Ja, da kommen wir schon mehr zusammen.
Versteht man unter Kolonialisierung nicht Ausbeutung?
Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiß inwiefern dort Bodenschätze abgebaut wurden.
Was du an Problemen beschreibst wird nie ganz harmonisch gelöst werden können.
Die Chinesen, Japaner leben auch noch ihren Glauben parallel zum recht westlichen Stil.
In Tokio wird wirklich immer noch nach Feng-Shui gebaut, die feiern ihre Feste mit eben allen möglichen Unterströmungen.
Ich fände es als Bankrotterklärung wenn wir nun die Menschenrechte als Utopie ansähen.
Man sollte auch nicht vergessen, weder im Iran noch in der Türkei sind die Menschen mit der islamischen Erstarkung zufrieden.
Unter Anderem vielleicht, weil westliches Leben und Denke zu mehr Wohlstand führt?
Nur vom Opiumanbau und Verkauf allein werden die Afghanen auch nicht leben wollen und können.
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23.08.2021, 11:13Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
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23.08.2021, 11:14Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
In der Tat. 2018 gab Ägyptens Präsident Abdel Fattah As-Sisi im Rahmen eines Weltjugendforums auf die Frage eines jungen Afghaners interessante Denkanstöße:
... fragen Sie sich bitte, warum sich die Afghanen in Afghanistan nicht um das Schicksal ihres Landes kümmern. Warum kämpfen sie bereits seit 40 Jahren, töten sich gegenseitig und zerstören dabei ihr eigenes Land? Diese Frage stellt sich auch im Zusammenhang mit anderen Ländern wie Pakistan... aber auch bezüglich Ägypten. Ebenfalls ist sie in Bezug auf Syrien, Irak, Libyen, Jemen und Somalia berechtigt. Warum verhalten wir uns so?
Wir zerreißen uns in unseren eigenen Ländern und bitten danach andere Staaten – wo Tag und Nacht geschuftet wird, und wo stets danach gestrebt wird, die eigenen Errungenschaften zu erhalten, die eigene Bevölkerung zu schützen, die Lebensqualität und das Entwicklungsniveau zu halten –, ja, wir bitten sie, die Früchte ihres Tuns mit uns zu teilen, bloß weil wir uns bekriegen! Also, bitte! Beachten Sie, dass ich weder für noch gegen Sie bin, ich versuche lediglich, diese Angelegenheit objektiv und integer zu betrachten. Es ist notwendig, dass wir uns selbst kritisieren. Verteidigen wir etwa unsere Staaten? Sind die Anführer der Staaten, von denen ich spreche (muslimische Staaten, - Anm. der Red.), nicht verpflichtet, gerechter, respektvoller und aufmerksamer ihrem Volk gegenüber zu sein? Sind sie nicht verpflichtet, Zugeständnisse zu machen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und ihre Probleme zu lösen – sei es in Afghanistan, Syrien, Irak oder Libyen? Warum tun sie das dann nicht?
(Hervorhebungen von mir)
Ägyptischer Präsident Sisi verurteilt das selbstgerechte Anspruchsdenken der Araber
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23.08.2021, 11:28
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Der muss es ja wissen.
Seit er sich an die Macht geputscht hat, geht es ja mit Ägypten steil bergauf.Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.08.2021, 11:30Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Danke für den interessanten Link! Verblüffend, wie klar er Dinge beim Namen nennt, um die bei uns so gerne herumgeschwurbelt wird:
Jeder Staat hat das Recht, seine Bevölkerung zu schützen und sich um seine Interessen zu kümmern. Selbstverständlich sollten dabei die Menschenrechte im Allgemeinen respektiert werden, allerdings im Rahmen dessen, was dem Staat erlaubt, seine nationalen Interessen zu verteidigen.
Sie sind erbost darüber, dass die Staats- und Regierungschefs der europäischen Staaten..... ihre Grenzen schließen, um die Früchte der langjährigen harten Arbeit und der Bemühungen im Aufbau einer modernen Gesellschaft zu schützen!
Wir bitten sie, ihre Türen für uns zu öffnen, und wollen dabei ihnen unsere Kultur aufzwingen, obwohl sie von ihrer eigenen meilenweit entfernt ist – besonders, was Arbeit und Fleiß anbelangt.
Als Einwanderer bringe ich meine ägyptische Kultur mit – und hätte gerne alles, ohne etwas dafür zu tun. Ist es nicht so, wie wir uns verhalten?
Wollen Sie mit Ihrer Kultur auswandern, die für Sie unanfechtbar ist? Sie wollen diese anderen mit dem Aushängeschild „Menschenrecht“ aufdrängen? Nein!
Und, übrigens, wenn Sie in ein Land reisen, das Sie freundlich und bereitwillig empfängt, sollten Sie seine Gesetze, Bräuche, Traditionen, seine Kultur bedingungslos achten. Aber nein: Sie denken nicht daran; in Wirklichkeit sind wir zu solcher Denkweise nicht mal fähig, also sollten wir es unterlassen, dorthin zu gehen. Sie wollen, dass man Ihnen die Tür öffnet, damit Sie hereinkommen und dann Probleme bereiten? Nein!
Ein deutscher Politiker, der es wagte, sowas zu sagen, müsste mit einem massiven Shitstorm rechnen und wäre vermutlich seinen Job los.
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23.08.2021, 11:36Inaktiver User
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23.08.2021, 11:38Inaktiver User
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Tun wir doch nicht. Aber Menschenrechte sind nicht einfach per Definition da, sie müssen auch durchgesetzt werden können. Dazu braucht es eine Judikative und eine Exekutive mit Gewaltmonopol. Deswegen ist ja eine rechtsstaatliche Ordnung so wichtig. Denn ohne sie, sind auch Menschenrechte schnell perdu.
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23.08.2021, 11:38
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Wie gut, das er alles, aber auch alles tut, damit kein Ägypter mehr aus dem Land woanders hin möchte.
Toller Mann, wirklichWissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.08.2021, 11:46Inaktiver User
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23.08.2021, 11:47
AW: Afghanistan - Taliban ziehen wieder in Kabul ein
Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"
Erich Fromm
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23.08.2021, 11:49Inaktiver User



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