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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist gesellschafts- und arbeitsmarktpolitisch gewünscht und wird benötigt. Die gesellschaftspolitischen Effekte sind durchweg als positiv ermittelt - da haben uns andere Länder im Umfeld einiges voraus und auch Forschung betrieben. Und die arbeitsmarktpolitischen sind ebenfalls positiv, denn da kann ich nur auf Opelius alte Tante verweisen, die er im letzten Posting zitiert. Das ist genau der Effekt, der beispielsweise in Dänemark eintrat und der auch in anderen Ländern den Arbeitsmarkt weit mehr bewegt hat, als es beispielsweise die Kürzung des Arbeitslosengeldes tat.
    Nebenbei können Frauen dadurch nach dem Scheitern einer Ehe für sich und ihr Auskommen bis zum Ende selbst sorgen und benötigen keinen Ernährer mehr. Finde ich eine sehr wichtige Sache.
    Das dürfte der Hauptgrund für die Forderung nach Ganztagsbetreuung sein, und noch mehr Trennungen produzieren.

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Frauen sollen nicht erwerbstätig sein, was sie dann zu unabhängig werden und sich von ihren Männern scheiden lassen können. Aha. Noch ein halbes Stündchen so weiter diskutieren, und wir sind im 18. Jahrhundert angelangt

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Vielleicht entspannt sich diese Diskussion ein bisschen,wenn man einfach mal den Zeitraum näher eingrenzt, von dem wir hier sprechen:

    Ich meine, es geht nicht darum, dass eine Frau ab Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit für immer einstellen soll. Ich bin aber auch nicht der Auffassung, dass jede Frau sechs Wochen nach der Geburt in eine Vollzeittätigkeit zurückkehren muss, nur damit das Kinderhaben überhaupt finanziert werden kann.

    Es geht doch nur um den Zeitraum bis maximal drei Jahre, wo ein Kindergartenbesuch meiner Ansicht nach für jedes Kind Sinn macht. Ab da kann auch eine Teilzeittätigkeit in meinen Augen problemlos bewältigt werden.

    Was spricht denn nun dagegen, dass es Familien finanziell ermöglicht wird, sich diese ersten drei Jahre Zeit für die Betreuung eines Kindes zu nehmen?? Dass das durch das Ehegattensplitting möglich sein soll, bestreite ich zumindest bei Normalverdienergehältern erbittert... Förderung des Kindes finde ich ab drei Jahren absolut ausreichend, wenn erforderlich, und ich sehe einfach nicht, dass in der Mehrzahl der Jobs eine Mutter nach drei Jahren Pause beruflich den Anschluß verpasst haben soll. Wir sind ja nicht alle Neurochirurginnen, oder????

    Insofern finde ich nachwievor das Elterngeld am gerechtesten: alle bekommen das gleiche, wer lieber daheim bleibt, bleibt (diese kurze Zeit) daheim, wer lieber berufstätig sein will, kann davon seine Betreuung finanzieren. Die Fixierung auf Kinderkrippen ist mir einfach zu einseitig, weil unflexibel. Ich hatte z.B. ein Aupair-Mädchen, weil mir eine Krippe nicht wirklich weiter geholfen hätte, andere kommen mit einer Tagesmutter besser klar, andere haben eine ins Haus kommende Kinderfrau lieber.

  4. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es geht doch nur um den Zeitraum bis maximal drei Jahre, wo ein Kindergartenbesuch meiner Ansicht nach für jedes Kind Sinn macht. (...) ich sehe einfach nicht, dass in der Mehrzahl der Jobs eine Mutter nach drei Jahren Pause beruflich den Anschluß verpasst haben soll. Wir sind ja nicht alle Neurochirurginnen, oder????
    Du gehst hier von Einzelkindern aus. Bei zwei oder mehr Kindern funktioniert das eher schlecht, denn das bedeutet 6 oder 9 Jahre zu pausieren.

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du gehst hier von Einzelkindern aus. Bei zwei oder mehr Kindern funktioniert das eher schlecht, denn das bedeutet 6 oder 9 Jahre zu pausieren.

    Ganz gewiss nicht, ich habe selbst drei Kinder.
    Dann dehnt sich das halt ein wenig aus - ich seh da immer noch nicht das große Problem. Mein Problem war eher die Überforderung, mit drei kleinen Kindern im Alter von 2, 4 und 6 1/2 nach der Trennung wieder arbeiten gehen zu müssen. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte zumindest ein Jahr länger daheimbleiben können, dieser Stress und Druck hat mit Sicherheit weder mir noch meinen Kindern gutgetan!!! Und das trotz vorbildlicher Kinderbetreuungsmöglichkeiten in unserer Gemeinde, ich hatte Krippe, Kindergartenplatz und Schulkindhort.

  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist offensichtlich, wo du gesellschaftspolitisch stehst.

    Und das wäre Deiner Meinung nach wo?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die Mehrheit der Europäerinnen und Europäer teilen deine Auffassung schon lange nicht mehr, und wie man sieht teilt auch die CDU-Familienministerin mit 7 Kindern deine Auffassung nicht.
    P.S.: und das ist gut so


    Ich habe kürzlich gelesen, daß nur 7% der Eltern fremdbetreuen lassen möchten. Was stimmt denn nun?
    Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?

  7. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Ich habe kürzlich gelesen, daß nur 7% der Eltern fremdbetreuen lassen möchten. Was stimmt denn nun?
    Das kann wohl kaum stimmen, denn dann gäbe es nicht einen solchen ungedeckten Bedarf an Krippenplätzen.

    Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?
    Frau Ursula von der Leyen, Tochter eines ehemaligen baden-würtembergischen Ministerpräsidenten, Akademikerin und Ehefrau eines Akademikers scheint es nicht nötig gehabt zu haben ihre Kinder in eine Krippe zu geben. Offensichtlich hat das Geld für Kindermädchen und später teure Internate gereicht.

    Dennoch, obwohl sie selber wohlhabend ist, tritt sie dafür ein, dass Krippenplätze geschaffen werden, da nicht jeder einen so wohlhabenden familiären Hintergrund hat wie sie, d.h. da Bedarf für Krippen besteht.

    Sie stellt sich gegen gewisse CDU- und CSU-Politiker, die nicht begreifen wollen, dass deren Familienbild für die Jungwähler der Union irrelevant ist und dass sie dieses Familienbild einer jüngeren Generation nicht aufzwingen können. Die Konsequenz aus der Verweigerungshaltung solcher Politiker ist nämlich die entsprechende Verweigerungshaltung der Bürger, d.h. Geburtenrückgang. Genau das ist seit Jahren der Fall.
    Ein Problem übrigens, das Frankreich und skandinavische Länder nicht haben.
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2007 um 14:32 Uhr)

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Zudem hat kann ich mich nicht entsinnen, daß Frau VDL ihre eigenen Kinder hat fremdbetreuen lassen, oder?
    Sie ist in der glücklichen Lage, sich ein Kindermädchen leisten zu können. Ich denke, das fällt sehr wohl unter "Fremdbetreuung"?

    Überhaupt, das ist für mich das Unwort schlechthin... was ist denn "fremd" betreut? Wenn ein Kind 5 Stunden pro Tag bei einer Tagesmutter, mit Au Pair oder in der Krippe ist, was, bitte schön, ist da noch "fremd"??? Da kann ich beim besten Willen keinen Unterschied zu einer Betreuung, z. B. durch eine Oma feststellen.

    Diese ganze Diskussion geht mir inzwischen echt auf den Keks. Es ist doch wohl die Entscheidung der Eltern, wie, wo und von wem sie die Kinder betreuen lassen wollen?

    Wenn jemand gern arbeiten gehen will und seine Kinder solange betreuen lassen, so sollte das durch qualifizierte Menschen zu halbwegs erträglichen Konditionen möglich sein. Wenn jemand gern seine Kinder selbst betreuen möchte, dann sollte das ebenfalls unterstützt werden.

    Ich wäre dafür, sämtliche Leistungen (Kindergeld, Erziehungsgeld, etc.) zu einem höheren Kindergeld zusammenzulegen, wie / wofür das dann ausgegeben wird, ob für Kinderbetreuung oder Jobpause, bleibt jedem selbst überlassen. Bei der Gelegenheit auch gleich noch das Ehegatten-Splitting abschaffen und das so eingesparte Geld auf's Kindergeld aufschlagen, macht volkswirtschaftlich mehr Sinn.

    Ab 3 Jahre sollte der Kindergartenbesuch zur Pflicht werden, damit ev. Defizite ausgeglichen werden können. Wäre bei vielen Bevölkerungsschichten bitter nötig.

  9. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sie stellt sich gegen gewisse CDU- und CSU-Politiker, die nicht begreifen wollen, dass deren Familienbild für die Jungwähler der Union irrelevant ist und dass sie dieses Familienbild einer jüngeren Generation nicht aufzwingen können. Konsequenz aus der Verweigerungshaltung solcher Politiker ist nämlich die Verweigerungshaltung der Bürger, d.h. Geburtenrückgang, besonders in der Mittelschicht, und genau das ist seit Jahren der Fall.
    Ein Problem übrigens, das Frankreich und skandinavische Länder nicht haben.
    Da bin ich anderer Meinung. Ich glaube eher, viele Frauen würden viel lieber zu Hause erziehen als sich in einer immer ätzender werdenden Arbeitswelt auszupowern. Gilt übrigens auch für Männer. Dieser Job wird jedoch gerade von feministischer Seite diskreditiert (siehe die Reaktionen auf das Buch von E. Herman)

    Der Geburtenrückgang ist in der Mittelschicht am größten, stimmt. Ein Grund dafür ist, daß die Arbeitswelt immer anspruchsvoller, stressiger und flexibler wird, da ist für Kinder dann keine Zeit mehr. Und jetzt soll allen Ernstes diesen arbeitsbedingten Streß auch noch auf beide Elternteile übertragen? Warum? Warum löst man das Problem nicht, indem man einem Partner das Geld auszahlt was ein Ganztagsbetreuungsplatz kostet? Eltern können sich dann immer noch entscheiden ob sie das Geld zur eigenen Erziehung nutzen oder sich dafür einen Betreuungsplatz leisten.

    Übrigens:
    Mich in die konservative Ecke zu stellen funzt nicht, ich hab mit diesen klerikalen Ehefetischisten nichts am Hut.

  10. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Sagst Du....
    Nein, da gibt es berufenere, die diese Situationen angeschaut und die Folgen ermittelt haben. Ich hänge mich nur an die ran, weil ich keine 20 Jahre dauernde Studie über fremdbetreute Kinder bis ins Erwachsenenalter leisten kann.

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