Vor zwei Jahren gab es das Neue gesetzt zur zusammenlegung von Arbeitslosen und Sozialhilfe.Alle waren sich einig das sich die
Situation in unserem Land verbessern sollte,es sollte mehr gefordert aber auch mehr gefördert werde, was ist in den zwei jahren in denen es ALG 2/hatz 4 gibt verbessert worden?Ich denke
schon das es nötig ist ein Gesetzt zu verabschieden was hilft
Menschen wieder in den Arbeitsprozess zu bringen,aber Hartz 4 ist nicht das was es sein sollte.Auf ihrer Mitgliederversammlung in köln haben die Grünen das zeichen derzeit klar erkannt obwohl sie
dieses Gesetzt mit verabschiedet haben.Es fördert nicht die, die Hilfe wirklich brauchen.Von 635 Euro Regelsatz zu leben ist ein leben unter der Arnmutsgrenze,Kinder von Hartz 4 Eltern sind besonders schlimm betroffen sie Können nicht in den Klassen mithalten,kommen oft hungrig in den Unterricht,können auch an ausflügen nicht teilnehmen weil die Eltern einfach das geld nicht haben.Tausende von Kindern leben in Deutschland unter der Armutsgrenze das ist erwiesen.Ich bin selber Alg 2 Empfängerin und weis wie hart es ist vom Arbeitsamt überhaupt eine Umschulung bewilligt zu bekommen.Alles was Du argumentierst ist
kein geld da geht nicht.Bist du mit der miete zwei Euro über dem
eigentlichen Satz musst du schon Angst haben aus der Wohnung zu müsssen.Ohnehin kann mann von 298 euro keine schöne wohnung finden.Fazit ist hier in köln das ALg 2 Empfänger in Gebiete geschickt werden in denen eben nur alg 2 Empfänger leben dort ballt sich dann die Wut.Das zweite ist die Intoleranz
der Fallmanger der Arge,ich habe hier mit einer Dame gesprochen
die in der Arge arbietet und mir klar sagte:Ihr Arbeitslosen seid an
eurer Misere doch selber schuld ihr ward faul sonst wäret ihr nicht hier.Sie sagte das es die meinung des gro der Sachbearbeiter wäre,die Junge frau war gearde mal 24 jahre alt.
Ich finde das die menschen mit hartz 4 unmündig gemacht werden,die Arge setzt nicht daran an diese menschen als Erwachsene zu behandeln sondern setzt Die menschen als kleine kinder gleich es wird keine möglichkeit gegeben das die menschen sich weiterentwickeln können das sie ihr leben wieder in die eigene hand nehmen können.
wuppsigirl
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Ergebnis 1 bis 10 von 31
Thema: Hartz 4/ ALG 2
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07.05.2007, 11:33
Hartz 4/ ALG 2
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09.05.2007, 09:32
AW: Hartz 4/ ALG 2
Nicht der Staat hat dich unmündig gemacht - du bist es! Der Staat zahlt dir eine eigene Wohnung, Heizkosten, Krankenversicherung und gibt ausreichend Geld für Essen, Trinken und Bekleidung.
Schau dich mal in der Welt um wie es dir da ergehen würde!
DU bekommst zu 100 % Arbeit, wenn du bereit bist in der Landwirtschaft, als Putzfrau, in der Zeitarbeit oder in einem anderen Bundesland zu arbeiten!
Oder hast du es am Rücken oder bist du "überqualifiziert" oder hast du einfach keine Lust auf diese Jobs - ehrlich ich kann das sogar verstehen, aber hör damit auf den Staat (also uns alle und auch MICH) dafür verantwortlich zu machen.
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09.05.2007, 10:38Inaktiver User
AW: Hartz 4/ ALG 2
Populismus, nichts weiter. Als wenn die 4 Millionen Arbeitslosen (plus die Millionen, die aus der Statistik bereits herausgefallen sind) alle faul wären.
Zitat von Nadine2
Die Frage ist doch, wie viele offene Stellen es in Deutschland gibt. Jedenfalls nicht 4 Millionen, soviel ist sicher.
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09.05.2007, 11:52Inaktiver User
AW: Hartz 4/ ALG 2
Das Problem mit dieser Argumentation ist wohl, dass wir immer noch freie Stellen haben, die bei der Arbeitsagentur gemeldet werden und darüber hinaus in den Firmen einen Bedarf, der nicht mal mehr dort gemeldet wird, weil man sich deren Hilfe zur Stellenbesetzung nicht erwartet.
Zitat von Inaktiver User
Wenn also tatsächlich alle diese Stellen besetzt wären und auch die, die man nicht mag, könnte man dieses Argument aushebeln.
So bleibt es immer noch beim Argument, dass man doch nur losziehen müsste und eine Arbeit annehmen, was im bestimmten Rahmen auch stimmt.
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09.05.2007, 13:15Inaktiver User
AW: Hartz 4/ ALG 2
Es gibt doch nur wenige Zehntausend offene Stellen. Das ist nichts.
Genauso wenig wie man bei der Mitarbeiterplanung volle 40 Stunden pro Woche verplanen kann (sondern höchsten 80%, je nach Tätigkeit sogar nur 60-70%, wegen Urlaub, Krankheit, Besprechungsterminen, Fortbildung etc. etc.), genauso wenig kann man jemals auf einen Stand von Null offenen Stellen kommen. Es geht nicht!
Ganz im Gegenteil: Allein durch die Suche nach neuen Mitarbeitern, egal wie schnell und erfolgreich sie abgeschlossen wird, ergeben sich per Definition bereits offene Stellen. Ein gewisser Sockel ist absolut unvermeidlich, sobald man überhaupt irgendwelche Bewegung im Arbeitsmarkt hat. Die Zahl der offenen Stellen sagt nämlich nichts darüber aus, wie lange diese Stellen jeweils offen sind. Das ist ein reines, dummes Zahlenspiel, das sich über eine grosse Volkswirtschaft hinweg zu vordergründig stattlichen Zahlen summiert, die in Wirklichkeit nichts bedeuten..
Ausserdem haben die Unternehmen vielfach sehr genaue Anforderungsprofile, bis hin zum Alter des Bewerbers, und sind nicht bereit auch nur minimale Kompromisse zu machen. Lieber lässt man die Stelle ganz oder bis der "richtige" Kandidat gefunden ist, unbesetzt. Volkswirtschaftlich betrachtet wird aus vielen auch nur um einige Monate verzögerte Einstellungen übers Jahr gesehen ein gewisser Sockel tausender unbesetzter Stellen.
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09.05.2007, 13:23Inaktiver User
AW: Hartz 4/ ALG 2
Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur liegt laut dem, was dort zu lesen ist, bei 651.139.
Zitat von Inaktiver User
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09.05.2007, 13:37Inaktiver User
AW: Hartz 4/ ALG 2
Diese schönen Zahlen sind relativ neu und werden dementsprechend überschwänglich gefeiert, wie du weisst.
Zuvor waren es z.T. nur ein paar Zehntausende.
Ausserdem bleibt meine Argumentation dadurch unberührt: erhöht sich die Dynamik am Arbeitsmarkt, dann erhöht sich zwangsläufig die Zahl der (auch nur wenige Monate) offenen Stellen. Trotzdem sind etliche Millionen Menschen arbeitslos und werden es auch bleiben. Die kühnsten Hoffnungen lauten, dass man bis 2009 unter 3 Millionen kommen möchte.
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09.05.2007, 13:54
AW: Hartz 4/ ALG 2
Und wie viele davon bieten ein/en menschenwürdigen/s Lohn/Gehalt? Ich kann jeden verstehen, der eine Arbeitsstelle mit einem Stundenlohn von drei, vier oder fünf Euro ablehnt.
Zitat von Inaktiver User
Gruß
Cook3Eine Beleidigung kann nur treffen, wenn man ihr einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht - fühlt man sich also beleidigt, sollte man sich fragen, warum dem so ist. (Poison)
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Das Verlangen nach Gegenliebe ist nicht das Verlangen der Liebe, sondern der Eitelkeit. (Friedrich Nietzsche)
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09.05.2007, 18:09
AW: Hartz 4/ ALG 2
#cook
ES BLEIBT DOCH NICHT BEI DEN 5,-- Stundenlohn! Vom Staat gibt es jetzt schon ergänzende Sozialhilfe und Wohngeld, die ein Einkommen deutlich über Hartz 4-Niveau garantiert.
Aber man hat Arbeit, kann sich daraus leichter bewerben und findet eher zu Alternativen.
Wo sind die Argumente gegen Jobs wie Putzfrau, Erntehelferin, Zeitarbeit oder einen Umzug in Bundesländer mit faktischer Vollbeschäftigung - in BW sind nur 2,4 % der Menschen mit Ausbildung/Studium arbeitslos. Wenn man davon noch die nicht gemeldeten offenen Stellen (Arbeitsamtstatistik x 2), Suchtkranke und andere Schwerstvermittelbare (Sprachprobleme, behindert, vorbestraft etc.) abzieht - DANN haben wir zBsp. in BW Vollbeschäftigung für ausgebildete Menschen. Dies schließt immer eine Sockelarbeitslosigkeit von insgesamt ca. 3 % für og Schwervermittelbare, Überbrückungsmeldungen etc. ein.
Sicherlich muss man noch mehr Jobs schaffen und die Ausbildung forcieren, aber DIESE Positiven Nachrichten machen einige sichtlich aggressiv.
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10.05.2007, 10:28
Zum Leben zu wenig
Zum Leben zu wenig
Wenn Hart-IV-Empfänger sich nicht an ihre Auflagen halten, erwarten sie empfindliche Sanktionen.
Nicole Hille-Priebe
Am 15. April wurde in Speyer ein 20-jähriger Hartz-IV-Empfänger verhungert in der Wohnung seiner Mutter aufgefunden. Die 48-Jährige selbst musste mit schweren Mangelerscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sascha K. war psychisch krank und hatte auf die Behördenbriefe nicht mehr reagiert. Die Zahlungen wurden gekürzt und schließlich ganz eingestellt. Nach vier Monaten hätten sie nicht mehr genug Geld für Lebensmittel gehabt, sagt die Mutter. Würde Sascha K. noch leben, wenn er in Bielefeld gewohnt hätte?
Hartz IV ist überall. Seit der Verschärfung der Gesetze können bei einer dreimaligen Pflichtverletzung sämtliche Leistungen gestrichen werden. Doch schon bei kleineren Verstößen gegen Auflagen droht die Kürzung - eine Erfahrung, die in Bielefeld zurzeit 840 Hartz-IV-Empfänger machen. So viele Sanktionen hat die zuständige Behörde Arbeit plus im März für jeweils drei Monate verhängt. Je nach Vergehen bewegen sich die Kürzungen laut Arbeit plus zwischen 10 (bei Meldeversäumnissen) und 30 Prozent (bei Maßnahmeabbruch oder Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ohne Begründung). In der bundesweiten Statistik liege man damit am unteren Ende.
Karl Ehiert kennt aus der Praxis krassere Fälle. Immer mehr Betroffene suchen seine Hilfe im Bielefelder Arbeitslosenzentrum. „Hier ist nichts typisch", sagt er, „jeder Fall ist anders."
Der blaue Brief von Arbeit plus kann viele Gründe haben, und nicht jeder ist laut Ehiert plausibel. Dass die Beweislast bei den Betroffenen liegt, macht die Sache nicht einfacher. Der Ordner mit Widerspruchsschreiben auf seinem Schoß ist prall gefüllt, seiner Erfahrung nach gehen 30 bis40 Prozent der Widersprüche durch. „Aber das kann dauern. Mit einem Monat muss man immer rechnen, es kann aber auch fünf dauern. Die Leute haben dann tatsächlich häufig nur noch 160 Euro im Monat zur Verfügung", sagt Ehiert. Ob eine Sanktion gerechtfertigt ist oder nicht, wer mag das beurteilen? Alkohol- oder Drogenprobleme, psychische Störungen, Depressionen oder Sprachschwierigkeiten können dazu führen, dass Hartz-IV-Empfänger den schriftlichen Aufforderungen der Behörde nicht Folge leisten -und dafür bestraft werden.
Für „besondere Situationen" gibt es eigentlich Lebensmittelgutscheine, mit denen sich Hilfebedürftige über Wasser halten sollen. Wie das genau funktioniert, weiß aber selbst bei Arbeit plus niemand. Bleiben also die Tafeln oder Tische, die es mittlerweile in fast jeder Stadt gibt. Ohne diese karitativen Angebote von Privatpersonen und Vereinen wüssten viele Menschen nicht, wie sie ihre Mägen und Kühlschränke füllen sollen.
In Bielefeld sorgt Pastor Rolf-Rüdiger Schuster mit seinem Team dreimal in der Woche für einen gedeckten Tisch. Hartz IV war eine tiefe Zäsur in seinem elf-jährigen Engagement: „Es war früher nicht humaner, aber die Not hat nicht so weite Kreise gezogen. Mittlerweile kommen an jedem Öffnungstag mehr." 250Menschen sind beim Bielefelder Tisch registriert, nur eine Person pro Haushalt ist berechtigt. „Insgesamt versorgen wir etwa .1000 Menschen mit Lebensmitteln, warmem Essen, Kleidung und Medizin." Und mit menschlicher Wärme: einem Gespräch, einem aufmunternden Lächeln, kleinen Lichtblicken, die die tagtägliche Hoffnungslosigkeit für ein paar Stunden durchbrechen.
Hunger muss hier niemandleiden, der Kampf gilt vielmehr der sozialen Isolation. „Sorgen machen uns die Menschen, die den Weg hierher nicht finden", sagt Barbara Kroll. Sie ist „Street-med" (Straßenmedizinerin)und macht mit ihrer rollenden Praxis seit elf Jahren jeden Dienstag Station in einem Hinterzimmer des Bielefelder Tisches. Morgens hat sie feste Sprechzeiten beim Sozialdienst, in verschiedenen Obdachlosenunterkünften, auf dem Rathausplatz oder beider Heilsarmee. Nachmittagsmacht sie Hausbesuche. Manchmal bekommt sie einen Tipp, dann klingelt sie auch ungefragt und bekommt das ganze Elend zu sehen: „Es gibt so viele Leute, die in ihren Wohnungen verkommen", sagt die Ärztin. „Ich erlebe häufig Alte und Verrückte in einem zusammengebrochenen Haushalt."
Kroll und Schuster wissen, was die Menschen, um die sie sich kümmern, wirklich brauchen: einen Platz in der Gesellschaft. „Da fehlt die Unterstützung, Netzwerke, Familienangehörige oder soziale Dienste", sagt Kroll. Eine Mitarbeiterin in Schusters Team bringt das Elend auf den Punkt: „Wir Hartz-IV-Empfänger werden wie Abfall des Kapitalismus behandelt. Aber nur füttern reicht nicht - wir brauchen eine Aufgabe!"
Neue Westfälische 10.5.2007


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