Zitat Zitat von Catriche
ich bin Fallmanagerin in einer Arge und zu mir hat neulich eine Bewerberin gesagt: für 400€ geh ich doch nicht arbeiten, das ist mir zuwenig! Davon ziehen Sie mir ja 240€ ab und für 160€ mach ich doch meinen Rücken nicht krumm!
Umkehrschluss: für diese Frau scheint der Regelsatz ausreichend zu sein, sonst würde sie sich bemühen, oder?
Bevor ich jetzt falsch verstanden werde: ich weiß, dass die meisten meiner Bewerber arbeiten wollen und sich wirklich bemühen (und alle bekommen bei Nachweis ihrer Bewerbungen max 260€ jährlich Bewerbungskosten erstattet!). Die wenigen wirklich Faulen / Nichtvermittelbaren /Schwarzverdienenden verzerren den Blick der Allgemeinheit auf die ALGII-Empfänger.
Genau das gleiche sagt ein guter Bekannter über seine Ideen zum Thema Arbeit oder nicht. Er ist CTA, hat danach Chemie studiert und dann bis zum Alter von Mitte 30 erfolgreich im Beruf gestanden. Dann kam eine Trennung und er legte sich zunächst mit seinen Vorgesetzten an. Dann kam die Umstrukturierung der Abteilung und er musste gehen - warum wohl?

Seitdem hat er sich mit jedem Abteilungsleiter angelegt, auf den er in einer neuen Stellung traf und es waren einige.

Mittlerweile ist er seit ca. 10 Jahren mit kurzen Unterbrechungen arbeitslos gemeldet, arbeitet in diversen Arbeitsverhältnissen immer wieder schwarz, bezieht grössere Mengen Geld von seiner Familie per Briefumschlag direkt in die Hand und sagt, dass er doch verdammt blöd wäre, wenn er für weniger arbeiten ginge und diesen Staat unterstützen würde.

Ich könnte irre werden, wenn ich überlege, dass meine Steuergelder diesem Mann die Wohnung finanzieren und er sich einen lauen Lenz einschliesslich netter Auslandsreisen finanziert.

Der wird nicht mehr arbeiten, da bin ich mir sicher.