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  1. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc


  2. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Älter als was?
    Ich kann den Artikel nicht lesen, ohne mich registrieren zu lassen.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine Abspaltung ist nur möglich, wenn etwas zuvor ganz war. Das waren aber Ost- und Westdeutschland, zumindest mental, auch nach der Wende nicht.
    Na ja, mindestens waren wir bis 1945/1949 ganz. Bis zur künstlichen Trennung.

    Immerhin können wir uns noch eine Zeit lang in der Bri in der gleichen Sprache austauschen.
    Und sogar über die gleiche Kultur und die gemeinsame Vorgeschichte.
    Über Pakete-Schicken und Verwandten-Besuch von West nach Ost. (Warum nur, wenn man so gar nichts miteinander zu tun hatte?)
    Mit dem Hintergrund einer ähnlichen Mentalität. (Nun ja, die ist sicherlich etwas anders, wenn wir aus Bayern kommen oder aus Meckpomm oder aus Hamburg oder Stuttgart.)
    Im Ausland sind wir auch alle Deutsche. Dort wird kein Unterschied (mehr) gemacht, ob wir Ossis oder Wessis sind.

  4. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Älter als was?
    Ich kann den Artikel nicht lesen, ohne mich registrieren zu lassen.
    Blau Zitat aus dem Link FAZ vom 14.10.2014

    Dass Politiker einmal benutzte rhetorische Formeln gerne immer wieder neu verwenden, fand Rother auch im Falle Brandts bestätigt. Ende der fünfziger Jahre war es. Die U-Bahn-Linie 6 wurde verlängert – aus dem Süden Berlins (Alt-Mariendorf, Tempelhof) kommend, unter dem damaligen Ost-Berlin hindurch in den wieder zu West-Berlin gehörenden nördlichen Stadtteil Tegel. Willy Brandt, damals Regierender Bürgermeister, habe bei den Einweihungsfeierlichkeiten den Satz verwendet, nun wachse zusammen, was zusammengehöre, wurde festgehalten. Geschrieben wurde das Jahr 1958.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Ach so, danke, Sariana.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Wie wächst zusammen, was zusammen gehört

    Schon die Überschrift vom Thread ist eigentlich irreführend. Das deutsche Volk war durch den eisernen Vorhang getrennt und wurde verschieden sozialisiert, aber war nie ganz getrennt.

    Ich glaube, entscheidend für die Sichtweise ist, ob man in der Familie das Thema Ost/West hatte. Ich bin väter- und mütterlicherseits mit Familien gesegnet, die vertrieben worden sind. Deshalb hatte ich viele Verwandte in der DDR.
    Meine Mutter fuhr 1962 mit mir nach Görlitz, wo ihre Schwiegereltern lebten, damit sie meine Mutter und mich kennenlernen konnten. Das war damals nicht ohne, denn mein Vater war Republikflüchtling.

    Ich wuchs also mit der Problematik der geteilten Republik sehr viel naher auf als meine ganzen Schulfreundinnen, die hier im Schwäbischen die ganze Familie und entsprechende Grundstücke und Obstwiesen hatten . .

    Gerade hier im Süden der Republik herrscht immer noch ein grosses Informationsdefizit, was die DDR anging. Das wird sich wohl nur langsam ändern.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  7. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen

    Gerade hier im Süden der Republik herrscht immer noch ein grosses Informationsdefizit, was die DDR anging. Das wird sich wohl nur langsam ändern.
    :
    Es besteht teilweise gar kein Interesse die Informationsdefizite abzubauen und dieses Verhalten gibt es hüben wie drüben.
    Gelegenheiten sich zu informieren gab es dann doch genug, wenn man denn wollen würde.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es besteht teilweise gar kein Interesse die Informationsdefizite abzubauen und dieses Verhalten gibt es hüben wie drüben.
    Gelegenheiten sich zu informieren gab es dann doch genug, wenn man denn wollen würde.
    Da bin ich ganz bei Dir.

    Neulich habe ich einem guten Freund (Urschwabe) von der Fluchtgeschichte meiner Familie erzählt. Da meinte er doch, dann sei ich ja eigentlich Polin. Das Geschichtsbewusstsein lässt auch bei studierten Menschen wirklich sehr zu wissen übrig, ebenso das Interesse an MINT-Fächern.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  9. Inaktiver User

    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es besteht teilweise gar kein Interesse die Informationsdefizite abzubauen und dieses Verhalten gibt es hüben wie drüben.
    Gelegenheiten sich zu informieren gab es dann doch genug, wenn man denn wollen würde.
    Sorry, aber warum sollte ich mich für Leute interessieren, die bewusst die Gesundheit anderer gefährden, die nicht vor Drohgebärden in SA-Manier zurückschrecken, und die Faschisten, Rassisten und Antisemiten unterstützen? Mit jeder aktuellen Nachricht der letzten Tage und Wochen aus dem Landesteil, bei dem ich mir zunehmend unsicher bin, ob "Dunkeldeutschland" eine Beleidigung oder eine Beschreibung ist, schwindet bei mir das Interesse an irgendeiner Form des Zusammenseins von West und Ost.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen

    Neulich habe ich einem guten Freund (Urschwabe) von der Fluchtgeschichte meiner Familie erzählt. Da meinte er doch, dann sei ich ja eigentlich Polin.

    luci
    Das beschreibt das Buch "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945–1955" von Harald Jähner erschienen 2019.

    «In den Kriegsjahren hatten die Frauen erfahren, dass eine Großstadt auch ohne Männer betrieben werden kann».
    Deutschland, einig Volk von Mundräubern: Rationieren, Fringsen, Schwarzhandeln (Heinrich Böll: «Wer nicht fror, klaute. Jeder hätte jeden mit Recht des Diebstahls bezichtigen können»)
    Wer glaubt, wir lebten heute in hochkomplizierten, hochkomplexen Verhältnissen, der sollte dieses Buch lesen. Gegen das, was die Menschen damals gesellschaftlich zu bewältigen hatten, sind die heutigen Zustände von einer geradezu paradiesischen Unbeschwertheit. Kann man sich eigentlich vorstellen, was das bedeutet – 500 Millionen Kubikmeter Trümmer?.
    12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene, die in ein kaputtes Land strömten, beargwöhnt, verachtet, verhasst – das war Deutschland 1945. Man konnte mit einigem Selbstbewusstsein Rheinländer, Friese oder Bayer sein – das ja, aber Schlesier, Pommer oder Bessarabiendeutscher? Als Volksdeutscher?
    Es gibt auch ein Kapitel über die 6 Millionen DPs. Anfangs versuchten die Alliierten noch sie zu repatriieren. Doch als die ersten Meldungen aus der Sowjetunion, Polska RL und der ČSSR kamen, dass die befreiten Zwangsarbeiter oder Hiwis der Wehrmacht wegen Hochverrats und Zusammenarbeit mit dem Feind zum Tode verurteilt worden waren, rebellierten DPs und es wurde gestoppt. Sie lebten als „Staatenlose“ in den drei Westzonen und später in der Bundesrepublik. Erst ihre Enkel konnten einen Antrag auf die deutsche Staatsbürgerschaft stellen."
    Aus der Zeit (leider hinter Bezahlschranke)
    Geändert von Opelius (06.12.2021 um 08:52 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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