wird, ist zu erwarten, dass die Arbeitgeber jedem qualifizierten Arbeitnehmer hinterherrennen, der sich noch einigermaßen bewegen kann.

    Das gilt allerdings dann wie heute wohl nicht für Leute ohne Qualifikation - für die wird sich die Lage eher verschlechtern.

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