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  1. gesperrt

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    AW: Berichterstattung aus Rostock

    #blautanne

    Europa hat sein Gesicht seit 1990 total verändert. Neue Staaten sind entstanden, andere wurden wiederbelebt. Für eine dermaßen Große Veränderung ging es meistens relativ friedlich aus - und die Einwohner sind überwiegend mit dem neuen Status zufrieden!

  2. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Zitat Zitat von Nadine2
    #blautanne

    Europa hat sein Gesicht seit 1990 total verändert. Neue Staaten sind entstanden, andere wurden wiederbelebt. Für eine dermaßen Große Veränderung ging es meistens relativ friedlich aus - und die Einwohner sind überwiegend mit dem neuen Status zufrieden!
    Wo genau gab es in Europa geografische Neuordnung ohne Krieg? Ich wüsste keine.
    Der Zusammenbruch der Sowjetunion und die Orientierung der ehemaligen Ostblockstaaten nach Westen haben die geografische Integrität dieser Länder nicht berührt. Es gibt nur ein Beispiel geografischer Neuordnung, und das war Jugoslawien.

  3. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Immerhin sind aus der Sowjetunion - ohne Krieg - 15 (ziemlich) souveräne Staaten hervorgegangen. Die Tschechoslowakei hat sich friedlich aufgeteilt. In Belgien und Spanien sind regionale Streitigkeiten durch eine Föderalisierung gelöst worden. Im Vergleich zu den Versuchen, die Grenzen in Afrika zu ändern, war selbst der schreckliche Krieg in Bosnien eine Kinderzimmerübung.

    Wenn man sich erinnert, was in Biafra geschah, im Kongo vom Katangakrieg bis zum laufenden Schlachten passiert, sich Erythrea, Tschad, Elfenbeinküste, Sierra Leone, den Sudan vom Süd-Sudan bis Darfur ansieht, dann kann man für Afrika wenig Hoffnung haben. Dazu kamen viele Bügerkriege, bei denen es nicht um Abtrennung sondern um die stammespolitische Macht im kolonialen Gesamtstaat ging: Mozambique, Angola, Simbabwe, Ruanda, Burundi, Uganda, Zentralafrika, Äquatorial-Guinea, Somalia, Komoren. Wahrscheinlich habe ich ein paar hunderttausend Tote übersehen.

    Diese Kämpfe sind im Übrigen keine Folge der Kolonialisierung, sondern in den meisten Fällen die Fortführung von Konflikten, die Jahrhunderte zurückreichen und von den Kolonialherren zeitweise unterdrückt wurden.

    djgm

  4. gesperrt

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    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Die 'Föderalisierung' war in Spanien sehr hart und langwierig. Belgiens Feudalismus ist umstritten und reicht diverse hundert Jahre zurück.

    Zu glauben, dass sei eine Kinderzimmerung ist einfach nur erbärmlich!

    Du scheinst nicht die blasseste Ahnung zu haben, was Europa geleistet hat.
    Geändert von defNull (06.06.2007 um 01:03 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Ich sprach von "Föderalismus" auch in Belgien, und die gestellte Frage bezog sich auf die Entwicklung der letzten Jahrzehnte.

    In Spanien hat sich nach dem Verschwinden des Franco-Regimes sehr demokratisch ein Föderalisierung entwickelt, welche die meisten Konflikte (abgesehen vom Baskenland) gelöst oder doch zumindest entschärft hat und das Land von einem zentralistischen Regime zu einem Bundesstaat gemacht hat.

    Ich habe in Belgien gelebt, als das Land wegen des Sprachkonfliktes zwischen Flamen und Wallonen vor dem Zerbrechen stand, und kann nur bewundern, wie diese Probleme friedlich, demokratisch und pragmatisch gelöst wurden.

    Die Gewaltanwendung in Europa nach dem 2. Weltkrieg (und gerade wegen der Erfahrung des Krieges!!) war insgesamt minimal im Vergleuich mit dem, was in Afrika passiert - trotz Bosnien!

    Im Übrigen bin ich - vielleicht im Gegesatz zu anderen hier - "aktiver" Europäer und habe in meinem Bereich mitgeholfen Europa so zu gestalten, wie es heute ist. Einiges ist gut, anderes bleibt verbesserungsfähig.

    djgm

    djgm

  6. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Gewaltanwendung in Europa nach dem 2. Weltkrieg (und gerade wegen der Erfahrung des Krieges!!) war insgesamt minimal im Vergleuich mit dem, was in Afrika passiert - trotz Bosnien!
    Gib doch nicht so an

    "Nach dem 2. Weltkrieg" - als wenn das eine lange Zeit wäre.
    Europa war über Jahrhunderte alles andere als friedlich, mit dem 20. Jahrhundert als einem der Höhepunkte.

    Selbst die kürzlichen und wirklich sehr begrenzten Jugoslawien-Konflikte (Kroatien, Bosnien, Serbien, Kosovo) waren brutal und blutig genug, vor allem wenn man bedenkt, wie wenig Einwohner dieser Konflikt eigentlich betraf und wie eng die Beziehungen der Menschen seit Tito untereinander gewesen waren.



    Zurück zur Krawall-Berichterstattung:
    Wenn man sich die Fotos zu diesem Artikel anschaut, bekommt man den Eindruck, der G8-Protest wird von vielen Teilnehmern als grosser Abenteuerurlaub, mit grossem Animationsprogramm verstanden.
    (Die Polizisten tun mir leid: sie müssen sich ziemlich blöd vorkommen.)

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    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Zurück zur Krawall-Berichterstattung:
    Wenn man sich die Fotos zu diesem Artikel anschaut, bekommt man den Eindruck, der G8-Protest wird von vielen Teilnehmern als grosser Abenteuerurlaub, mit grossem Animationsprogramm verstanden.
    (Die Polizisten tun mir leid: sie müssen sich ziemlich blöd vorkommen.)
    Sie müssen ziemlich blöd sein.
    Üben ein Jahr - und dann so etwas.
    Ich erlebe es jetzt auch nur noch durch die Medien und ich muss feststellen, dass mein Eindruck so falsch nicht war. Es fehlt Organisation und Koordination. Und diese Unfähigkeit soll dann mit Sprüchen zum harten Durchgreifen vertuscht werden. Der Demowagen einschl. Demonstranten werden 6x nacheinander von verschiedenen Polizeigruppen durchsucht, alldieweil können an anderer Stelle die Demonstranten machen was sie wollen etc.

    Das Design bestimmt ja bekanntermaßen das Bewusstsein,

    und in diesem Sinne machen die Demonstranten auf den Fotos und in den vielen Filmchen - einschließlich Schwarzer Block - einen cooleren Eindruck.

    Fazit: Bis jetzt haben sie viel erreicht mit ihrem Protest. Noch nie war so viel über Globalisierung im Fernsehen wie jetzt, und ihre Position wird auch dargestellt.

    Dass mit dem Abenteuerurlaub etc. ist jedes Mal so beim G8-Gipfel. Aber das kann ich gut nachvollziehen. Wie sonst soll man ohne Gewalt sonst wirksam auf sich aufmerksam machen? Aber es finden ja zusätzlich auch Seminare und Vorträge statt.
    Eva hat den Apfel nur deshalb gegessen,
    weil sie endlich Kleider haben wollte.

    Douglas Jerrold, (1803 - 1857), englischer Dramatiker und Humorist

  8. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Zur Erläuterung, da der Artikel im Spiegel inzwischen erweitert wurde:

    Es war in dem Artikel der untere Fotoblock gemeint (Demonstranten im Mohnfeld, Waldspaziergänge mit Schnitzeljagd)

  9. gesperrt

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    AW: Berichterstattung aus Rostock

    " Sie müssen ziemlich blöd sein.
    Üben ein Jahr - und dann so etwas."
    ...
    Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal die Klappe halten.

  10. Inaktiver User

    AW: Berichterstattung aus Rostock

    Zitat Zitat von Nacktfrosch
    Wenn man keine Ahnung hat -
    Auszug von heute.de:

    8000 Demonstranten haben erreicht, was 16.000 Polizisten verhindern sollten: Ohne Probleme sind G8-Gegner durch Felder und Wälder zum Sicherheitszaun vorgedrungen.

    Der ganze Artikel ... *klick*

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