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  1. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    @djgm

    Stockkonservativ ist nicht die Entscheidung, seine Kinder - zumal seine Kleinkinder - selbst zu betreuen, sondern die Vorstellung, dass man die Kinder nicht in entsprechenden Einrichtungen betreuen lassen dürfe (weil sie davon angeblich Schäden davontragen würden) und dass der Staat seine finanziellen Ressourcen nicht im Sinne moderner Erfordernisse bündeln dürfe sondern gegensteuern müsse.

    Stockkonservativ ist des weiteren die Vorstellung, dass eine Frau zuhause bleiben solle, da zu viel finanzielle Eigenständigkeit schlecht für die Erhaltung von Ehen sei, zumal der Arbeitsmarkt mit so vielen Arbeitskräften sowieso nichts anfangen könne.

    Ob nun stockkonservativ oder nicht - es dürfte klar sein, dass Politiker, die solche Auffassungen vertreten, von der jüngeren Generation kaum bis gar nicht ernst genommen werden. Entweder verabschieden sie sich also von ihren Wählern oder sie akzeptieren die Realitäten und lernen daraus das Beste zu machen.
    Geändert von Inaktiver User (31.05.2007 um 17:28 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Blautanne -

    wie viele Menschen (Frauen oder Männer) haben den Luxus sich frei für das von ihnen eigentlich bevorzugte Modell zu entscheiden? Die Mehrheit muss Geld verdienen, andere müssen zu Haus bleiben, weil sie keinen Job finden.

    Verfügbarkeit von Krippenplätzen oder Zahlung von Betreuungsgeld (bzw. unser jetziges Ehegattensplitting) erleichtern die Situation, ändern aber kaum die Zwänge, unter denen die allermeisten von uns leben.

    Übrigens sind nicht nur die "stockkonservativen" dogmatisch!

    djgm

  3. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    wie viele Menschen (Frauen oder Männer) haben den Luxus sich frei für das von ihnen eigentlich bevorzugte Modell zu entscheiden? Die Mehrheit muss Geld verdienen, andere müssen zu Haus bleiben, weil sie keinen Job finden.
    Ganz recht. Deshalb ist diese ganze Diskussion auch so überflüssig. Hier wird anhand irgendwelcher "Studien" darüber gestritten ob es besser sei die Kinder zuhause oder in einer Krippe zu betreuen. Für viele Frauen und Paare stellt sich diese Alternative gar nicht.
    Umso betonköpfiger finde ich die Auffassung, dass man den Betreffenden die Hilfsangebote, die sie benötigen, aus ideologischen Gründen nicht an die Hand geben möchte.

    Nochmal: ich persönlich würde meine Kinder nicht in eine Krippe geben, aber ich masse mir nicht an für andere zu entscheiden. Zumal ich nicht daran glaube, dass die häusliche Betreuung wirklich in jedem Fall die bessere Alternative ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Blautanne - du sprichst mir aus der Seele!

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich finde es auch gesünder für die Kinder, wenn sie sehen, was Engagement und gute Ausbildung ermöglichen, beruflich UND privat, anstatt als Vorbild Eltern zu nehmen, die zwar körperlich anwesend sind, diese Anwesenheit voll vom Statt finanzieren lassen, aber sich nicht die Bohne um die Kinder kümmern.
    Warum nimmst du automatisch an, dass sämtliche Eltern, die ihre Kinder nicht in eine Krippe geben und statt dessen ein Elternteil vorübergehend nicht erwerbstätig ist, keine guten Vorbilder sind, weil sie "sich ihre Anwesenheit voll vom Staat finanzieren lassen und sich nicht die Bohne um die Kinder kümmern"?

    Warum immer diese Pauschalierungen? Es gibt genügend Eltern, wo eben zeitweise nur ein Elternteil berufstätig ist und der andere sich um die Kinder kümmert. Was bitte finanziert da der Staat voll? Und warum kümmern sich all diese Eltern nicht um ihre Kinder? Also, d..... gehts wirklich nicht!

  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    *noch-schnell-was-loswerden-will*
    Die von dir angeführten Studien kenne ich nicht, aber sie gehen mir sowas vom am Allerwertesten vorbei, du ahnst es nicht. Ich würde mir nicht einmal die Mühe machen mit einer Gegenstudie zu antworten.

    Schau dich mal um, in Frankreich, Niederlande, Schweden, Norwegen, Finnland, Island:
    sind dort alle Kinder Beziehungskrüppel und Scheidungswaisen? - Nein? Eben.
    Die haben wir dank der Alleinerziehungsideologie dafür in Deutschland zu Hauf.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also was ist von Studien zu halten, die einem einreden wollen, dass Kinder unbedingt von Blutsverwandten zu Hause betreut werden müssen, weil sie ansonsten schwer verhaltensgestört sind.
    Ja was denn?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sieh dir mal diese ganz gewissen Dokusoaps wie jene von der Nanny auf RTL an: was es für asoziale Familien gibt!
    Klar müssen die Familien asozial sein, sonst macht das Sendeformat ja keinen Sinn.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hoffnungslos überforderte Eltern in kinderreichen Familien.
    Ich bezweifle stark, dass sich an der Situation der bedauernswerten Kinder (und der im Grunde ebenso bedauernswerten Eltern) irgend etwas ändern würde, wenn man ihnen wahllos nach dem Giesskannenprinzip irgendwelche Gelder in den Rachen werfen würde. Ganz im Gegenteil: in diesen Fällen wünsche ich mir beinahe einen Staat, der die Erziehung dieser Kinder professionell in die Hand nimmt.
    Das Gegenteil dürfte der Fall sein:
    Wenn Familien finanziell besser gestellt sind, rutschen sie aus der Armutsfalle raus.


    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ob aus Kindern einmal gesunde und seelisch stabile Menschen werden, die das Beste aus sich machen, hängt letztlich von ganz anderen Dingen ab als ausgerechnet von der Frage, ob sie in einem bestimmten Alter von ihren Eltern oder von ausgebildeten Erziehern betreut worden sind.
    Komisch:
    Wenn es um das Sorgerecht geht, ist Mama immer unersetzlich für das Kind. Jetzt auf einmal doch nicht mehr?

  7. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Mit so einer Einstellung schraubst Du dann die Scheidungsquote von 55% auf 95% hoch, mit allen katastrophalen Folgen für die Beteiligten.
    Es kann doch nicht dein Ernst sein, dass Ehepartner zusammen bleiben sollen, weil sie sich eine Trennung wirtschaftlich nicht leisten können. Ich möchte, dass mein Mann bei mir bleibt, weil er mich liebt und aus keinem anderem Grund. Das sieht er genauso - ich soll doch nicht bei ihm bleiben, nur weil ich mich anders nicht versorgen kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von lordsofmidnight
    Äh, es ging mir dabei auch um die Kinder.
    Auch für Kinder ist es nicht unbedingt vorteilhaft, in einer Familienkonstellation zu verbleiben, in der Lieblosigkeit vorgelebt wird.

  9. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es kann doch nicht dein Ernst sein, dass Ehepartner zusammen bleiben sollen, weil sie sich eine Trennung wirtschaftlich nicht leisten können.
    Das sich Ehepartner eine Scheidung wirtschaftlich nicht leisten können dürfte in 90% aller Fälle zutreffen, oder?

  10. gesperrt

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    AW: Betreuungsgeld

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Auch für Kinder ist es nicht unbedingt vorteilhaft, in einer Familienkonstellation zu verbleiben, in der Lieblosigkeit vorgelebt wird.

    Das ist unbestriiten. Leider wird heute aber auch kaum versucht eine Partnerschaft zu retten - die Trennung ist wohl einfacher.

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