Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 76
  1. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    der Iran hat die gleiche Qualität von Beweisen dafür angeliefert, dass die Soldaten in iranischen Gewässern aufgegriffen wurden, wie die Briten, die behaupten, die Boote seien in irakischen Gewässern gewesen.

    Beide Aussagen sind mit vielen Körnchen Salz zu genießen.

    Denn was die Wahrheitsliebe angeht, so würde ich meinen Kindern weder Herrn Blair noch Herrn Ahmadinedschad als Vorbild empfehlen.

    Ich gehe davon aus, dass die Gefangenen nach einer flaumweichen Erklärung der britischen Regierung entlassen werden, bei der beide Seiten das Gesicht wahren. Denn beide wissen, dass sie selbst auch Dreck am Stecken haben.

    djgm

  2. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von WTurner
    Der Iran hat die Soldaten aufgegriffen und demzufolge muss er Beweise vorlegen, dass ein illegaler Grenzübertritt stattgefunden hat. Das hat er bisher nicht getan und wird er auch nicht. Weil er es vermutlich nicht kann.


    Dass es sich um eine verbrecherische Geiselnahme statt um eine "normale" Verhaftung handelte, erkennt man schon daran, dass entgegen internationaler Verpflichtungen (und trotz Bestehen diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern) kein diplomatischer Vertreter Großbritanniens/des Roten Kreuzes die 15 Soldaten besuchen durfte.

    Und der Ablauf - na ja: Da übertreten angeblich 15 Briten zufällig eine Grenze und schon werden sie von 10% der iranischen Marine eingekreist - komplett mit einem halben Dutzend Patrouillenbooten, einer Hundertschaft Elitesoldaten, einem Kamerateam (!) und unter Luftdeckung. Und das hört sich nicht extrem geplant an??

    Die Iraner machten nach der Geiselnahme sogar Aufnahmen auf einem der Boote - nur was sie nicht machten: Aufnahmen von der Festnahme, Aufnahmen wie sich die Briten aktiv auf iranischem Gelände bewegten, Bilder vom Frachtschiff wie es in iranischem Gewässer liegt.

    Alles sooo gut vorbereitet - aber genau im entscheidendem Moment, dem alles beweisenden Moment: Kein Bild, kein Ton – und das soll ok sein

  3. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von WTurner
    Den Soldaten wurden Texte diktiert, die diese höchstwahrscheinlich unter Zwang und großer Ansgt absegnen mussten. Dir Iraner wollen doch gerade den Eindruck vermitteln, dass die Soldaten "Gäste" sind. Wie sehr das wirkt, erkenne ich an deiner Reaktion. Ich sage die Soldaten sind Geiseln und werden demütigend und missbräuchlich vorgeführt.
    Unsinn. Man konnte in den Nachrichten deutlich sehen, dass eine öffentliche Demütigung nicht vorlag. Das ist ja das Geniale an dem PR-Talent Ahmadinedschad: dass er sich nicht so offensichtlich ins Unrecht setzt wie Briten und Amerikaner es in den letzten Jahren des öfteren getan haben.

    Die Marinesoldaten werden allerdings als Verhandlungsmasse in Verhandlungen eingesetzt. Das ist unschön, aber es gibt in den Middle East Konflikten der letzten Jahre noch viel unschönere Dinge als dies.


    Ich bin bereit darüber zu diskutieren, was getan werden muss und wie der Westen reagieren sollte. Nicht aber bin ich bereit, ein Diskussion zu führen, wer sich hier als Aggressor aufführt.
    Das ist ein wenig schwierig, denn die Fragen, wer sich als Aggressor aufführt und wie man sich auf Aggressionen reagieren sollte, hängen untrennbar zusammen.

  4. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von Anjuna
    Herrlich auch das Thema Antiamerikanismus, das hier wieder angschnitten wird. Enige halten Kritik an der amerikanischen Außenpolitik gern pauschal für Antiamerikanismus. Die Bush Regierung ist aber nicht gleich die Amerikaner und sehr viele von ihnen stehen der Außenpolitik ihrer Regierung ebenso kritisch gegenüber wie viele Poster hier. Und darunter sind auch eine Menge Patrioten, die ihr Land sehr lieben. Was ist mit all diesen Amerikanern? Sind die jetzt auch antiamerikanisch?

    Es gibt keinen kontraproduktiveren Diskussionsstil als die pauschale Unterstellung einer generellen Einstellung bei differenzierter Kritik. Kritisiere ich die israelische Außenpolitik bin ich Antisemit. Kritisiere ich die amerikanische, bin ich antiamerikanisch. Kritisiere ich einen Ehrenmord, bin ich ausländerfeindlich. Ärgere ich mich über deutsche politische Entscheidungen bin ich dann ein Deutschlandhasser? Und wenn ich mit etwas, dass mein Mann tut nicht einverstanden bin, bin ich dann ein Männerhasser? Wie schwarz-weiß muss jemand denken um so zu argumentieren?
    Volle Zustimmung, Anjuna

  5. User Info Menu

    AW: iranische Geiselnahme

    Nach Durchsicht meiner Beiträge entschuldige ich mich dahingehend, dass ich meine Auffassung über Ahmadinedschad nicht auf die Beitragsschreiber übertragen sollte. Da waren meine Beiträge reichlich persönlich und stellenweise unsachlich.

    Meine Auffassung dieses Konfliktes besteht allerdings weiterhin. Ahmadinedschad ist der Wolf im Schafspelz. Noch immer wird er von vielen belächelt und seinen Worten kaum Glauben geschenkt. Seine Untaten werden als harmlos klassifiziert und im Gegenzug lieber westliche Politiker, allen voran Bush und Blair auf's Korn genommen.

    Auf dem anti-amerikanischen Auge sind viele blind. So könnte man die deutsche Verständnisbereitschaft für alles deuten, was aus dem Nahen Osten kommt. Ob es Palästina oder in diesem Fall der Iran ist. Schuld wird immer nur bei den anderen gesucht.

    Das wollte ich mit meinen Worten sagen und niemanden persönlich angreifen. Es wird in diesem Konflikt darauf hinauslaufen, dass die Briten Garantieleistungen abgeben und die stillen diplomatischen Kanäle nutzen werden. Auch wenn ich das schon als Kniefall deute, so wird es die einzige Möglichkeit sein, diese Soldaten wohlbehalten nach Hause zu bringen. Allein das regt mich auf und sollte jedem Anstoß genug sein, darüber nachzudenken, was die Briten hier verbrochen haben sollen. Ich kann nichts erkennen.
    "Wenn Sie an Müll denken, denken Sie an Akeem!"

  6. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    http://www.orf.at/
    Dennoch kann das britische Verteidigungsministerium offenbar einen möglichen Fehler bei der Feststellung der genauen Position der Soldaten zum Zeitpunkt des Zugriffs nicht ausschließen. Zweifel wurden zudem an der von London präsentierten Karte vom Ort des Geschehens laut - die strittige Grenze habe man schlichtweg selbst gezeichnet, so der Vorwurf.

  7. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von WTurner
    Auf dem anti-amerikanischen Auge sind viele blind. So könnte man die deutsche Verständnisbereitschaft für alles deuten, was aus dem Nahen Osten kommt. Ob es Palästina oder in diesem Fall der Iran ist. Schuld wird immer nur bei den anderen gesucht.

    Ja nun ... aber woran liegt das denn, WTurner?
    Das liegt doch wohl daran, dass z.B. Palästina oder der Iran nie einen Hehl aus ihrer Auffassung machten, aber im Gegenzug (in jüngerer Vergangenheit) die demokratischen Staaten USA und Grossbritannien es mit der Demokratie nicht all zu genau genommen hatten, und ihre eigenen
    Bevölkerungen (und den Rest der demokratischen Welt) bewusst und mehrfach hinters Licht führten.

    Wenn man von anderen die exakte Einhaltung von Vereinbarungen und Gesetzen einfordert (notfalls mit Gewalt), dieselben Vereinbarungen und Gesetze für sich selbst allerdings reichlich grosszügiger auslegt ... dann darf man sich nicht wundern, dass dieses beanstandet wird.

  8. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    1. Sind die Amerikaner über UN-Artikel 51 einmarschiert.
    Selbstverteidigung? Ach ne.

    Ach so, Asche auf mein Haupt. Das wäre ja Anti-amerikanisch, gell.


    Man lasse sich die Worte auf der Zunge zergehen.
    ...über den UN-Artikel 51...
    Ja seh ich auch so.

  9. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Die USA werden eben ständig bedroht und müssen sich verteidigen.

    Ein Beispiel für die ständige Gefährdung war der drohende Angriff auf die USA durch Grenada, dem Ronald Reagan knapp zuvorgekommen ist.

    In heldenhaftem Kampf haben die US Marines die überlegene Streitmacht von Grenada vor den Toren von Washington zurückgeschlagen und diese Weltmacht besiegt.

    Oder täuscht mich meine Erinnerung bzw. der Maßstab auf meinem Atlas ??

    djgm

    P.S.: Der Kommentar ist nicht anti-amerikanisch gemeint, sondern ausschließlich anti-Reagan (und anti-Bush). Er richtet sich auch nicht gegen die amerikanischen Soldaten, die sich von inkompetenten Präsidenten mit fragwürdiger Moral verheizen lassen müssen.

  10. Inaktiver User

    AW: iranische Geiselnahme

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    1. Sind die Amerikaner über UN-Artikel 51 einmarschiert.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Die USA werden eben ständig bedroht und müssen sich verteidigen.
    Mein Mann hat kaum noch Lust auf US-Filme. Er sagt, dieses Land wird aufs Eintönigste bedroht - von Indianern, Russen, Chinesen, Arabern, Terroristen, bis hin zu Killertomaten und Wesen aus dem Weltall.
    Dazu kommen noch Bedrohungsszenarien mit Untermietern, verrückten Ehemännern und geisteskranken Geliebten.
    In der Psychiatrie heisst das Verfolgungswahn.

    (Dies bezieht sich auf den Einmarsch im Irak, auf Basis des UN-Artikels 51. Es liegt mir fern Ahmadinedschad durch frivole Kommentare zur harmlosen Figur zu erklären. Nur: wenn man sich verausgabt nicht existente Gefahren zu bekämpfen bis daraus reale Gefahren geworden sind, dann hat man eben keine Kapazitäten frei um anderweitig zu agieren, ganz gleich wie notwendig es vielleicht erscheinen mag.)
    Geändert von Inaktiver User (03.04.2007 um 09:20 Uhr)

Antworten
Seite 3 von 8 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •