Das Problem ist, dass von den hunderten nur ab und zu mal einer richtig durchknallt und dann ist das meistens einer, bei dem sowieso schon eine Schraube locker war. Der Rest findet sich einfach mit den Umstaenden ab.Zitat von Opelius
Aber das kann man nur feststellen, wenn man denjenigen genauer untersucht aber man kann ja nicht jeden Menschen prophylaktisch unter den Kernspintomographen legen um ihm ins Hirn zu gucken.
D.
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Thema: Amokläufer - immer Männer?
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25.04.2007, 13:53Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
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25.04.2007, 17:47
AW: Amokläufer - immer Männer?
Und der Kernspintomographen würde bei einer kranken Seele nichts anzeigen.
Zitat von Inaktiver User
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25.04.2007, 18:17Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
Ganz vereinfacht ausgedrückt, ja.
Zitat von Opelius
Bestimmte Situationen z.B. das Betrachten von Bildern lösen im Gehirn Vorgänge aus, die man sichtbar machen kann.
Dabei sieht man natürlich nicht, was passiert, sondern nur, dass in einem Bereicht des Hirns irgendwas los ist.
Zeigt man z.B. einem geistig gesunden Menschen das Foto eines weinenden Kindes, würde das sofort eine Reaktion auslösen.
Bei einem Soziopathen bleibt diese Reaktion aus. Es passiert in den zuständigen Hirnbereichen einfach nichts. Er empfindet z.B. kein Mitleid, weil er das gar nicht kann. Er selbst würde das allerdings nicht als störend empfinden.
D.
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25.04.2007, 23:31
AW: Amokläufer - immer Männer?
@ Dory: Das finde ich sehr spannend!
Nein, man kann sicherlich nicht jeden Menschen mit solchen Methoden untersuchen, aber wenn jemand, so wie der letzte Amokläufer, verschiedenen Leuten aufgefallen ist und er sogar in einer psychiatrischen Einheit war, hätte man mit dem Verfahren vielleicht das Schlimmste verhindern können... .
@Opelius: Mir liegt es fern, den Berufsstand der Psychologen und Psychiater zu diskreditieren! Natürlich konnten Sie nur nach bestem Wissen und Gewissen urteilen, aber gerade weil die menschliche Psyche so komplex ist, frage ich mich, welche Aussagekraft solche Gutachten überhaupt haben können.
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26.04.2007, 09:20
AW: Amokläufer - immer Männer?
Sie treffen in 98 % der Fälle präzise zu. Eine Fehlerquote von 2 % ist immer drin, dessen ist sich ein verantwortungsvoller Psychiater sehr bewußt. Diese Fehlerquote ist besser als die Fehlerquote bei Wettervorhersagen.=Sehnsuchtsvolle..... aber gerade weil die menschliche Psyche so komplex ist, frage ich mich, welche Aussagekraft solche Gutachten überhaupt haben können.
Im Übrigen gehe ich davon aus, dass jeder von uns die Fähigkeit zu einem großes Verbrechen in sich trägt. Man müsste uns nur in eine aussichtlose Lage, große Verzweiflung und die richtige Stress-Situation bringen.Geändert von Opelius (26.04.2007 um 09:45 Uhr)
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26.04.2007, 10:30Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
Waehrend die faelschlicherweise als hamlos eingestufte Bestie noch mehrere Unbeteiligte mit in den Tod reisst, sterben an einer falschen Wettervorhersage nur selten Menschen. Dieser Vergleich ist also ziemlich pietaetlos.
Zitat von Opelius
Jeder von uns kann selbst Opfer dieser 2% werden oder einen Angehoerigen oder Freund dadurch verlieren.
D.
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26.04.2007, 15:16
AW: Amokläufer - immer Männer?
ich kann Deine Wut verstehen. Aber was wäre Dein Vorschlag? Sollen wir alle potentiellen Täter vorsorglich internieren? Das wären Tausende und Abertausende.
Zitat von Inaktiver User
Es ist einfach Fakt: wir können mit nichts, aber auch garnichts Verbrechen verhindern. Die Polizei und Justiz kann nur Täter ermitteln und dann bestrafen.
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26.04.2007, 19:16Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
Ich bin ja gar nicht wütend, finde nur den Vergleich mit dem Wetterbericht etwas... na ja.
Zitat von Opelius
Ein Vorschlag wäre z.B. mehr in die Hirnforschung zu investieren um aus den 2% vielleicht irgendwann 0,2% zu machen.
Und all denjenigen mal das Maul zu stopfen, die immer behaupten, eine Gesprächstherapie sei das ultimative Allheilmittel gegen alle psychischen Störungen dieser Welt.
Hirnforscher sind aber bei Psychotherapeuten ausserordentlich unbeliebt, da die ja ihren Arbeitsplatz gefährden.
Vielleicht könnte man die 2% auch schon dadurch reduzieren, dass man zwei bis drei Gutachter hinzu zieht, die sich alle einig sein müssen. Macht man in anderen Fällen ja auch so.
D.
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27.04.2007, 08:12Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
Du möchtest also für alle psychiartrischen Gutachten "zwei bis drei Gutachter" beschäftigen? Und dann? Was wenn sie sich widersprechen? Oder wenn die Fehlerquote gleich bleibt? Alle wegsperren, weil es eine kleine Chance gibt, dass es Probleme geben könnte?
Zitat von Inaktiver User
Und was ist mit den Amokläufern, die zuvor still und unauffällig waren? Sie stellen, nach allem was ich über Amok las, die weitaus grösste Gruppe.
Es kann keine Schutz vor solchen Taten geben, weil die meisten sich eruptiv und ohne Vorwarnung entladen.
Wir müssen wohl damit leben, dass innerhalb einer sozialen Gemeinschaft Menschen austicken können und dabei andere verletzen oder töten. Ist übrigens eine Handlungsweise, die seit der Antike bekannt ist.
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27.04.2007, 09:25Inaktiver User
AW: Amokläufer - immer Männer?
Im vorliegenden Fall war der Kerl ja schon in Gewahrsam und dann hat EIN Gutachter gesagt, der sei harmlos, den könne man wieder frei lassen.
Zitat von Inaktiver User
Es geht also nur um Täter, die bereits auffallendes Verhalten gezeigt haben und die eh schon in Behandlung sind.
Bei anderen Krankheiten wird ja auch immer mal gern ein weiterer Experte hinzu gezogen, nur wenns um Kopfkranke geht, reicht einer aus...? Es wurde schon mal ein vierfacher Frauenmörder auf freien Fuß gesetzt, weil es ihm gelungen ist, die ihn betreuende Psycho-Tante um den Finger zu wickeln.
Zum Glück ist nichts weiter passiert. Der Typ sitzt wieder ein, hat die Psycho-Tante geheiratet und sogar mal vor Gericht geklagt, dass er mit ihr allein sein möchte (die beiden wollen gern ein Kind).
Das sind natürlich auch alles nur Einzelfälle aber hätte man in dem Fall auch mal einen zweiten Gutachter mit hinzu gezogen, hätte der vielleicht schon gemerkt, dass die Frau nicht mehr objektiv ist, weil sie sich in den Täter verliebt hat. Sowas kann man nie ganz ausschließen. Man sagt ja nicht umsonst, dass die Psychiater alle selber einen Hau weg haben. Bleibt wohl nicht aus, wenn man ständig mit Irren zu tun hat.
D.


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