Zitat von Inaktiver User
Ich frage lediglich, ob es (sinngemäss) Sinn macht, jedem Handybesitzer ne Wanze ans Fon zu kleben, wenn sich Leute am Strand von Plakias (Kreta) darauf verständigen, sich dem Ort des Geschehens erstmal anzunähern, und bei günstiger Ausgangssituation dann zuzuschlagen ... weil das Objekt nahezu nicht gesichert ist.
Offengestanden hätte ich das was abgelaufen ist, eher als Generalprobe verstehen wollen-. Denn die zeigt oft, wo's noch hapert.
Für mich sah das ganz so aus, als wäre im Vorfeld die ganze manpower dafür draufgegangen, die Post der Leute der Hafenstrasse zu kontrollieren ... aber dort wo wirklich die Lucy abgeht, wurden ohne echtes (durchdachtes) Konzept, einfach 100 Mann mehr als üblich hinbeordert.
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07.06.2007, 01:12Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
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07.06.2007, 01:13Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Tja ... und nun biste nicht nur peinlich sondern auch feige
Zitat von Inaktiver User
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07.06.2007, 01:36Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Ich finde es nicht besonders treffend, Baselitz, wenn man die Protestaktionen der G8-Kritiker mit einem Bombenanschlag vergleicht, bei dem es 100 Tote gab. Es ist auch nicht besonders witzig.
Geändert von Inaktiver User (07.06.2007 um 02:03 Uhr)
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07.06.2007, 08:29Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Noch Anfang der Woche, Blautanne, waren nahezu alle hier fassungs- und ratlos ob der bisher nie dagewesenen Gewalt während der Demonstrationen in Rostock mit fast 1000 Verletzten.
Wenn Du meinem Vergleich nicht treffend findest, nun gut, immerhin begründet der Innenminister mit ähnlichen Überlegungen die nahezu komplette Aufhebung des Datenschutzes.
Und dazu habe ich eben gesagt, dass dieses grotesk erscheint, wenn es Leute, die gewillt sind dieses durchzuführen, schaffen könnten, unbehelligt Waffen bis in wirkbare Nähe potentieller Attentatsziele zu bringen.
Und da sagst Du: das hat es doch vorher auch nie gegeben.
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07.06.2007, 12:23Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Tausend Verletzte ???
1. die Demonstranten dürften die grosse Mehrheit dieser Verletzten ausmachen
2. gilt als "schwere Verletzung" z.B. ein Knochenbruch oder eine Bänderzerrung. Sogar von Hautabschürfung als schwerer Verletzung habe ich gehört (aber da muss sich einer versprochen haben)
Wenn sowas schwere Verletzungen sind, was sind dann leichte??
3. gibt es bei einem Bombenanschlag mit 100 Toten nicht nur blaue Flecken, Augenreizungen, Knochenbrüche und Hautabschürfungen. Soll ich ins Detail gehen um dir die Unangemessenheit deines Vergleiches vor Augen zu führen oder ist dir das inzwischen selber klar?
und 4. ist Schäuble jeder Vorwand recht um den Rechtsstaat zu demontieren. Schäuble eifert - wie zu erwarten war - das nach, was ihm Amis und Briten vorgemacht haben: einen massiven Abbau von Bürgerrechten.Geändert von Inaktiver User (07.06.2007 um 12:34 Uhr)
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07.06.2007, 13:18Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Du willst mich, glaube ich, einfach nicht verstehen.
Zitat von Inaktiver User
Vor den Demonstrationen in Rostock hat es Ausschreitungen/Krawalle in einem solchen Ausmass, geführt mit solcher Gewalt und Brutlität nahezu noch nie gegeben.
Das bedeutet aber nicht, dass es (leider) nicht noch steigerungsfähig wäre.
Der G8-Gipfel bietet die perfekte Bühne für maximale Aufmerksamkeit jeder denkbaren Handlung. Noch ist ausser den Krawallen nichts geschehen. Aber das gestrige Verhalten der Polizei hat gezeigt, wie schnell und einfach durchführbar etwas hätte geschehen können.
Die Vergangenheit hat gezeigt, das Geschehenisse, die man vor ein paar Jahren noch nicht für möglich hielt, sich inzwischen an Schrecklichkeit geradezu überbieten, und am Zaun in Heiligendamm hätte durchaus wieder so etwas passieren können ... eben weil es möglich war.
Ich vergleiche also nicht die Krawalle mit den Anschlägen von Madrid, sondern mit dem, was hätte stattfinden können.
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07.06.2007, 13:29
AW: Berichterstattung aus Rostock
Die Behauptung musst du mir belegen. Das glaube ich nämlich nicht. Wenn ich da an die 60er Jahre (Tod Benno Ohnesorge), an frühere Maitage in Berlin, an Gorleben, an Demonstrationen im Ausland (G8 in Genua) etc. denke... Da war schon eine ganze Menge los.
Zitat von Inaktiver User
Was könnte denn da nun geschehen? Glaubst du etwa, die Demonstranten verfügen über Atomwaffen?Die Vergangenheit hat gezeigt, das Geschehenisse, die man vor ein paar Jahren noch nicht für möglich hielt, sich inzwischen an Schrecklichkeit geradezu überbieten, und am Zaun in Heiligendamm hätte durchaus wieder so etwas passieren können ... eben weil es möglich war.Eva hat den Apfel nur deshalb gegessen,
weil sie endlich Kleider haben wollte.
Douglas Jerrold, (1803 - 1857), englischer Dramatiker und Humorist
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07.06.2007, 13:41Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Ebensowenig wie ich die Chaoten, die für gewaltätige Auschreitungen verantwortlich sind, als G8-kritische Demonstranten ansehe, gehe ich davon aus, dass bei einer (angenommenen) Tat monströser Ausmaße, ebenfalls keine friedlich demonstrierenden G8-Kritiker dafür verantwortlich sein würden.
Zitat von Pia_bln
Ist das so schwer zu verstehen, dass ich nicht von Demonstranten rede?
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07.06.2007, 13:42Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Baselitz,
es kann immer und jederzeit ein Unglück passieren: in Heiligendamm (obwohl ich das für extrem unwahrscheinlich halte), aber auch zeitgleich im Zug Augsburg-Ulm oder im KaDeWe.
Was heisst das? Was will man daraus schliessen? Soll man jede freie Bewegung von Bürgern unterbinden oder in staatlichen Zangengriff nehmen?
Die absolute Sicherheit gibt es nicht. Sie anzustreben käme im besten Fall Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen gleich, im schlimmsten Fall wäre es der Weg in eine Diktatur.
Es kann immer nur relative Sicherheit geben, und bei einer Aktion von 80.000, 100.000 oder noch mehr Menschen sind die Möglichkeiten einer Staatsmacht nun einmal grundsätzlich begrenzt, wenn man nicht mit Panzern auffahren will. Ich verstehe nicht, wie man darüber staunen oder sich entsetzen kann.
Daraus aber abzuleiten, man sei in grösster Gefahr, ist Unsinn. Gefahr droht allenfalls von kleinen konspirativen Gruppen, meist Islamisten, aber nicht von lärmenden, mit Flaggen und Isomatten bewaffneten Clownsgesichtern, die sich den nackten Bauch mit Sprüchen bemalen und den Polizeiabsperrungen ein Schnippchen schlagen.
Wenn sich daraus eine gewisse Gefahr ergibt, dann allenfalls deshalb, weil alle verfügbaren Kräfte in Heiligendamm zusammengezogen sind und sie deshalb anderswo fehlen.
Aber auch das lässt sich nicht ändern. Schliesslich ist das kein Polizeistaat.Geändert von Inaktiver User (07.06.2007 um 13:54 Uhr)
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07.06.2007, 13:53Inaktiver User
AW: Berichterstattung aus Rostock
Genau das hat Schäuble ja quasi vor. Und als willkommene Begründung führte er dazu den Gipfel in Heiligendamm an.
Zitat von Inaktiver User
Und da er nunmal genau dieses Ereignis als Begründung anführte, halte ich es eben für grotesk, dass man genau dort fast gemütlich und unbehelligt zur Tür hinmarschieren konnte.


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