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    Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Ich weiß nicht, ob ich mehr wütend oder traurig sein soll.
    Mission Afghanistan gescheitert.
    Was wird mit den Menschen passieren, die mit den "Friedenstruppen" zusammengearbeitet haben, was wird jetzt mit Frauen und Mädchen? Zurück ins finsterste Mittelalter? Seit 60 Jahren keine Ruhe in Afghanistan. Hat die "Befriedung" nichts gebracht?
    Passender Artikel dazu in der SZ:
    Bundesregierung will Flugzeuge nach Kabul schicken


    Angesichts des blitzartigen Eroberungszugs der Taliban bereitet die Bundesregierung unter Hochdruck eine von der Bundeswehr abgesicherte Evakuierungsaktion in Kabul vor. Deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte sollen zu Wochenbeginn schnell außer Landes gebracht werden, hieß es zuletzt.
    Außenminister Heiko Maas sagte der Bild am Sonntag, dass nun die zügige Evakuierung deutscher Diplomaten und anderer Mitarbeiter das Wichtigste sei. "Wir werden nicht riskieren, dass unsere Leute den Taliban in die Hände fallen. Wir sind für alle Szenarien vorbereitet."
    Nach übereinstimmenden Informationen von Bild und Spiegel wollte die Luftwaffe an diesem Montag mit Militärtransportern vom Typ A400M nach Kabul fliegen. Voraussichtlich werde es auf den Evakuierungsflügen Zwischenlandungen im usbekischen Taschkent geben. Für die Passagiere soll es dann mit Chartermaschinen weiter nach Deutschland gehen.


    Wenn du in den Spiegel schaust, siehst du den Menschen, der für dein Leben verantwortlich ist.

    Ich habe noch nie gehört, dass es jemandem gelungen ist, vor sich selbst davonzulaufen.

    20 Jahre Bricom - krieg ich jetzt ein Eis?

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    auf jeden Fall produziert das wieder Millionen von Flüchtlingen. Da können wir schon mal anfangen, neue Lager zu bauen.
    “You are the sky. Everything else- it’s just the weather.”

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Es sieht so aus, als seien sämtliche Bemühungen durch westliche Hilfen krachend gescheitert.

    Nun hat auch noch die afghanische Regierung angekündigt, eine friedliche Machtübergabe Kabuls an die Taliban vornehmen zu wollen. Also Ende Gelände in Afghanistan

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von hillary Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, ob ich mehr wütend oder traurig sein soll.
    Mission Afghanistan gescheitert.
    Was wird mit den Menschen passieren, die mit den "Friedenstruppen" zusammengearbeitet haben, was wird jetzt mit Frauen und Mädchen? Zurück ins finsterste Mittelalter? ...
    Eine bittere, offenbar notwendige Lehre für solche Militäreinsätze:
    Letztlich entscheiden die Menschen in solchen Ländern eben immer selbst, was sie aus ihrer Situation machen.

    Wie konnte den Taliban so schnell die Rückeroberung des Landes gelingen?
    Warum war die afghanische Armee so hilflos?
    Es scheinen ja nach wie vor oder wieder genug Leute die Taliban zu unterstützen bzw. selbst auf deren Seite zu kämpfen oder aber irgendein Süppchen zu kochen, dass sich auch mit einem Taliban-Regime verträgt.

    Schlimm vor allem für die Frauen und Mädchen aus unserer Sicht, aber vielleicht sehen selbst die es auch so: Hauptsache irgendeine Form von Frieden?

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen
    auf jeden Fall produziert das wieder Millionen von Flüchtlingen. Da können wir schon mal anfangen, neue Lager zu bauen.

    Darauf wird es wohl hinauslaufen

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Eine bittere, offenbar notwendige Lehre für solche Militäreinsätze:
    Letztlich entscheiden die Menschen in solchen Ländern eben immer selbst, was sie aus ihrer Situation machen.
    ja

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Wie konnte den Taliban so schnell die Rückeroberung des Landes gelingen?
    Warum war die afghanische Armee so hilflos?
    Es scheinen ja nach wie vor oder wieder genug Leute die Taliban zu unterstützen bzw. selbst auf deren Seite zu kämpfen oder aber irgendein Süppchen zu kochen, dass sich auch mit einem Taliban-Regime verträgt.
    Es fehlte wohl der Wille bei den afghanischen Soldaten, sich entschieden gegen die Taliban zu wehren. Da könnte man fast meinen, dass sie es so wollen, wie es nun kommt.

    Die US-Regierung hat der afghanischen Führung und den Sicherheitskräften angesichts des Vormarsches der Taliban mangelnde Kampfbereitschaft vorgeworfen. Es sei "beunruhigend" zu sehen, dass die politische und militärische Führung nicht den "Willen" gehabt habe, sich dem Vormarsch der militanten Islamisten zu widersetzen, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, dem Sender CNN. Die USA hätten den "fehlenden Widerstand" durch die afghanischen Streitkräfte nicht vorhersehen können.

    Die afghanischen Sicherheitskräfte seien den Taliban in Bezug auf Ausrüstung, Training und Truppenstärke überlegen und verfügten über eine eigene Luftwaffe, sagte Kirby. Mit Blick auf die finanzielle Unterstützung der US-Regierung für die Sicherheitskräfte fügte er hinzu: "Geld kann keinen Willen kaufen." Dafür sei die politische und militärische Führung der Afghanen zuständig.


    US-Regierung kritisiert afghanische Armee

  8. Inaktiver User

    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    Die afghanischen Sicherheitskräfte seien den Taliban in Bezug auf Ausrüstung, Training und Truppenstärke überlegen und verfügten über eine eigene Luftwaffe, sagte Kirby. Mit Blick auf die finanzielle Unterstützung der US-Regierung für die Sicherheitskräfte fügte er hinzu: "Geld kann keinen Willen kaufen." Dafür sei die politische und militärische Führung der Afghanen zuständig.
    Es ist ihr Land. Hätten die Taliban keinen Rückhalt in der Bevölkerung, könnten sie nicht so schnell das ganze Land erobern.

    Wieder mal haben sich ausländische Kräfte in Afghanistan eine blutige Nase geholt. Nicht mal die Russen schafften es, dieses Land zu befrieden.

    Der Westen soll sich raushalten und auch keine Flüchtlinge von dort akzeptieren. Die meisten fliehen nach Pakistan, also könnte man dieses Land bei der Versorgung finanziell unterstützen. Die einheimischen Helfer der US-Army und der Bundeswehr muss man allerdings rausholen, das ist man ihnen schuldig.

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Monaline Beitrag anzeigen
    ...
    "Geld kann keinen Willen kaufen." Dafür sei die politische und militärische Führung der Afghanen zuständig. ...
    Richtig. Die Militärs haben allerdings die westliche Mächte ausgebildet, die politische Führung war immer eine von westlichen Gnaden.
    Waren aber wohl die falsche Leute.


    ... "Der einseitige und übereilte Abzug aus Afghanistan war ein Fehler", urteilte Röttgen. Deutschland müsse dies "offen gegenüber den USA kommunizieren und darauf drängen, dass sie ihre bereits stattfindende Luftunterstützung der afghanischen Streitkräfte intensivieren". ...

    Genau, weil das ja in Vietnam schon so hervorragend funktioniert hat.
    Wozu Luftunterstützung, wenn am Boden weder eine Bevölkerung lebt noch eine Armee kämpft, der diese Unterstützung helfen kann?

    Was für ein Schwachsinn.

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    AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein

    Zitat Zitat von Nicolo Beitrag anzeigen
    Eine bittere, offenbar notwendige Lehre für solche Militäreinsätze:
    Letztlich entscheiden die Menschen in solchen Ländern eben immer selbst, was sie aus ihrer Situation machen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist ihr Land. Hätten die Taliban keinen Rückhalt in der Bevölkerung, könnten sie nicht so schnell das ganze Land erobern.
    Diese Logik finde ich immer etwas verkürzt.

    Drastisch formuliert: Stellt euch vor, eine Bande von gewaltbereiten Verbrechern dringt in eure Wohnung ein, foltert euren Ehepartner zu Tode und hängt den verstümmelten Leichnam an die Wand. Meine Sympathien für die Eindringlinge wären sicher sehr begrenzt, ich hätte aber auch keine wahnsinnige Lust, heroisch Widerstand zu leisten.

    Nach allem, was ich weiß, sind die Taliban in all den Jahren von Kräften aus Pakistan aktiv unterstützt worden (Pakistan ist Atommacht). Wenn man sich die Leute als urwüchsige Guerilla-Kämpfer vorstellt, die von der einfachen Bevölkerung getragen werden, dann sieht man wahrscheinlich nur einen winzigen Ausschnitt des Problems. In Afghanistan sind schon lannge alle möglichen politischen Akteure aktiv gewesen (Sowjets, Amerikaner, Pakistan etc.). Das ist sicher kein Konflikt, in dem die Menschen "selber entschieden" hätten.

    Unbeschadet dessen ist es nicht falsch, dass die Taliban in Teilen der afghanischen Bevölkerung einen gewissen Rückhalt genießen.

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