Wir die Wahl eines neuen Staatspräsidenten in der Türkei zur Machtprobe zwischen der Armee und der islamisch-konservativen Regierung von Ministerpräsident Erdogan?
Nach einer scharfen Erklärung des Generalstabs, die als Warnung vor einer Wahl Güls und einer Islamisierung des Staates verstanden wurde, demonstrierten am Wochenende in der Türkei erneut Hunderttausende für eine Beibehaltung der Trennung von Staat und Religion.
Ist die Türkei mit dem Spagat zwischen Scharia und Militärputsch reif für die EU?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 18
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30.04.2007, 14:17Inaktiver User
Präsidentschaftswahl in der Türkei
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30.04.2007, 15:36Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Auf der einen Seite will niemand eine islamistische Türkei, ein Eingreifen der Militärs ist aber auch nicht erwünscht. Knifflig ...
Die Demonstrationen gegen die Islamisierung ist aber ein guter Anfang - ich habe es auch gar nicht anders erwartet.
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02.05.2007, 10:14Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Ist die Türkei mit dem Spagat zwischen Scharia und Militärputsch reif für die EU?
Ganz klar: NEIN!
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02.05.2007, 13:55
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Genau das glaube ich nicht. Die meisten Türken wissen sehr wohl das Erbe von Atatürk zu schätzen. Die wollen einen säkularen Staat, sie wollen wie Europäer leben und sie wollen zu Europa gehören. Bis dahin muss noch viel getan werden, aber wenn wir ihnen die Hoffnung rauben, werden sie den Weg in einen islamistischen Staat beschreiten. Und das kann nicht unser Interesse sein.
Zitat von Inaktiver User
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02.05.2007, 20:50Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Das Problem ist, dass das Interesse an Europa und an unseren Werten nur auf eine begrenzte Schicht in der Türkei beschränkt ist, im wesentlichen die - recht kleine - "Mittelschicht" und einen Teil des Bildungsbürgertums. Selbst in Istanbul gibt es zwar vielleicht eine knappe Mehrheit, die weiß, dass sie von Europa profitieren kann, aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie auch an unseren Werten interessiert sind. Und je weiter man nach Osten kommt, desto weniger Europa-interessiert sind die Menschen. Und leider hat auch die Mehrheit derjenigen, die eine säkulare Türkei verteidigen wollen, deswegen noch lange nicht unsere Grundsätze akzeptiert.
Wir müssen in unserem eigene Interesse die Anbindung der Türkei an den Westen weiter fördern, aber das heißt nicht, dass die Türkei reif für Europa ist.
Gerade wenn das Land in der EU wäre, würde es dem Militär unmöglich, die Errungenschaften Atatürks zu verteidigen, wie es mehrfach in den letzten Jahrzehnten nötig geworden ist.
djgm
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03.05.2007, 13:56Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Zitat von Opelius
Wenn Islamisierung nicht unser Interesse ist (was ich auch so sehe), wieso lassen wir es denn im eigenen Lande zu? Vielleicht sollte man damit erstmal anfangen.
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03.05.2007, 14:15
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Ich sehe keine Islamisierung in unserem Land, nur das sich die Gesellschaft immer mehr entmischt und zu festen, subkuturellen Blöcken verfestigt. Auch das ist definitiv nicht gut, wird aber durch andauernde Vorwürfe nicht besser, sondern noch gefördert.
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03.05.2007, 14:19
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Hallo Mitleser?
Warum musstest Du dies viermal schreiben? Ein Versehen?
<<Die guten Bücher sind in einer Art Fremdsprache geschrieben.>>
Marcel Proust
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03.05.2007, 14:36Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Ich kann mir denken, wie's passiert ist!
Ich lösche die überflüssigen nun.
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03.05.2007, 14:59Inaktiver User
AW: Präsidentschaftswahl in der Türkei
Zitat von Mitleser
Deine Sicht der Dinge, akzeptiere ich, ich wohne leider mittendrin in der Islamisierung und fühle mich nicht frei.


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