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  1. Moderation

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Ich wollte damit nicht sagen, dass man in Westdeutschland keine Vorstellung davon hatte, jofi. Aber es selbst jahrzehntelang erlebt zu haben, prägt einen vermutlich nachhaltiger.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Malaita Beitrag anzeigen
    Den Eindruck habe ich allerdings auch.

    Und wenn man sich mal in die (West-)Berliner Bevölkerung hineinversetzt, die ihre Stadt nur verlassen durften über die Transitautobahn - ich finde das schon sehr schlimm.
    Du bestätigst also den Eindruck eines "familiären Ostfeindbildes".

    Ich lass mal außen vor, dass ich eine Abscheu gegen solche Polarisierungen ohne Argumentation habe.

    Es bleibt die Frage: woher kommt dieser Eindruck?

    Die meisten bestätigen doch hier die besondere Situation der Berliner, und zeigen auch Verständnis dafür.
    Ich kann mich nicht erinnern dass ich hier gegenteiliges gelesen hätte.

    Was hat das damit zu tun, dass Ost und West mitunter immer noch miteinander fremdeln?
    Think before you print.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Analuisa Beitrag anzeigen
    Ich wollte damit nicht sagen, dass man in Westdeutschland keine Vorstellung davon hatte, jofi. Aber es selbst jahrzehntelang erlebt zu haben, prägt einen vermutlich nachhaltiger.
    Ganz bestimmt.

    Und es NICHT erlebt zu haben, prägt einen eben auch.

    Ich kann die Sicht von Menschen, die das alles erlebt haben würdigen, aber nicht als einzig gültige Perspektive akzeptieren.
    Das erklärt für mich das Befinden von Berlinern, die darunter gelitten haben.

    Es gab und gibt auch ein Leben außerhalb von Berlin, auch in Kleinstädten, auch im Westen Deutschlands.
    Think before you print.

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    es gab ja auch einige, die aus Westberlin wegezogen sind - weil sie das Eingesperrtsein nicht mehr wollten - eine Postfrau + weitere Person hat mir mal in Kurzfassung davon erzählt... das sie mit Familie vor der Wende dann nach Bayern gezogen sind. Bis dato habe ich mir über eingemauerte Westberliner nie Gedanken gemacht, dass das evt. auch belastend ist - ausser viell. die Zeit der Luftbrücke. Als in der DDR lebendes Kind, war das für mich eine eher exotische Insel, wo du von Ost-Berlin an einigen Stellen mal ein paar anders ausschauende Hochhäuser gesehen hast... dachtest ok hier können alle sich jeden Tag an allen mgl. Schokisorten laben - meine naive Vorstellung als Naschkatze....ein "Feindbild" hatte ich da nicht im Sinn ;-) eher DAS Konsumparadies...

  5. gesperrt

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Mir kam dieser Gedanke zu Westberlin auch erst durch den Austausch mit Westberlinern, sie selbst haben das so konkret nicht geäußert, aber trotzdem war da eine (andere) Verbindung da.
    Aber jetzt nochmal hoffentlich regelkonform:

    Durch die letzte Zeit dürfte so halbwegs jeder Deutsche den Hauch einer Ahnung davon haben, wie es sich angefühlt haben könnte, in der DDR zu leben.

    Alles natürlich sehr vorsichtig formuliert.

    Ein schönes Wochenende!

  6. Moderation

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Zitat Zitat von Milk_ Beitrag anzeigen
    Aber jetzt nochmal hoffentlich regelkonform:

    Durch die letzte Zeit dürfte so halbwegs jeder Deutsche den Hauch einer Ahnung davon haben, wie es sich angefühlt haben könnte, in der DDR zu leben.

    Alles natürlich sehr vorsichtig formuliert.
    So vorsichtig, dass zumindest ich nicht verstehe, was du damit sagen willst.

    Ich finde diese andeutungsweisen Formulierungen immer schwierig, man tappt so schnell in die Missverständnisfalle, so schnell kann man gar nicht gucken. Also frage ich hiermit nach, was du meinst.

    Was du, going_to, mit dem "familiären Ostfeindbild" gemeint hast, habe ich auch schon nachgefragt und bisher keine Antwort erhalten.
    Moderation in der Religion, der Politik und im Glücklicher Leben.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Es gab nicht nur die Transitstraßen, es gab auch die subventionierten Berlinflüge.

    Ich war als Studentin in einer Gruppe, die ihre Aufgabe darin sah, den Studenten aus dem Osten Zugang zur intellektuellen Entwicklung im Westen zu verschaffen. Keine Propaganda für den westlichen way of life. Alle, die dort mitmachten, waren Linke.

    Das bedeutete natürlich, sie mit moderner Literatur (das war damals u.A. die Frankfurter Schule) zu versorgen. Aber wir haben auch regelmäßige Treffen mit einer Patenuni gehabt. Und das bedeutete, dass wir einmal monatlich nach Berlin flogen, mit Tagesvisum nach Ostberlin fuhren und dort die Studenten aus dem Osten trafen.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Jofi, das ist ja cool. Kannst du da noch ein bisschen mehr erzählen?

    Jeder hat das Recht auf seine eigene Meinung,
    aber nicht das Recht auf seine eigenen Fakten.

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Was ich jetzt erzähle bezieht sich auf die siebziger Jahre.

    Ich erinnere mich, dass wir vor allem vor Weihnachten große Buchpakete an die Kommilitonen in der DDR geschickt haben. Die Bücher, die wir geschickt haben, gab es in der DDR nicht, sie waren mehr oder weniger verboten. Aber Weihnachten waren die entsprechenden Ämter überlastet und es wurde schlampiger kontrolliert.

    Wir haben oft MickyMaus-Hefte oben in die Pakete gepackt. Die waren auch verboten, und wir haben uns oft darüber amüsiert, dass die Hefte bei den Kontrollen entfernt wurden, die Schriften von z.B. Mitscherlich oder Adorno aber wohlbehalten ankamen.

    Ab und an gab es auch Treffen im „sozialistischen Ausland“. Ich bin einmal nach Ungarn mitgefahren. Wir haben in einem Weinberg oberhalb des Balaton gezeltet. Wir Weststudenten kamen mit insgesamt drei Autos (R4), die Oststudenten mit dem Zug. Mit den Autos sind wir sehr viel in Ungarn herumgefahren, hatten auch öfters Kontakt mit den Menschen auf den Dörfern. Und waren auch öfters in Budapest, hatten dort auch Kontakte mit Unimitarbeitern.
    Uns und unseren Kommilitonen aus dem Osten fiel auf, dass es in der DDR verbotene Bücher dort in den Buchhandlungen gab, sogar in deutscher Sprache.
    Aber sie waren sehr teuer, was ihre Verbreitung natürlich hemmte.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wie wächst zusammen, was zusammen gehört - ein Austausch über Politik u. Gesellsc

    Außerdem ist man mehrfach gefilzt worden bei der Ausreise aus Ungarn über Tschechien in die DDR. Das war nicht lustig.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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